Ist der Mensch für die Wildnis geschaffen?

16 Antworten

Was man ergänzend noch anmerken kann, ist die Tatsache, dass der Mensch in seiner modernen Form (Homo Sapiens) ein Meister der Anpassungsfähigkeit ist. Das hat sein Überleben in allen möglichen Regionen dieser Welt gesichert. Auch in der heutigen Zeit gibt es schließlich noch Naturvölker, die noch keinen Kontakt zur zivilisierten Welt hatten (Amazonas) - oder nur wenig (die Dajak in Indonesien oder die Papua auf Neuguinea. Du kennst vielleicht den hervorragenden Film "Dschungelkind" nach dem bekannten Buch?). Ein anderes Extrem der menschlichen Anpassungsfähigkeit sind die Iniut, die ausschließlich von der Jagd lebten und überhaupt keine pflanzlichen Lebensmittel kannten. Dort oben wächst halt nix, was man essen könnte.

Damit ist die Geschichte des Menschen eine Erfolgsgeschichte der Anpassung. Das ist in dieser Form keinem Säugetier sonst gelungen. Die so genannte Zivilisation ist dabei nur eine weitere Form der Anpassung. Das hat auf der anderen Seite leider auch zu einer extremen Überbevölkerung geführt. - Meiner Meinung nach eine der größten Herausforderungen der Menschheit, denn wenn wir uns weiterhin so vermehren wie "Popcorn", könnte es irgendwann etwas zu eng werden.

Der Mensch ist zu gar nichts geschaffen... er hat sich entsprechend der Umwelt angepasst und entwickelt und grundsätzlich sind wir noch genaudas Gleiche wie vor 100000!Jahren. Der Großteil hat nur verlernt für sich selbst zu sorgen.

Wären wir in der Natur oder bei irgendeinem Naturvolk aufgewachsen, sähe das schon wieder anders aus. Das hat jedoch rein gar nichts mit der genetischen Evolution zu tun, sieht man mal davon ab dass wir unsere Population konstant schwächen weil auch negative DNA weitergegeben wird

Es gibt ja heute noch Naturvölker, die noch so ursprünglich leben. Wenn man von klein auf so aufwächst, könnte man es auch schaffen. Aber der Mensch kann kaum längere Zeit alleine überleben. Er braucht um halbwegs Lebensqualität zu haben eine ganze Sippe die auch Arbeitsteilung betreibt.

Der Mensch als "Krone der Schöpfung"?

Früher, als die Menschen noch bedingunslos an den Schöpfungsmythos und die Lehre der Kirche glaubten, was die Schöpfung des Menschen durch Gott anging, sahen sich die Menschen als "Krone der Schöpfung". Doch seit Darwin wissen wir, dass der Mensch sich im Zuge der Evolution entwickelt hat und genauso wie jedes Huhn, jede Mücke oder jeder Wurm "nur" ein Teil des großen Ganzen, der Natur, ist.

Nun meine Frage: Eigentlich dürften wir den Menschen seit Darwin doch längst nicht mehr als "Krone der Schöpfung" bezeichnen. Doch ist er nicht das höchstentwickelte, allen anderen Lebewesen überlegene Geschöpf, das Beste, was die Evolution hervorgebracht hat?

Wie sollte man den heutigen Menschen klassifizieren? "Krone der Schöpung"? Widerspricht das Darwin nicht?

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Kann ein Mensch unnatürlich handeln?

Ein Mensch ist ja ein Lebewesen der Natur und die Natur ist ja bekanntermaßen natürlich, also muss der Mensch, der ja ein Bestandteil der Natur ist, auch natürlich sein. Und als ein Bestandteil der Natur ist es doch eigentlich logisch, dass der Mensch nur natürlich handeln kann, bei allen anderen Lebewesen der Natur zweifelt man doch auch nicht an, dass diese natürlich handeln. Warum aber wird beim Menschen gesagt, wenn er z.B. einen Staudamm baut, das sei ein schädlicher Eingriff in die Natur und unnatürlich, während es als natürlich bezeichnet wird, wenn ein Biber einen Fluss aufstaut, weil er sich einen Bau gebaut hat. Warum wird beim Menschen gesagt, das sei unnatürlich und bei Tieren nicht? Beides ist doch eine Veränderung der Natur, die von einem natürlichen Wesen ausgeführt wird. Warum ist das eine natürlich und das andere nicht?

Anderes Beispiel: Wenn ein Wolf ein Reh tötet wird das von der Allgemeinheit als natürlich angesehen. Wenn aber der Mensch Tiere tötet, dann ist das plötzlich nicht mehr natürlich. Mann könnte jetzt sagen, dass das töten eines Tieres durch den Menschen ein Eingriff in das natürliche Gleichgewicht ist, aber wie kann ein Wesen (Mensch), das meiner Meinung nach selber Teil des Gleichgewichts ist, das Gleichgewicht stören? Ist es nicht einfach als ganz natürliche Schwankung des natürlichen Gleichgewichts zu betrachten, wenn der Mensch durch Abgase, Kraftwerke und Müll die Umwelt verändert? Kann man den Klimawandel nicht als ganz natürlichen Vorgang betrachten? Es haben sich ja schon immer kalte und warme Zeiten abgewechselt und es war auch schon immer mal eine Spezies dominant, bis diese wieder niederging und durch eine andere Spezies ersetzt wurde. Warum werden die Auswirkungen des Handeln des Menschen nicht als natürliche Schwankungen des natürlichen Gleichgewichts angesehen?

Meine persönliche Antwort auf die Fragen lautet, dass die Handlungen des Menschen schlecht für das vorherrschende Natursystem sind und deshalb als unnatürlich/schlecht angesehen werden. Im vorherrschenden Natursystem sind die Handlungen des Menschen so gravierend, dass sie dieses Natursystem dadurch nicht einfach wie bei einer natürlichen Schwankung in eine Richtung bewegen, sondern zerstören. Dies steht aber wiederum im Einklang mit einem übergeordneten Gleichgewicht, dass den natürlichen Wechsel von verschiedenen Natursystemen beinhaltet. Die alten Arten müssen sich anpassen, ein meiner Meinung nach natürlicher Vorgang, oder sterben aus und es enstehen vielleicht auch wegen den anderen Bedingungen ganz neue Arten.

Das war jetzt meine Vorstellung, aber ich will damit nicht sagen, dass das allgemein Gültig ist.

Ich hoffe, ihr konntet meine Gedankengänge einigermaßen nachvollziehen, wenn nicht fragt einfach. Ich freue mich auf verschiedene, auch gegensätzliche Meinungen!

Liebe Grüße

Knochendochen13

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