Ist Deutschland sozial ungerecht?

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16 Antworten

Deine Meinung in allen Ehren.

Trotzdem halte ich es für nicht bestreitbar, dass finanzielle Spielräume in Deutschland gewisse Dinge sehr erleichtern oder sogar erst möglich machen.

Ob man das als gerecht bezeichnet hängt sehr stark davon ab, wie man den Begriff "Gerechtigkeit" definiert.

Ich bin jedoch der Meinung, dass es noch viele Bereiche mit Verbesserungspotential gibt.

Ob das allerdings den wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik Deutschland und es "Geldadels" gerecht wird steht auf einem ganz anderen Blatt.

Deshalb sehe ich wenig Chancen für positive Veränderungen.

schmerberg 22.01.2017, 18:30

Gottseidank gibt es hier nicht nur geistige Tiefflieger! -- Kompliment!

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Ich halte Deutschland für extrem sozial ungerecht, weil viel zu sehr "gleichmacherisch" im unteren bis mittleren Segment, während gleichzeitig das reiche Drittel der Bevölkerung indirekt bevorzugt wird.

Speziell die "Gleichmacherei" im Bereich des unteren Mittelstandes nervt. Es ist ja gut und schön, dass man Leuten, die nichts haben, wenigstens eine elementare Absicherung gibt. Aber da gibt es viel zu viel Mißbrauch und Lücken, speziell übrigens auch bezogen auf Immigration in die Sozialsysteme.

Bei den Menschen, die was verdienen, geht es dann weiter. Wenn man als Lediger z. B. nur ein Durchschnittsgehalt von 3000 EUR brutto hat, wird man schon geschröpft ohne Ende. Als Arbeitnehmer kommt dann irgendwas um die 1600 EUR Auszahlung raus. Ein Immigrant, der hier vier Kinder in die Welt setzt und kein Deutsch spricht, bekommt das gleiche einfach so und hat 'nen schönen Tag.

Die starke Steuerprogression führt ansonsten dazu, dass gerade im mittleren Bereich jegliche Leistungsanreize zerstört werden. Bzw. man kann sich als Steuerzahler jeden Tag fragen, ob es nicht sinnvoller wäre, sich arbeitslos zu melden, Hartz IV zu kassieren und parallel einfach ein paar Mal die Woche schwarz zu arbeiten, Gras zu dealen oder wasauchimmer. Bei so einem Lebensentwurf kommt nämlich unterm Strich mehr bei raus als mit legaler Arbeit.

Und wenn ein System so schlecht ausbalanciert ist, dann kann ich es nur als "ungerecht" bezeichnen.

Es ist ungerecht, weil viele Menschen von ihrer Arbeit gar nicht mehr leben können, sondern einen zweiten und manchmal sogar einen dritten Job ausüben oder übers Amt aufstocken  müssen, um über die Runden zu kommen.

Es ist ungerecht, weil junge Leute immer schlechter bezahlt werden, sich gleichzeitig aber vermehren und für ihre spätere, sehr magere und zu versteuernde Rente privat vorsorgen solllen. Wovon denn?

Es ist ungerecht, weil der Kitabesuch  nicht in allen Bundesländern kostenlos ist. Dasselbe gilt für Schulbücher.

Es ist ungerecht, weil Kinder mit Eltern mit magerem Enkommen immer noch schlechtere Chancen haben als Kinder mit gutsituierten Eltern.

Es ist ungerecht, weil es keinen / kaum noch sozialen Wohnungsbau gibt.

Es ist ungerecht, weil die Steuergesetzgebung Reiche in vielerlei Hinsicht immer noch bevorzugt.

Es ist ungerehct, weil Frauen in gleicher Position (außer im öffentlichen Dienst) immer noch schlechter bezahlt werden als Männer.

Es ist ungerecht, weil Politik sich  von Lobbyisten beeinflussen lässt.

usw. usw.

Mir fallen leider keine "Es ist gerecht"-Argumente ein.

schmerberg 22.01.2017, 18:39

"Mir fallen leider keine "Es ist gerecht"-Argumente ein."

Etwas sehr dünn für eine Expertenantwort, zumal einige Argumente krass neben der Realität liegen und bestenfalls dem "Volksgeschmack" à la BLÖD-Zeitung entsprechen.

Etwas mehr Sachlichkeit und weniger Polemik hätte ich schon von einem "Experten" erwartet!

