Destilliertes Wasser=giftig?

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7 Antworten

Das destillierte Wasser ist tatsächlich das beste Trinkwasser, denn die Mineralien im Leitungswasser sind anorganisch und werden im Körper zwar abgelagert, aber nicht da wo sie normal hingehören. Kalzium geht nicht in die Knochen und auch nicht in die Zähne, denn der Körper kann anorganische Mineralien nicht verwerten. Deshalb "verkalken" wir und werden im Alter auch immer steifer. Giftig ist für uns allerdings auf Dauer gesehen das entmineralisierte Wasser. Ab und zu schadet es aber nicht. Regenwasser ist auch gut, aber man sollte es erst sammeln, wenn es mindestens schon einen halben bis einen Tag geregnet hat. Danach ist es auch rein, weil die Luft dann gut gewaschen ist.

Die immer wieder im Forum auftauchende Behauptung, es könnten nur organische Mineralstoffe aufgenommen werden, ist übrigens grober Unfug. Wenn ein Natriumion an der Darmwand ankommt, kann diese gar nicht erkennen, ob es aus einem anorganischen Salz (z.B. Natriumchlorid, Natriumsulfat) oder einem organischen (z.B. Natriumacetat, Natriumcitrat) stammt. Im Übrigen ist die Einteilung der Stoffe in "anorganische" und "organische" Substanzen eher historisch bedingt. Vor über 100 Jahren glaubte man einmal, dass organische Substanzen ausschließlich durch lebende Organismen herstellen ließen, anorganische dagegen auch im Labor. Das hat sich dann aber bald als vollkommen falsch herausgestellt. <-- http://www.wasser.de/aktuell/forum/index.pl?job=thema&tnr=10000169 ** "Destilliertes Wasser ist also erst in großer Menge gefährlich und wenn auch über die Nahrung Elektrolyte nicht ausgeglichen werden. Eine akute Gefahr für den Körper ist destilliertes Wasser jedoch (allerdings ebenso wie normales Trinkwasser), wenn es direkt ins Blut gelangt (z. B. über eine Infusion). Dann können Körperzellen wegen des Osmosevorgangs zerplatzen (Hämolyse)." wiki

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@hagentronje

Hallo Hagentronje, Danke für den Link, hast dort nicht alles gelesen, denn es wurde auch mehr fach bestätigt, dass anorganische Mineralien nicht richtig vom Körper verwertet werden können. Auszug: : Warum anonym..., schon hier zeigt sich was stimmt!!! : Aber um nochmals zum Thema zu kommen: : Wie kommt es, daß seit Jahrtausenden die chinesische Medizin weiß, : daß mineralhaltiges Wasser das Verdauungssystem schwächt? : Wie kommt es, daß mit neuen Untersuchungen nach dem Trinken : von mineralhaltigem Wasser, eine halbe bis vier Stunden danach, eine akute : Leukozytose auftritt? : Wie kommt es, daß Prof. Dr. Vincent an einer 13-jährigen Untersuchung feststellte, : daß Versuchstiere die mit mineralstoffarmen Wasser versorgt wurden, länger lebten : und erheblich weniger krank waren, wo hingegen Versuchstiere, die mit mineralstoffreichem : Wasser versorgt wurden, eher starben und öfter erkrankt waren? : Außerdem gibt es in der Natur sogenannte Akrotopeken, die einen Leitwert von 30 : Microsiemens haben, welche ausdrücklich von Heilpraktikern und Ärzten empfohlen : werden.(z.B.: Mont Roucous und Plose) Auch Regenwasser hat einen ähnlichen Leitwert. : Und wie kommt es, daß in Gegenden wo kalkhaltiges Wasser vorkommt, die Menschen : häufiger an Osteoporose leiden und nicht nur das, sondern auch Arteriosklerose : haben? : Es sei hier nochmals betont, Mineralien sind wichtig- aber sie können vom Körper nur : im organischen Verbund aufgenommen werden, also mit der Nahrung. Werden sie in anorganischer Form, wie : sie im Wasser vorliegen aufgenommen, so kann es zu den o.g. Erkrankungen vermehrt : kommen. Oder würden Sie, wenn Sie an Eisenmangel leiden auf die Idee kommen : einen rostigen Nagel zu raspeln und diesen dann zu essen? : Agnes Förster

