Ist der Glauben wichtig?

... komplette Frage anzeigen

32 Antworten

Ich bin nicht religiös aufgewachsen und habe den Glauben an einen Gott nie vermisst.

Glaube war in früheren Zeiten sinnvoll (z. B. als Trost), als man noch nichts oder fast nichts über die Ursachen natürlicher Erscheinungen wie z. B. Krankheiten und Tod wusste und alles Unerklärliche Gott oder dem Teufel zuschrieb.

Wenn ich in eine Kirche oder Moschee gehe, dann nur zum Anschauen, denn Kirchen und Moscheen sind oft sehr schön gestaltet.

Es ist mir aber peinlich, hineinzugehen,wenn sich in der Kirche/Moschee gerade Betende befinden. Da fühle ich mich ein wenig wie ein Badehosenträger am FKK-Strand (oder umgekehrt).

Ich habe auch immer ein ungutes Gefühl, wenn jemand als "tief gläubiger Mensch" besonderen Respekt von seinen Mitmenschen verbindet.

Ich empfinde das so, als würde sie/er sagen: "Ich glaube fest daran, dass 2x2 gleich 5 ist, und ich erwarte, dass dieser Glaube respektiert wird."

Dass selbst Gläubige noch einen Rest Skepsis haben, siehst Du an dem Satz: "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott." Im Umkehrschluss heißt das: Wenn ich mir nicht helfen kann, kann (und tut) es Gott auch nicht.

Da helfe ich mir doch lieber gleich selbst und verzichte auf Gottvertrauen.

Ähnlich der Satz: "Gottes Wege sind unerforschlich." Das heißt, die Gläubigen einschließlich Priestern, Papst und Theologen, haben keine Ahnung, ob Gott (an den sie glauben oder wenigstens so tun) Gebete beachtet, erhört und ggf. helfend beantwortet. Kann sein, kann nicht sein - der Zufall regiert.

Und wie viele Milliarden Male ist schon gebetet worden: "Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was Du uns bescheret hast." Gekommen ist er kein einziges Mal (das verdrängen die Gläubigen meistens), also scheinen ihn (falls es ihn geben sollte) diese Gebete nicht sehr zu interessieren.

Mir konnte bisher noch kein Gläubiger oder Priester die Frage beantworten, wie man als gläubiger Mensch eine eigene Idee von einer göttlichen Eingebung unterscheiden kann.

Wenn Du nicht an Gott glaubst, dann bleib dabei und zeige den Gläubigen, dass man auch ohne Gott ein guter, liebevoller, hilfsbereiter und erfolgreicher Mensch sein kann.

Man kann einem anderen Menschen aus eigener Entscheidung helfen, ohne sich dabei auf "christliche Nächstenliebe" berufen zu müssen.

Wenn Du das schaffst, wirst Du Gott nicht vermissen, und wenn Dir jemand etwas von "unseren christlichen Werten" vorsäuselt, dann hör weg oder sage offen: "Meine Werte sind das nicht!"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde mal sagen, dass die Frage falsch gestellt ist. Nach dem was du ausführst, müsste die Frage eigentlich korrekt heißen: Ist der Glaube an einen christlichen Gott wichtig, oder ist der in der röm. katholischen Kirche als Dogma festgehaltene Glaube mit Lebensvorschriften und Sünden- und Schuldbewusstsein wichtig. Antwort: Wenn das Dir Angst macht und offensichtlich die ganze röm. kath. Drohkulisse auf Dich eingewirkt hat, dann ist das sogar schädlich.

Wenn aber die Frage heißt, und das schwingt bei Dir mit, ist Glauben wichtig, dann ist damit ein unterschwelliges Gefühl angesprochen, dass wir auf Glaubens- und Vertrauensverhältnisse angewiesen sind. Erst recht in unserer modernen, total arbeitsteiligen Wirtschaft, in der z.B. niemand mehr seine Lebensmittel selbst herstellt ohne Vorprodukte. Wenn Du mit dem Einkaufswagen durch einen Supermarkt gehst und Produkte aus aller Herren Länder in den Korb füllst, vertraust Du darauf, dass sie alle so hergestellt sind, dass sie Dir bekommen. Im Straßenverkehr vertraust Du darauf, dass sich alle an die Regeln halten usw.. Dass das mit dem Wissen eine wackelige Sache ist, ahnen wir schon unterschwellig, auch wenn wir nicht bei Karl R. Popper nachgelesen haben, dass es ein sicheres Wissen nicht geben kann.

