Ist der Mensch instinktiv gut?

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11 Antworten

Vieles lernt man über die Sozialisation, was bedeutet, dass du deshalb auf eine bestimmte Weise handelst, weil es dir so beigebracht wurde.

Es ist aber auch erwiesen, dass KInder aus einem Empathiegefühl heraus handeln. Wenn sie traurige Menschen sehen, dann können sie dem Impuls folgen, trösten zu wollen und bieten deshalb ihre Hilfe an. 

Ich würde also sagen: Ja, der Mensch ist von Natur aus gut, da er immer im Sinne von sich selbst und seinen Mitmenschen handelt (, die ja im Prinzip auch nur wie er selbst sind). 

Allerdings gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die später zu Handeln führen, das man nicht gut nennen kann. Das geschieht auch durch Sozialisation (, nur wurden dann "falsche" Werte vermittelt), aber auch durch schlechte Erfahrungen im späteren Leben. 

Trotzdem kann man einen solchen Menschen dann nicht als grundauf schlecht bewerten, sondern eben nur die entsprechende "schlechte" Handlung.

LG

Genauso instinktiv "gut" wie er instinktiv "böse" ist. Da der Mensch selbst diese Begriffe definiert, sind sie natürlich erstmal relativ aussagelos, aber mir ist schon klar was du meinst.

Auch Kinder sind nicht von Natur aus nur hilfsbereit, sie sind untereinander oft sehr ruppig (schließen andere gerne aus), unfair, neidisch, und gewalttätig. Das alles gehört zum Menschsein, die Gesellschaft/das Umfeld erziehen einen Menschen und bringen ihm erwünschtes und unerwünschtes Verhalten bei, damit die Gesellschaft fortbestehen kann.

Natürlich funktioniert nicht alles immer reibungslos und ein Mensch übernimmt nie alles, er entwickelt eigene Verhaltensweisen, zieht Schlussfolgerungen, basierend auf seinen Erfahrungen.

Hallo 
Ich glaube von ja, weil 98 % so erzogen werden.
Aber oft kommt es vor  je nach dem Zu Hause. Da wird vorgelebt, und so übernommen.
Aber andererseits weis ich von meinem Vater der zu Fuß im Treck aus Rumänien nach Östereich/Deutschland kam, viel elend unterwegs gesehen hat und wenn jemand beide Beine abgeschossen waren den nicht helfen konnte, auch keinen Gnadenschuß mehr geben konnte, weil das sein Gewissen das nicht zuließ.

Ich glaube wir helfen uns instinktiv und handeln selbstlos, wenn wir uns selbst in Sicherheit befinden. 

Je unsicherer wir allerdings werden, desto egoistischer handeln wir.

kernash 07.07.2017, 00:47

Man tut selbstloses um sich gut zu fühlen. D.h. man tut nichts selbstloses.

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NetzBeratung 07.07.2017, 08:55

Man kann das auch vereinfachen:

Der Mensch gibt bereitwillig etwas ab, wenn er davon überzeugt ist, genug zu haben.

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Also, ob der Mensch von Natur aus instinktiv gut ist, kann man nicht genau wissen. Es gibt kein Anschauungsmaterial dafür. Man müsste einmal einen Menschen wild aufwachsen lassen, das geht aber nicht.

Ich kann mich an ein Verhalten als Kleinkind erinnern, worüber ich heute noch entsetzt bin. Meine Mutter trug mich auf dem Arm; gegenüber von uns trug eine andere Frau ebenfalls ein Kleinkind auf dem Arm. Dieses Kind kam mir derart hässlich vor, dass ich – wohl weil mein schon vorhandenes ästhetisches Empfinden gestört war – nach dem Kind geschlagen habe. Ich weiß es noch genau; ich schlug nach dem Kind, weil seine Hässlichkeit mich störte! Ich war noch in einem Alter, wo eine Erziehung zum anständigen Verhalten noch nichts ausrichten konnte.

Ich glaube deshalb, dass erst die Erziehung einem Menschen anständiges, moralisches Verhalten einsuggeriert. Später dann ist es tatsächlich so, dass derjenige, der ein halbwegs anständiger Mensch ist, einem in Not geratenen
Mitmenschen spontan hilft, weil die Erziehung einem das Anständige
sozusagen eingepflanzt hat, sodass man es als Instinkt empfindet.

Tragosso 07.07.2017, 15:09

Richtig, Kinder sind nun wirklich keine unschuldigen Engelchen.

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Weder noch!

Auch ein paar gute Taten ändern nichts an der Tatsache, daß der Mensch ein Omnivore ist, also ein Raubtier, das also vom töten anderer Lebewesen lebt !

Das ist aber kein Grund zur Depression, denn vielleicht ist das der einzige Weg, wie sich unsere Intelligenz entwickeln konnte - die permanente Anforderung besser als andere Lebewesen zu sein erzeugt einen Selektionsdruck!

Ich denke nicht, daß wir uns dafür schämen müssen, daß wir sind, wie wir eben sind. Wir können sogar stolz darauf sein, daß wir uns mehrheitlich weitgehend unter Kontrolle haben.

Gruß

Der Mensch ist nicht "gut" oder "schlecht", sondern ein soziales Wesen.

Das heisst: er passt sich an die Anforderungen der Gesellschaft, zu der er gehört, an.

Wenn diese "gutes" Verhalten fordert und belohnt (!), wird er sich gut verhalten. Fordert sie (durch Belohnung) real schlechtes Verhalten, wird er sich eher schlecht verhalten.

Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft. Die belohnt Egoismus, also ist bei uns das vorherrschende Verhaltensmuster eben auch Egoismus.

In mancher natürlich Stammesgesellschaft wirst Du ein sehr "gutes" Verhalten beobachten können. Denn dort wird das real eingefordert.

Die Ausprägung ist natürlich in einer Grossgesellschaft wie den Millionen-Völkern heute sehr verschieden, je nach dem individuellen Standort. Menschen in der Oberschicht verhalten sich um ein Vielfaches egoistischer als solche in der Unterschicht.

Das ist auch wieder Folge der verschiedenen Sozialisationen in ihrer individuellen Umgebung.

nein, denn gerade durch seine ihm eingeimpften instinkte in seiner seele ist er ein tötungswesen im sündenfall geworden

geistig gesehen ist der mensch natürlich gut.


und je mehr er seine instinkte und triebe in seine gewalt bekommt, desto GUTER wird er


Den Menschen gibt es da nicht. Sehr viele sind da auf der richtigen Seite,aber es gibt leider viele Kotzbrocken,die sich in ihrer Rolle wohl fühlen.

Manche Menschen sind halt etwas besser ;-)

Ich denke der mensch ist, von natur aus, weder gut noch böse aber besitz eine angeborene empathie

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