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Zunächst: Es ist nicht bekannt geworden, daß Besatzungen von Atom-Ubooten, Flugzeugträgern und Bohrinseln reihenweise verstorben sind - und die trinken ausschließlich destilliertes Wasser. Also nein - es ist nicht giftig. Das ist ein Märchen. Das Mineralienargument ist ebenfalls gehaltlos, weil der Körper fast seinen kompletten Mineralstoffbedarf über die Nahrung deckt, und nicht über die winzigen Mengen im Trinkwasser. Wasser mit nennenswerten Mengen an Mineralstoffen nennt man Salzwasser - und bekanntlich ist das eher ungesund. Selbst Meerwasser enthält nur 3,5 g Mineralien (das meiste in Form von Kochsalz) pro Liter. Bei Süßwasser sind es per Definition weniger als 1 g (wiederum das meiste in Form von Kochsalz und anderen Chloriden). Dabei benötigen wir aber bereits 2 g Kalium und ca. 1 g Kalzium pro Tag. Das mit Wasser auffüllen zu wollen ist hoffnungslos.

Das Argument mit dem osmotischen Druck ist unsinnig. Probleme treten erst dann auf, wenn der Magen-Darm Trakt vollkommen entleert ist und ein Mensch über längere Zeit nichts anders als zu sich nimmt als ausschließlich reines H2O. Der Schreiber hat außerdem den osmotischen Druck nicht verstanden: die Flüssigkeit fließt von der niedrigeren zur höheren Konzentration. Was er beschreibt ist der Effekt, der beim Trinken von Salzwasser auftritt. Auch bei der "platzenden Tomate": das Regenwasser wird hineingezogen entlang des Konzentrationsgradienten, so daß innerhalb der Frucht zuviel Wasser vorhanden ist und sie platzt. Soll heißen: destilliertes Wasser wird besonders gut vom Körper aufgenommen.

Daß von destilliertem Wasser abgeraten wird hat andere Gründe: häufig ist es gar nicht so rein, wie der Name suggeriert, sondern wurde in Industrieprozessen hergestellt, die nicht für Lebensmittel zugelassen sind. Es handelt sich um Prozesswasser.

Das ganze "Mineralien-aus-dem-Körper-ziehen" ist auf den osmotischen Effekt zurückzuführen:

OSMOSE: Stoffe mit einer höheren Konzentration versuchen immer sich mit dem Stoff mit der geringeren Konzentration zu vermischen und so ein Konzentrationsgleichgewicht zu erzeugen. Dieser Ausgleich findet auch über "feste Grenzen" wie Biomembranen bei Zellen und Zellwänden bei Pflanzen statt. ein Beispiel: Bei Regen aufplatzende Tomaten und Kirschen (am Strauch/Baum). Die Zucker- und Mineralkonzentration in der Frucht ist höher als die im Regenwasser. Wenn nun ein Regentropfen auf die Frucht fällt, drückt das "konzentrierte" Wasser aus der Frucht durch die Zellwände der Zellen aus dem Inneren, sogar durch die stabile Schale durch um die Konzentrationsdifferenz auszugleichen. Dabei Platzt die Schale auf.

Zurück zum Trinken von destilliertem Wasser: Die Konzentration an gelösten Stoffen (Mineralsalzen, Zucker, etc.) im destillierten Wasser ist gleich Null, in den Zellen des Körpers (des Magens zum Beispiel) ist die Konzentration höher (Kleiner Exkurs: Die Konzentration an Kochsalz liegt bei ziemlich genau 0,9%; deshalb wird bei einem Schockzustand im Krankenhaus auch eine 0,9%ige Kochsalzlösung injiziert, damit der Körper das Wasser möglichst gut aufnehmen kann um nicht zu dehydrieren. Gleiches Spielchen bei "isotonischen" Getränken. Das Wasser soll von den Zellen möglichst gut aufgenommen werden). Gelangt nun destilliertes Wasser an die Zellen, passiert das gleiche wie bei den zuvor erwähnten Früchten: Das Wasser aus der Zelle drückt nach außen um die Konzentration auszugleichen, die Zelle platzt und stirbt. In Extremfällen kann das zum Platzen Blutgefäßen führen, sodass man als Folge Blut spucken würde ->Innere Blutungen.

