Ist der Rückzug von Bosbach vielleicht mit dem Hintergedanken so die CDU zu schwächen und die AFD zu stärken?

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10 Antworten

Ganz sicher nicht. Bosbach vertritt zwar viele Positionen, die auch die AfD (und zwei Drittel der Bevölkerung) teilen, aber er ist CDU-Mann und bleibt das. Die Kraft, innerlich mit seinem gesamten Umfeld zu brechen, in dem er ja menschlich hoch respektiert wird, hat er nicht. Er wird sich wahrscheinlich an die Hoffnung klammern, dass für seine CDU nach Merkel andere Zeiten kommen. 

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Kommentar von earnest
26.07.2017, 17:28

Die zwei Drittel sind vielleicht DEINE Hoffnung, aber mit der Realität hat das wenig zu tun.

Aber vielleicht geht es ein wenig weniger schwammig - und du sagst mal, WELCHE "vielen" Positionen Bosbach vertritt, die von der AfD und zwei Dritteln der Bevölkerung geteilt werden.

Vielleicht: dass der jetzige Sommer zu regenreich war?

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Nicht jeder, der mit der CDU unzufrieden ist, geht gleich in die AfD. Das gilt für Wolfgang Bosbach wie z.B. auch für Klaus-Peter Willsch, der ja auch als Euro-Kritiker von Merkel kalt gestellt wurde. Sein Buch: "Von Rettern und Rebellen: Ein Blick hinter die Kulissen unserer Demokratie" ist lesenswert, wenn man mal hinter den Vorhang schauen möchte. Als Diplom-Volkswirt hat er Ahnung von dem, was er spricht und war Mitglied des Haushaltsausschusses. Frau Merkel hat es zum Leidwesen der CDU geschafft, diese von fähigen Köpfen zu befreien. Übrig geblieben sind Leisetreter und Claqueure, eine Partei im Sinkflug.

Da noch lange nicht sicher ist, wohin sich die AfD bewegt, wollen sich so gestandene Politiker nicht vorschnell festlegen, zumal die Führungsmannschaft der AfD steht. Da muss man jetzt einfach mal abwarten und schauen, wie die AfD ihre neue Popularität managed, wie sie es schafft, überzeugende Lösungen für heraufkommende Probleme zu erarbeiten und verständlich umzusetzen. Dass sie nach wie vor als rechter Popanz in Szene gesetzt wird, schadet der AfD schon geraume Zeit nicht mehr. Es schadet eher denen, die mit überzogenen Politkeulen auf sie einschlagen. Da hat die AfD keine Feigenblätter aus der CDU mehr nötig. Die Linke hat rechts wieder hoffähig gemacht, das ist der Treppenwitz der Geschichte. Manche Führungsköpfe bei der SPD und der LINKEN haben das schon gemerkt, doch können sie in der aufgehetzten Meute nicht durchdringen. Wenn die Kläffer erst mal bellen, muss man warten, bis sie heißer werden. Ich glaube jedenfalls nicht, dass die AfD Herrn Bosbach Avancen macht. Das hat sie dank den Linken nicht mehr nötig.

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Herr Bosbach leidet in vielerlei Hinsicht an unheilbaren Krankheiten.

Er trägt seit 2004 einen Herzschrittmacher mit Defibrillator in der Brust und ist deswegen schon einmal umgekippt, weil dieser defekt war. Er hat dann einen neuen bekommen...

Außerdem leidet er seit 2010 an unheilbarem Prostatakrebs. Er hat sehr lange in der Politik mitgewirkt und wird sicher nicht seinen Ruf bei der CDU komplett gefährden wollen. Man kann auch Meinungsverschiedenheiten innerhalb einer Partei haben ohne gleich zu den Rechten überzulaufen.

Aber ich glaube einfach, dass er sich durch seinen Gesundheitszustand aus der Politik zurück ziehen muss. Eine andere Wahl lässt ihm sein Körper kaum.

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bosbach ist ein querdenker, der keinen rückhalt mehr hat in seiner partei.

daran hat auch nichts geändert, daß ich ihm eine mail geschrieben habe, aus der hervorgteht, daß deutschland solche "querdenker" dringend braucht.

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Kann ich mir nicht vorstellen. Bosbach hat erlebt, wie die CDU mit Merkel, sehr weit nach links gerückt ist. Die CDU hat sich stark verändert. Und es gibt keine Alternative in der CDU für Merkel.

Als Mahner innerparteilich, und als Kritiker in den Medien, hat er sich keine Freunde in der Partei gemacht. Er ist müde, würde ich mal sagen.

Seine Krebserkrankung spielt aber vermutlich die größte Rolle.

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Bosbach hat zwei gute Gründe die CDU zu verlassen.

Nach seinen Worten kann er die Haltung seiner Partei nicht mehr vertreten. Er ist seit 1972 Mitglied der CDU und die CDU hat sich mit Merkel nunmal verändert. Die CDU spiegelt nicht mehr seine Meinung wieder.

Dazu kommt, dass er seit Jahren unheilbar an Krebs leidet. Er wird nicht mehr der fitteste sein.

Er möchte seine restliche Zeit sicher bei seiner Familie verbringen und dazu hat er jedes Recht.

Ich denke aber, dass er die CDU nicht verlassen hätte, wenn er nicht an Krebs erkrankt wäre. Er hat eine gute Stellung in der CDU, die gibt man nicht einfach auf.

Nur weil man die Meinung seiner Partei nicht mehr teilt, heißt es nicht, dass man gleich mit irgendeiner anderen Partei sympathisiert.

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Nun dazu brauchen die den nicht!Schwächen tut bereits eine und zwa gründlich!Nicht mal die Meinungen der Menschen in Deutschland werden ernst genommen oder?

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Ich glaube das nicht. Er war halt mit der Flüchtlingspolitik nicht einverstanden.

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Bosbach ist krank und in der CDU sieht er nicht mehr seine Partei, ich denke nicht, dass er damit irgendwelche Hintergedanken verfolgte.

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Herr Bosbach ist wirklich krank und er hat genug von einer Partei der Duckmäuser, die vor einer Kanzlerin kriecht und Europa sich vom moralischen Imperialismus einer selbstherrlichen Angela Merkel genötigt sieht ! 


Herr Bosbach macht genau das Richtige. 

Ich wähle "diese CDU"  so nicht mehr, definitiv ! 

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