Ist der Uniwechsel vom Bachelor zum Master im Informatikgrundstudium ein großes Problem oder funktioniert das ohne großen Aufwand?

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3 Antworten

Formal (prüfungsrechtlich) sollte das problemlos möglich sein.

Faktisch unterscheiden sich allerdings die Inhalte zwischen den Hochschulen stark. Im universitäten Bereich gibt es im Gegensatz zur Schule keine verbindlichen Lehrpläne, sondern stattdessen die so genannte Freiheit der Lehre. Das bedeutet, dass im Grunde jeder Dozent frei ist in der Entscheidung, was er seinen Hörern konkret vermittelt und wie hoch er die Anforderungen setzt.

Daher wirst Du nach einem Hochschulwechsel erst einmal sehr viel Stoff nachholen müssen, weil es nahezu garantiert ist, dass an einer Universität B im Master Dinge vorausgesetzt werden, die im Bachelor an einer Universität A nicht behandelt wurden, denn die Universitäten stimmen die Inhalte ihrer Studiengänge ja untereinander nicht ab.

Ob Du Dir das zutraust und dies mitmachen möchtest, liegt in Deinem eigenen Ermessen. Sehr wahrscheinlich wirst Du nach einem Hochschulwechsel den Master nicht in Regelstudienzeit abschließen können und Du wirst einiges an zusätzlichem Aufwand betreiben müssen. Wenn Dir das nichts ausmacht, kannst Du den Master selbstverständlich an einer anderen Hochschule erwerben, als derjenigen, an der Du den Bachelor erworben hast.

Ich habe dies (Informatikstudium mit Hochschulwechsel zwischen Bachelor und Master) bereits hinter mir und es war definitiv kein Zuckerschlecken. Aber es ist definitiv möglich und es steht Dir frei, dies zu tun, wenn Du es möchtest.

Bei mir kam allerdings noch verschärfend hinzu, dass ich eine gewisse fachliche Umorientierung dabei hatte, da mein Bachelorstudium ein reines Studium der Informatik war, mein Masterstudium hingegen eines der Informatik (Hauptfach) und Physik (Nebenfach). Das Studium eines Nebenfachs im Master war prüfungsrechtlich vorgeschrieben, von daher konnte ich nicht weiter "nur Informatik" studieren. Mir fehlten aber dadurch natürlich jegliche Vorkenntnisse in der Physik auf Hochschulniveau, sodass ich dort einiges an zusätzlichem Aufwand betreiben musste, um den Veranstaltungen folgen zu können. Aber auch bei den Informatikveranstaltungen lief es gerade zu Anfang nicht reibungslos. Da wurde doch einiges vorausgesetzt, was nicht Teil meines Bachelorstudiums war und umgekehrt waren auch viele Dinge, die ich im Bachelor gelernt hatte, nicht mehr sonderlich von Nutzen.

Na ja, wenn du den Bachelor in IT gut meisterst, dann sollte ja der Master kein Problem sein, weil du ja durch deine Leistungen im Bachelor bewiesen hast, dass dir Informatik gut liegt.

Dieschwarzekat 18.07.2017, 20:54

Danke für die Antwort.  Es geht mir jedoch eigentlich nicht nur in das Fachliche,  sondern um den Uniwechsel an sich.  Kann es da nicht zu Problemen kommen dadurch, dass man vorher an einer anderen Uni war?

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MonsieurInconnu 18.07.2017, 20:55
@Dieschwarzekat

Innerhalb von Deutschland wohl eher nicht, da es ja im selben Land und daher sehr vereinheitlicht ist.

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Ist völlig normal in jeder Fachrichtung.

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