Ist der Mensch ausschließlich egoistisch?

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11 Antworten

Egoismus ist irgendwie eingebaut, für sich und seinen handelt man eher. Das hat ja auch mit dem überleben zu tun. 

Eine Rasse altruistischer Wesen würde nicht lange überleben können, das klingt so zwar böse, aber es heißt ja nicht umsonst "Survival of the fittest" und nicht "Survival of the nicest" (was theoretisch auch klappen könnte aber durch einen einzelnen Egoisten bereits aus dem Gleichgewicht wäre)

Die größten Überlebenschancen liegen nun mal in Täuschung und Egoismus. Der Mensch versucht sich zwar durch die Moral als besser darzustellen, doch im großen und ganzen ist es so. Aber keine Sorge, das macht und nicht zu schlechten Menschen, einfach nur zu Menschen.

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Hängt davon ab, wie weiträumig du egoismus definierst. Kannst du dir eine Situation denken, in der ein Mensch etwas tut, ohne einen geringfügigen nutzen daraus zu ziehen?
Wahrscheinlich nicht, somit kann ein Mensch nicht selbstlos handeln. Das finde ich allerdings unfair. Wenn der erhaltene nutzen wesentlich kleiner ist, als die Kosten, dann finde ich das selbstlos und somit nicht egoistisch. Einem Bettler Geld zu schenken und dafür Dankbarkeit zu ernten finde ich selbstlos, denn der einzige nutzen daran ist, dass das Lächeln des Bettlers ansteckend ist und Lächeln gesund ist. Wenn ein Freund Probleme hat, dann höre ich ihm gerne zu. Ich kann vlt keine Lösung finden und wahrscheinlich ist das zuhören auch nicht interessant, aber zuhören finde ich trotzdem selbstlos, schließlich verspreche ich mir nicht davon, dass er auf einmal glücklich ist, ich dadurch wieder einen fröhlichen Freund habe und auch nicht, dass er mir dadurch zeigt, wie wichtig ich ihm bin. Mir wird das zuhören das Leben nicht leichter machen. Vielmehr gäbe es wahrscheinlich Dinge, die ich eher tun könnte, als die Probleme eines anderen hören. Dinge die mir mehr nützen. Schon die Entscheidung zu treffen, der Person zuzuhören finde ich somit selbstlos.

Wäre dir deine Frage somit zufriedenstellend beantwortet?

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Ich weiß nicht, ob dies dir hilft aber ich habe einen Freund, der mich sehr aufregen kann aber ich liebe ihn als Mensch, daher würde ich zu ihm Abstand nehmen und ihn trotzdem schätzen, weil er ein reines Wesen hat und beim Erziehen eines Jungen war dieser teilweise sehr würend auf mich, weil ich ihm nicht alles erlaubt habe aber mir war seine Zukunft wichtiger als von ihm geliebt zu werden. 

Ja wir sind ständig abhängig von guten und negativen Emotionen aber die Frage ist, weshalb geht es uns gut, wenn wir jemanden glücklich machen? Ist dieser Egoismus wirklich so schlecht? Oder ist gerade das Gute, trotz all dem Leid, was einem Menschen widerfahren kann, nicht kostbar, sodass es egal ist ob wir egoistisch oder altruistisch handeln. Es gibt viele Gründe unehrlich zu sein und doch fühlen sich manche belohnt, wenn sie sozial und ehrlich sind, während andere lügen um auf ihre Kosten zu kommen. 

Unser Gehirn ist auf Belohnung/Bestrafung ausgerichtet, was wir aber als belohnend/ bestrafend erleben ist sehr unterschiedlich.

Wenn jemand übrigens sich nicht bedankt, wenn ich ihm/ ihr die Tür aufhalte, dann werde ich nicht wütend weil ich keine Belohnung erhalte, sondern weil ich mich als Mensch degradiert fühle. Das hat mehr was mit auf gleicher Augenhöhe zu sein zu tun.

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Egoismus ist wohl ein Teil von jedem Menschen, da würde ich zustimmen. Aber keinesfalls glaube ich daran, das alle Menschen NUR das eigene Ego in den Vordergrund stellen. Viele Menschen möchten gern Gutes tun, andere Leute glücklich machen. Rücksicht, Empathie und Verständnis sind auch heute noch gelebte Werte innerhalb der Gesellschaft. 

