Ist der Mensch von Natur aus egoistisch?

14 Antworten

Ich denke schon und nicht nur allein der Mensch. Wenn es zb um das nackte Überleben geht sind Großzügigkeit und gute Erziehung meist dahin. Nahrung zb wird wenn nur mit der Familie geteilt oder einem Menschen der eine Nahe steht. aber das ist auch bei den fast allen anderen Tieren so. Ein stärkeres Tier  denkt wohl instinktiv auch eher an sein Überleben oder an die Weitergab seiner Gene.  und wenn es beim Menschen wirklich darum geht zu überleben zb bei Nahrung kämpft oft jeder für sich oder für sich und seine Kinder. 

Ich glaube, bis zu einem bestimmten Grad nicht, denn Menschen sind ja Gemeinschaftswesen, d.h. es ist ein Geben und Nehmen; somit musste man auch auf seine Mitmenschen, nicht nur auf sich schauen, da man auf sie angewiesen war. Zumindest war das früher so, denke ich. Heute sind wir ja in einer  "Ellenbogen" Gesellschaft und ich denke, die verleitet schon dazu, eher egoistisch zu sein. Viele denken doch nur an sich und das Wohl der Anderen ist oft nicht mehr so wichtig. Man muss sich als "Einzelkämpfer" heute ja viel mehr durchsetzen und beweisen. Trotzdem denke ich, dass es immer an einem selbst liegt, wie man ist und es gibt durchaus noch viele Leute, die nicht egoistisch sind. In Extremsituationen, z.b.wenn es ums Überleben geht, wird meiner Meinung nach aber jeder egoistisch.

Ich kann auch friedlich in einer Gemeinschaft leben und dennoch egoistisch handeln, z.B dann wenn ich dir eine Freude bereite weil es "mich" glücklich macht, falls du dich darüber freuen solltest. Das Geschenk dient in dem Fall also nur als Mittel zum Zweck. Aber auch dann, wenn ich mich bei einer Frau für meine Fehler entschuldige, da sonst das Riskio bestehen würde, dass sie mich verlassen könnte, wenn ich es nicht tue. Da ich sie liebe springe ich über meinen Schatten und entschuldige mich, da es "mir" sonst am Ende das Herz brechen würde etc. Die wenigsten 1% handeln so selbstlos, dass sich dahinter kein egoistisches Merkmal erkennen lassen würde.

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@KxxII

Ich verstehe deine Denkweise und es ist auch eine Überlegung wert. Klar handelt man sehr, sehr oft so, dass man selbst sich gut fühlt. Aber trotzallem meine ich es doch in den Meisten Fällen trotzdem gut mit meinem Gegenüber. Wie du gesagt hast, mit der Frau: Ich entschuldige mich für Fehler, um mich gut zu fühlen...aber: es lässt gleichzeitig ja auch sie gut fühlen, denn sie wäre sicher am Boden zerstört, wenn ich mich nicht entschuldige, da dies zeigen würde dass sie mir nicht so viel bedeuten würde. Also macht das auch SIE unglücklich. Aber ich verstehe durchaus deinen Standpunkt...:)

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@luciuslenius121

Und du wiederum bist glücklich, wenn sie glücklich ist .
In den Fall bedeutet Egoismus ja nicht, dass man selbstsüchtig ist, sondern dass man hinter seinen Taten eine gewisse Absicht verfolgt ob bewusst oder unbewusst und diese muss jetzt nicht unbedingt negativ ausfallen.

Person A spendet monatlich 200 Euro nach Afrika um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Die Person weiß, dass sie viel besitzt und findet, dass man etwas abgeben sollte damit andere es ein wenig besser haben.

Person B spendet gar nichts, sondern ist der Überzeugung, dass sein hartverdientes Geld ihm gehöre, außerdem kann er für die Umstände in den jeweiligen Ländern dort gar nichts.

Was macht Person A denn jetzt so viel besser als Person B, immerhin handelt dieser Mann ebenso mit einem egoistischen Motiv wie die andere Person? Dennoch wird A höher angesehen als B, doch im Detail betrachtet machen beide das Gleiche auf unterschiedlichen Wegen. Dennoch sind wir uns einig, dass A der bessere Mensch sei und so oder so ähnlich funktioniert es überall in der Gesellschaft nur wir nehmen das nicht bewusst wahr weil wir zwischen guten und schlechten Egoismus unterscheiden.