Diese grundlegende Art von Glauben und Vertrauen muss man allerdings trennen von den festgeschriebenen Bekenntnissen religiöser Konfessionen. Sonst tappt man in die Falle: Irgendwie glaubt man doch schon - und haben die dann nicht doch recht. Richtig ist, dass unsere Sicht der Welt eine gemeinschaftliche Interpretation ist. Nicht richtig ist, dass die christliche Sicht auf die Welt die einzig mögliche und richtige ist. Das ist der Unterschied. Wenn man sich darüber klar geworden ist, kann man auch in Kirchen gehen, die ja teils auch Kulturgüter darstellen. Den Ideen, die dann evtl. hochgespült werden, muss man mit einem NEIN - SO NICHT entgegentreten. Sich damit auseinanderzusetzen ist sinnvoll, denn ohne das kommt man nicht zu einem umfassenden Verständnis unserer Kultur. Das aber wäre eine Selbstamputation und schade.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LSSBB
11.03.2014, 09:54
Im Straßenverkehr vertraust Du darauf, dass sich alle an die Regeln halten usw.>

Ein sehr schöner Vergleich!

Es ist erwiesen, das in Ländern, in denen faktisch keine oder nur rudimentär vorhandene Verkehrsregeln existieren, weniger Unfälle geschehen als in durchorganisierten und bis auf das letzte "my" geordneten Staaten und Organisationen - auch und v. a. in den ADAC-Ländern :-)!

Das sollte auch auf das angefragte Thema bezogen werden!

1

Es ist schlimm, dass du dadurch ein schlechtes Gefühl bekommst.

Du kannst dir allerdings nichts selber vormachen. Wenn du daran nicht glaubst, dann glaubst du daran nicht und musst das beste daraus machen.

Das schlechte Gefühl kann nur von außen bei dir bewirkt werden, denn du bist mit deinem Nichtglauben zufrieden. Man ist mit seiner eigenen Einstellung immer zufrieden. Man ist seine eigene Einstellung.

Unmut wird immer von außen herangetragen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also, ich finde, der Glaube ist wichtig. Denn er eröffnet uns einen Blickwinkel auf unser Leben und diese Welt, der viel weiter ist als jeder andere. So ungefähr nach dem Liedtext von Reinhard Mey "...und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein." (aus "Über den Wolken").

Allerdings muss man durchaus unterscheiden zwischen Glaube an Gott einerseits und Kirche andererseits. Furcht vor "der Kirche" kommt vielleicht von der Erinnerung an Zwänge und Bevormundung (du musst, du sollst ,du darfst nicht).

Bei Jesus Christus gibt es diese Bevormundungen nicht, sondern nur Gebote und Angebote, die uns das Leben hier und den Weg zu ihm erleichtern sollen, z.B. (Mt. 11, 28-30): "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erfrischen. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht."

Vielleicht nimmst du das zum Anlass, mal im Original nachzulesen, welche Angebote der Glaube an Jesus Christus für dich bereithält (ganz ohne Kirche), z.B. hier (einfach mal durchlesen und sacken lassen):

http://www.bibleserver.com/text/GNB/Johannes1

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von RanjitHuber
12.03.2014, 22:19
Bei Jesus Christus gibt es diese Bevormundungen nicht, sondern nur Gebote und Angebote,

Jesus wird in den Evangelien eindeutig zitiert. Wer ihm nicht folgt, soll demnach ewig in der Hölle brennen. Wer die netten "Angebote" also nicht annimmt, hat schon verloren.