Zu so extremen Ausmaßen kommt es aber wirklich selten, da müsste Man schon kontinuierlich den ganzen Tag lang über Wochen etliche Liter an destilliertem Wasser zu sich nehmen. Von 1-2 Gläsern dürfte man, abgesehen von Durchfall wegen den fehlenden Mineralien, keinen merklichen Schaden davontragen. Ganz instabil sind unsere Zellen ja auch nicht. Da aber der osmotische Effekt IMMER zum Tragen kommt, sollte es tunlichst vermieden werden auch nur einen Tropfen zu sich zu nehmen. Jeder Tropfen kann mehrere Zellen töten. Zwar würde man das gar nicht merken, doch lieber lebende als tote Zellen, stimmts?

Wers also unbedingt mal ausprobieren will, der kanns riskieren. Mit Durchfall muss man aber mindestens rechnen. Die nächste Steigerung wären wahrscheinlich Schwindel und Mangelerscheinungen (beispielsweise Gelenk- und Muskelschwächen, häufige Krämpfe (Magnesiummangel), Hauterkrankungen wie Ekzeme, etc.). Der Höhepunkt wären wahrscheinlich die bereits erwähnten inneren Blutungen, die zum Tod führen können...aber das ist fast unmöglich allein mit destilliertem Wasser zu schaffen. ...riskieren würde ichs trotzdem nicht.

Widersprüchliches über das Lebensmittel Nummer 1 - hartnäckig über Jahrzehnte hinweg hieß es: Destilliertes Wasser darf man nicht trinken, davon können die Zellen platzen bzw. es verursache 'Magenbluten'. Immer häufiger hört man mittlerweile das Gegenteil - was für Batterien gut ist, soll inzwischen, glaubt man der "Fit-for-Life"-Bewegung aus den USA, auch für Menschen gut sein. Wichtigstes Argument: alle Schadstoffe werden entfernt.

Nein, destilliertes Wasser stellt keine Gefahr dar. Ein Irrtum, der von vielen kerngesunden Menschen längst widerlegt ist. Man glaubte, da destilliertes Wasser völlig frei von Mineralien ist, dass die körpereigenen Zellen die Konzentrationsunterschiede gelöster Teilchen auf beiden Seiten auszugleichen versuchen und sich daher bis zum Platzen mit Wasser füllen. Völlig mineralien- und salzfreies Wasser gelangt jedoch nicht in die Zellen, denn auch über feste Speisen kommen diese wichtigen Substanzen in den Körper und vermischen sich im Magen.

Welches Wasser ist gesund? Inzwischen liest man immer wieder, dass gerade das destillierte Wasser besonders gesund sein soll. Es ist völlig frei von gerade jenen Stoffen wie z.B. Kalzium, die mit den Jahren zu Ablagerungen (die gefürchtete Verkalkung) in den Blutgefäßen führen. Die meisten Mediziner jedoch bestreiten den gesundheitlichen Aspekt des "reinen" Wassers. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) meint im Einklang mit zahlreichen Wissenschaftlern: "Die ausschließliche Verwendung von destilliertem Wasser kann bei einer einseitigen Ernährung zu einer Verarmung des Körpers mit Elektrolyten führen." Besonders bei Fastenkuren bekommt der Körper nicht mehr die lebensnotwendigen Mineralien. Zwei Beispiele: Ein Mangel an Magnesium führt zu Krämpfen und Herz-Kreislauf-Problemen - 300 Milligramm täglich gelten als empfohlene Menge. Kalzium braucht der Körper für den Zahn- und Knochenaufbau, pro Tag ca. 1000 Milligramm. Fehlt Kalzium, kommt es zu Knochenwachstumsstörungen und z u Knochenschwund (Osteoporose).

Habe ich aus Gesundheit.de kopiert

es ist nicht giftig, aber es fehlen die sonst vorhandenen Salze und Spurenelemente, die der Köper braucht, also ohne Nährwert

Das ist uralter Humbug. Es fehlen nur die Mineralstoffe.

Weil es sämtlicher Mineralstoffe "beraubt" ist! Giftig ist es nicht!

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