Ist der Verkäufer seiner Meldepflicht vor der Zwangshausversteigerung nachgekommen, wenn von der Möglichkeit von Hausschwamm im Exposee gesprochen wird?

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6 Antworten

Die Meldepflicht besteht gegenüber dem Bauamt und auch wohl nur noch in Thüringen und Sachsen. http://holzfragen.de/seiten/recht.html

In der Zwangsversteigerung hat der Eigentümer keine Mitwirkungspflichten.

Er verliert allerdings mit der Beschlagnahme nicht sein Eigentum sondern nur die Verfügungsmacht über sein Grundstück (§ 23 ZVG).

Das Eigentum am Versteigerungsobjekt wird dem Eigentümer mit der vom Gericht beschlossenen und förmlich zugestellten Beschlagnahme entzogen.

Bei der Zwangsversteigerung gibt es keinen Käufer, sondern einen Meistbietenden, dem das Versteigerungsobjekt durch hoheitlichen Akt - anstelle eines sonst üblichen Kaufvertrages - zugeschlagen wird.

Jeder Bieter hat die Möglickeit vor dem Termin oder auch noch während des Versteigerugnstermins das vom Gericht in Auftrag gegebene Gutachten einzusehen und sein Bietverhalten danach einzurichten.

wo bleibt die Antwort auf die gestellte Frage?

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Überhaupt keine. Da der Schuldner kein Verkäufer ist, sondern sein Grundstück zwangsversteigert wird. Im Zwangsversteigerungsverfahren sind Gewährleistungsansprüche ausgeschlossen. Daher ist auch kein "Rücktritt" möglich. Das Baugesetzbuch wird übrigens mit BauGB abgekürzt. Das BGB ist dann doch etwas anderes.

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