Ist der leibliche Vater erberechtigt?

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7 Antworten

Wenn Ihre Frau Alleineigentümerin der Wohnung war und sie ohne Testament verstorben ist, ist die Wohnung (wie der gesamte andere Nachlass) auf die Tochter Ihrer Frau und Sie als Ehemann zu je 1/2 übergegangen (sofern Sie keinen vom gesetzlichen Güterstand abweichenden Ehegüterrechtsvertrag mit Ihrer Frau geschlossen hatten). 

Waren Sie und Ihre Frau zu je 1/2 Miteigentümer der Wohnung, bezieht sich die Erbfolge nur auf die Hälfte Ihrer Frau, so dass nach deren Tod Sie nun zu 1/2+1/4 = 3/4 und die Tochter zu 1/4 Eigentümer wären. 

Ihren Anteil, ob er nun 1/2 oder 3/4 ist, können Sie auf die Tochter übertragen (notarieller Vertrag ist dafür erforderlich) und sich im Zuge der Übertragung ein lebenslängliches Wohnrecht im Grundbuch eintragen lassen.

Wenn die Tochter Ihrer Frau unverheiratet und ohne Abkömmlinge versterben und ihre Erbfolge zuvor nicht testamentarisch anders regeln würde, käme ihr leiblicher Vater zur Alleinerbfolge und würde mithin auch Alleineigentümer der Wohnung (was an Ihrem im Grundbuch eingetragenen Wohnrecht jedoch nichts ändern würde). Wenn das nicht gewünscht wird, sollte die Tochter nach Vollendung ihres 18. Lebensjahres (erst von da ab ist sie unbeschränkt testierfähig) durch Testament bestimmen, wer sie beerben soll (u.U. wird sie Sie einsetzen wollen ?). Wenn sie ihren leiblichen Vater enterbt, d.h. andere als Erben einsetzt, hätte er allerdings einen Pflichtteilsanspruch, der freilich entfiele  a) wenn die Tochter selbst Abkömmlinge haben würde (die dann ihre gesetzlichen Erben sein und den Vater ausschließen würde)  und b) wenn der leibliche Vater vor ihr verstirbt. Vielleicht gibt der leibliche Vater ja auch eine (notarielle) Erklärung ab, dass er auf den Pflichtteil beim Tod seiner Tochter verzichtet; das wäre sicher nützlich und würde die "Gefahr" beseitigen, dass ein etwaiger Erbe  der Tochter bei deren vorzeitigem Tod den Pflichtteils an den Vater (in Geld) zahlen müsste.

Da aber doch nur unter ganz besonderen Umständen die Gefahr besteht, dass die Tochter vorzeitig versterben könnte, sollten Sie beide bis zu ihrem 18. Geburtstag mit der Übertragung des Wohnungsanteils und mit der Errichtung eines Testaments zuwarten. Sonst bestünde mglw. die Notwendigkeit, das Vormundschaftsgericht (Familiengericht) wegen Genehmigung des Übertragungsvertrags einzuschalten.

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In der Frage steckt mehr drin, als Du denkst.

1. Schenkung der Wohnung am besten erst, wenn die Tochter 18 ist, weil sie mit der Schenkung ja auch Pflichten übertragen bekommt.

2. Glück hast Du, weil die Freibeträge auch Stiefkindern zustehen.

3. Den Vater der Stieftochter könnt ihr nicht ausschließen. Die Tochter könnte Dich im Gegenzug zur Schenkung zum Alleinerben einsetzen. Dann bekäme der leibliche Vater im Falle ihres Todes nur den Pflichtteil in Höhe von 1/2.

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sie ist allerdings nicht meine leibliche Tochter.

weiterhin schreibst von deiner Tochter? ist Sie adoptiert? Damit besteht kein verwandschaftliches Verhältnis zum Erzeuger.

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Kommentar von zockerontour
25.01.2016, 11:09

Nein,ist nicht adoptiert sie war 3 jahre alt wo wir uns kennengelernt haben.

Der Leibliche Vater hatte als sie 2 jahre alt war den letzten  Kontakt mit ihr.

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Warum so kompliziert?

  1. Schenke deiner Tochter nach ihrem 18. Geburtstag ganz im Sinne deiner verstorbenen Frau die Wohnung im Zuge der vorweggenommenen Erbfolge,
  2. lass dir ein Wohnungsrecht grundbuchlich eintragen und vereinbare
  3. eine Rückauflassungsvormerkung in eurem Schenkungsvertrag, wonach die Wohnung bei Vorversterben der Schenkungsnehmerin, deine Tochter, wieder an dich zurückfällt, sofern sie kinderlos und unverheirtate verstürbe, wodurch allein  ihr leibl. Vater überhaupt nur zur ihrer Erbfolge gelangen würde :-)

G imager761

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Kommentar von EHECK
25.01.2016, 15:39

und wie soll er etwas verschenken wenn er garnicht der einzige Eigentümer ist?

Si andere Antworten.........

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Oh das sind schwierige Verhältnisse. Wenn der leibliche Vater keinerlei "Rechte" gegenüber der Tochter hat und sie das Sorgerecht und so weiter, dürfe er eigentlich kein Anrecht auf die Wohnung haben. Aber wenn es möglich ist würde ich warten bis die Tochter 18 Jahre alt ist, wenn mich nicht alles täuscht würde es das einfacher machen.
Aber am besten einfach mal den Notar anrufen, der kennt sich da besser aus!

Viele liebe Grüße!

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Als man kann nichts Aufsetzen das er nichts bekommt, bekommen würde er immer seinen Pflichtteil den man nicht umgehen kann. Was man machen könnte bei einen sehr hohen Vermögen einen Gesellschaft grünen (Firma) der alles überschreiben und es als Firmen Kapital laufen lassen.

Das könnte gehen aber ich denke das wird auch nicht so leicht, am besten mal mit einen Anwalt drüber sprechen und sich beraten lassen.

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Kommentar von sergius
25.01.2016, 13:35

Das ist gequälter Unsinn - es geht um eine Wohnung, nicht um eine Firma

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Und wenn Du Deine Stieftochter adoptierst.

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