Ist der Mensch ein Fehler der Evolution?

Das Ergebnis basiert auf 17 Abstimmungen

Nein, die Evolution ist unschuldig 35%
Die Evolution wird das langfristig wieder in Ordnung bringen 24%
Ob Evolution oder nicht, es gibt einfach zu viele Menschen 18%
Ja, der Mensch ist ein Fehler der Evolution 12%
Kannst Du das Wort Evolution vermeiden und Gott sagen? 6%
Was ist Evolution? 6%

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Die Evolution wird das langfristig wieder in Ordnung bringen

Es sind schon ganz andere Tiere aus unterschiedlichsten Gründen ausgestorben oder bereinigen eine Überbevölkerung anderweitig (bekannt sind die Lemminge), dieses Schicksal wird auch dem Menschen wiederfahren - und die 100.000 Jahre Menschheitsgeschichte sind paläontologisch nicht mal ein Wimpernschlag.

Ob Evolution oder nicht, es gibt einfach zu viele Menschen

Aber langfristig wird das auch wieder normal. Ein paar Pandemien bzw. Viren, Kriege etc. - Menschen lernen nicht viel aus der Vergangenheit.

Ein Fehler nicht, aber aus dem Ruder gelaufen. Aber die Erde wird auch uns überleben, wenn auch mit leichten Schäden - die Frage ist, ob wir sie überleben. 🙃

Die Frage müssen wir uns aber nicht mehr stellen, weil wir damit wahrscheinlich nicht viel mit zutun haben werden, erst die nächsten Generationen.

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyphilosoph
Nein, die Evolution ist unschuldig

... und wir sind genauso ein Teil der Natur wie alles Andere auch. Also: alles, was wir tun, ist völlig natürlich. Von "Schuld" kann man innerhalb dieses Weltbildes ebenfalls nicht reden.

Und auch ein Fehler ist der Mensch nicht, nur eine Sackgasse, von denen es sehr, sehr viele gibt. Wir haben genügend intellektuelle Kapazität, um den Sinn unserer Existenz und aller Existenz infrage zu stellen, den nötigen Wohlstand, um diese Kapazität in diese Richtung nutzen zu können, und die Technologien, unser Dasein zu beenden. Damit ist es (nach menschlichem Ermessen ;-) ) nur eine Frage der Zeit, bis das auch passiert. Wenn wir dabei den kompletten Planeten desinfizieren, ist das ein Kollateralschaden - natürlich ohne "Schaden", weil der Begriff "Schaden" ja ein gültiges Wertesystem voraussetzt.

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(Wenn sich die Frage nicht auf "Evolution" beziehen würde, hätte ich auch "Kannst Du das Wort Evolution vermeiden und Gott sagen?" in Erwägung gezogen - aber das wäre m. E. eine eigene Frage.)

Ist der Mensch ein Fehler der Evolution?

Ich denke nicht, dass es ein Fehler der Evolution ist. Es ist eher ein Resultat der Entwicklung des Menschen. In der Natur geht es um das Überleben derer die am besten angepasst sind. Der Mensch hat durch seine Kreativität Möglichkeiten gefunden, sich vor verschiedenen Umwelteinflüssen zu schützen und damit die Erfordernisse für die beste Anpassung entsprechend herabzusenken, weil schon die Grenzen durch das Zuhause viele Gefahren der Natur abwehrt.

Der Mensch in grundlegend biologischer Hinsicht ist im Anfang einfach ein Resultat der bestmöglichen Anpassung an seine umgebenden Umweltbedingungen gewesen und was er aus seiner Umgebung gemacht hat, war ein Resultat seiner weiteren Entwicklung, welche nicht nur die biologische Entwicklung betrifft, sondern auch die seiner weiter gegebenen Erfahrungen und darauf aufbauenden Kreativität.

Das Problem liegt, zumindest meiner Ansicht nach, nicht im Menschen allgemein gesehen, sondern in dem menschlichen Hang zur Bequemlichkeit und dem darauf begründeten Egoismus. Viele Dinge, die einem unbequem sind, werden gemieden und, gern auch auf Kosten anderer oder der Natur aus der eigenen Komfortzone ausgegrenzt.

Ich denke übrigens nicht, dass die Evolution unsere Fehler wieder korrigieren wird, sondern eher dass es die Natur erledigen wird, denn die Evolution ist nur der biologische Teil der Natur, während die Korrektur eher von physikalischen oder allenfalls einfachen chemischen Prozessen, aber weniger von biologischen Entwicklungen ausgehen wird.

