Ist der Religionsunterricht heute noch zeitgemäß? - Was meint ihr?

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20 Antworten

Meiner Meinung nach sollte Religionsumterricht wie er jetzt sattfindet nichtmehr gehalten werden.
Stattdessen sollte man für alle Schüler Ethikunterricht einführen. Dort kann ma ja auch über Religionen, Gott usw. reden, aber man tut es einfach in einem anderen Kontext.
Die Schule ist den Staat unterstellt (ich rede nicht von Privatschulen) und der Staat sollte religionslos sein. Wenn Kopftücher oä. unter den Lehrern verboten sind, sollten auch Kreuzketten oä. nicht suchtbar getragenwerden und der herkömmliche Religionsunterricht nichtmehr gehalten werden.

Falls ihr nicht meiner Meinung seid: ich bin für eine Diskussion offen ^-^
LG

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Kommentar von SushiKing27
21.11.2016, 22:21

Doch, das sehe ich genauso! Vielleicht ist auch wichtiger, über Werte und Verhaltensregeln zu reden als über Götter und dergleichen.

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Nein. Ich denke Staat und Kirche sollten immer getrennt werden. Hat noch nie  was Gutes bewirkt die beidenzu vermischen. In einer modernen sekundären Gesellschaft hat Religionals Schulfach nichts zu suchen. Stattdessen sollte man aber Ethik verpflichtend machen, da hier wirklich wichtige Dinge behandelt werden ;)

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Hallo thewholestory,
das sind zwei Fragen in einer:
- Ist es zeitgemäß, dass heute noch Religionsunterricht erteilt wird?
- Ist der Religionsunterricht, wie er heute erteilt wird, noch zeitgemäß?

Zu ersten Frage: Religionsunterricht ist ordentliches Unterrichtsfach und kann von den Eltern bzw. den religionsmündigen Schülern frei gewählt werden. Solange ein Elternrecht besteht, Eltern den Religionsunterricht wünschen und die Freiheit gesichert ist, solange der Staat bereit ist, geschlossene Verträge (Konkordate) einzuhalten, ist er zeitgemäß.

Zur zweiten Frage: Zu unterscheiden sind die Begriffe „Religionskunde“, „Religionsunterricht“, „Katechese“. In Religionskunde informiert man über Religionen allgemein und vergleicht. In der Katechese, die in den Raum der Religion gehört, wird in die Religion eingeführt.

Schulischer Religionsunterricht hat dagegen eine spezielle Aufgabe: Beispiel Richtlinien für den kath. Religionsunterricht in der Grundschule NRW:

Der katholische Religionsunterricht „soll zu verantwortlichem Denken und Verhalten im Hinblick auf Religion und Glaube befähigen.“ Von daher hat er die Aufgabe strukturiertes und lebensbedeutsames Grundwissen über den Glauben der Kirche zu vermitteln mit Formen gelebten Glaubens vertraut zu machen die religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit zu entwickeln und zu fördern.
Das bedeutet: Der katholische Religionsunterricht in der Grundschule
• ist gebunden an den Glauben der Kirche, d. h. an das Zeugnis der christlichen Überlieferung und ihrer Wirkungsgeschichte
• beachtet bei der Auswahl der Fachinhalte das Kriterium der Zentralität der Glaubensaussagen und deren Bedeutsamkeit für die Erfahrungswelt der Kinder
• entfaltet sich im Zusammenhang von Leben und Glauben, im Dialog mit den Lernenden
• geschieht in aufbauendem Lernen mit biographischen und situationsorientierten Lebensbezügen
• ermöglicht die Begegnung mit gelebtem Glauben, mit Zeugen des Glaubens
• wird von Lehrerinnen und Lehrern erteilt, die im Besitz der kirchlichen Lehrerlaubnis sind und aktiv am kirchlichen Leben teilnehmen
• ist getragen von personaler Kommunikation
• bahnt eine gesprächsfähige Identität an und entwickelt sie.
Jeder Unterricht bemüht sich darum, Haltungen wie Verantwortungsbewusstsein, Achtung vor anderen Menschen, Gerechtigkeit und Solidarität zu fördern. Die folgenden Haltungen sind nicht alle exklusiv christlich, aber für den christlichen Glauben bedeutsam:
• Wachheit für die großen Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu des menschlichen Lebens
• Lebensfreude
• Dankbarkeit für das eigene Leben und die ganze Schöpfung
• Sensibilität für das Leiden anderer
• Hoffnung auf ein Leben über den Tod hinaus
•Wertschätzung des Glaubens der katholischen Kirche.3


Zeitgemäß ist der Religionsunterricht dann, wenn er nach diesen Gesichtspunkten erteilt wird.

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Ich finde, dass man Religion, Ethik und Psychologie als Gesellschaftskunde zusammenfassen sollte.

