Ist der Populismus ein notwendiges Übel?

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8 Antworten

Populismus ist deswegen indirekt nötig, das der idiotische Teil der Bevölkerung heute sehr viel "beurteilen" und dadurch beeinflussen kann. In der Praxis führt Populismus heute eher zu schlechtem, natürlich.. Allerdings läsen bspw. viel weniger Menschen den SPIEGEL, wenn dieser nicht zu einem KLEINEN Grad bewusst auf populistische Art FAKTEN präsentiert. Momentan befindet sich Deutschland in einem hoffnungsmachenden Wandel - Ich denke, dass die Medien dabei eine grosse Rolle spielen. Und der Spiegel gehört zu den wenigen Quellen, denen man noch durch und durch vertrauen, sich sogar von deren Schreiberlingen inspirieren lassen, kann.


Kurz: Populismus ist ein Werkzeug. Wie jedes Werkzeug kann es, wenn es in die falschen Hände gelangt, als Waffe missbraucht werden.

Jibbet keinen Unterschied.
Geht auch weniger um einfache Antworten auf komplizierte Fragen.

Die Bürger haben CDU gewählt, das hat ihnen nüschts gebracht, sie haben SPD gewählt, brachte ihnen auch nichts
Bei soviel Hilf- und Ratlosigkeit bietet sich etwas an, mal linksdrehend, mal rechtsdrehend.
Ging beides schon schief, in der Geschichte, fraglos.
Nur das derzeitige Modell, von wg. Neoliberalismus und naiver Globalisierung, ist auch nicht allein seligmachend.
Also, "welches Schweinderl hättens denn gern?".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/kapitalismus-in-der-krise-der-stresstest-fuer-die-demokratie-a-1134356.html

Notwendiges Übel?
Geschichte ist nicht statisch, sie ist ein dynamischer Prozess.

juergen63225 19.02.2017, 22:48

Hat nichts gebracht ... klingt so selbstverständlich, weil die Populisten es uns dauernd erzählen.

Also, wir .. Deutschland .. leben seit 70 Jahren im Frieden mit unseren Nachbarn, in den 70 Jahren Bundesrepubik gab es selten einen so hohe Beschäftigung, wir zählen zu den wohlhabendsten Nationen, Kriminalitätsrate so niedrig wie nie ... 

Aber die Politischen Aussagen klingen immer so, als ob es uns immer schlechter geht ... als ob Kohl, Schröder, Merkel alles nur falsch gemacht haben. 

Natürlich hat man Fehler gemacht, natürlich gibts immer auch andere Möglichkeiten .. der Populismus ist aber keine Alternative zum Rechtsstaat ... ich hoffe dass wir in Europa da weiter sind als in der Weimarer Repubik ... Historiker beschreiben die Lage damals als Demokratie, in der es zuwenig Demokraten gab. Ich bin nicht allzu optimistisch, dass es in manchen Ländern Europas so viel anders ist heute ... wobei Deutschland resistenter zu sein scheint als andere Länder ... 10 % AfD heisst 90% Demokraten, populistisch vereinfacht ....

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soissesPDF 19.02.2017, 23:06
@juergen63225

Das mit dem Frieden, beruhte auf einer Gemeinsamkeit, "Wohlstand für alle"...
Das haben wir nicht mehr, seit dem Fall der Mauer.
Seither heißt es "wenn jeder an sich selber denkt ist an jeden gedacht".
Und die Politik immer stramm, als Vorbild, vorneweg.

Wohlstand, abgeräumt.

Schaun wir auf das nächste Versprechen, den Frieden.
Ukraine, Afghanistan, Irak, Syrien...
...abgeräumt

Jetzt aber, Sicherheit...abgeräumt...es rumst auch hier, ob nun Paris oder Berlin.

Dumm gelaufen mit den Versprechungen, keine Frage.
Nur was haben wir dann?
Welches neue Versprechen könnte Tragweite entwicklen?
Eben, Fehlanzeige.

