Ist der Tod nur die Erkenntnis, dass wir Ihn nicht entfliehen können?

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16 Antworten

Darüber gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Ansichten.

Wenn man will, dann kann man die Bedeutung des Todes sogar an den Fußsohlen ablesen:

Mit jedem Schritt, den wir gehen, sterben Hautzellen ab, es bilden sich aber auch wieder neue, die die Funktion der "Toten" übernehmen. Doch welche Sorgen machen wir uns über das Schicksal dieser Hautzellen oder deren Empfinden?

So lange "diese Kleinteile" uns als ganzen Menschen keine Probleme machen, ist es uns egal. Wichtig ist uns also die Funktion im Ganzen, aber nicht das Vehikel, über das die Funktion verwirklicht wird.

Der Tod des "gesamten Körpers" ist dem ähnlich. Wir haben als "ganze Menschen" eine Funktion innerhalb Größerem. Diese Funktion ist durch unseren Charakter und unserer darauf beruhenden Denkweise und unser Fühlen strukturiert und ist gleichzeitig das, was wir wirklich meinen, wenn wir "ich" sagen oder bei anderen, denen wir sagen "ich liebe dich".

Solange unsere Funktionen mit dem Ganzen kompatibel sind und dort gebraucht werden, ist davon auszugehen, daß das Ganze sich bemüht, diese Funktionen zu erhalten oder zu erneuern, wenn unser Körper nicht mehr zur Verfügung steht.

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Der Tod ist für mich keine Erkenntnis.

Das Sterben ist ein Vorgang der ständig stattfindet - neue Zellen entstehen und alte sterben ab. Es gibt eine Alterung des Organismus. Das ist ganz natürlich.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem beim Menschen zunächst das Herz-Kreislaufsystem aussetzt, bevor auch die Gehirnaktivität endgültig erlischt.

Dieser Zustand ist dann dass, was man allgemein "den Tod" nennt.

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Der epistemologische Moment der eigenen Endlichkeit hebt den Menschen im psychischen Umschlag des Bewusstseins quasi "hinaus" (über alle anderen Lebewesen) zu einer Auseinandersetzung mit diesem Faktum - dessen erste Ergebnisse sich in den Bewältigungsformen von Religion niederschlugen (und bis heute niederschlagen, auch wenn weitere Formen hinzugetreten sind).

"Als einziges Wesen weiß sich der Mensch in seinem Dasein in reflexiver Konfrontation mit seinem eigenen Tod. Er lebt stets im bewussten Horizont seines eigenen ‚Nicht-(mehr-da-)seins. Dieses anthropologische Charak-teristikum steht zugleich in einer Diathese mit zwei anderen Selbstvollzügen menschlichen Seins: Einerseits dem scheinbar widersprüchlichen Vollzug, im eigenen Handeln und Leben stets Sinn zu setzen, wo doch der gewisse Tod als radikale Infragestellung solchen Tuns ver-standen werden muss. Andererseits ist der Mensch kognitiv auf Unendlichkeit angelegt und transzendiert stets das Gegebene oder Erreichte." (Daniel Remmel „ Die Auferstehung des Gekreuzigten. Eine Diskussion mit Hansjürgen Verweyen, Hans Kessler und Wolfhart Pannenberg über Grund, Inhalt und Rationalität des Osterglaubens“, Diplomarbeit, Fulda, 2013, 149 S., hier S.67,68 )

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Ich bin Christ. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Wenn man weitere Gründe haben möchte, um an Gott zu glauben, dann kann man mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

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Hallo Mantor12,

ich denke, damit ist wohl weit mehr verbunden! Die Vorstellungen, was beim oder nach dem Tod geschieht, gehen oft weit auseinander. Einige glauben, der Mensch besäße eine unsterbliche Seele, die den Körper beim Tod verlässt und an einem jenseitigen Ort weiterlebt. Andere sagen, von dem Menschen bleibt gar nichts übrig und er höre einfach auf zu existieren. Doch egal, welche Auffassung jemand vertritt, die meisten haben irgendwie Angst vor dem Tod. Warum? Kurz gesagt sind wir mit dem Wunsch erschaffen worden, für immer am Leben zu bleiben. Darum wird das Sterben als etwas völlig Widernatürliches empfunden. Manche haben jedoch zusätzlich Angst, weil sie befürchten, sie könnten in die Hölle kommen.

Um sich Klarheit zu verschaffen, wäre es hilfreich, einmal in der Bibel nachzuschauen, was sie über den Tod sagt. In dem Bibelbuch Prediger steht unmissverständlich: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst... Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [das Grab], dem Ort, wohin du gehst." (Prediger 9:5,10) Wenn der Mensch stirbt, dann hört er auf zu existieren. Er befindet sich, wie obiger Text zeigt, in einem Zustand völliger Bewusstlosigkeit. Sämtliche Lebensfunktionen sind erloschen, da sie an den Körper gebunden sind. Nach der Bibel gibt es nichts - auch keine Seele - , die nach dem Tod weiterlebt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass mit dem Tod alles aus ist. Die Bibel spricht von einer Auferstehung, bei der Gott die Toten zum Leben zurückbringen wird. Wie ist das möglich? Weil Gott ein vollkommenes Gedächtnis besitzt, das in der Lage ist, sich an das Lebensmuster jedes einzelnen zu erinnern. Für Gott ist die Auferstehung ungefähr so, als würden wir einen Schlafenden wecken. Aus diesem Grund verglich Jesus den Tod mit einem Schlaf (siehe Joh. 11:11-14).

