Ist der schönste Aspekt der Religion, dass man kleinen Kindern von einem Leben nach dem Tod erzählen kann?

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21 Antworten

Der schönste Aspekt ist wohl eher, eine Bestimmung gefunden zu haben. Eine Instanz die hoffen lässt, erfüllt und Geborgenheit gibt.

Glaube ist nicht objektiv pragmatisch sondern wirkt eher auf emotionaler Ebene.

Sieh es nicht als Mittel zum Zweck, wie man den Tod schön reden kann bzw. eine Lüge findet, um andere zu beruhigen. Denn das würde voraussetzen, dass du nicht wirklich glaubst.

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Die Feierlichkeiten und das familiäre Zusammensein an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern gehören auch zu den schönsten Aspekten, und natürlich von Hochzeiten, Taufen usw.

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Dackodil 14.07.2016, 11:35

Das hängt nicht von Religion ab.

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MarkusKapunkt 14.07.2016, 12:27
@Dackodil

Doch tut es. Traditionen sind wichtig (für mich zumidest). Und die stammen nunmal alle durchweg von der Religion. Sicher kann man seine Familie auch jeden Tag sehen. Aber an Weihnachten zum Beispiel kommen sie immer alle zusammen. Und durch die Religion wird dabei alles viel festlicher. Das ist natürlich alles Geschmacks- und Ansichtssache.

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Es gibt sehr viele schöne Aspekte an Religion, egal an welcher Religion. Spiritualität und Zwischenmenschlichkeit gehören zum Beispiel auch dazu.

Das was du als schönste Aspekt betitelst ist auch natürlich schön und sollte von allen so gehandelt werden, ich würde meinen Kindern auch von einem ''Katzenhimmel'' erzählen oder das man die Oma nach dem Tod wieder sieht.

Auch wenn man es nicht weiß, beruhigt man nun mal damit die Kinder.

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CountDracula 14.07.2016, 01:38

Wenn man mir damals von Anfang an beigebracht hätte, den Tod so richtig zu akzeptieren und Lebewesen zu lieben, ohne an ihnen festzuklammern, hätte mir das sehr viel mehr gebracht.

"You only know you love her when you let her go." - Passenger

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Klar ist das ein positiver Aspekt, vor allem wenn man noch ein Kind ist. Kinder verstehen die Realität des Todes nicht, die Wahrheit würde sie verstören, genau wie die Nicht-Existenz des Weihnachtsmannes.

Bis diese kleinen Menschen eine gewisse geistige Reife, die es ihnen erlaubt, Wahrheit anzunehmen und zu verarbeiten, erlangt haben, ist es völlig okay, ihnen tröstliche/wohlwollende  Lügen zu erzählen.

Was ich von Erwachsenen halte, die immer noch daran glauben... huch, schon so spät! :-o

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Dackodil 14.07.2016, 11:47

Die Erkenntnis der Nichtexistenz des Weihnachtsmannes ist nur dann verstörend, wenn mir zuvor seine Existenz suggeriert wurde.

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seguiendo 20.10.2016, 23:32
@Dackodil

Ja, für mich war es nie ein Problem, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Adventsgeschichten und Kalender, Weihnachtslieder, Weihnachtsbaum aussuchen fahren und dann schmücken, Plätzchen, Geschenke, was will ein Kind denn mehr...

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Dass Menschen sich Vorstellungen von einem Leben nach dem physischen Tod machen, ist nicht notwendigerweise an eine Religion gebunden. Und umgekehrt gibt es auch Religionen, die nicht an ein Leben nach dem Tod glauben.

Naturgemäß ist der Gedanke an die vollständige Auslöschung des eigenen Daseins im Tod eine extrem schmerzliche Vorstellung. Daher hat es zu allen Zeiten hierzu Ideen gegeben, wie es denn nach dem Tod weiter gehen könnte. Vor allen die Priester sahen in dieser Idee eine hervorragende Möglichkeit Macht über die Menschen auszuüben. Wenn man als Autorität die Vorstellung als wahr ausgibt, dass man im Hier und Jetzt stets Wohlverhalten zeigen muss, immer dem Priester die Wahrheit sagen muss und andere gute Werke vollbringen muss, wenn man nicht im Jenseits bestraft werden will, dann ist das ein extrem wirksames Mittel Menschen in seinem Sinne zu manipulieren. Daher hat die christliche Kirche auch die Bestrafung der Sünder immer in ihrer Doktrin beibehalten, selbst wenn Vergebung der reuig Bekennenden ebenfalls im Programm stand. 