Ich empfehle mal paar Rundreisen ins Ausland, so quer durch und nicht nur am Strand.

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heide2012 23.01.2017, 18:27
@schmerberg

1. Zum "Experten"  kürt man sich hier nicht selbst.

2.Der Bezug bestand statt zur Zeitung mit den vier Großbuchstaben eher zu OECD-Berichten und Studien anerkannter Institute, Universitäten und Stiftungen.

3. Polemik ist richtig, denn das Wort steht auch für eine scharfe, streitsüchtige Auseinandersetzung zwischen Wissenschaftlern.

4. Einen Strandurlaub habe ich weder im In- noch im Ausland je gemacht.

5. Ein Widerlegen meiner Aufzählung wäre konstruktiv gewesen.


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Hallo,

Chancengleichheit existiert nur auf dem Papier.

Fängt schon in der Grundschule an, wo ein Arztsohn bei gleichen Zeugnisnoten eine Gymnasialempfehlung bekommt, mit denen ein Arbeiterkind eine Realschulempfehlung oder noch schlechter, wenn Lehrer einen noch auf dem Kieker haben, erhält - alles schon live erlebt.

Frauen und Männer verdienen immer noch bei gleicher Arbeit nicht immer gleiches Geld.

Versuch mal als Atheist dich in einer kirchlichen Einrichtung zu bewerben.

Warum sind Oberärzte und Chefärzte fast immer männlich (zumindest in meiner Region ist dies zutreffend)?

Welche Chancen hat ein Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt wenn er über 50 Jahre alt ist?

Sozial gerecht?

Ist es sozial gerecht das jemand der 30 Jahre ins Sozialsystem eingezahlt hat nach einem Jahr in ALG 2 Bezug fällt und die gleichen Bezüge erhält, wie jemand, der noch nie gearbeitet hat?

Ist es sozial gerecht, wenn dieser Mensch dann auch die Früchte seiner 30 jährigen Arbeit erst fast komplett aufbrauchen muss, also erst verarmen muss, um in den Genuß dieser Bezüge zu gelangen?

Schlauerfuchs 22.01.2017, 17:53

Vor allen Bayern ist das schlimmste in der 4.Klasse mit 10 Jahren müssen sich die Kinder entscheiden, Hauptschule, Realschule Gymnasium, ok der Notendruck nimmt ihnen dies ab ,man braucht 2, 5 od besser,  aber dann wird unsozial weil wenn Akademiker Kinder 2,0 haben gibt es eine Empfehlung für das Gymnasium bei einem Arbeiterkind mit 2,0 nur Realschule. 

Wie kann das sein ,eben Seehofer Bayern und wurde sogar als Anweisung an die Lehrer vom Ministerium ausgegeben. 

Früher war es so 2,5 in der 4. Gymnasium,  2,5 in der 6. Klasse Realschule ohne Herkunft, da hatten auch Spätendwickler eine Chance nun mit R 6 , nur  nach Herkunft. 

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HartabaHerzlich 22.01.2017, 18:14

Das ist nicht nur in Bayern so auch in BW.

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Schlauerfuchs 22.01.2017, 19:23
@HartabaHerzlich

Kurios ,gerade in eine Bundesland mit "Grüner Regierung " könnte man humanitätzend und Durchlässigkeit erwarten.

In NRW ist das Bildungsysytem human und mit Guten Chancen für alle, aber währen man in Bayern mit bestehen der 10 Klasse Gymnasium, die mittlere Reife erhält, erhält man im NRW mit bestehen der 11 .die FH Reife und auch über die Berufschule, ok führt dazu, dass dies in diesen Bundesland nicht als wertvoll angesehen wird.

Auch ein Nachteil, für andere, denn in Bayern ist die Fos schwer in der Berufschule gibt es für Realschüler nix ,nur für Hauptschüler die Mittler Reife ,wenn sie 2,5 im Abschluss und in der letzten Berufschule lasse haben ,auch so eine Sache ein Verkäufer errichtet dies leichter wie ein schwere Beruf wir Radio und Fernsehtechniker.

Und 16 Bundesländer 16 ,verschiedene Schulsysteme, da entscheidet über gelingen und scheitern ,der Zufall in welchen Bundesland man in die Schule geht.

Wer in der Schulaufbahn umziehen muss ,erlebt krasse Überaschungen.