Nehmen wir zum Beispiel die Resultate, die schon jetzt absehbar sind. Zum Beispiel kann ich mich nicht entsinnen, mal von einer Tornadowarnung in den 90ern und davor im mitteleuropäischen Raum gehört zu haben. Vor etwa 20 Jahren hörte man vereinzelt mal von einem Tornado über Deutschland und mittlerweile bit es großflächige Tornadowarnungen. In meiner Kindheit gab es keinen Winter, wo man im Flachland nicht hätte Skilaufen, Schlittschuhlaufen und Rodeln können. Heutzutage muss man, wenn man Pech hat, selbst im Winter zum Skilaufen ins Gebirge fahren und Schlittschuhlaufen geht eigentlich nur noch auf Kunsteisflächen. Wer da meint, dass die Natur nicht schon dabei wäre, den negativen Auswirkungen des Menschen auf seine Umgebung entgegen zu wirken, muss schon ziemlich blind sein.

Noch dämlicher zeigt sich der Umgang des Menschen mit der Natur mit Dingen wie Ölpalmen, Solarparks und Windkraftanlagen.

Palmöl, welches in vielen Produkten, von Hygieneartikeln bis hin zu Nahrungsmitteln (und wahrscheinlich noch weit mehr) enthalten ist wird aus Ölpalmen gewonnen, welche dem Boden derart die Nährstoffe entziehen, dass nach einem Jahr auf diesem Boden nur noch Ölpalmen wachsen und nach 2 Jahren gar nichts mehr. Um diese weiterhin anzubauen wird Regenwald abgeholzt, was in dreierlei Hinsicht makaber ist. Erstens werden Subsistenzbauern dafür um ihren Lebensraum und nicht selten sogar direkt dafür umgebracht, zweitens wird Regenwaldfläche vernichtet um eben diese Fläche für Palmölproduktion "nutzbar" zu machen und drittens würde der Regenwald aufgrund der Beschaffenheit des Bodens mehrere Jahrzehnte benötigen, was ein Ölpalmenanbau in einem Jahr vernichtet, und, sofern der Boden nach 2 Jahren Ölpalmenanbau komplett unfruchtbar gemacht würde, bräuchte der Regenwald zur Erholung des Bodens je nach Größe der betreffenden Fläche eventuell Jahrhunderte.

Dann was die Solarparks angeht. Ich weiß ja nicht, ob jemand von Euch mal eine dunkle Fläche berührt hat, die direkt davor ein paar Stunden direktem Sonnenlicht ausgesetzt war. Je nachdem wie die Wärme abgeleitet werden konnte, kann so eine von der Sonne über mehrere Stunden direkt angestrahlte Fläche verdammt heiß werden. Und wo geht die Wärme wohl hin? Logischerweise an die umgebende Luft, wenn diese nicht in anderer Form abgeleitet wird. So viel dann zum Thema, dass man der steigenden Temperatur des Klimawandels entgegen wirken will.

Und dann noch die Windkraftanlagen. Selbst wenn man mal davon absieht, wie viele Vögel von diesen Windrädern erschlagen werden, müssen diese riesigen Maschinen geschmiert werden. Und in einer Zeit wo man immer mehr auf Bioölgewinnung aus ist, dieses Öl also aus der Landwirtschaft bezieht und damit immer mehr Agrarflächen für diese Bioölproduktion nutzt (und dies entsprechend staatlich unterstützt) in einer Zeit, wo der Welthunger schlimmer ist, als je zuvor.

Schließlich dann noch die Idee mit Elektroautos, wo wir nur geeignete Akkus kennen, die auf Kobalt, Lithium und dergleichen basieren. Ich behaupte ja nicht, dass es schlecht ist, nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen zu schauen, aber Kobalt, Lithium und dergleichen sind nicht weniger giftig, gefährlich und umweltschädlich, sondern sie sind in allen drei Punkten gefährlicher.

Zusammenfassend sind wir Menschen die Lebensform, die auf einem Ast an einem Baum über dem Abgrund sitzt und voller Begeisterung und Elan an dem Ast sägt, der uns vor dem sicheren Tod bewahrt. Nicht die Evolution wird uns vernichten, sondern wir selbst treiben die Natur dazu, dass sie uns vernichtet, wenn die Natur nicht ohnehin schnellere Wege nutzt.

Ich stimme da weitgehend zu.