Die Verheißung eines Lebens nach dem Tode ist somit keineswegs eine so gute Sache. In der Geschichte der Religionen war das weit mehr eine Quelle von Angst und Schrecken, weil sich die meisten Menschen eben doch eher als Sünder denn als Heilige fühlten. 

Ich denke, dass der von Dir angesprochene "schönste Aspekt der Religion" weit mehr im Erleben von Gemeinschaft zu sehen ist. Menschen sind soziale Lebewesen und suchen die Gemeinschaft, den Austausch der Gedanken, die Tröstungen durch Freunde, und eben das kann eine kirchliche Gemeinschaft in hohem Maße bieten.

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Deamonia 14.07.2016, 10:19

"Naturgemäß ist der Gedanke an die vollständige Auslöschung des eigenen Daseins im Tod eine extrem schmerzliche Vorstellung."

Empfinden Menschen das wirklich so? Also die Auslöschung des eigenen Darseins macht mir überhaupt keine Angst, wenn man über  andere si denkt, und sich wünscht sie wären noch da, ok, aber bei sich selbst? Warum sollte mich das interessieren wenn ich Tod bin? 

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Dackodil 14.07.2016, 11:26
@Deamonia

Da bist du wahrscheinlich eine Ausnahme und das weißt du sicherlich auch.

Für die meisten Menschen ist der Gedanke an die Auslöschung des Ich eine schreckliche Vorstellung.

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rolfmengert 16.07.2016, 00:28
@Deamonia

Bedenke doch bitte, dass wir unser Leben - selbst wenn es zahlreiche Misslichkeiten aufweist - doch immer als irgendwie spannend erleben. Was bringt der morgige Tag, wer verliebt sich in wen, was passiert mit unseren "Idolen", wer gewinnt, wer verliert, was machen meine Freunde? An diesen Dingen teilnehmen zu können, ist doch ein Glück, und die Vorstellung, dass das alles vorbei sein wird, dass das ganze Weltgeschehen weiterläuft, ohne dass ich je noch das kleinste Detail davon werde erfahren können, dieses Absinken in ein totales Nichts, ist doch für fast alle Menschen eine zutiefst schmerzliche Einsicht!

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Der Vater eines 12 jährigen Schulfreundes zu meiner Grundschulzeit starb an einer Krankheit, die Familie trauerte und erzählte ihm dass eines Tages er seinen Vater im Himmel wieder sieht.
Der kleine Viktor trauerte für etwa 2 Wochen, verbrachte keine Zeit mehr im freien und fasste einen klugen Entschluss.
Er stieg auf ein hohes Wohngebäude, erreichte das Dach und verwandelte sich in einen blutigen Fleck aus Hirnbrocken und Organenmatsch.

Seine Schwester las wenig später noch seinen Abschiedsbrief, er hat beschlossen seinen Vater zu besuchen.
Viktor wurde nie 13 jahre alt, er spielte daher auch nie wieder fangen mit mir und unseren Freunden und auch das Schluchzen seiner Familie ändert nichts an deren Schuld für seinen Tod.

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Natürlich kann es einfach sein diverse Lügen zu erzählen, manchmal ist das Leben so unerträglich brutal dass die Wahrheit schwer zu ertragen ist.
Aber wir Menschen leben und sterben und das seit es uns als Rasse gibt wie auch vorher. Wir kommen damit schon klar.