Und Polizei und Justiz genauso, in NRW ist Polizist ein FH Studium ,3 Jahre,  dann gehobenen Dienst, in Bayern Ausbildungsberuf , 2 Jahre ,8 Monate, dann mittlere Dienst und Aufstieg ,je nach Leistung in 5 bis 10 Jahren in den gehobenen, so stehen die extrem unter Erfolgsdruck was der Bürger zu spüren bekommt und in Bayern gibt es 90 Tagessätze od mehr ,was in Berlin eingestellt, allenfalls ein Bußgeld gibt, so ist der in Bayern vorbestraft und erledigt beruflich in Berlin nicht, auch hier keine Rechtsgleichheit in D.

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weelah 22.01.2017, 20:25
@Schlauerfuchs

In NRW ist was? 

Ich lebe in NRW und in der Grundschule gab und gibt es an der Grundschule, in welche meine Kinder gingen soganannte Elitetische.

 Dort saßen die Kinder der Akademiker und Selbstständigen ganz vorne, damit die alles schön mit bekamen und schön getrennt vom Pöbel.

Auch hatten diese Elitekinder oft Narrenfreiheit. Gute Chancen? Womöglich nach der Regelschule. 

Wenn das System so perfekt ist, frage ich mich warum 35 % der Hauptschüler später Fachabi, Abitur oder vergleichbare Abschlüsse erwerben. Einfacher wird es ja nicht.

Es ist oft einfach so, das vielen Kindern die Schullaufbahn frühzeitig versaut wird. Sei es durch unfähige, ungerechte oder gar mobbende Lehrkräfte.

Ich war 10 Jahre in NRW in der Elternvertretung und nicht einer dieser Speichellecker . Setzt man sich ein, bekommen es die Kinder doppelt zu spüren und man selber mitunter auch mal eine Androhung einer Unterlassungsklage.

In NRW Kreis Mettmann /Hi**** unterrichtet eine Lehrerin , welche einen unsichbaren Freund hat. Dieser hat auch Anteil an der Benotung der Schüler. Dieser unsichtbare Freund ist der Meinung kein Schüler verdient in einem Hauptfach besser als befriedigend. 

Somit liegt es in der unsichtbaren Hand eines imaginären Freundes, ob man auf dem zweiten Bildungsweg für das Abitur zugelassen wird. Das ist doch alles nur ein Witz

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Deutschland ist eines der unsozialsten Länder Westeuropas! Als Beweis diene hierzu:

  • H-4
  • Rentenklau
  • eingeschränktes Gesunheitssystem
  • Wuchermieten
  • überhöhte Kindergartentarife
  • breitgefächerter Niedriglohnsektor
  • übermäßige Leiharbeit
  • breitgefächerte Zeitarbeit
  • zu geringer Mindestlohn
  • zu geringe Bildungspartizipation des Proletariats an einer höheren Bildung
  • mickriges Kultur, - und Sportangebot
  • sonstige Schmalspur-Sozialleistungen


schmerberg 22.01.2017, 18:27

Wunderbar, und nun mal die tollen Leitungen der Anderen .... nur damit du mal merkst, welchen Blödsinn du gerade verzapfst!

Echt dumme Parolen der Agitprop-Liga

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voayager 22.01.2017, 18:36
@schmerberg

Ohne Sinn und Verstand blubberst du nur, statt Argumente zu liefern, daher ist dein Beitrag nicht substantiiert.

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Schlauerfuchs 22.01.2017, 20:49
@voayager

Wenn man bedenkt gibt es in D, 2 Rentensysteme ein Arbeiter erhält nach 45 Arbeitsjahren ,nur 43 % seines letzten Nettolohnes in Durchnitt 900 Euro ,ein Beamter 75% Pension in Durchnitt 2200 Euro, noch krasser wirds es bei Mitglieder von Landtage und Bundestag, die haben schon nach 2 Legislaturperioden Anspruch auf 75 % des letzten Nettogehaltes, sind gerade mal 8 bis 10 Jahre ,Bundestag 2 mal 4 Jahre Bayern Landtag 2 mal 5 Jahre ( längere Legislaturperiode ).So ein Absicherung gibt es nirgends auf der Welt in Holland und England sind zwar Politikergehälter höher ,aber Altersversorgung ist Privatsache, ebenso bei Managern in D.