Haha entschuldigung für den langen Text, gegen Ende ist mir gerade in den Sinn gekommen, dass ich vielleicht doch Psychologie studieren sollte. Das Ganze ist ein interessantes Thema. :D

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@KxxII

Nein, ich finde es interessant, über so etwas zu diskutieren:) also unter Egoismus (oder egoistisch) verstehe ich aber ein rein ich-bezogenes Verhalten, dass ich zwar eine Absicht verfolge, dies aber rein zu MEINEN Gunsten. Da das ja auch mit Rücksichtslosigkeit einhergehen kann, würde ich das schon als negativ ansehen. Ich setze MEINE Ziele durch, ohne an das Wohl eines Anderen zu denken. Dass ich bestimmte Ziele verfolge, würde ich nicht als egoistisch ansehen, da jeder Mensch Ziele im Leben braucht. Die Gesamtheit eines Menschen besteht nunmal aus Körper, Geist und Seele. Und darin ist ja auch der Charakter festgelegt und somit auch die Ziele, die eine Person hat. Zu deinem Beispiel: Ich denke, Person A ist angesehener, da sie etwas TUT. Die Beweggründe sind zwar nicht selbstlos, sondern resultieren ja eher aus einem inneren "Zwang" oder dem Bestreben, nach außen ein gutes Bild abzugeben. Aber immerhin folgt eine Tat, die Gutes bewirkt. Person B hingegen zeigt nicht einmal Bestrebungen/ Ansätze, etwas zu tun. Moralisch gesehen würde ich Person B höher einstufen, da sie authentisch denkt und handelt. Zwar nicht großherzig, aber ehrlich. Person A hingegen handelt nicht aus innerer Überzeugung, sondern um in besserem Licht dazustehen, oder einfach weil "man" es so tut. Betrachtet man aber die Resultate, die aus den Ansichten der Personen folgen, wäre Person A höher gestellt, da durch ihr handeln etwas gutes passiert, im Gegensatz zu Person B. Wenn man es so sieht, könnte man dieskutieren, wer nun der bessere Mensch ist...So, das ist jetzt auch ein langer Text, aber ich liebe solche Diskussionen :D

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Naja, ich glaube nicht, dass das jetzt viel schlimmer geworden ist…
Klar, früher hat man erstmal versucht die ganze Sippe durch zu bringen, aber wenn das Essen zB knapp wurde, ist man egoistisch "geworden"… :)

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Ja. Das Individuum strebt nach seinen Bedürfnissen, um sein Überleben zu sichern. Zumindest macht das den größeren Anteil aus. Es gibt noch den, der der Art das Überleben sichern will, sodass sich alte Tiere z.B. für die Herde opfern (Menschen sind besonders intelligente Tiere, deshalb kann man es auf sie übertragen) oder dass va. Frauen früher das Risiko einer Schwangerschaft eingegangen sind oder dass man seine Familie gegen andere verteidigt usw... es steckt alles in uns, es ist gewissermaßen ein Grundprinzip. Zumindest lautet so meine Meinung. Wenn du Schwächen daran erkennst, weise mich auf sie gerne hin.

Dann kommt es noch auf deine Definition für Egoismus an. Wir bezeichnen wohl eher nur Menschen als egoistisch, die besonders auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und denen "die Art", das "Überleben der anderen" ziemlich egal ist.

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Was ist wichtiger der Mensch oder das Tier?

  • Viele GF-User mit Experten Bezeichnungen für Biologie, Natur, die schon viel Grundwissen anscheinend besitzen aber zugleich behaupten, dass Tiere unwichtig sind und erst mal für uns Menschen Objekte sind.
  • Erst soll immer der Mensch kommen und die anderen Spezies sollen erst mal außen vor gelassen werden. Sonst ist man asozial und agiert nicht mehr der Gruppe. Ich meinte, „für mich hat ein Tier und der Mensch kein Unterschied, dann meinten sie, ich sei ein asozialer Mensch. Außer Tiere mit denen man eine Sozialpartnerschaft eingeht, wie der eigene Hunde ist noch akzeptabel. Und ich sei egoistisch, wenn ich behaupte würde, dass alle Lebewesen gleich sind und sollte für die Gruppe gefährlich sein. Man solle nur Moral und Mitgefühl in der Gesellschaft anwenden und nur die Moral in der Gemeinschaft zählt, alles andere ist unmoralisch und unsozial, unehrlich. Man sei kein vertrauenswürdiger, ehrlicher Mensch in der Gesellschaft. Weil man irgendwann Mal nicht sicher ist von den Tieren und angegriffen werden könnte, wenn man jetzt schon nicht zusammenhält und alle Spezies gleichstellt.
  • Wir wissen nicht ob Tiere Mitgefühl oder Empathie besitzen. Und sie meinten noch, wenn jemand statt einen Menschen, seinen eigenen Hund hilft, in einer Notsituation, würde er sein Ansehen und Respekt in der Gruppe verlieren und sogar vielleicht körperlich sogar angegriffen werden.