Nach der Auferstehung werden die meisten auf der Erde weiterleben, allerdings unter besseren Voraussetzungen, als dies heute der Fall ist. Gott wird, wie die Bibel zeigt, zuvor in das Weltgeschehen eingegriffen und für bessere Verhältnisse gesorgt haben. Dies wird mit sehr schönen Worten in der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel beschrieben. Dort heißt es: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.   Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Die Auferstehung ist ein in der Zukunft liegendes Ereignis, das Jesus einmal wie folgt beschrieb: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens ... (Joh. 5:28, 29). Das bedeutet, dass die Verstorbenen bis zum Tag der Auferstehung im Todesschlaf ruhen. Es gibt auch niemanden, der mit einem Höllenfeuer gestraft wird. Wenn man über das Gesagte nachdenkt, dann mag man zwar immer noch ein gewisses Unbehagen bei dem Gedanken an seinen eigenen Tod empfinden, doch ist einem der ganz große Schrecken vor dem Tod sicher genommen. Ist das nicht sehr erleichternd?

LG Philipp

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Der Tod ist die Erkenntnis, dass wir nicht sterben koennen. Natuerlich sterben die Koerper, alles Materielle segnet das Zeitliche, ausser uns, wir sind das ewig waehrende Bewusstsein, welches ewig sein wird.

Nachdem unser Koerper kaputt ist, wechseln wir die Dimension, genauso wie wir auch zu Lebzeiten unser Koerper verlassen koennen, z.B. im Traum oder bei einer AKE (ausserkoerperliche Erfahrung), nur diesmal ist es die ultimative ausserkoerperliche Erfahrung.

Du betrittst dann die erweiterte Realitaet, die du dann wiedererkennst, sofern du nicht durch die Umstaende des Todes desorientiert bist.

Der Tod trifft jeden Koerper, das ist wohl war, wir bekommen aber immer neue und koennen uns so durch die Ewigkeit bewegen.

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Der Tod ist keine Erkenntnis, sondern ein Konzept. Ein Begriff, der höchst unterschiedlich definiert ist (auch innerhalb der Medizin).

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Kommentar von RosaliaMagnolia
22.08.2016, 14:03

Der Tod ist kein Konzept, unsere Vorstellung für ihn ist jedoch eins. Der Tod ist ein Zustand den wir mit Konzepten verharmlosen versuchen, dabei kommen wir einfach mit unserer Endlichkeit nicht klar. 

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Willst du ihm denn entfliehen? Das brächte dir nicht viel, denn als `alter Tattergreis ` könntest du kaum mehr am realen Leben teilhaben. Die Grenze ist zwar ein schmaler Pfad, wo Leben sich nicht mehr lohnt und das Sterben anfängt - aber die Natur oder die Evolution fragt nicht nach ethischen und moralischen Aspekten und Gründen... 

soll heißen, wenn du deinen Grundbedürfnissen nicht mehr nachkommen kannst oder wenn du in solche Abhängigkeit gerätst, daß du wie eine Ameisenkönigin umsorgt werden mußt, um weiterleben zu können, dann kann und wird der Tod auch zur Erlösung... Aber darüber möchte ich nicht befinden, denn das ist eine absolut persönliche Angelegenheit..

Abhängigkeit(en) werden in Zukunft immer mehr ein Thema werden, weil interessanterweise bei wachsender Bevölkerung auch immer mehr dann eine Verrohung stattfindet, wenn Geld die erste Rolle (Geige..) spielt... Wer das abstreitet, ist gesund und hat damit scheinbar vorerst nichts am Hut, aber während Ehrenamtliche immer weniger werden, steigt die Raffgier bei denen, die ihren `Mund ` am weitesten aufreißen... Wir können ihm (dem Tod) nicht enfliehen, und das ist auch gut so...

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Naja...
Vom Tag der Geburt an, fängt man ja quasi an zu sterben...
Wem das bewusst ist, der hat Erkenntnis genug...

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Kommentar von Bargh
22.08.2016, 14:00

Eigentlich schon im Moment der Zeugung.

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Kommentar von Shiranam
22.08.2016, 14:02

...aber erst kommt das Leben

Das sollten auch Einige mal begreifen (ähm...erkennen).

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kann ich dir sagen wenn du mir sagen kannst was der tod ist!

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Der Tod ist einfach das Ende deines jetzigen Lebens. Du kannst ihm nicht entfliehen - schon klar - aber ob das jetzt so eine Erkenntnis ist.... Was willst du jetzt hören?

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Nein ist er nicht. Schon allein, wie du die Frage fomruliert hast, mit dem Wort "nur" kann man sie klar verneinen. Sobald der Tod eine weitere Sache ist, trifft diese Aussage nämlich schon nicht mehr zu. Aber auch so mußt du mit solchen Fragen aufpassen. Die kann man oft nicht richtig beantworten, weil die schon teilweise ins philosophische reintendieren. Ich persönlich kann nicht einmal verstehen, wie der Tod eine Erkenntnis sein soll. Er kann vielleicht eine erken

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Der Tod ist weder eine Erkenntnis noch ein Konzept, sondern er ist in unserem Leben das einzige Ereignis, welches mit 100% Sicherheit eintreten wird, wie du geschrieben hast. 

Das man aus dem Wissen um das Ereignis "Tod" und dessen Unabänderlichkeit für sich Erkenntnisse gewinnen kann, ist natürlich sehr wohl möglich, aber das hat mit dem Tod selbst wenig zu tun. Erkenntnisse kann man auch durch andere Ereignisse gewinnen, zum Glück :-) 

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Nein, der Tod ist durchaus mehr als die Erkenntnis.

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Der Tod ist allgegenwärtig da kannst du noch so viel Sport machen und Gemüse knappern.

Am Ende landest du trotzdem bei Mutter Erde 

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Ich hasse den TOD

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