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Ja, letzten Endes schon.  Das soll zwar nicht sein, aber faktisch ist es so. Es ist z.B,. nachgewiesen, dass Arbeiterkinder nach wie vor in den Gymnasien und an der Uni unterrepräsentiert sind. Manche Chancen kann man nicht ergreifen, weil sie einfach nicht vorhanden sind. Oder will jemand behaupten, dass Arbeiterkinder weniger intelligent oder weniger fleißig sind als Akademikerkinder. Wohl kaum.

schmerberg 22.01.2017, 18:57

Ich bin selbst Arbeiterkind und war so was wie Außenseiterin in der Schule. Fast alle Mitschüler, nicht gerade begütert von zu Hause, hatten während der Schulzeit mannigfaltige andere Interessen und Hobbys, gerne auch "heiße, ewige Liebe". Eigenartigerweise gehörte ich, wie auch 2 Akademikersöhne zu den gut gehassten "Strebern", obwohl ich wirklich keine so große Leuchte war.

4 von 24 haben studiert, davon 1 Akademikerkind (der Andere ging zum Bund), ein paar bekamen auch ordentliche Jobs und Etliche sind hauptberuflich Hartz-IV, da sie schon während der Lehrzeit lieber für den Nachwuchs horizontal trainierten oder sich um wichtigere Dinge wie Fußball, Zocken oder Kiffen kümmerten. Als Studierte werde ich jetzt von denen als Kapitalistin veräppelt. OK, bin ich gerne, habe ich mir auch selbst verdient.

Man muss die Chancen, die es gibt auch wahrnehmen. Das scheint "Arbeiterkindern" schwerer zu fallen, als "Akademikerkindern", vermutlich, weil die Vorbilder und Anreize anders liegen.

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Gerecht oder ungerecht ist keine Frage von Meinung oder Argumenten, sondern von Tatsachen. Such dir halt Statistiken, Berichte, Zeitungsartikel zusammen, lies mal auf Seiten von Gewerkschaften herum, dann wirst du genügend Material finden.

Es geht nicht besonders sozial zu in Deutschland. Beziehen die Eltern Hartz4, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die Kinder nicht wohlhabend werden, sondern eher auch mal Hartz4 beziehen müssen.

Und es hat nicht jeder die gleichen Chancen - wenn du als Schüler Eltern hast, die dich durchs Gymnasium klagen und die dann Papas Kanzlei übergeben, ist das nicht das Gleiche wie einer, dessen Vater angestellter Klempner ist, oder sogar als Zeitarbeiter losziehen muss. Dieser Schüler wird vermutlich nicht mal eben so eine Kanzlei bekommen. Er wird aller Wahrscheinlichkeit nach noch nicht einmal studieren, weil er es nicht bezahlen kann.

Gute Bildung ist immernoch ein Privileg.

schmerberg 22.01.2017, 21:23

Mein Vater war Dreher, die Mutter Verkäuferin, 4 Kinder und ich konnte problemlos studieren und bin nun nicht nur eingebildet.

OK, ich hatte ein paar gute Vorbilder außerhalb der Familie, die mich motiviert haben. Ich habe nicht nur Bafög gehabt, sondern auch neben dem Studium geackert, wie ein Tier. So konnte ich mir sogar einige interessante Studienreisen leisten, die mir später den Berufseinstieg sehr erleichterten.


Ach, die erwähnten Statistiken hätte ich gerne mal (Links reichen)

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HartabaHerzlich 23.01.2017, 05:21

Einbildung ist auch eine Bildung und da fehlt dir wirklich nix.

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Ja , es zählt immer noch mehr die Herkunft als die Leistung, ferner sind die Sozialbeiträge zu hoch, auch gibt es extrem teuer Sondersyssteme einzelner Berufsgruppen wie z.B den LSV ( LKK LAK )in der Landwirtschaft wo extrem teuer ist und eher eine Asosozialversicherung als Sozialversicherung. 

Auch schauen Behörden und grosse Konzerne bei Einstellungen nur auf dem Abschluss, bzw die Noten und nicht auf dem Mensch, wer keine 1 vor dem Komma hat ,frustet in einer Helfertätigkeit  bei einer Zeitarbeitsfirma trotz Abschluss dahin.

