Ist derzeit der Duden deskriptiv weil er sich ständig verändert?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Von mir aus hätte ich allgemein geantwortet, dass ein Wörterbuch deskriptiv zu sein hat und der Duden das auch immer so gesehen hat. Dann gab es aber leider die Rechtschreibreform(en) und es hatte sich was mit deskriptiv.

Hier ist eine Website, die sehr gut und nach Duden-Auflagen gegliedert darüber informiert, wenn sie auch einen bestimmten Standpunkt dabei vertritt. Bei mir ist sie schon unter den Favoriten:

http://www.schriftdeutsch.de/orth-dud.htm

Danke fürs Sternchen!

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1) Der private Duden-Verlag hat irgendwoher das Monopol für die Rechtschreibung.

2) Wenn fehlerhafte Begriffe für ihn genügend oft vorkommen, nimmt er sie auch auf. (Das sei wissenschaftlich notwendig.)

3) Er schreibt dann hinter den nun äusserlich korrekt geschriebenen Begriff höchstens "umgangssprachlich". Es steht da nie "standardsprachlich falsch". Es herrscht also für den gewöhnlichen Benutzer keine Klarheit, ob verwenden oder nicht.

4) Der Duden entscheidet bewusst nicht über die Verwendung der Begriffe. Da müssen wir uns in anderen Werken kundig machen.

Der Duden hatte schon von Anfang an einen präskriptiven Zweck. Das steht schon im Titel: Rechtschreibwörterbuch. Damit wird nahegelegt: Alternativen sind Falsch. Interessantere Informationen wie z.B. Bedeutungen findet man selten.

Er wurde über die Jahre immer wieder von Regierungen und Bildungsbeauftragten tautologisch als "richtig" bestätigt. Allein aus diesen Grund ist der Duden als deskriptives Werk nicht wirklich brauchbar.

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