Die Solarenergie kann man zweischneidig sehen. Einerseits kann die Sonne auf ein Flach- oder Ziegeldach brennen und die Wärme direkt abgeben oder via Solarpaneel in Strom umgewandelt und dann durch einen Elektroverbraucher in Wärme umgewandelt werden. So ist die Wärme wenigstens 1x weniger aus Fossiler Energie zugefügt. Besonders störend sind Solarpaneele auf der grünen Wiese.

Die Windräder nerven mich auch. Aber vor allem darum, weil die nur durch Subventionen betrieben sind. Stellen die Subventionen ab, wird das Windrad gesprengt. Es tötet übrigens noch viel mehr Insekten und Fledermäuse als Vögel.

Der Mensch ist aber nicht die bestmögliche Anpassung an die Natur. Wäre er das, würde er die Natur nicht übernutzen sondern lediglich nutzen. Besonders seine Neigung zur Gier macht den Menschen zu einer merkwürdigen Entwicklung.

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@Willwissen100

Es gibt nicht nur Photovoltaik, sondern auch Solarkollektoren. Interessanterweise funktionieren Photovoltaikanlagen wirtschaftlicher je weniger sie aufgeheizt sind. Sollte das nicht den Geundgedanken nahe legen, beide Technologien zu kombinieren? (Natürlich so, dass zwar Photovoltaik und Solarkollektor in einem Bauelement arbeiten, aber elektrischer Strom und Wasser dabei nicht miteinander in Berührung kommen.) Dann würde auch der Wärmerückstrahlwert von Solarpanelen wirklich auf ein Minimum reduziert werden und würde zudem stattdessen wirklich nutzbar, etwa für Heizung und Warmwasser, wie es ja bei Kollektoren Gang und Gäbe ist.

Der Mensch ist aber nicht die bestmögliche Anpassung an die Natur. Wäre er das, würde er die Natur nicht übernutzen sondern lediglich nutzen.

Doch ist der Mensch schon. Nur leider so gut, dass der eigentlich einzige natürliche Feind des Menschen der Mensch selbst ist, während es in der Tierwelt für gewöhnlich andere Tierarten sind.

Allerdings ist der Mensch deshalb nicht vollkommen, denn wäre der Mensch vollkommen, wäre es für den Menschen keine Herausforderung im Einklang mit seiner Umwelt zu leben. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Tiere uns dahingehend etwas voraus hätten, aber bei Tieren ist es auch nur wegen der Nahrungskette ausgewogen und weil ihnen die intellektuellen Möglichkeiten fehlen, Problemlösungen auf eine Weise zu entwickeln, die auch über das Niveau von allenfalls einer gewissen sozialen Gruppe hinaus gehen, vor allem aber auch über eine jeweils gegenwärtige Situation. Was den Menschen von der Umsetzung von Problemlösungsstrategien abhält, sind für gewöhnlich nur überbrückbare, weil künstlich geschaffene, kurzfristige wirtschaftliche Interessen insbesondere einiger weniger Egoisten.

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@JTKirk2000

Es gibt insofern einen Unterschied, dass Tiere nicht mehr verbrauchen, als sie benötigen. Eine Kuh ist Gras. Bis Sie satt ist. Und nicht, bis es kein Gras mehr hat.

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@Willwissen100

Sage das mal beispielsweise einem Hund. Hunde kennen so etwas wie ein Sättigungsgefühl nicht, so lange etwas lecker oder entsprechend interessant riecht.

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@JTKirk2000

Der isst, bis er zuckerkrank wird. Dann erledigt sich das Problem. So sterben einige Alpha Hyänen.

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Nein, die Evolution ist unschuldig

Evolution ist kein geplanter Vorgang es ist ein Prozess. Hier von "Fehler" zu sprechen ist schlicht unsinnig. Wenn man mit dem Blick des pseudo Biologen hinschaut, gibt es immer wieder Organismen, die zu schnell wachsen und sich ihren Lebensraum und Ressourcen rar machen. Meist halt nicht so global, aber auch das ist evolutionstechnisch egal. Die Erde wird überleben und wieder ein Gleichgewicht finden. Veränderung ist ständig am laufen und auch das ist Evolution. Nur uns Menschen passt das nicht, weil wir die Verlierer dabei sein könnten. Schon dumm wenn man all dieses Wissen hat und es nicht nutzt. Andere Populationen als der Mensch werden wenn sie viel wachsen zB anfällig für Erreger und häufiger krank (siehe Monokulturen) oder die Vermehrungsrate sinkt wieder vll aufgrund von Ressourcenknappheit. Alles möglich, dass es uns droht.

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