Ist der Mensch frei im Judentum?

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7 Antworten

Schau, jeder Mensch hat im Leben Situationen, die vorgegeben sind bzw. im Laufe des Lebens passieren, ohne dass er es verhindern kann, und Sachen, die er selbst entscheidet, und beides zusammen ergibt das Leben...

Im Judentum glaubt man daran, dass der Mensch einen freien Willen hat ("gut" oder "böse" zu sein, d.h. Entscheidungen zu fällen), aber andererseits wird auch nicht bestritten, dass der mensch nicht jede Situation in seinem Leben voll bestimmen kann ("unabhängig von deinem Willen wurdest du gezeugt, unabhängig von deinem Willen wurdest du geboren, unabhängig von deinem Willen lebst du, unabhängig von deinem Willen wirst du sterben, unabhängig von deinem Willen wirst du Rechenschaft ablegen vor dem König aller Könige, dem Ewigen, gelobt sei er")... Das ist natürlich nur der grobe Rahmen, Geburt, Tod, etc...

Letztlich wird es als Aufgabe des individuellen Menschen gesehen, wie er mit den Situationen umgeht, mit denen er in seinem Leben konfrontiert wird (ob er es "gut" oder "schlecht" macht), aber diese Situationen kann er sich nicht unbedingt aussuchen. Auf der anderen Seite sind manche Situationen aber auch Ergebnis seiner früheren Entscheidungen, und er hat(te) einen Einfluss darauf...

Es ist auch Freiheit, sich freiwillig religiösen Vorschriften zu unterwerfen. 

Demnach ist im Grunde jeder Mensch frei, der sich selbst für seinen Glaubens- bzw. Lebensweg entscheiden kann. Egal in welcher Religion.

Kommentar von DerBuddha
13.10.2016, 17:49

das fast ALLE gläubigen als kind in die religion der eltern hineingeboren werden und dann mit diesem glaubenswahn aufwachsen, ist deine antwort falsch...........:)

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KEIN religiöser mensch ist frei, denn er ist ein sklave seines glaubens und muss alles dafür tun, um seiner märchenfigur zu gefallen um dann am ende seines unfreien lebens von dieser märchenfgur seinen lohn zu empfangen...........:)

und zudem, es gibt NIEMANDEN, der irgendwas vorherbestimmt, denn sonst wäre jeder täter überall auf der welt nicht mehr abstrfabar und müsste freigesprochen werden, im namen des wesens, das für ihn UND seinem opfer dann alles vorherbestimmt hat...........oder einfacher beschrieben:

wer immer mit den märchen einer vorherbestimmung anfängt, sollte sich mal selbst die frage stellen, wie man auf solche quark-ideen kommt, denn das würde ja bedeuten, dass ALLE opfer und täter dieser welt vorherbestimmt sind..............kindesmissbrauch, mordopfer, vergewaltigungen, kriegsopfer, unfallopfer, misshandlungen usw....usw....usw.... wären dann ALLE VORHERBESTIMMT?..........lächerlich......................:)

Wer sich als Erwachsener freiwillig für etwas entscheidet, der hat sich frei entschieden, sofern er nicht durch andere Einflüsse fremdbestimmt und vorgeprägt war.

Im Judentum werden Menschen üblicherweise schon in der frühen Kindheit vorgeprägt, und in strenggläubigen Familien werden solche Kinder auf Regeln und Rituale geprägt, die dann mit Urängsten verknüpft sind.

Daraus ergibt sich zwangsläufig, daß Menschen im Judentum nicht frei sein können (sie werden von der Religion beherrscht und modifiziert).

Doch das alles gilt ebenso für jede andere Religion, die Regeln und Rituale zum absoluten Muß erhebt und Menschen schon in der frühen Kindheit in eine solche Richtung prägt.

Es ist ein Aberglaube, zu meinen, daß sich religiöse Prägung nur auf das religiöse Verhalten auswirkt.

Alles, was intensiv mit Emotionen verknüpft ist, wirkt sich auf das Leben ganz allgemein aus und kommt in allen Bereichen immer dann zum Vorschein, wenn zufällig ein emotionaler Konflikt zwischen gesellschaftlichen Notwendigkeiten und der religiösen Prägung entsteht.

Zwar läßt sich ein solcher Konflikt mittels "Vernunfentscheidungen" unterdrücken, aber er läßt sich dadurch nicht beseitigen und wirkt im Unterbewußtsein weiter. Die Folgen reichen je nach Heftigkeit von allgemeinem Unwohlgefühl bishin zu heftigen psychischen Störungen, fast immer verbunden mit diversen Fehlentscheidungen.

So besehen sind religiös vorgeprägte Menschen auch im ganz normalen Leben nicht wirklich frei.

In keiner religion bist du frei. Weil (fast) jede religion gibt dir sachen vor die du machen sollst, oder lassen sollst.

z.B. sollen die moslems einmal im Leben nach mekka pilgern. Im Christentum (und anderen Religionen) sollst du beten gehen usw. Das sind also keine freien entscheidungen wenn du streng gläubig bist.

Jedoch ist der glaube nur im Kopf der menschen, sprich es gibt keinen Gott oder ähnliches.

Gott schreibt gar nichts vor

Gott existiert doch nur in den Köpfen der Gläubigen...

Ein Jude ist frei Gottes Gebote zu halten oder auch nicht.

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