Leiden solche Menschen unter Ängste oder sind es einfach ungetrübte Egoisten, wie jedes andere Spezies auch (Andere Spezies besitzen aber kein induktives Bewusstsein, Menschen schon also haben sie keine Schuld, solche ungetrübte Menschen die nur an die Gruppe denken und das nur wegen Sich ..schon)

Wir leben doch nicht mehr im Dschungel dann hätte ich es vielleicht noch verstehen können aber wie könnte ich noch weiter ein glückliches Leben führen, wenn ich meinen eigenen Hund für einen fremden Menschen im Stich lassen würde. Was denkt Ihr oder seid Ihr genau so eingestellt.

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Bin ich wirklich so egoistisch, wie mein Vater behauptet?

Hallo Community!

Ich habe leider ein sehr großes Problem. Die Hauptaussage kann man so zusammen fassen: Mein Vater sagt, ich sei egoistisch.

Ich selber muss zugeben, dass ich ein wenig egoistisch bin. Damit meine ich nicht solche Sachen, wie, dass ich Geburtstaggeschenke nie besorge oder nie meine Tafel Schokolade mit den Mitmenschen im Raum teile. Sondern eher, dass ich keine Lust habe den Müllsack aus der Wohnung zu bringen oder ähnliches.

Mein Vater meint aber ich sei so egoistisch, dass er keinen egoistischeren Menschen kennt als mich.

Die "Vorgeschichte":

Vorgestern habe ich mein Zeugnis bekommen und da gab es drei etwas schlechtere Noten (für mein Verhältnis) in Chemie (da kann ich mir die Note selber nicht erklären, werde wohl nachhacken müssen) und Erdkunde (diese Note kann ich eingigermaßen nachvollziehen), sowie Deutsch (in diesem Fall ist mir die Zeugnisnote egal, kann sie mir aber auch nicht erklären, wieder nachfragen).

Auf jeden Fall war mein Vater sehr enttäuscht und meinte ich lerne nie. Aber gestern ließ er mich in Ruhe. An dem selben Tag hat mir meine Mutter mein Handy für einen Tag abgenommen, weil mein Zimmer unordentlich war (war es auch wirklich). Also beschloss ich den nächsten Tag nachdem meine Mutter mich mit zu Ikea geschleppt hat mein Zimmer aufzuräumen. Als mein Vater dann nach Hause kam ist er total ausgerastet, weil er mich nicht am lernen sah. Er hat eine Stunde ununterbrochen davon geredet wie faul ich war etc. Also ging ich lernen. Ich saß auch bis ca. vo einer Stunde noch am Lernen, bis mein Vater in mein Zimmer trat. Er setzte sich gemütlich hin und erwartete von mir die Gitarre zu spielen. Ich sagte ihm klar und deutlch, dass ich gerade aufgrund meiner schlechten Noten am Lernen war und ich momentan leider keine Zeit habe, da ich noch heute dieses kleine Untergebiet beherrschen wollte. Daraufhin regte er sich eine Stunde lang auf und wurde dann auchs o laut, dass man ihn im Erdgeschoss (wir sind im 4. Stock) hören konnte. Er meinte ich sei egoistisch und ich wäre faul und würde nur an mich denken. Fragte mich dann, wie oft ich z. B. Brötchen holen gegangen bin oder wie oft ich Geschenke besorge und wie oft ich überhaupt an andere denke. Er weiß aber ganz genau, dass ich Samstags Gitarrenunterricht um 9:30 und Tennistraining um 11:00 habe und Sonntag mein einziger Ausschlaftag ist. Ich habe im angeboten (schon vor ewigkeiten) Samstags Brötchen zu holen, aber er lehnte ab. Ich weiß ernsthaft nicht mehr weiter und was ich jetzt tun soll. Da er vor 5 Minuten in mein Zimmer geplatzt ist und mich gefragt hat, ob es mir gut ginge.Da es mir schlecht ging habe ich es auch gesagt. Aber er erwiderte nur, gut so tut bestimmt gut für dein Ego. Ich würde gerne von euch wissen, 1. wie ich mich in der Zukunft verhalten soll und 2. ob ich wirklich egoistisch bin, oder ob solches Verhalten gerechtvertigt ist. Jetzt speziell zu diesem Vorfall heute.

Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

AP2000

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