Ist der Kunde wirklich immer König?

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4 Antworten

Also im Bekleidungsgeschäft kann es sein, dass Kunden sich verschiedene Teile ansehen - dazu müssen sie sie auffalten - und nicht in der Lage sind, sie wieder genauso zusammenzufalten. Ich kann das auch nur auf dem Bügelbrett und nicht halb in der Luft oder über einem Stapel Kleidung.

Ob der Kunde König ist hängt immer vom Geschäft, den Mitarbeitern und den Kunden ab!

Früher war es mal verbreitet, dass man in einen Laden kam, ein paar Verkäufer sich unterhielten und auch nicht aufhörten, wenn man eine Frage hatte, so dass man selbst seine Sachen zusammensuchen musste oder achselzuckend wieder ging. Da war der Job so sicher und der Kunde so unsicher, dass man sich das erlauben konnte (60er/ 70er Jahre).

Heute ist es oft umgekehrt: Der Verkäufer wird zu teilweise lächerlichem Verhalten gezwungen - z.B. jeden Kunden anzulächeln etc. - durch das er einen Groll auf Kunden bekommt. Dazu kommt natürlich noch das Problem, dass Kunden sich vor Ort beraten lassen und im Internet kaufen oder in einem Laden beraten lassen und im anderen kaufen. Ich fände eine kleine Beratungsgebühr nicht schlecht; so hätte jeder etwas davon. Keine übertrieben teure, aber vielleicht 5 bis 10 € pro Beratung, je nachdem, wie lange sie ging. Eine einzige Frage zum Produkt sollte aber kostenlos bleiben; schließlich muss man auch mal überprüfen dürfen, ob das Produkt überhaupt für einen geeignet ist.

So weit ich das als Kunde beobachte, sind Kundenkontakte in Läden meist freundlich von beiden Seiten. Was ich auch schon beobachtet habe: In teureren Boutiquen oder Ketten sind einige Verkäuferinnen sehr arrogant. Eine Freundin von mir spielt Bass und überlegte mal, sich in ihrer Studentenstadt einen Bass zu kaufen. Sie ging in ein teures Musikgeschäft und fragte nach Bässen. Meine Freundin zieht sich eher nachlässig an und bekam als Antwort nur "Die kosten aber über 2000 €! Ja, das wusste sie, hätte sie auch ausgeben können, aber so verließ sie einfach den Laden wieder, weil man sie offenbar nicht als Kundin wollte.

Ich war in dem gleichen Geschäft, als ich anfing, Geige zu lernen und noch Notenlesen lernte, und wollte mir ein Songbook kaufen. Mir wurde gesagt, dass ich das vermutlich nicht verstehen könne und dann zeigte man mir irgendwelche Klaviernoten mit mehreren Akkorden und fragte, ob ich das lesen könne. Da ich noch nie mehr als eine Note gleichzeitig auf der Geige gespielt hatte, konnte ich das nicht und sie schickten mich ernsthaft wieder raus! Die Motivation, etwas zu verkaufen, schien nicht so groß zu sein, wenn nicht der gut gekleidete Musikkenner dort auftauchte. Als Kunde gehe man natürlich nie wieder in so einen Laden.

Man muss als Verkäufer schon darauf achten - finde ich jedenfalls - dass man zu jedem Kunden freundlich und hilfsbereit ist, auch zu denen, die nicht zum Kreis der Lieblingskunden gehören. Natürlich möchte man z.B. als Buchhändler Leute, die mit einem die neusten Romane besprechen können, aber wenn einer, der nie freiwillig liest, eine Schullektüre kaufen möchte, muss der auch freundlich bedient werden. Passiert das nicht, kauft der demnächst nur noch im Internet.

Wie gesagt, die meisten Kunden und auch Verkäufer geben sich meinen Beobachtungen zufolge Mühe, einen guten und freundlichen Umgang miteinander zu pflegen. "Der Kunde ist König" kann aber Bekleidungsbereich bedeuten, dass man nicht kritisch über seinen Geschmack oder seine Figur redet (Blicke und Andeutungen gehören dazu) und ihm im besten Falle das Gefühl gibt, eine gute Wahl (mit Verkäuferhilfe) getroffen zu haben und jetzt in den neuen Kleidungsstücken besser auszusehen. 

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Kann es sein, dass du nen falschen Link eingestellt hast? ;)

Dann: Die Aussage "Kunde ist König" ist inzwischen veraltet. Vor allem im B2B-Bereich gilt eigentlich: "Der Kunde ist Partner".... Aber auch im B2C Bereich, auch im Einzelhandel, wie bei euch, finde ich, dass man den Kunden nicht übertrieben in den Himmel heben muss.

Ja, der Kunde bringt das Geld... Aber das tut ja nicht jeder Kunde. Und diese genannten Kunden schaden eher, als dass sie was bringen. Sie "verwüsten" den Laden, das macht den Laden für andere Kunden unattraktiver... Im Gegenzug bringen sie aber kein Geld...

Also ich bin der Meinung, solche Kunden braucht man auch nicht als "König" zu behandeln...

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Vollposten gib es überall! Auch unter Kunden die meinen alles wollen zu haben. Dennoch stimmt es leider nun mal, dass Deutschland eine Servicewüste ist. Erlebe es gerade mit DHL, da fragt man sich echt ob der Sinn deren Kundenservice ist, die Kunden als Trottel anzusehen. Aber nicht nur DHL ist so.

Was aber Service mit Rentenanpassung zu tun hat, ist mir ein Rätsel

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haha ob sie denken... das war gut xD.

Ich habe mal dein Artikel nicht gelesen. Aber ich wäre da eigl immer etwas frecher. Klar wirst du bezahlt Kunden zu bedienen aber es ist eigentlich auch deine Aufgabe Störenfriede zu vertreiben. Und wer mir frech kommt stört mich und ist ein Störenfried.

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