Ist der Wohlstand in Deutschland gesunken? Wer kann sich heute überhaupt noch ein eigenes Haus leisten?

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10 Antworten

Meine Eltern haben auch gebaut und mussten dafür 70 % der Summe aufnehmen. Damals wurde aber auch sehr oft einfacher gebaut. Archetektonisch nicht so aufwendig. Besonders Bauland war vor über 30 Jahren im Verhältnis deutlich billiger. Heut gehen mind. 30% der Summe fürs Grundstück drauf. Früher waren es je nach Lage nur 10%. In ländlichen Gegenden wurden viele Arbeiten beim Neubau mit Hilfe von Freunden und Verwandten erledigt. Fast jeder hatte ein paar Handwerker in der Familie/Verwandschaft.

Früher hat man sparsamer gelebt. Nicht jedes Jahr in den Urlaub fahren und Autos waren dem Verdienst angepasst und wurde viel länger gefahren wie heute. Man hat damals auch bewusst nicht einfach für sich selber gebaut, sondern auch für die Kinder.

Der Hauptgrund heute ist meiner Meinung nach aber, dass die meisten sehr viel später ins Berufsleben einsteigen, später Familie gründen und viel weniger sparen. Die wenigsten sind bereit, sich Gedanken um später zu machen, sondern wollen aufwendig leben.

Zudem liegt Deutschland schon immer auf den letzten Plätzen, was Wohneigentum angeht. Selbst im "armen" Bulgarien leben, prozentual gesehen, weniger Menschen zur Miete. Bei uns wird einfach zu aufwendig gebaut. Es ginge sehr viel einfacher, aber fast jeder möchte mit seinem Haus auch ,zumindest ein wenig, protzen. Seit sicher ist, dass die Renten mal sehr mickrig werden, kommt man ganz langsam dazu, dass man ohne Keller baut und auch etwas weniger aufwändig.

Wenn ich sehe, wie sehr viele Leute Fernreisen machen; das die Autos fast alle deutlich über 100 PS haben; dass es sehr viel mehr Leute gibt, die studieren (früher war Geldmangel fast immer der Grund, wenn jemand nicht studiert hat); die Schüler fast alle Auslandsjahre machen oder Work & Travel. Fast kein Jugendlicher bezahlt seinen Führerschein oder auch das erste Auto noch selber. Früher ist man mit 16 in die Lehre und hat sich Führerschein und Auto erarbeitet.

Wenn ich das alles sehe, würde ich sagen, der Wohlstand ist nicht gesunken.

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Kommentar von janfred1401
18.05.2017, 13:15

Heute möchten Jugendliche verreisen. Europa ist da meistens schon zu wenig. USA, Australien und Asien sind angesagt. Früher undenkbar, da kam gar keiner nur auf die Idee sowas zu planen. Da wurde durch Europa getrampt und man hat gezeltet. Und war happy! Der hohe Konsum verschlechtert den Wohlstand.

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Nein, Studium ist nicht ein Garant für einen guten Lohn. Es studieren einfach sehr viele, zu viele schon fast und der Markt ist recht gesättigt in vielen bereichen. Zu zeiten deiner eltern haben auch die immobilienpreise anders ausgehen, da konnte man sich auch als normaler arbeiter in der regel ein haus leisten. In der jetztigen zeit ist es nicht mehr möglich ohne kredit und lange abzahlung dieses

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Kommentar von Thomas2800
18.05.2017, 12:06

Also glaubst du auch, dass es nicht nur den Armen schlechter geht, sondern fast der gesamten Bevölkerung?

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Mir persönlich geht es weitaus besser als meinen Eltern damals

Allerdings muss ich dazu sagen dass ich beruflich auch weitaus erfolgreicher bin als mein Vater, der sich zeitlebens mit seiner Gesellenposition zufrieden gab.

Es kommt natürlich auch immer auf die Ansprüche an.

Zum einen bin ich der realistischen Ansicht, dass ein wie auch immer geartetes Recht, irgendwann ein Haus zu besitzen, nicht besteht.

Es muss aufgrund der sozialen Strukturen sowie der Leistungsbereitschaft und-fähigkeit bestimmter Gesellschaftsgruppen auch Menschen geben, die niemals ein Haus besitzen werden.