Die Politik verwaltet seit 20 Jahren nur noch den Mangel.

schmerberg 22.01.2017, 18:44

Ja, der Mangel ist so krass, dass Etliche -- nicht gerade Superreiche -- in einem Urlaub in Malle mehr Geld auf den Kopf kloppen, als eine spanischer Durchschnittsverdiener im Jahr bekommt.

Wirklich ungerecht, dass man so spartanisch im Urlaub leben muss.

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Schlauerfuchs 22.01.2017, 19:09
@schmerberg

Ein Spanisches Monatsgehalt in einer Woche ist bei manchen da wohl üblich , ein Jahresgehalt nicht ,der Spanische Mindestlohn ist auch 6,25 Euro und der in D bei 8,85 eur.

Aber es wird nicht besser ,wenn man darauf verweist ,dass es anderswo noch schlechter ist.

Sagen wir es so, wer es in D geschafft hat bei Siemens,  Behörden, Polizei, DB ,VW und Co unterzukommen hat zwar kein Sorgenfreies aber ein gutes Leben.

Aber gibt auch andere so hat ein Elektroniker bei Siemens od VW 27 Eur Brutto/ h , sein Kollege bei Adecco, nur 8,85 obwohl er in der gleichen Firma arbeitet, aber nicht von der gleichen Firma angestellt ist ,nur wird der Adecco Mann vergessen.

Od LSV wie oben geschrieben,  ist es ein Arbeiter / Angestellten Kind und studiert bzw Fachausbildung ist es bis 25 bei den Eltern in der Krankenversicherung mitversichert und dann günstig als Student versichert, aber ein Landwirtskind muss ab 20 ca 400 Euro an die LKK als Krankenkassenbeitrag zahlen zusätzlich Beitrag an die LAK  und bei einer Petition heisst es," der Herr Minister ,damals Gesundheitsminister Seehofer, dankt für die Eingabe ,aber Kinder aus der Landwirtschaft sind ein Einzelfall,  offensichtlich hat der LSV / LKK ihrer Versicherungspflicht im berufstätigen System ohne Kassenwahlrecht bejaht.

Einzelfälle sind auch Menschen ,wenn Du 2 Mio verdienst und ich nix od umgekehrt, verdient dennoch statistisch von uns beiden jeder eine Mio. aber Einzelschicksale ,gehen in der Statistik unter, das ist unsozial. 

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schmerberg 22.01.2017, 20:07
@Schlauerfuchs

Rechenkunststücke nützen nicht viel, da sie an der Realität vorbei gehen. Auch hier nützt ein theoretisch bestehender Mindestlohn nichts, wenn man einen Minijob hat oder 40 Stunden/Monat  oder grad mal bei 400 liegt.

Das ist in Spanien noch schlimmer. Man sollte mal weg vom Strand und etwas kreuz und quer durchs Land oder auch in den Großstädten sich etwas abseits der Sehenswürdigkeiten bewegen, dann verblasst jede Theorie gewaltig. Zudem ist die Versorgung der Sozialfälle/Arbeitslosen mehr als jämmerlich, dagegen schwimmen Deutsche ohne Job schon im Wohlstand.

Es lohnt sich, auch mal über den Tellerrand hinaus zu sehen.

Schon eigenartig, dass es viele "Flüchtlinge" vorzugsweise nach Deutschland zieht. Sicherlich, weil sich herumgesprochen hat, dass die Deutschen am lautesten jammern können.

Das sich vieles verbessern lässt steht außer Frage. Ich komme beruflich sehr viel in Europa herum. Mich da intensiv umsehen ist mein Job. Wenn ich zurück komme, weiß ich, dass es mir woanders nicht besser gehen könnte und das hier selbst die Ärmsten noch einigermaßen gut durchs Leben kommen.

Den Unzufriedenen und ständig Benachteiligten empfehle ich dringend in das "gelobte Land" auszuwandern, statt sich hier mit der Ungerechtigkeit herumzuschlagen.

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Schlauerfuchs 22.01.2017, 20:42
@schmerberg

Ich habe mein Traumland  gefunden ,Luxemburg. 

Ist ein Unterschied wie Tag und Nacht zu Oberfranken in Bayern.

Ich kenne auch Spanien war über ein Jahr mal in der Region Murcia / Cehegin, ist für Spanische Verhältnise sehr reich,  aber ich mag das Land nicht, es gibt dort keinen Mittelstand nur 50 arm und 50 % reich.

