Ist der Verzicht der GRÜNEN Partei, die Verbrennungsmotoren bis 2030 abzuschaffen, eine Mogelpackung?

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8 Antworten

Man kann etwas, das man für die Zukunft anstrebt, also eine Vision, eine Zielvorstellung, schlecht als eine Mogelpackung bezeichnen. Eine Mogelpackung ist etwas, was man bereits erworben hat und bei dem man das Versprechen mit dem Inhalt vergleichen kann. Dass die Zeit gegen Verbrennungsmotoren arbeitet, dürfte jedem klar sein, dass es auch noch 2030 welche geben wird, ist auch klar. Man wird sie aber eher in Ländern ohne Infrastruktur für Elektromobilität finden. Um auf dem Weg in die Zukunft nicht abgehängt zu werden, sind Weichenstellungen in vielen Bereichen nötig. Wenn sich die Politik dieser Themen nicht annimmt, geht die Welt nicht unter, aber die deutsche Automobilindustrie schon. Denn die Entwicklungen werden wo anders gemacht. Ob in dem kleinen Deutschland dann noch ein paar Dampflokomotiven und Autos mit Verbrennungsmotoren fahren, ist global gesehen, eher wenig relevant.

Das Datum ist bereits wieder vom Tisch. Ansonsten ist eines klar - die Wirtschaft wird nur unter politischem Druck eine Änderung der Antriebstechniken realisieren. 

Rückblickend kann ich sagen, dass seit mindestens 30 Jahren seitens der Autoindustrie gebetsmühlenartig verbreitet wird, "der Brennstoffzellenmotor sei in ca. 10 Jahren serienreif". Passiert ist nicht viel, ausser dass bei jeder Automobilausstellung im Eingangsbereich ein noch bunteres Alibisparauto steht, das Geschäft wird aber mit SUV und mit sonstigen Spritfressern gemacht.

Ergo: Die Zielvorstellung die Grünen ist mehr als legitim und auch im Jahr 2030 wird deswegen keiner zu Fuß von Berlin nach Potsdam latschen müssen.


 Es dürfte doch jedem klar sein, dass es völlig daneben ist zu glauben, dass es ab 2030 keine Fahrzeuge mehr geben darf/kann, die mit Verbrennungsmotoren betrieben werden.

Naja, den Regierungen von Norwegen und Indien scheint das nicht so klar zu sein. Deshalb ist die Räumung eines zentralen Punktes natürlich keine Mogelpackung.

In der Flüchtlingspolitik wird es keine Obergrenze geben. Deshalb auch keine Mogelpackung.

Vielleicht bin ich auch falsch informiert. Soweit mir bekannt,besteht der bayerische Herr Seehofer genauso auf eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen, wie auch die FDP.

Lediglich die GRÜNEN und die CDU ( Merkel) lehnen da ab.

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@Ontario

Ja, offensichtlich bist du das. Die Position der FDP findest du hier

https://www.fdp.de/forderung/142-1

Zitat: "Wir Freie Demokraten halten das Menschenrecht auf Asyl für nicht verhandelbar. Wir lehnen deshalb auch jede Form von festgelegten Obergrenzen bei der Gewährung von Asyl klar ab."

Was Hotte sagt, spielt da dann nicht mehr wirklich eine Rolle.

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Es dürfte doch jedem klar sein, dass es völlig daneben ist zu glauben,
dass es ab 2030 keine Fahrzeuge mehr geben darf/kann, die mit
Verbrennungsmotoren betrieben werden.

Das wurde nie gefordert.

Ab 2030 sollten keine Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden.

Deine Frage ist somit irrelevant.

Damit meinte ich freilich die Zulassung von Neufahrzeugen, denn darum geht es und es bedarf keines extra Hinweises.

Irrelevant scheint mir meine Frage nicht zu sein, da ich davon ausgehe, dass wir noch in 20 -30 Jahren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren haben werden.

Das alleine schon aus dem Grunde, weil es noch über viele Jahrzehnte Erdöl in ausreichenden Mengen gibt. Wohin sollen dann die Ölförderer ihr Öl verkaufen, wenn dieser Markt wegfällt ?