Anstatt zu erzählen wie gut es einem Verstorbenen geht kann man ganz andere Dinge erzählen.
Man kann davon reden wie der Verstorbene es gerne gehabt hätte dass man sich verhält.
Man kann sich vornehmen Dinge zu tun und zu erreichen welche der Verstorbene sich gewunschen hätte.
Man kann zum Geburtstag des verstorbenen auf ihn anstoßen.
Man kann REAL bleiben und das einzige tun das einen Toten noch ausmacht: seine Erinnerungen und Vorstellungen "heiligen"

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Ich denke, Religionen sind vor allem Trostsysteme, moralische Richtlinien, vermitteln einen Sinn und spenden Gemeinschaft. Durch jeden dieser Aspekte sprechen sie unterschiedliche Bedürfnisse des Menschen an.

Ich bin Buddhist und meine persönlichen Erfahrung mit der religiösen Lehre und Praxis sind für mich eigentlich alle positiv, wenn auch nicht immer angenehm.

Wie geht es euch da? Ähnliche Erfahrungen?

Es gibt für mich keine isolierte "schönste Erfahrung", denn die buddhistische Praxis verändert mein Bewusstsein für die Gegenwart und das Verhältnis zu mir selbst jedes mal aufs neue und hilft mir dabei, mich neu zu entdecken, anstatt an alten Mustern zu haften.

Ich begegne meinen Eigenschaften immer wieder aufs neue und lerne, in einem anderen Verhältnis zu ihnen zu leben. Das ist für mich jedes mal befreiend.

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Du bist ein " Atheist " ? Oh Herr , mit sehenden Augen sieht er nicht ! Nein , den Kindern ihren Weihnachtsmann zu lassen ist eine übermenschliche Gabe , weil du über deine Wahrheit hinaus des Kindes " Lügenwelt " bestehen lassen kannst , um des Friedens des Kindes in seiner Welt wegen !  " Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder , könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen ! " so steht es geschrieben . Diesen Worten hast du in deiner Liebe und Anerkenntnis des Kindes und seiner Welt , in der es lebt , voll und ganz entsprochen ! Aufrichtig und ehrlich sage ich dir : Wenn du wüßtest , wie nahe du Gott stehst , würdest du gewiss deinen "atheistischen Standpunkt " nicht aufgeben , jedoch jeden Streit mit dem Theisten beenden !!

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Die Dinge, die man Kindern erzählt, wenn Haustiere, alte Verwandte, bekannte bzw. Angehörige sterben, haben in erster Linie nichts mit Religion zu tun.

Man sagt das den Kindern, weil man es ihnen in ihrem Alter nicht anders erklären kann. Was willst du sonst sagen, wenn ein 5 Jähriges Mädchen dich fragt, wo Opa jetzt ist ?

Im Nichts ? Das würde kein Verantwortungsvolles Elternteil machen. 

Mir wurde früher als Kind auch erzählt, das meine Oma im Himmel ist, es einen Rattenhimmel gibt (Ich liebte meine Ratte ^^) und alles ganz bestimmt gut wird. Und das obwohl ich komplett Atheistisch aufgezogen wurde.

Das eine, hat mit dem anderen einfach nichts zu tun, auch wenn beispielsweise das Christentum uns lehrt, das es ein Leben nach dem Tod geben wird. (Vorausgesetzt man nimmt Jesus als seinen Erlöser an)

Der Aspekt mit der Religion, also der Punkt an dem sie wirklich mit inbegriffen ist, ist wenn die Kinder langsam mitbekommen, das es da sowas wie ein Gott gibt. Das passiert mit sehr unterschiedlichem Alter, weil es darauf ankommt unter welchen Umständen es aufwächst.

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HumanistHeart 14.07.2016, 00:14

Im Nichts ? Das würde kein Verantwortungsvolles Elternteil machen. 

Wow! Da spricht mal wieder einer der keine Kinder hat.

Kinder vertragen mehr als Du glaubst. Und was sie am allerbesten vertragen, ist wenn sie eine unverstellte Wahrheit bekommen. Je einfacher, desto besser. 
Nicht kalt und hart, versteht sich. Aber eben keine Lügen. Eben WEIL man verantwortungsvoll ist.

Übrigens... Ein Opa "im Nichts", ist mal wieder Deine Art die Dinge nicht zu ihrem Ende zu denken. Ein Nichts enthält auch Nichts. Schon gar keine Opas. Aber das nur am Rande. 