Für mich ergibt es wenig Sinn, über Moral und Glaubenslehre zu reden, ohne gleichzeitig die Psychologie einer Gesellschaft zu analysieren. Was die Menschen für richtig halten und woran sie glauben, hat doch auch viel mit gesellschaftlichen Strukturen und Trends zu tun. Es ist doch wichtig, dass man lernt, Tendenzen und Muster zu erkennen und einzuordnen. Und da junge Menschen während ihrer Schulzeit allgemein sehr viel mit Trends und Lifestyle beschäftigt sind, finde ich es nur fair, dass man ihnen dabei hilft, das komplizierte Gefüge der Gesellschaft zu verstehen, damit sie sich später darin zurechtfinden können! 

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Religionen bringen dogmatische Regeln die für ein modernes Zusammenleben nicht geeignet und veraltet sind. Religionsunterricht indoktriniert die Kinder mit unnötigem, nicht zeitgemäßem Wissen und spaltet Kinder in Gruppen, die es ohne nicht geben würde. Kurz: Nein, nicht zeitgemäß.

Die Begründung mit den an staatlichen Schulen ausgebildeten Religionslehrern eine Kontrolle darüber zu haben was unterrichtet wird ist eine Illusion, die Religionen unterrichten ihre Kinder immer auch außerhalb (Konfirmantenstunde, Kommunionunterricht, ...). Allein schon wegen der Bevorzugung einzelner Gemeinschaften ist das abzulehnen.

Man sollte natürlich etwas über Religionen lernen - schon allein um deren Anhänger und die Geschichte verstehen zu können - aber das kann auch in Geschichte, Gemeinschaftskunde oder einem gemeinsamen Werteunterricht für alle geschehen.

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Kommentar von SushiKing27
21.11.2016, 22:45

Danke, sehr guter Beitrag!

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Nein, meiner Meinung nach ist Religion eine ausschließlich private Angelegenheit, die in einer staatlichen Schule nichts zu suchen hat!

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Ich weiss nicht wie es bei euch ist, aber bei uns hiess das Fach: Religion und Kultur. In dem man nicht nur über Religionen redete, sondern viel eher um Kulturkreise und die Kulturen der letzten Jahrzehnte.

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Es ist grundsätzlich sehr wichtig, dann man Schülern etwas über Religionen beibringt. Religionen haben die Geschichte der Menschheit sehr stark geprägt. Man wird viele Konflikte nicht verstehen, wenn man Religion nicht versteht. Gleiches gilt für die Interpration von Kunst und Literatur, die sich in der Vergangenheit fast ausschließlich mit Religion beschäftigt hat.

Man muss also über Religion unterrichten. Ob das nun in einem Ethikunterricht oder im Religionsunterricht geschieht, spielt keine Rolle.

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Religion ist nach wie vor zeitgemäß und damit auch der Religionsunterricht.

Allerdings kommt es dabei auf den Inhalt an:

Zunächst einmal sollten die Schüler etwas über ihre eigene Religion erfahren. Z.B. sollten evangelische oder katholische Schüler bis zur 10. Klasse zumindest wesentliche Teile des neuen Testamentes der Bibel einmal selbst gelesen und besprochen haben.

Dem wurde aber schon mein Religionsunterricht nicht gerecht, und der meiner Kinder auch nicht.

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Oh, der passt genau in unsere Zeit (Offb.12,9; 2.Kor.4,4).

In der "Welt vom Morgen" (Offb.14,1) wird Gottes Wort (Joh.17,17) gelehrt.

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Ja, aber nur objektiv, es sollte in Religion jede Religion vorgestellt werden und kritisch hinterfragt werden dürfen. Dann ja. Wenn aber Werbung für Religion seien es Muselmanen, Christen oder Sonswas gemacht wird, dann habe ich keine Toleranz mehr.

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Kommentar von Sternfunzel
21.11.2016, 22:14

ja , und auch ich als Christin denke, wenn in den Nachrichten steht. Schüler sollen eine Moschee besuchen. Dann denke ich , ja, sie sollen schauen und auch die Kirche besuchen. Konfirmation und  Buddhismus  und alle Religionen, Juden und die Judenverfolgung,  über den Holocaust . All das gehört zu Religion .  Ich finde es gut, wenn Schüler in all diesen Bereichen auch vertraut gemacht werden können. 

MFG :-) das ist was Gutes

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Kommentar von SushiKing27
21.11.2016, 22:18

Vielleicht wäre ein Ethikunterricht eine objektive  Alternative?

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Ja, warum denn nicht? Viele Menschen in Deutschland sind Mitglied der Kirche und glauben an Gott. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Wenn man keinen Religionsunterricht haben möchte, dann kann man häufig Ethik oder etwas anderes wählen. Aber viele wollen auch Religionsunterricht haben.

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Wenn die Quote der Schüler und Erziehungsberechtigten stimmt, dann ist der Religionsunterricht zu erteilen.

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Nee, werden doch eh nur ständig die alten Karamellen ausgepackt

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Sicher doch ich finde wichtiger denn je weil man da durch seine Schlüsse ziehen kann und weiß worum sich die Welt dreht.

