Ist der Konsum von Fleisch ethisch zu rechtfertigen?

Das Ergebnis basiert auf 19 Abstimmungen

Ja weil... 68%
Nein weil... 21%
Teilweise weil... 10%

28 Antworten

Ja weil...

Der Verzehr von Fleisch ist ethisch völlig unbedenklich.

Problematisch ist allerdings die Erzeugung von Fleisch. Hier gibt es unhaltbare Zustände. Die bekommt man aber nicht gelöst, wenn man den Fleischkonsum an sich verteufelt.

Fleischesser sind Teil des Problems, also müssen sie auch Teil der Lösung sein. Das gelingt aber nur, wenn man keine Fronten aufbaut. Hier hilft nur Aufklärung ohne moralische Keule.

Es ist leider noch nicht möglich, den Fleischkonsum aus Quellen zu befriedigen, die moralisch unbedenklich sind. Nicht alle haben die Mittel, das teurere Fleisch aus guter Quelle zu bezahlen.

Ein Senkung des Konsums ist sicher erforderlich, aber das muß aus dem Antrieb eines jeden kommen und nicht per Dekret von moralischen Blockwarten. Also diese gerieren sich manche bei diesem Thema. Das schadet mehr, als das es nutzt.

Sachlich, informativ, partnerschaftlich... nur so können wir das Problem erfolgreich angehen.

Nein weil...

es Alternativen gibt, bei denen keine oder zumindest weniger schmerzempfindsame Lebewesen getötet werden.

Auch die Freiheit von höher entwickelten Lebewesen wird massiv eingeschränkt.

Es gibt im Prinzip auch keine ethischen Rechtfertigungen. "Das ist ethisch, weil..." Was soll dieses weil sein? Es kann nur lauten "... weil keine ethischen Regeln verletzt werden."

Es gibt keine proaktive Rechtfertigung. Etwas ist ethisch, wenn es nicht nicht ethisch ist.

Ja weil...

ich mich im Großen und Ganzen der Antwort von tevau anschließe. Es geht um die Frage, wie bewusst wir überhaupt konsumieren. Es geht dabei nicht nur um unseren Umgang mit Tieren und Pflanzen. Es geht vor allem um unseren Umgang mit uns Menschen untereinander. Wie kann man Rücksicht gegenüber Tieren erwarten, wenn das Lebensrecht von Menschen genauso mit Füßen getreten wird? Wenn Menschen aus religiösen oder ideologischen Gründen abgeschlachtet, aus ihrer Heimat vertrieben werden, weil irgendwelche idiotischen Ideen durchgesetzt werden. Da hat sich seit 2000 Jahren nichts geändert.

Allerdings bin ich der Meinung, dass nur eine Moral Aussicht auf breite Akzeptanz hat, die sich realistisch am Leben orientiert. Leben ist Stoffwechsel. Tiere fressen Planzen. Pflanzen manchmal auch Tiere. Tiere fressen Tiere und der Mench, biologisch ein Tier, isst fast alles, was er meist durch Kochen oder Braten vorveredeln kann. Die Frage ist weniger das ob sondern das wie. Das wie entscheidet für uns selbst, ob wir dabei für den Umgang untereinander und mit der Natur mehr verrohen oder respektvoller werden. Das ist ein Prozess und die Geschichte des Menschen im Umgang mit sich selbst und der Natur lässt keinen sprühenden Optimismus zu. Forderungen, die übers Ziel hinausschießen, schaden eher. Es steht jedem frei, seine Entscheidungen dazu zu treffen, auch Freunde für diese Einstellung zu werben. Wer dabei allerdings übertreibt, darf sich nicht wundern, wenn er das Gegenteil erreicht.

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Hallo liebe Community,

das ist wohl eher eine Diskussionsfrage, aber ich finde das Thema wirklich spannend. Inzwischen verdient mein Freundeskreis nach abgeschlossenen Ausbildungen/Studien recht gut, aber auch mit dem Geld, das sie verdienen, ändert sich eines nicht: Geiz, wenn es um das Bezahlen von Lebensmitteln geht!

Mein bester Kumpel hat sich für den Sommer jetzt tatsächlich so einen riesen Weber-Grill für 900€ geleistet - er hat ja jetzt schließlich Geld und der passt auch gut auf seine Terasse. Vorgestern waren wir dort zum Grillen und was legt er drauf? Nackensteaks von der Marke "Ja" (ich glaube, das ist von Rewe?).. und erzählt stolz, dass er die 600g für unter 4€ bekommen hat.

Ich verstehe sowas einfach überhaupt nicht. Ich kann verstehen, wenn man aus Geldnot heraus manchmal etwas minderwertige Produkte kauft, aber so ein Verhalten ist für mich nur noch schizophren. Ich hab ihm das scherzhaft (aber direkt) gesagt und dann entstand eine große Diskussion, bei der wir auf den Konsens gekommen sind, dass die meisten von uns beim Essen-Einkaufen viel geiziger sind als bei allen Elektro-Produkten, Klamotten oder sonstwas. Auch ich selbst schau immer sehr genau auf dem Preis beim Gemüse.

Ist das bei euch auch so? Und vor allem: WARUM? Wo hat man das gelernt, gibt es irgendeinen Grund dafür? Vielleicht, weil sowieso alles gleich "aussieht" und trotzdem das Dreifache kostet? Bei Elektro-Produkten beispielsweise merkt man das ja sofort an der Technologie und dem Funktionsumfang. "Schlechtes" Essen macht sich erst über längere Zeit am Körper bemerkbar. Vielleicht ist das ein Grund?

Was meint ihr?

Danke für eure Meinung und schönen Sonntag :D

Tailor Durden

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