Es ist jedenfalls sogar sehr verantwortlich dies so zu handhaben. 
Und es lässt sich auch kindgerecht verpacken. Zum Beispiel, dass der Gestorbene zwar nicht mehr da ist, nicht mehr lebt, aber in unseren Erinnerungen weiterlebt.

Derlei Möglichkeiten hat es einige.

https://www.washingtonpost.com/local/atheist-parents-comfort-children-about-death-without-talk-of-god-or-heaven/2012/12/22/4f59531c-4aeb-11e2-a6a6-aabac85e8036_story.html

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Meine Eltern haben mir auch, wann immer jemand gestorben ist, erzählt sie wären jetzt im Himmel. Das ist beruhigend und tröstend, ich würde es meinen Kindern auch so erzählen. Niemand weiß was nach dem Tod kommt, also warum ihnen sagen dass die geliebten Tiere/Menschen einfach weg sind?

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KaeteK 14.07.2016, 10:37

Deine Kinder werden sich erinnern, je nach Alter, was du ihnen über den Tod und was danach kommt, gesagt hast...Möchtest du deinen Kindern  so ein Vorbild sein? Wenn du nicht weißt, was danach kommt, dann sage es ihnen, wie du darüber denkst und lüge sie nie an. lg

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hallo1900minga,

es gibt viele Aspekte wegen derer ein Christ seinen Glauben zu schätzen weiß.

Das fängt damit an, daß er nicht nur weiß, was nach dem Tod passiert, sondern auch daran glauben kann, daß Gott für die Erde einmal ein Paradies vorgesehen hat. Das ist das eigentliche Thema der Bibel, wie Gott seinen diesbezüglichen Plan, den Adam und Eva versuchten zu vereiteln, doch noch zu einem guten Ende bringen wird.

Das bedeutet auch, daß ein Christ aus der Bibel entnehmen kann, daß die "Erde für immer Bestand" haben wird (Prediger 1:4)

Sich nach christlichen Grundsätzen auszurichten, hilft einem Menschen sehr, ein gutes Leben zu führen. Man wird dadurch vor sehr vielem Schlechten bewahrt! Andere meinen, es würde zu sehr einengen, ich meine, daß man Gottes Liebe in seinen Grundsätzen erkennen muß, Leben zu beschützen! Dann fühlt man sich auch nicht eingeengt!

Natürlich ist es auch beruhigend zu wissen, daß mit dem kurzen Leben hier von ca.70-90Jahren, selten darüber, nicht alles vorbei sein wird. Das gibt dem Leben einen ganz anderen Sinn.


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klar sowas zu hören beruhigt einen immer. wurde mir damals auch oft erzählt...habe dann immer meine eigenen kleinen fantasien gehabt, wie das als kiiindhalt so ist...gbt auch leute die halten daran fest und glauben daran. sowas finde ich persönlich schön :) dann können kinder nachts gut schlafen und wissen, dass die verwandten oben auf sie aufpassen und es ihnen gut geht

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Der schönste Aspekt der (christlichen) Religion ist, dass ich selbst immer und überall eine Person (nämlich Gott bzw. Jesus) zur Seite habe, der ich alles sagen kann, was mich bewegt. Da kann ich meiner Freude und Begeisterung Ausdruck geben; da kann ich meinen Frust ablassen, meckern, jammern, schimpfen; da kann ich laut nachdenken, diskutieren, Entscheidungen vorbereiten, u.a.m.

Um es mal atheistisch auf den Punkt zu bringen: Gott ist ein Psychotherapeut, der ohne Terminvereinbarung immer und überall verfügbar ist.

Religiös auf den Punkt gebracht: Gott als Psychotherapeut ist nur ein fader Vorgeschmack auf das, was der gläubige Mensch in Anspruch nehmen darf: nämlich die Vergebung der Schuld und die Zusage, dass es nach dem Tod weitergeht. Das ist sehr tröstlich (wie du selbst schon festgestellt hast) und hilfreich (nicht nur für Kinder, die um ihr gestorbenes Haustier trauern).