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Kommentar von matmatmat
21.11.2016, 22:40

Man versteht durch Unterrichtung in einer Glaubensrichtung (und besprechen anderer Glaubensrichtungen aus deren Sicht), worum es geht in der Welt? Wäre da Geschichte, Sozialkunde, Biologie, ... nicht wichtiger?

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Leider haben die Religionen durch Merkels Masseneinwanderung wieder Hochkonjunktur.

Über die Elternhäuser sind die Kinder dem Religionswahn ziemlich schutzlos ausgeliefert. Gerade in der Unterschicht ist es so: Aus den staatlichen Schulen nehmen sie wenig fürs Leben mit. Aber betreffs Religion sind sie voll indoktriniert und gar bereit, für ihren Gott zu sterben.

Daher wäre es dringend nötig, daß die Schüler eine Art "Religionskunde" bekommen, wo ihnen neutral die Augen geöffnet werden: Daß all die antiken Religionen überholte Mythen sind und die Welt ganz anders funktioniert als darin beschrieben.

Man soll den Schülern ruhig Ahnung über Inhalte von Juden- Christen- und Moslemglauben geben, aber keineswegs in Form von "so sind die Dinge".

Leider haben wir so miserable Politiker, daß ein aufklärender Religionsunterricht wohl noch 50 Jahre auf sich warten läßt.


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Kommentar von RKATHOLIK
22.11.2016, 02:37

Mit dem Inhalt des Religionsunterrichtes haben die Politiker wenig zu Tun. Er wird von den Kirchen/Religionsgemeinschaften festgelegt.

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Kommentar von matmatmat
22.11.2016, 07:45

Religionskunde? Vielleicht sogar mit universellen Werten die vermittelt werden und für alle gelten und ein wenig Philosophie? Nennt sich "Ethik" als Schulfach.

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Nein, ist er nicht. Also zumindest in dem Sinne, dass er tunlichst außerhalb der Schule stattfinden sollte statt wie bisher Teil der Schulnoten zu sein. 

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Kommentar von SushiKing27
21.11.2016, 22:17

Sehe ich auch so! Wer Religionsunterricht haben will, kann ja am Nachtmittag hingehen.

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Finde ich schon!

Ich selbst bin nicht wirklich "gläubig" aber ich denke der Religionsunterricht hat noch niemanden geschadet....

Einige Dinge sollte man einfach wissen - ob man daran glaubt ist eine andere Geschichte.

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Kommentar von matmatmat
21.11.2016, 22:37

Natürlich schadet er, und wenn es nur ist, das man die Klasse in zwei, drei Gruppen zerreißt und den Kindern zeigt das "diese" Kinder anders sind.

Die Dinge die man wissen sollte ohne daran zu glauben (z.B. um Kunstgeschichte zu verstehen) kann man auch unterrichten, ohne die Grundannahme der Religion. Zum Beispiel in Geschichte oder Ethik.

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Kommentar von BigDreams007
21.11.2016, 22:41

Jaja wenn ich schon "zerreißt" höre...ein Drama aus etwas machen was es nicht ist....

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Kommentar von BigDreams007
21.11.2016, 23:01

Es gab auch schon Schlägereien zwischen Deutschen und Russen, zwischen Gymnasiasten und Realschülern, zwischen Jungs und Mädchen, zwischen Lehrern und Schülern, und und und! Komm lass es gut sein - ich hab meine meinung und die darf ich auch haben genau so wie du deine haben darfst! Hier geht es um keine "richtig oder falsch" Frage. Sorry aber ich finde es einfach nur furchtbar wenn Leute wie du einem so penetrant seine Meinung aufdrücken wollen. Einfach mal auch Meinungen anderer respektieren! Schönen Abend noch:)

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Kommentar von BigDreams007
22.11.2016, 08:04

Habe ich das gesagt? Nein! Jeder darf seine Meinung haben! Und in der Frage stand nichts von Vor- und Nachteilen sondern "Was meint ihr"

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Doch ich finde schon. Religonsunterricht ist ja auch gleichzeitig Geschichte. Es geht ja  nicht  nur um Glauben. Sondern wie auch Menschen früher waren, was sie glaubten, was sie erlebten. Wie leben  wir heute mit Geburt und Tod.., wie ist es in unterschiedlichen Ländern. Was bedeuten unsere Feiertage. 

Der eine oder andere wird zum Glauben finden und die anderen werden so hinzulernen . Das ist doch was Gutes. 

MFG

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Kommentar von SushiKing27
21.11.2016, 22:19

Dann wäre ein Ethikunterricht angebracht. Der Fakt, dass der Unterricht nach Religion geteilt ist, macht es nicht mehr wirklich objektiv.

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Nein, eigentlich hat Religion nix in der Schule zu suchen, ausser evtl in Geschichte

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Kommentar von SushiKing27
21.11.2016, 22:20

Genau meine Meinung!

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