Dennoch kann man in D etwas verbessern, wie den LSV abschaffen,  das Bayerische Schulsystem durchlässiger machen und Zeitarbeit abschaffen,  hier ist as Problem, dass Betriebe über 200 Angestellte nur schwer jemand kündigen können und Zeitverträge nicht verlängert werden, zwar gut gemacht ,aber führt zu Einstellungstopp, die zahlen dann lieber einer Zeitarbeitsfirma 60 Eur plus MwSt / h,  ok die ist Vorsteuer und daher nur eine Buchung .

Aber immerhin, die Schweiz hat diesen Kündigungschutz nicht und die Betriebe trauen sich einzustellen. 

Auch gibt es dort die Unsitte nicht ,wenn ein Betrieb wegen Auftragsmangel jemand kündigt ,mal vor das Arbeitsgericht  zu gehen, um noch eine Abfindung zu holen, in der Schweiz würde so eine Klage nicht angenommen. 

Und noch etwas in Dubai erhält jeder Staatsbürger dieses Landes, egal ob Baby od Kreis mit 90 eine Grundsicherung von umgerechnet 4000 Eur ,da haben 18 jährige einen Porsche und einen Panther als Haustier, soviel zu Reichtum, ok der Pakistani am Bau arbeitet dort für 800 Eur umgerechnet und wohnt in einer Bruchbude. 

In D ist es auch so zwar nicht so grass, aber es gibt Arbeiter 1 und 2 Klasse, direkt beschäftigte und Zeitarbeiter. 

Dann 16 verschiedenen Bundesländer, Schul-, Justiz - und Polizeisysteme, ob man das in der Eu noch bräuchte? 

Ich weiss nicht in welchen Bundesland Du aufgewachsen bist, aber wer in Bayern mal unschuldig bei der Polizei aktenkundig wird und so, der erlebt die Hölle und zweifelt ob es ein Rechtsstaat ist, da wird eine Anklageschrift als Strafbefehl verschickt, ist dann das Problem, des Betroffenen,  od selbst bei Freispruch,  darf es noch unter Restatverdacht gem.Art 38 PAG genutzt und verändert werden ,von der Polizei, Karierren ,bzw überhaupt Einstellungen als Offiziers -Anwärter  od Azubi zum Fluglotsen unmöglich. 

Und dass ggf wegen einer absurden Anzeige im Nachbarschaftstreit ,wie von eigenen Apfbaum fällt den Nachbarn ein Apfel auf dem Kopf ,der zeigt an Körperverletzung,  dann legt die Polizei ein  Az. an ,die Staatsanwaltschaft stellt ein nach 170 Abs II auch in Bayern ,aber dann greift Art 38 PAG, die Sache ist dann im IPB / KAN ewig gespeichert, obwohl das Führungszeugnis sauber ist ,ist es da eingetragen ,kein Ausgang ,kein Sachverhalt, nur Verdacht auf Körperverletzung, da dauert dann zufällig eine Polizeikontrolle länger , ein Sichheitsüberprüfung ist negativ und schon Berufschancen ade,  ok ggf findet man im Ausland etwas.

Ok Bayern ist der Sonderfall und wenn eine Partei über 50 Jahre ein Land alleine regiert ,betrachtet sie es als ihr Eigentum, machte die SPD in der Stadt Wuppertal und macht die CSU in Bayern ,Lehrer werden geht noch ,Schulreform nur mit Parteibuch. 

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Ich werde hier keinen Aufsatz für Dich schreiben. Aber überleg mal, wie andere Länder das Wort "sozial" händeln, bzw. ob es das in deren Sprachschatz überhaupt gibt ;-) Und dann verlgeich mal. Um also Deine fettgedruckte Frage zu beantworten: Ja! Deutschland ist extrem sozial! Zwar immer noch nicht 100%, aber mehr auf dem Weg als andere!

schmerberg 22.01.2017, 18:31

Auch für Dich: Gottseidank gibt es hier nicht nur geistige Tiefflieger!

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AriZona04 23.01.2017, 19:25
@schmerberg

Danke! (Auch für Dein Kompliment!) Deswegen bin ich ja hier.

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Das hatte ich vor langer Zeit auch mal als Hausaufgabe. Hatte sogar einen Einser bekommen!