Das ist eine Tatsache, die man einfach akzeptieren muss, alles andere ist illusorisch.

Und ab dem Punkt liegt es meiner Erfahrung nach an jedem selbst, und was er aus seinem Leben macht.

Zudem auch, wo man ein Haus in welcher Größe bauen/erwerben will.

Möchte ich im Speckgürtel einer Großstadt eine 180 M2-Hütte haben, muss ich eben mit Kosten bis zu 300.000 € rechnen.

Andernorts ist das Ganze dann wieder weitaus erschwinglicher, da gibt es dann 120 m2-Häuser für 150.000.

Immer davon abhängig, was man will, und ob man dafür zu arbeiten gewillt ist.

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Kommentar von schelm1
18.05.2017, 12:23

Mir persönlich geht es weitaus besser als meinen Eltern damals

Die Nachkriegsgeneration mußte sich dem Wiederaufbau stellen.

Allerdings muss ich dazu sagen dass ich beruflich auch weitaus erfolgreicher bin als mein Vater, der sich zeitlebens mit seiner  Gesellenposition zufrieden gab.

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Die Erziehung der Nachkriegsgeneration war noch vom "völkischen" Gehorsam geprägt!

Es kommt natürlich auch immer auf die Ansprüche an.

Das Anspruchsdenken der Nachkriegsgenaration begann tatsächlich beim Stande "0"!

Immerhin haben Ihre Eltern Ihnen Ihr Leben eröglicht und die Basis für ein zufiredenes Dassein geschaffen, die Sie scheinbar auch genutzt haben, auch wenn die Anfänge der Eltern  scheinbar mehr sozialistisch dominiert wurden!?!

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Ich rechne so mit 45.000-48.000€ Jahresgehalt Brutto als Einstieg. Dann hätte ich Netto als Lediger ca. 2.200€ im Monat

Dann machst du etwas falsch - Steuern optimieren ;)

Und wieso meinst du, 1000 Euro im Monat sparen zu müssen? Wofür?

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Kommentar von Thomas2800
18.05.2017, 12:03

Hast du ein paar Steuertipps für mich? :D

Ja, für ein Haus, als Altersvorsorge ;)

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Ich glaube, dass in Europa der Wohlstand generell sinkt bzw. der angebliche Wohlstand nur auf Krediten aufgebaut ist. Die wenigsten können sich ein Auto oder ein Haus ohne Kredit kaufen. Es ist ein Scheinwohlstand.

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Finde den Fehler in den Ausführungen: Ah, die ersten beiden Wörter im zweiten Satz. Deine Gedanken sind statistisch wenig belastbar.

Wahrscheinlich habe deine Tante und dein Vater in deinem Alter auch ein anderes Leben geführt. Sie haben gearbeitet, während du studiert hast, sie sind wahrscheinlich nicht zweimal im Jahr in den Urlaub geflogen, hatten keinen Flachbildfernseher mit Sky und drei Streamingdiensten, keine zwei Autos um die Kinder in die Schule zu fahren usw. usw.

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Löhne rauf und Steuern runter, die Wirtschaft boomt und es wird in der Gesellchaft bunter!


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von 1980 bis 89  war weniger WERT in den Wohnungen ,

keine XXL Bildschirme , nicht überall  AA+++  Gefrier und Kühlgeräte , keine 5 Mobilfone im Haushalt , kein Rechner / Labtop mit W-LAN , höchstens ein PKW ,  keine Flugreisen nach Fernost oder Bahama .

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Der Wohlstand ist in Deutschland so groß wie nie, auch wenn sich einige da etwas mehr Verteilung erträumen.

Der Zustrom Minderbemittelter spricht für sich!

Ob man sich ein eigenes Haus leisten kann oder möchte ist kein Maßstab für Wohlstand im Allgemeinen!

Im Verhältnis zu den Eltern besteht kein Grund zur Klage, was die weitere Vermögensbildung angeht!

Die mußten halt mehr schuften für die Basis ihres Wohlstands!

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Bei den aktuellen Zinsen, jeder.

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