Hälst du das wirklich für ethisch fortschrittlich?

1

Was genau meinst du denn mit "du bist in der katholischen Religion"??

Es gibt viele Christen, die nie die Kirche von Innen sehen, denn Kirche ist nur ein Menschgemachter Apparat, eine Gelddruckmaschine. Der Glaube ist eine persönliche Angelegenheit. Ich habe noch nie von jemandem gehört, er sei religiös aber nicht gläubig.

Dann entsage eben der Religion. Wenn du keinen Gott und keine Verdammnis fürchtest, ist es doch einerlei. Eine Religion ist so schon ein schwer zu rechtfertigendes Produkt, denn es benutzt den Glauben der Mitglieder um diese zu manipulieren und, naja meistens, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Religionen sind menschgemacht, irgendwelche Leute entwickelten Religionen um sich andere zu Willen zu machen. Das hat nichts mit Glauben zu tun, der Glaube ist frei...Religionen sind hingegen eine Sammlung von Vorschriften die nicht von einem Gott stammen, sondern von begierigen Herdenführern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich möchte es mal so umschreiben - glauben heißt "nicht wissen".

Glauben ist demnach eine andere Bezeichung für annehmen bzw. raten.

Man kann nicht alles wissen, manche sachen muß man annehmen.

Nur was man dann annimmt, das kann man sich schon noch eine Runde überlegen und versuchen, unter Einbeziehung und vernünftigem Überdenken aller zur Verfügung stehender Anhaltspunkte, die man erlangen kann, zudem unter Einbeziehung einiger Gedanken der Glaubwürdigkeit dieser Quellen so gut als möglich zu raten.

Das ist wichtig, denn man kann z.B. nur annehmen, geliebt zu werden, man kann es letztlich niemals wissen, da man den genaueen Hormonzustend des Gegenüber nicht zu ergründen in der Lage ist. Also muß man raten, unter Zuhilfenahme äußerer, erkennbarer Anhaltspunkte, die man sogar begründen kann. Wunschdenken und der Faktor Trost ist hierbei ein schlechter Ratgeber.

Man muß dann also nicht jeden Unsinn annehmen, man kannn schon versuchen, so nahe wie möglich an einer vernünftigen Möglichkeit zu beliben.

Also Tarotkarten und Kristallkugelweisheiten z.B., wie vernünftg ist das schon. Auch die Zahnfee scheidet letztlich vernünftig betrachtet eher aus.

Und wenn wir schon dabei sind, ein dreigeteiltes Überwesen, unsichtbar und trotzdem doch aussehend wie ein Mensch, wie vernünftig kann das schon sein, zumal auch die Glaubwürdigkeit der hierzu erreichbaren Quellen mehr als dürftig ist.

Dass Du Dich vor der Kirche fürchest, naja, das ist eine rein emotionale Angelegenheit. Ich selbst fühle mich da drin auch nicht gerade geborgen, wenn ich mal anstandsweise in eine rein muß. Kalt, oft düster, die Architektur mit einigen Stilmitteln darauf ausgerichtet, dass man sich ehr unwohl fühlt, es muffelt zudem zumeist nach verstaubten Ecken (und verstaubten Gedanken), unbequem allemal auch und irgendwelche selbsternannten Schamanen schwurbeln irgendwelche komischen und wirren Sachen, die sie sich ausgedacht haben und die ein vernünftig denkendes Wesen entweder schmunzeln lassen und/oder auf die dann eher der Begriff Facepalm zutreffend ist, zudem mit einem Pathos, dass man leicht erkennen könnte, dass außer Pathos nicht viel Inhalt sein kann - es ist so ein bischen wie vor Gericht, die Atmosphäre ist auch nicht witzig, nur ohne Pathos, dort will man ja bei der Wahrheit bleiben - aber auch dort ist es nicht die Idee, dass man sich wohlfühlt.

Das ist also pue Absicht, durch einfache Handhabung einiger psychologischer Tricks.

Ist also verständlich, ja sogar gewollt so von den Urhebern.

