Ist der Herstellungsprozess für Transglutaminase 2 im Prinzip derselbe wie bei Laktase?

2 Antworten

Nein, dass sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Die Glutenunverträglichkeit ist ein immunologische Erkrankung, bei der das Immunsystem sozusagen auf das Klebereiweiß reaiert und so eine Entzündung der Darmschleimhaut mit zunehmender Zerstörung der Zotten entsteht. Als Zeichen dieser Autoimmunreaktion lassen sich Antikörper unter anderem gegen das Enzym Transglutaminase nachweisen. Die Glutenunverträglichkeit beruht aber eben nicht auf einem Mangel an diesem Enzym.

Es geht auch überhaupt nicht um Zöliakie. Deswegen hilft mir deine Antwort leider gar nicht weiter. Aber danke für den Versuch.

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@Mirarmor

Trotzdem gibt es den Rückkopplungsprozess eben nicht in vergleichbarer Weise, und eine Glutenintoleranz kann durch glutenfreie Diät nicht induziert werden. Das ist auch genetisch ein komplett andere Kiste, weil sich die Menschheit schon immer von Getreide ernährt hat, aber eben erst seit ein paar Tausen Jahren von Milch...

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@Mirarmor

Transglutaminase ist ein Enzym, das zur Vernetzung von Eiweißen nötig ist und im Gewebe (Gewebstransglutaminase) z. B. für die Verklumpung von Gerinnungsfaktoren zuständig ist. Sein Funktion ist die Übertragung Glutamin-Resten (deswegen "Glutaminase") auf Amine. Das hat mit der Gluten erst mal überhaupt gar nichts zu tun. Deswegen macht es auch überhaupt keinen Sinn, das Gluten-Zufuhr irgendeinen Einfluss auf die Expression von Transglutaminase haben sollte.

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@Gaunerpapi

Meinen Recherchen nach hat die TG2 tatsächlich sehr viele Aufgaben im Körper und befindet sich auch in vielen verschiedenen Geweben und Organen.

Nichtsdestotrotz ist die Verdauung von Gluten (im Darm) sehr wohl eine ihrer Aufgaben.

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@Gaunerpapi

Es existiert die Aussage eines Ökotrophologen, der von komplettem Verzicht abrät, weil das die Verträglichkeit von Gluten herabsetzen würde. Es gab aber keine Aussage dabei, ob das temporär oder dauerhaft der Fall sei.

Und ich vermute, alle Enzyme im Körper werden durch diese Rückkopplungsprozesse gebildet: Mehr entsprechendes Substrat, mehr Herstellung von Enzym.

Mir ist jedenfalls noch bei keinem Enzym ein anderer Mechanismus bekannt geworden.

Deine Begründung mit der Geschichte der Menschheit (die ich jetzt inhaltlich gar nicht werte) lässt mich vermuten, dass du biochemisch nichts darüber weißt, wie und wann TG2 hergestellt wird?

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Hallo Miramor,

zu dieser speziellen Frage wendest du dich am besten an die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft www.dzg-online.de). Ich denke, dass die dir hier weiterhelfen können.

Liebe Grüße, Doris

Hallo.

Danke.

Es geht zwar um Prozesse, die auch im Gesunden stattfinden, aber du hast recht, vielleicht haben die Wissen dazu.

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