Ist der Kindergarten vor der Schule wichtig für Kinder?

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18 Antworten

Ich bin Grundschullehrerin und habe mit Kindern die nicht den Kindergarten besuchten noch nie einen reibungslosen Anfang gehabt. Sie konnten sich nicht auf die große Gruppe einstellen, sich nicht durchsetzen oder probierten die Tyrannen-Nummer. Ihre Feinmotorik war unterentwickelt, genau die die Grobmotorik. Sie waren sprachlich weniger entwickelt. Sie waren verwöhnt, eigenwillig oder übertrieben ängstlich. Wenn sich diese Kinder dann in der Schulgemeinschaft nicht wohlfühlten, waren natürlich wieder mal die Lehrer schuld... Ich finde es unverantwortlich, Kinder den Sozialisationsgruppen fernzuhalten! Man nimmt ihnen damit die Chance zu zeigen, was sie drauf haben. Aber Kindergarten ist kein Allheilmittel für alle Entwicklungs- und Erziehungsprobleme! Die Eltern müssen mitfördern, sonst kann auch der Kindergarten oder die Schule nix mehr machen.

Ich finde das auch ganz wichtig für die Kinder! Dort lernen sie sich in einer Gruppe zu verhalten und sich auch mal zurück zunehmen. Außerdem tut den Kinder auch der Abstand zu den Eltern gut, das wird doch sonst für alle Beteiligen ganz schwer, wenn sie dann in die schule kommen. Sie lernen das Miteinander mit anderen Kindern und Erwachsenen in einem Umfeld, das nicht Familie oder Freunde sind, auf andere Erwachsenen zu hören und werden auch selbständiger.

Auf jeden Fall, weil sie im Kindergarten z.B. lernen können, sich in eine größere Gruppe Gleichaltriger einzufügen und dort eine bestimmte Rolle einzunehmen. Sie werden dort gezielt auf die Schule in den unterschiedlichsten Kompetenzbereichen vorbereitet. Sie lernen, selbständig zu handeln, Interessen und die eigene Meinung zu vertreten, aber auch mal zurück zu stecken, sich gegenseitig zu akzeptieren etc. Dein Kind wrid also viel lernen und Erfahrungen machen, welches es im Familienleben vielleicht nicht machen kann. Meiner Meinung nach muss ein Kind nicht ab dem 3. Lebensjahr in den Kindergarten gehen. Es reicht auch mit 4 Jahren. Dann ist es auf jeden Fall gut auf die Schulzeit vorbereitet und der Übergang wird dadurch auf jeden Fall erleichtert. Ich spreche aus Erfahrung, weil ich Erzieherin bin. Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen :-)

Ich bin auch Erzieherin und habe meine Kinder nicht in den Kindergarten geschickt. In der Schule ging es äußerst langsam voran, weil einige Kinder erst mal lernen mußten, wie man einen Stift hält (!). Viele konnten keine Schleife, konnten nicht stillsitzen, kannten Unterschied zwischen "mein" und "dein" nicht, und das Sich-einfügen in eine Gruppe äußerte sich darin, daß sie wie eine geschlossene Horde über andere hergefallen sind.

Es gibt auch sehr negative Gruppenerfahrungen, die durch Gruppendynamik entstehen. Kinder müssen lernen, nein zu sagen.

Lernen tun die Kinder hauptsächlich böse Wörter und rüpelhaftes Verhalten, das sie von andern Kindern abschauen - das ist wie mit der Gesundheit, die steckt nicht an, aber Krankheit.

Ich spreche aus Erfahrung, weil ich Mutter bin.

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@heikephs

Man muss aber auch mal feststellen, dass auch einige Kindergärten nicht korrekt arbeiten. Dazu kommt, das auch nicht alle Eltern perfekt sind. Ist so. Da gibt es Haushalte, die haben ein Buch - den ADAC Straßenatlas. Es gibt auch immer noch etliche Kinder, die nur ein halbes Jahr oder einJahr im Kiga waren. Es gibt auch Lehrer, die eine Gruppe nicht gut führen. Aber das soll alles kein Grund sein Kinder nicht in den Kiga zu schicken.

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@meribor

Schickt man sie in den Kindergarten, lernen si schon dort diverse Schimpfwörter und komische Verhaltensweisen; wenn man das vermeiden kann, dann sollte man es.

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