LG

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Mir ist das mal widerfahren. Also ein kompletter Ego-Verlust. Ich hab eine so tiefe Glückseligkeit in mir gespürt und so viele Dinge wahrgenommen die man gar nicht merkt. Es ist schwer das zu beschreiben, gugel mal Ego-Verlust, erwachen oder All-ein-sein. Das ist an sich ein ziemlich interessantes Thema.

Naja, geendet hat das damit, dass ich in eine Psychiatri zwangseingewiesen wurde. 3 1/2 Monate Aufenthalt und während dessen ein riesen Haufen an Pharmaka schlucken musste... 

Nur weil ich nicht in die Gesellschaft gepasst habe :D Ich habe die Pfleger die mich gefahren habe vor Mitleid ausgelacht und dabei geweint. Mir ging es nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Ich habe die Pfleger bemitleidet, weil es ihr Job war mich einzusperren, weil ich anders als die Norm war. 

Dazu musst du wissen, dass ich in diesem Zustand niemanden verletzt, bedrängt oder von mir, zumindest in meinen Augen, keine Gefahr für die Allgemeinheit ausging. 

Am liebsten würde es dir in einem Ellen langen Text schildern, aber ich habe gerade keine Lust so viel zu schreiben :'D

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Ist man als Mensch überhaupt in der Lage, selbstlos bzw. losgelöst von jeglichem egoistisch orientierten Denken zu handeln?

Natürlich. Wie viele Menschen gibt es, die ihr Leben riskieren, um anderen Menschen das Leben zu retten.

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Nicht nur der Mensch – alle!! Lebewesen sind egoistisch.

Bakterien und Viren besitzen mangels „Baugröße“ zwar kein „Denkorgan“. Bei Planzen kennen wir ebenfalls kein „Denkorgan“! Aber jedes Lebewesen will als Individuum als auch als Art „überleben“. In diesem Sinne ist jedes Lebewesen egoistisch und der Egoismus als solcher im Menschen angelegt.

Andererseits sind Eltern im Normalfall auch Menschen, die gerne teilen und ihren Kindern diese Anlagen auch gerne weitergeben.

Im Grunde ist dies immer eine Gratwanderung des einzelnen, der mal mehr mal weniger „egoistisch“ handelt. Unser Überlebensinstinkt geht sogar soweit, dass wir uns im Alter von Pflegediensten pflegen lassen, obgleich wir eigentlich biologisch gar nicht mehr in der Lage sind, uns fortzupflanzen!

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„Ausschließlich egoistisch“ kann man nicht sagen. Der Mensch hat eine Seele und damit auch spezifisch seelische Bedürfnisse. Beispielsweise kann er - im Normalfalle - keinen in Not geratenen Mitmenschen einfach im Stich lassen. Er ist spontan hilfsbereit, versucht Unglücklichen zu helfen, soweit es in seiner Macht steht - wohlgemerkt: im Normalfalle (es gibt natürlich auch die gewissenlosen, kaltherzigen Naturen).


Auf der anderen Seite muss er auch einen gesunden Egoismus an den Tag legen, schon um zu überleben. Der rein altruistische Mensch, der sich jeden Egoismus abgewöhnt hat, ist auf dieser Welt nicht überlebensfähig. Allenfalls im Kloster kann er existieren; aber da soll es auch Hierarchien geben – hat mit mal ein Kollege gesagt, dessen Bruder Mönch ist.


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Ja, Menschen sind egoistische Wesen, aber nicht alles was sie tun, tun sie um Anerkennung oder Dank von anderen zu bekommen, viele ihrer Taten sind selbstbelohnend.

In wen wir uns verlieben, ist eine andere Geschichte, da spielen sehr viele Faktoren mit, von der Prägung angefangen, bis zu unseren Wünschen ist da alles drin.

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Hallo, :-) es wird Zeit, dass sich da etwas ändert. Stress und eigene Probleme lassen Vieles vergessen. Das Zwischenmenschliche bleibt immer mehr auf der Stecke, Jeder kann den Anfang machen und einfach mal jemanden anlächeln und grüßen. Die meisten freuen sich und es gibt ein freundliches "Hallo" zurück. ♥ :-)

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Hallo.

Die Leute sind anders wie früher.
Meinetwegen früher mußten wir als Kind immer aufstehen im Wartezimmer wenn ältere reinkamen und kein Stuhl frei war.
Wenn ich 71J. in ein Wartezimmer komme zu 99% ziehe alle ihr Handy vors Gesicht oder Zeitschrift, wenn jemand kommt und sag setzen sie sich bitte hier hin, da ist noch Platz. Ich werde dann schon nervös, habe das gar nicht erwartet.

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