Zudem haben einige Ölfördererländer große Mengen an Petrodollars in unsere Automobilindustrie investiert, sich Beteiligungen gekauft. Denke, dass die da auch mitreden werden, wenn es um die Abschaffung der Verbrennungsmotoren geht.

Und eine weitere Frage wäre die, mit was will das Finanzministerium den Ausfall an Mineralölsteuer kompensieren, der sich auf viele Milliarden jährlich beziffert ?

Wenn sich dann genug Käufer für E-Autos gefunden haben, werden diese ordentlich mit KFZ Steuer zur Kasse gebeten.

Ein weiteres Problem dürfte die Entsorgung der Batterien sein.

Das E-Auto hat derzeit noch viele Nachteile, welche den meisten Käufern gar nicht so bekannt sind. Wird da eine Reichweite von 350 Kilometern angegeben, so reduziert sich diese Reichweite dadurch, wenn jemand z. B. die Sitzheizung  oder andere elektrisch betriebene Geräte im Auto einschaltet ganz erheblich. Dann bleiben am Ende von den 350 Kilometer an Reichweite nur noch 300 oder weniger Kilometer an Reichweite übrig. Da müsste z. B. die Energie die beim Bremsen entsteht, zur Rückgewinnung an Elektrizität entwickelt werden. Technisch gibt es da noch viel zu entwickeln. Ich sehe das E-Auto nicht als die grosse Zukunft.

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@Ontario

Es fehlt allein an der Kapazität am Kraftwerken und der Infrastruktur für das Laden der ganzen Fahrzeugbatterien. 

Und damit meine ich nicht nur die Ladesäulen, die man noch recht schnell hinbauen könnte, sondern die ausreichend dicken Leitungen von den Kraftwerken dahin.

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@Ontario

Damit meinte ich freilich die Zulassung von Neufahrzeugen, denn darum geht es und es bedarf keines extra Hinweises.

Weißt Du wie viele uninformierte Menschen es gibt?
Wer nun Deine Frage liest ohne Hintergrundwissen zu haben muss zweifelsohne denken, ab 2030 darf es überhaupt keine Verbrenner mehr geben - wenn es nach den Grünen ginge.

Die Nennung von Fakten ist unerlässlich.

Das alleine schon aus dem Grunde, weil es noch über viele Jahrzehnte Erdöl in ausreichenden Mengen gibt. Wohin sollen dann die Ölförderer ihr Öl verkaufen, wenn dieser Markt wegfällt ?

Ach, wir fahren also Auto damit die Ölvorräte kleiner werden?
Sehr interessant.
Dann haben wir wohl nur deshalb elektrisches Licht weil der Strom irgendwo hin muss?

Ich sehe das E-Auto nicht als die grosse Zukunft.

Und das heißt für Dich,
man lässt alles so laufen ohne das die Politik steuernd eingreifen sollte?
Nur wenn man die Automobilindustrie zu etwas zwingt wird sich etwas ändern. Von allein passiert da nichts.

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Jürgen Trittin (Grüne) "es steht für die Grünen, in den Sondierungsgesprächen 0:10".

Es liegt an den Grünen allein, einen Koalitionsvertrag auszuhandeln oder das das bleiben zu lassen.

2030 war ohnehin blühender Unfug.
Das ist die Agenda 2010 auch, hat die Grünen jedoch nicht daran gehindert die mit in Szene zu setzen.

Eine Mogelpackung würde ich es nur nennen, wenn sich etwas darin befinden würde.

Wenn man auf Wahlplakate "Weltklima retten, jetzt !" schreibt, dann ist das eine Mogelpackung und eine Verarschung des Wählers.

Das machen aber alle Parteien so.

Wähler sind nur Steigbügelhalter der Arroganz der Macht, denn sie haben am Ende keinen Einfluss darauf, was die Politiker im Bundestag im Lauf einer Legislaturperiode beschliessen.

Mogelpackung

Du hast es erfasst! Alles was du geschrieben hast ist eine Mogelpackung! Ich glaube den Rotz nicht mal annähernd, was die alle von sich geben.

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