Ist der Kommunismus für die Auflösung der Familie?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, das ist so.

Die Familie ist die kleinste Zelle der Gesellschaft.

Ziel der Ideologie ist, die Kinder möglichst früh unter staatliche Kontrolle zu bekommen, um sie in sozialistischem Sinn erziehen zu können: Alle sind gleich, kein Individualismus. An der Toiletten der DDR-Kindergärten waren keine Türen. Alle mußten gemeinsam zu Toilette gehen usw.

Die Eltern sollen als Werktätige dem Gemeinwohl dienen, nicht zu Hause Kinder erziehen.

Die heute angestrebte Form der Ganztagsschule und Krippenplätze für alle Kinder liegen auf der gleichen Linie.

Die Frage bezog sich aber auf das kommunistische Manifest. Was hat das mit der späteren DDR zu tun samt deren pädagogischen Theorien?

 

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Die Punkte Religion und Familie mögen im kommunistischen Manifest am Rande auftauchen. Keinesfalls aber rangieren dort so beiläufige Aspekte wie Auflösung von Religion und herkömmlicher Familie als ebenbürtige Ziele neben der klassenlosen Gesellschaft. Solche Ordnungssysteme konstruieren gewöhnlich Religionslehrer in ihrer Fantasie.

Neeein, das Ziel des Kommunismus ist nicht die Auflösung der Familie im allgemeinen, sondern die Auflösung der vorhandenen (Bedenken: Manifest = 1848) Form der Familie. Das heißt Vater den ganzen Tag auf der Arbeit, Mutter zuhause am arbeiten oder Arbeit, Kind alleine und keine gerechte Bildung.

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