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Deamonia 14.07.2016, 10:30

Naja, das was du beschreibst, kann man auch über Luft sagen, die ist auch immer da, und man kann ihr gegenüber seine Begeisterung, Freude usw ausdruck geben

Mit der Vergebung der Schuld, das ist wohl für viele ein wichtiger Faktor. Warum haben es Religiöse Menschen so mit "Der Schuld"? Und warum sollte einem ein Gott nach dem Tod eine mögliche schuld "einfach so" vergeben, statt das man sie im Leben wieder gut macht? 

Ich finde diese pauschale Vergebung, gerade im Christentum wirklich schlimm, denn sie suggeriert den Menschen das sie wie Monster leben können, so lange sie nur kurz bevor sie sterben, sich zu Gott bekennen. Ein Freischein für alle Verbrechen und Schandtaten die man sich nur vorstellen kann...

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Raubkatze45 14.07.2016, 11:37
@Deamonia

Eine "pauschale" Vergebung ist im Christentum nicht möglich, obwohl man bei einigen aufgrund ihrer Äußerungen durchaus den Eindruck haben könnte, dass sie so denken.

Zur Vergebung gehört nämlich außer der Erkenntnis auch die Reue und der Vorsatz, es besser zu machen. Natürlich gehört auch Buße dazu und Wiedergutmachung, soweit dies möglich ist. Jede Schuld hat Folgen für sich und andere - das erlebt man als Sündenstrafe, die ausgehalten werden muss trotz der Vergebung - entweder auf Erden oder nach dem Tod. Also kein Freifahrtschein für Schandtaten!

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Dackodil 14.07.2016, 11:45
@Deamonia

Viele Religionen erzeugen erst das Schuldgefühl, das sie dann durch Vergebung und andere Mechanismen lindern.

Ich erzeuge also die Krankheit selbst, die ich dann zu heilen vorgebe. Jeder Arzt würde das als unethisches ärztliches Verhalten empfinden.

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Ryuuk 14.07.2016, 12:14
@Dackodil

Das ist ziemlich genau was Religionen tun.

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aicas771 14.07.2016, 21:25
@Ryuuk

@Dackodil und @Ryuuk:

Zumindest das Christentum, so wie es im neuen Testament der Bibel daher kommt, erzeugt kein Schuldgefühl, sondern stellt nur fest, was jeder Mensch, der ehrlich zu sich selbst ist, ohnehin schon weiß: ich mache Fehler, bin egoistisch, ungerecht - auch wenn ich das gar nicht will. Dadurch werde ich schuldig - mit und ohne Religion. Jesus bietet einen Weg an, wie man damit umgehen und klarkommen kann. Die Krankheit ist da, heißt "Erbsünde" (=Habgier, Machtgier, Egoismus) und lässt sich in jedem Sandkasten dieser Welt beobachten.

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Mirarmor 05.09.2016, 21:35
@aicas771

Da liegt der Widerspruch, die Erbsünde. Ich mache Fehler, auch wenn ich das gar nicht will - wenn ich nicht anders kann, wo liegt dann die Schuld???

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aicas771 05.09.2016, 21:57
@Mirarmor

Schuld (und Schaden) entsteht als Folge der Tat. Dabei ist es gleichgültig, warum die Tat begangen wurde (ob aus Unvermögen oder aus Absicht). Wenn ich etwas kaputt mache, bin ich schuld, gleichgültig ob ich es kaputt machen wollte oder nicht.

Wenn Benjamin Blümchen aus Unachtsamkeit etwas kaputt gemacht hat, ist der Schaden (und damit auch seine Schuld) da, auch wenn er dann noch so treuherzig sagt "aber das wollte ich doch nicht". Irgendjemand muss trotzdem den Schaden beheben.

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Wenn es keinen Gott geben würde, wäre es doch fatal, Kinder mit erfundenen Geschichten anzulügen, nur um sie zu beruhigen. Das wäre ja fürchterlich, ständig zu lügen und diese Lügen als "schönsten Aspekt" der Religion bzw. des Glaubens zu bezeichnen.

Der schönste Aspekt meines Glaubens ist, dass ich nach meinem Tod bei Gott im Himmel sein und an seiner Herrlichkeit teilhaben darf. Die Bibel verheißt, dass alle, die an Gott glauben, Gottes Kinder und damit auch Erben werden. Ich freue mich schon sehr darauf, wie wunderbar dieses Erbe sein wird...