Ah, 90% Demokraten, na wenn das nicht...
Je nach Wahl, 40% Nichtwähler...so mutieren 60% zu 100%.
10% Linke
10% Grüne
10% AfD

Wird schon dünner mit den 90% Demokraten, oder.
CDU/SPD 60% aus 60% = zusammen 36% , da fehlt noch bissl was zu den 90%, oder.

Jetzt kümmts, alle im Bundestag vertretenen Parteien sind demokratisch legitimiert.
So haben wir 100% Demokraten.

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Nicht gerade notwendig, wohl aber ein typisches Begleitphänomen bei Menschen, die auf Stimmenfang aus sind.


Nein. Ein notwendiges Übel ist es nicht, eignet sich aber hervorragend, seine Interessen zu transportieren, was nicht nur die "einen" betrifft, sondern auch die "anderen":

Der Begriff Populismus (lat. populus - das Volk) wird gern bemüht, wenn es gegen Forderungen geht, die vorwiegend das einfache Volk erhebt, d.h.
diejenigen, die am ehesten und am meisten von gesellschaftlichen Defiziten betroffen sind.

Der Vorwurf des Populismus kommt immer dann, wenn es keine hinreichend erklärbaren Gründe für Missstände zu geben hat, weil es nicht ins Konzept des Systems passt.

Die sogenannte Mitte ist selbst populistisch, weil sie sich stets auf vermeintlichen Notwendigkeiten beruft, ohne nachzuweisen, dass diese Notwendigkeiten existieren.
Die Populisten berufen sich auf das imaginäre Volk und behaupten, es zu vertreten und die sogenannte Mitte beruft sich auf imaginäre Notwendigkeiten und behauptet, ihnen Rechnung zu tragen.

Populismus ist also eine Frage der Begründung, fernab von belegten Fakten und wissenschaftlichen Begründungen.

Leider ist die derzeitige Situation so, dass der sogenannte Populismus vorwiegend von Parteien wie AfD und Pegida etc. praktiziert wird und allein schon damit Angriffsfläche genug bietet, um alles, was an berechtigten Forderungen artikuliert wird, in die Ecke von AfD und Pegida zu stellen:

Somit wird Menschen, die AfD, Pegida, NPD etc. ablehnen und weit entfernt sind von der Ideologie der genannten Parteien, Populismus unterstellt, wenn deren Forderungen Überschneidungen mit den Forderungen der genannten Parteien aufweisen und ihnen damit ein Stempel aufgedrückt, der sie mundtot machen soll.

Populismus wird also schlicht ausschließlich als Forderung des dummen Volkes dargestellt, das nur ans Fressen denkt, aber nicht fragt, wo es herkommt, nämlich von der Wirtschaft, d.h. von denen, die das Geld haben und ihren Interessen entsprechend einsetzen.

Diejenigen, die dieses Geld tatsächlich erwirtschaften, bleiben außen vor und werden als Populisten bezeichnet, wenn sie meckern.


Notwendig?   Sicher nicht!

Aber Populismus wird vor allem in Wahlkampfzeiten von nahezu allen Parteien in mehr oder weniger ausgeprägter Form benutzt, um die Menschen emotional an sich zu binden. Prinzipien und Aufrichtigkeit gelten in diesen Zeiten nur wenig.


Niemand braucht Populismus (außer die ewig lügenden Politiker)

die Bürger fallen halt auf den Populismus rein & lassen sich benutzen ...

was ist Populismus

wenn die SPD zig Jahre an der Regierung

nach der Wahl Steuersenkungen in Aussicht stellt

oder die CDU ebenso vorgeht

Mallotherealtm 19.02.2017, 22:41

Aber das das nach so vielen Jahren immer noch keinem auffällt...traurige Welt...

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populismus ist nichts negatives in den USA wird z.b populismus ganz ander interpretiert nur hier in deutschland assoziiert man gleich AFD etc. damit


per definition:
"eine Politik, die mit scheinbar einfachen Lösungen die Gunst der Bevölkerung zu gewinnen versucht."

also hat so gut wie jede partei schonmal damit geworben besonders linke und rechts extreme



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