Ist der Mensch nicht für Monogamie gemacht?

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5 Antworten

Ja, du findest viele Beispiele in der menschlichen Anatomie, die nahelegen, dass der Mensch kein monogam lebendes Lebewesen ist. Allein die größe der Hoden. Monogam lebende Tiere haben viel kleinere Hoden (z.B. Gorillas) als polygam lebende (z.B. Schimpansen). Man findet noch mehr Anhaltspunkte.

Nun ist die Frage, was man mit dieser Erkenntnis macht. Man könnte zum Polyamoristen werden oder offene Beziehungen leben. Da gibt es eine kleine Bewegung, die das auch tut.

http://de.wikipedia.org/wiki/Polyamory

Ich würde gerne mit meinem jetzigen Freund zusammen sein und trotzdem mit anderen Männeren  schlafen können. Ich liebe ihn trotzdem. Er würde das nur nie akzeptieren habe auch noch nicht mit ihm über dieses Thema gesprochen.

Auf der anderen Seite habe ich Angst, dass man sich trotzdem verliert. Ja  es liegt wohl nicht in der menschlichhen Natur monogam zu sein aber was ist dann mit dem Vertrauen, sich verstehen, geborgen fühlen in einer jahrelangen Beziehung? Das will der Mensch doch auch? Wenn er einen Seelenverwadten braucht zum reden? Der Mensch der nicht monogam lebt (also in beidseitigem Einverständnis in einer offenen Beziehung) muss doch ständig mit der Angst leben, dass sein Patner sich verliebt? Also das durch die ständigen ''nur sexuellen'' Kontakte neue Liebe zu jdm anderen ensteht?

Wie seht ihr das? Gibt es hier Menschen die in einer polygamen Beziehung leben und etwas dazu schreiben können?

Wenn de Mensch zu etwas gemacht sein sollte, dann würde dies einen Schöpfer implizieren, welcher uns zu einem bestimmten Zweck geschaffen hat. Aus der Natur des Menschen selbst lässt sich die Idee der Monogamie nicht ableiten. Es ist vielmehr ein Ideal, welches uns seit Menschengedenken begleitet und sich auch heute noch nicht aus unseren Köpfen verabschiedet hat. Allerdings hat bereits Sigmund Freud den sexuellen Trieb als einen Instinkt tierischen Charakters (ES) beschrieben in einem ständigen Konflikt zu unseren Idealen (Über-ICH). Viele Menschen haben diesen Kampf aufgegeben und lassen sich von ihrem sexuellen Trieb leiten, was das Ideal der Monogamie immer mehr bröckeln lässt. Daraus lässt sich jedoch nicht schliessen, dass dieses Ideal nichts taugt. Denn einerseits lässt sich die Liebe nicht auf die Sexualität reduzieren und andererseits sind es doch gerade die gegenseitige Treue und Hingabe, welche der Liebe ihren Zauber verleihen!

pratolina1000 17.03.2015, 20:21

Lebst du also nicht monogam?

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Jones777 17.03.2015, 20:58
@pratolina1000

Ich bin verheiratet und lebe bewusst monogam. Es ist mir klar, dass dieses Ideal massiv von der Realität abweicht, doch genau das entspricht ja der Natur einer Idealvorstellung. Die hohe Scheidungsrate und die extrem häufigen Seitensprünge lassen wohl den Stellenwert der Monogamie in der Gesellschafter erahnen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es sich nicht mehr lohnt danach zu streben. Oder lohnt es sich etwa nicht mehr nach einer Demokratie zu streben, nur weil eine Diktatur das Land beherrscht? 

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Doch Monogamie kann funktionieren. Sie tut es bei einigen wenigen Beispielen auch. Ich möchte am liebsten auch eine Frau haben mit der ich alt werde. Leider ist die Einstellung heutzutage so das fast keiner mehr so etwas möchte. Schade....

Meiner Erfahrung nach sind Frauen eher monogam als Männer. Eine Lösung liegt nur in einer völligen Neuordnung der partnerschaftlichen Beziehungen.

Rubensstut6 18.04.2015, 23:22

wenn Du Dich da mal nicht täuschst mein lieber Doc!

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