Ist der Mensch eine Unart?

5 Antworten

Ich habe bei einer oberflächlichen Recherche keine Informationen darüber gefunden, ob das Wort "Unart" im naturwissenschaftlichen Kontext irgendwie jemals definiert worden ist, wage es aber zu bezweifeln.

Ergo wäre die Frage in diesem Fall nicht zielführend. Natürlich kann man dennoch darüber herumphilosophieren. Wenn "Unart" so etwas bedeuten soll wie "eine Art, die sich nicht entsprechend der Gegebenheiten ihres natürlichen Lebensumfeldes benimmt", dann ließe sich vielleicht einwenden, das könne schon sein, wobei die Frage nach dem natürlichen Lebensumfeld im Falle des Menschen wohl gar nicht mehr so recht beantwortbar sein dürfte. Im Grunde genommen haben wir den Großteil unserer normalen Lebenswelt beeinflusst und zu nicht geringen Teilen selber synthetisiert.

Es gibt aber auch unter Tieren solche, die ihren Lebensraum negativ beeinflussen. Das ist oft bei invasiven Arten der Fall, aber da muss man natürlich sagen, dass die aus ihrer eigenen ökologischen Nische durch menschlichen oder seltener auch natürlchen Einfluss in ein anderes Lebensumfeld, soll heißen, in ein ökologisches Umfeld geraten sind, das komplett ohne deren Einfluss in seinen derzeitigen Status Quo entwickelt ist, und daher durch diese aus seiner langfristig entwickelten Dynamik gerät. Es wäre sicher nicht falsch, auch den Menschen als invasive Art zu bezeichnen.

Tja, ist der Mensch eine "Unart"? Entscheide selbst.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Philosophie-/Kulturanthropologiestudium & Hang zum Grübeln

Das ist so nicht ganz richtig.

Jedes Lebewesen würde seinen Lebensraum zerstören, wenn es die Chance bekäme sich so stark zu vermehren und auszubreiten, dass seine Anwesenheit negative Einflüsse auf das Ökosystem hätte.

So würden z.B. Beutegreifer, wenn es die Umstände zulassen, sich so lange vermehren, wie genug Nahrung da ist. Erst wenn sie so dicht auf einander hocken, dass sie sich gegenseitig mit Krankheiten oder Parasiten überdurchschnittlich stark anstecken oder wenn ihre Beute aufgrund zu starker Bejagung vor Ort ausstirbt, dann würden sie natürlich begrenzt werden indem sie elend an den Krankheiten/Parasiten bzw. Hunger sterben.

Wir Menschen haben es nur geschafft diesen Regelkreis zu durchbrechen, indem wir unsere Nahrung selber züchten/anbauen und uns selber aufgrund unserer medizinischen Kenntnisse heilen können.

Alle Tiere zerstören ihren Lebensraum wenn sie nicht die entsprechenden natürlichen Feinde haben, die sie regulieren.

Schau dir an was invasive Spezies in Australien angerichtet haben. Die Kaninchen beispielsweise vermehrten sich derart extrem dass sie anderen Tieren das Futter weggefressen und sie damit ausgerottet haben. Dann mussten sie sich selbst in andere Gebiete ausbreiten weil sie dort wo sie waren selbst kein Futter mehr finden konnten.

Australien ist mir zu weit um mir das anzusehen. :(

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@GeorgOrwell1984

Da du in dem forum unterwegs bist, kennst du Internet. Dort gibt es auch Videos über Australien.

Und mit den Kaninchen ist heftig, lohnt sich anzuschauen

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@GeorgOrwell1984

Ich hoffe mal das war nur Ironie von dir.

Falls nicht, hier eine andere Formulierung: Informiere dich darüber wie Tiere und invasive Spezies ihren Lebensraum ruinieren.

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schöner kommentar!

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Ja aber da ist auch der Mensch schuld weil er sie dort hin gebracht hat. Ähnlich wie mit der braunen Nachtbaumnatter auf der Insel Guam. Diese Schlange hat 8 von 10 der nur hier lebenden Vogelarten ausgerottet und viele der Bäume sind auf die Vögel angeweisen Bestäbung und Verbreitung der Samen. Oder Fuchskusus, Ratten und Katzen auf Neuseeland. Die wurden auch vom Menschen eingeschleppt und richten Schaden an. Pythons in Florida oder auch Tiere wie asiatischer Marienkäfer oder amerikanischer Nerz bei uns. Kaninchen sind bei uns auch eingeschleppt worden. so lange gibt es sie hier noch nicht. Darum wird in alten Geschichten zb immer nur vom Hasen geredet nie vom Kaninchen. Hier aber haben sie immer noch genug Feinde. Invasive Arten richten Schaden an aber so gut wie immer hat der Mensch sie in Gebiete gebracht in die sie nicht gehören. In Australien auch die Aga Kröte

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@Buckykater

Invasive Spezies zeigen jedoch worauf ich hinaus will: Ein Tier ohne natürliche Feinde zerstört seinen Lebensraum unkontrolliert bis es selbst nicht mehr darin leben kann.

Genau wie der Mensch, der aufgrund seiner Technologie keine natürlichen Feinde mehr hat.

Die Aussage: "Tiere schaffen ein Gleichgewicht", ist einfach falsch, da jedes Tier so lebt wie der Mensch. Kaninchen ohne natürliche Feinde fressen alles kahl. Kaninchen mit natürlichen Feinden können dies nicht, weil ihre natürlichen Feinde mit ihnen wachsen und schrumpfen und sie sich so die Waage halten.

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Nein, wir Menschen habe einfach nur mehr Möglichkeiten unsere Umwelt zu zerstören. Wenn man z.B. Heuschrecken lässt, fressen sie solange alles kahl und vermehren sich, bis nichts mehr da ist und sie verhungern, das macht der Mensch nur bedingt.

es ist unartig von ihm, seinen lebensraum zu zerstören

Woher ich das weiß:Hobby – Wo liegen die Ursachen für das, was in der Welt passiert?

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