Ich habe es mir einfach gemacht und die Verhältnisse und Leistungen mit anderen Ländern verglichen.
Da stand schon die Schweiz ein paar Etagen tiefer, Luxemburg und Norwegen schnitten etwas besser ab und sonst bot kein Land einen Anreiz zu wechseln.
Mittlerweise haben ein paar Golfstaaten etwas nachgezogen bzw. uns überholt. Aber da ticken die Uhren auch anders. Ich würde nicht da leben wollen.


Das jeder Mensch die selbe Chance hat ist utopisch. 

Ich denke es gibt weniger Länder auf der Welt wo man annähernd so eine Chancengleichheit hat wie in Deutschland 

Mit ganztags Schule und mehr Geld in die Bildung könnte man für noch mehr Chancengleichheit sorgen. Warum wir jedem noch ne 10. und 11. Chance geben versteh ich nicht.

Knoerf 22.01.2017, 17:36

Klar noch mehr die Kinder mit Bildung quälen. Tolle idee.

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Chogath 22.01.2017, 17:39
@Knoerf

Quälen? Nichts ist chilliger als deine Schulzeit glaub mir. Außerdem "Nichts ist auf Dauer teurer als Bildung, außer keine Bildung" John f. Kennedy, 35 US Präsident 

Mehr?: nicht unbedingt eher bessere, spannendere 

Tolle idee?: jo, ohne die Möglichkeit der öffentlichen Bildung ist, Chancengleichheit nicht machbar 

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archibaldesel 22.01.2017, 17:41
@Knoerf

Ich finde auch, dass wir eher mehr ungebildete Kids für den Niedriglohnbereich gebrauchen. Dann ist weniger Konkurrenz um die guten Jobs. Reicht ja, wenn sie abends Dschungelcamp schauen dürfen.

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schmerberg 22.01.2017, 21:35
@Knoerf

Früher wurden Kinder mit Prügel vom Lehrer gequält, wenn sie nicht spurten.

Eingenartigerweise hat das oft sehr gut funktioniert und psychische Schäden durch Misshandlungen kannte man nicht.

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Deutschland ist ein Sozialstaat mit einem ausgeuferten Sozialsystem. Ansonsten ist die Welt von Natur aus ungerecht. Warum haben die einen schönes volles Haar und die anderen bekommen mit 25 Haarausfall? Warum geht der Verkäufer mit einer 29 Jahre alten blonden Schöhnheit anders um, als mit einem 60 Jahre alten Herrn?

Ist so, laßt sich nicht ändern, muss man aushalten.

schmerberg 22.01.2017, 21:31

Von dem ausgeuferten System leben viele ganz ordentlich. Ich kenne kein Land, wo man auf Dauer ohne Arbeit fetter werden kann.

Ja das ist ungerecht gegenüber unendlich Vielen weltweit, die mit erheblich weniger überleben müssen.

Mit einer Regierung, die die Reichen weniger pudern würde, könnte es noch viel besser gehen.

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lesterb42 23.01.2017, 11:51
@schmerberg

Die "Reichen" tragen aktuell 120 Mrd. € pro Jahr dazu bei, des es den Leuten am anderen Ende besser geht. Mehr muss nicht sein.

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Gas- Gerd mit Fischer und Steimmeier haben mit der Agenda 2010 die Unterschiede eklatant verschärft.

Viel ist ja schon gesagt, dann bring ich doch mal ne Statistik:

die reichsten 1% besitzen soviel wie die ärmsten 50%.

Ist das Gerecht?

schmerberg 22.01.2017, 18:32

Gerechter, als in vielen anderen Staten -- leider aber hier noch immer nicht optimal verteilt.

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Ich gehe in eine Oberstufe und neben uns ist eine "Sonderschule" und ich finde Deutschland tut zu wenig, diese Schüler zu fördern.
Außerdem finde ich es doof dass Deutschland Cannabis nicht legalisiert, da die Menschen sich bei Schmerzen egal welche Art Unmengen von Pillen einwerfen und der Pharmaindustrie viel Geld beschaffen.
Also er ist meiner Meinung nach noch lange kein perfekter Sozialstaat

schmerberg 22.01.2017, 18:26

Nicht nur bei "Gute Frage" rumlungern!

Canabis ist gerade durch den Bundestag und sogar die Kassen müssen bei entsprechender Indikation dafür zahlen.

Kiffer müssen weiter darben!

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im gegensatz zu andere Länder, kriegt man hier hilfe

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