Das schlechte Gefühl, genau darauf ist das Ding ausgelegt, das ist der Sinn eines Kirchenbaus - deren Geschäftsidee zudem. Die wollen Dir ja verkaufen, dass Du fürchterlich schlecht bist und nur sie die Abhilfe dazu sind. Das geht nicht mit Wellness, das geht nur mit dem Gegenteil.

Würden die da mal ein paar Sessel aufstellen und mal lüften, sich mal über normalses Zeugs auf normale Weise, ohne Pathos und Geschwurbel auslassen, sich normal anziehen, den vorwurfsvollen Blick unterlassen und Weizenbier ausschenken, wär schon viel geschafft......

Also ich geh da auch nicht gerne hin und nur, wenn es aus gesellschaftlichen Gründen unumgänglich scheint. Und dann hab ich ein paar kleine Tricks für Dich.

1.) Nimm Dir ein Sitzkissen mit. Ganz wichtig, das macht es gemütlicher.

2.) Bleib sitzen. Das ewige Aufstehen, Setzen, Aufstehen.... das könne die auch sicher alleine machen, man ist ja schließlich nicht im Turnunterricht, man geht da ja gezwungener Maßen rein.

3.) Vermeide das Niederknien. Unbequemer geht sind, sollen die selber machen, die das wollen.

4.) Nimm Dir ein Buch mit über etwas, dass Dich interessiert. Dadurch siehst Du gelöst und gelassen aus und es vermeidet das Augenrollen.

5.) Nimm Dir etwas Getränk mit, Staub macht durstig. Zudem süffelt der da vorne auch was und gibt nichts ab.

6.) Solltest Du lange Haare haben, ein mp3-Player kann man dann auch benutzen, ansonsten fällt es zu sehr auf und ruft das Mißfallen derer hervor, die das Geschwurbel für bare Münze nehmen, denn weißt Du, es ist nicht gerade deren Stärke, andere Lebensplanungen als ihre eigene vorbehaltlos zu akzeptieren.

7.) Schau, dass Du ganz hinten sitzt, dann kannst Du Dich, wenn es trotz alledem genug ist, leichter verkrümeln.

8.) Wenn Du reingehst, dann werde Dir der Tatsache bewusst, dass das unbequeme Gefühl eine Mischung aus Deiner dennoch leicht vorhandenen Fehlindoktrinierung und gewollter äußerer Einflüsse ist, die Dich dort überkommen könnte.

Auf diese Weise ist auch ein Kirchenbesuch bei gleichzeitiger Innehaltung geistiger Zurechnungsfähigkeit auf allen Gebieten, vor allem unter Beibehaltung des Realitätssinnes etwas leichter zu bewerkstelligen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LSSBB
13.03.2014, 07:09

Herrlich!

0

Für Christen besteht ein wesentlicher Sinn bzw. der Hauptsinn des Lebens darin, Gott zu suchen und zu finden (vgl. Jeremia 29,13) und an ihn zu glauben. Genau das würde ich dir empfehlen: Beschäftige dich doch einfach mal mit dem Gott, an den du glaubst. Du hättest, außer etwas Zeit, nichts zu verlieren, laut der Bibel aber ganz viel zu gewinnen...

Die Bibel lehrt nicht nur, dass der Glaube auch in dieser Welt eine Hilfe und Stütze ist, sondern weit über dieses Leben hinausreicht und dafür entscheidend ist, nach dem Tod zu Gott zu kommen und ins ewige Leben einzugehen.

Wenn du dich in katholischen Kirchen unwohl fühlst und Angst hast, wäre vielleicht eine freikirchliche Gemeinde etwas für dich. Schau dir einfach mal verschiedene Gemeinden ganz unverbindlich an. Vielleicht gefällt dir eine Gemeinde besonders, in der die Menschen freundlich sind, eine bibeltreue Lehre stattfindet usw.