Damit hängt zusammen, dass ich (wie jeder Mensch) ein Sünder bin, der eigentlich nicht zu Gott kommen kann, da Gott heilig, gerecht und rein ist und keine Sünde tolerieren kann. Da alle Menschen in Worten, Gedanken und Taten sündigen, hätten wir alle den Himmel verfehlt. Deshalb ist Gott selbst in Jesus Christus Mensch geworden, um als einziger nach einem völlig sündlosen Leben am Kreuz als stellvertretendes Opfer zur Vergebung unserer Sünden zu sterben. Wenn wir an Gott glauben und dieses Opfer für uns in Anspruch nehmen, erhalten wir die Vergebung unserer Schuld und bekommen das ewige Leben in Herrlichkeit bei Gott geschenkt - und das nicht wegen unserer vermeintlich guten Taten sondern wegen Gottes Gnade, Barmherzigkeit und Liebe.

Das ist der schönste Aspekt des Glaubens!

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Der schönste Aspekt ist, dass ich zu den Guten gehöre und weiß, wer zu den Bösen gehört.

Gilt für alle "Religionen" im weiteren Sinn.

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Ryuuk 14.07.2016, 00:48

Gut und Böse sind reine Perspektive. Die Sovietunion hielt sich genauso sehr für die Guten, wie die USA. Kreuzritter und Sarazenen dachten beide, dass der jeweils andere der Böse war.

Selbst die Nazis sind nicht, ihren Schnurrbart zwirbelnd, durch die Gegend gewatschelt und haben ihre Bösewichtigkeit betont.

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CountDracula 14.07.2016, 01:38

Für den Buddhismus gilt das nicht, der unterscheidet gar nicht zwischen Gut und Böse :)

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PWolff 14.07.2016, 13:20
@CountDracula

Der "reine" Buddhismus tut das in dem Sinne nicht, das stimmt.

Der Buddhismus, wie er (außer von ein paar extremen "Spinnern") gelebt wird, andererseits ... 

Zum "reinen" Buddhismus: ist eine Weltanschauung, die nicht zwischen "gut" ("soll", "wünschenswert", ...) und dem Gegenteil unterscheidet, überhaupt eine Religion?

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seguiendo 20.10.2016, 23:30
@CountDracula

Und Jesus hat seinen Jüngern eigentlich auch verboten, einzuteilen, wer gut und wer böse ist ("Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet" Damit haben wir schon zwei von fünf Weltreligionen, in denen man nicht weiß, dass man zu den Guten gehört und wer zu den Bösen gehört.

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Deamonia 14.07.2016, 10:24

Bei deinem Posting fehlen die Ironie Tags XD

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der schönste aspekt von religionen ist, daß sie kraft und lebenshilfe bieten, wenn man diese annehmen kann.

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Dackodil 14.07.2016, 11:41

Dafür gibt es auch viele andere Quellen. Die Religion hat da kein Monopol drauf.

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nowka20 15.07.2016, 01:59
@Dackodil

@dacko und meat!

wenn ich euch jetzt recht gebe, haben wir alle unrecht

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Meatwad 14.07.2016, 15:07

Kraft und Lebenshilfe kann man auch so haben. Ganz ohne die vielen schlechten Aspekte der Religion. :)

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Hallo,

meiner Meinung nach sind solche Vorstellungen eher dazu da, um Erwachsene zu trösten. Kinder sind beim Thema Tod häufig sehr viel unvoreingenommener und brauchen solchen Trost nicht.

Wieso bringen wir ihnen nicht einfach bei, dass der Tod etwas ganz Natürliches ist und dass Lieben auch geht, wenn man loslassen kann?

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So ein Quatsch! Wenn es ein Leben NACH dem Tod gibt, begreifen das Kinder noch am ehesten.

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Ich halte nicht viel davon, Kindern erfundene Geschichten als Wahrheit zu verkaufen. Ob das nun Geschichten über ein Leben nach dem Tod, über den Osterhase, über Götter oder den Weihnachtsmann sind, ist egal.
Kinder nehmen sowas schnell für bare Münze, deswegen muss man im Umgang mit ihnen immer betonen, dass das nur Geschichten sind. 

Es ist in erster Linie bequem für die Eltern, den Kindern nicht alles erklären zu müssen. Sie finden aber entweder heraus, dass sie angelogen wurden, oder sie werden zu verblendeten Erwachsenen. Beides ist nicht schön.

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Aber ist der schönste Punkt nicht, dass man kleinen Kindern erzählen
kann, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, wenn zum Beispiel die Oma
oder das Haustier stirbt?

Du schreibst von Religionen und so wird das den Kindern dann auch erklärt - dabei lügt man sie dann an...Nicht anders wie mit dem Weihnachtsmann und dem Osterhasen..Der entscheidende Unterschied allerdings ist, dass es nach dem Tod tatsächlich weiter geht - Stellt sich nur die Frage, wo sind Oma und Opa oder Vater und Mutter und manchmal auch, wo ist mein Kind? Von den Haustieren möchte ich jetzt gar nicht anfangen - auch hier sollte man Kindern die Wahrheit sagen..

Wenn sie, die verstorbenen Angehörigen und man selber errettet ist, durch Jesu Christus, ist die Antwort für alle ein Trost und man darf sich sogar über ihren Heimgang freuen...aber wenn sie sich zu Lebzeiten nicht bekehrt haben, dann ist sehr traurig...

Deswegen würde ich auch nie sagen, wenn ein Ungläubiger stirbt, der schwer erkrankt war, dass es ihm jetzt besser geht...

Da Kinder gläubiger Eltern mit dem Glauben an Jesus Christus aufwachsen, können sie damit besser umgehen, denn man spricht mit ihnen öfters über das, was nach dem Tod kommt. - vor allem, was Gottes Wort dazu sagt.

Meine Kinder gingen gut damit um, als ihr Opa starb und sie noch klein waren, auch was ihre Haustiere betraff...

Es kam immer mal eine Frage auf, die ich dann wahrheitsgetreu beantwortet habe und damit waren sie dann zufrieden.

lg

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Deamonia 14.07.2016, 10:48

Hier zeigt sich mal wieder wie Paradox Kirchendenken meiner Meinung nach ist. 

Ein guter Mensch, der ein gutes Leben geführt hat, evtl sogar jemandem das Leben gerettet hat, und der sogar noch Organspender ist, kommt lt. Christlichem Glauben in die Hölle, wenn er sich zu lebzeiten nicht zu Gott bekennt.

Ein Mörder und Vergewaltiger hingegen muss sich jedoch nur kurz bevor er stirbt zu Gott bekennen und Jesus als seinen Erlöser annehmen, und ihm wird alles vergeben, ab in den Himmel.

Allein deswegen kann ich Religion nicht als etwas gutes sehen. (Von all dem Tod und Leid wegen Religion fang ich gar nicht erst an)

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KaeteK 14.07.2016, 11:05
@Deamonia

Ich bin in  keiner Kirche und es geht auch nicht um Religion...Warum beklagst du dich? Auch du hast Zugang zu  Gottes Wort, aber dafür interessierst du dich ja nicht...aber dann um die scheinbare Ungerechtigkeit, meckern...

"Denn jeder [das beinhaltet Dich], der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden." (Römer 10,13.

http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.876

Aus Gnade sind wir errettet, nicht aus guten Taten oder weil wir was besondere Eigenschaften haben..

Epheser 2,8
Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;9 nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme.10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, auf daß wir in ihnen wandeln sollen.

Schiebe es nicht auf die lange Bank, denn du weißt nicht, wie lange du noch schieben kannst...lg

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Dackodil 14.07.2016, 11:50
@KaeteK

Muß das schön sein, sich so sicher zu sein, keine Zweifel zu haben.

Das ist wohl das schönste an Religion.

Seufz!

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Ryuuk 14.07.2016, 12:17
@Dackodil

Ja, aber es besteht immernoch ein Unterschied dazwischen, keine Zweifel zu haben und tatsächlich Recht zu haben.

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