Als Christ glaube ich daran, dass die Bibel Gottes Wort ist (vgl. 2. Tim. 3,16). Dafür gibt es viele Gründe. Ein wichtiger Punkt, der für die Bibel spricht, ist z.B. der Bereich "erfüllte Prophetie". Hunderte von Prophezeiungen haben sich im Laufe der Zeit erfüllt, kein anderes Budh der Welt kann auch nur annähernd mithalten. Das zeit u.a., dass die Bibel mehr als nur ein Buch ist. Weitere Infos darüber, warum die Bibel Recht hat, auf der sehr empfehlenswerten Seite: http://www.gottesbotschaft.de/?pg=3048

Die Bibel sagt, dass Jesus Christus auferstanden ist. Durch die Geschichte hindurch und bis zum heutigen Tage, glaubten die meisten Wissenschaftler, die sich mit den Umständen der Auferstehung auseinandergesetzt haben, dass Jesus wirklich lebt. Der verstorbene Simon Greenleaf war ein Experte in Fragen über Rechtsgrundlagen. Nachdem er sich mit den Beweisen für die Auferstehung auseinandergesetzt hatte, kam er zu dem den Schluss: „Also war es unmöglich, dass sie, was sie geschrieben hatten, fortdauernd hätten bestätigen können, wenn Jesus nicht auferstanden wäre, und wenn sie diese Tatsache nicht mit absoluter Sicherheit gewusst hätten.“ Greenleaf, ein Jude, begann dann an Jesus Christus als Messias zu glauben. Nach einer juristischen Überprüfung kam Lord Darling, der ehemalige oberste Richter von England, zu dem Ergebnis: „In ihrer Eigenschaft als lebendige Wahrheit ist die Auferstehung solch ein überwältigender Beweis, durch Tatsachen und Indizien, dass es jeder intelligenten Jury. der Welt gelänge, das Urteil zu fällen: Die Auferstehungsgeschichte ist wahr.“ George Eldon Ladd schrieb in seinem Buch: „Die einzige vernünftige Erklärung für diese historischen Tatsachen lautet, dass Gott Jesus leibhaftig auferweckt hat.“

Dazu kommt, dass die Bibel mir das Leben und und Welt einfach am besten erklärt. Die Bibel beschreibt z.B. im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht. C.S. Lewis, der Autor von Narnia, hat einmal gesagt: "Am Ende werden nur zwei Gruppen von Menschen vor Gott stehen - jene, die zu Gott sagen: »Dein Wille geschehe«, und jene, zu denen Gott sagt: »Dein Wille geschehe«. Alle, die in der Hölle sind, haben sie sich erwählt."

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Glaube kann nur freiwillig entstehen und ebenso freiwillig entwickelt werden. Man kann niemandem Glauben aufzwingen. In der Bibel, die ja maßgeblich für christlichen Glauben sein sollte, steht, dass die Liebe das Wichtigste bei einem Christen sein sollte und zu dieser Liebe vor allem Verständnis und Geduld.

Wenn Du nicht an Gott glaubst, dann ist das Deine persönliche Sache und hat niemanden zu interessieren. Du brauchst also auch niemandem etwas vormachen und daher auch nicht eine Kirche besuchen, wenn Du Dich darin nicht wohl fühlst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von RanjitHuber
12.03.2014, 22:12
Glaube kann nur freiwillig entstehen

Kommt drauf an, was man unter "freiwillig" versteht...

1

Es ist nicht schlimm nicht an Gott zu glauben. Dir steht völlig frei an welche Gottheiten du glauben und an welche du nicht glauben willst. Das ist dir gesetzlich garantiert (Artikel 4 Absatz 1 Grundgesetz)

Es gibt keinen Grund weshalb du dich vor Kirchen fürchten solltest. Es sind einfach Gebäude. Allerdings mag ich die Atmosphäre in vielen Kirchen auch nicht, zu viel Huldigung der Irrationalität.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Leider beeinflussen vielfach unsere Erfahrungen mit Kirche unser Verhalten in Bezug auf Gott, auch das Maß an Interesse, ihn näher kennen zu lernen etc. Es ist schwer, diese Kirchen-Erfahrungen nicht auf Gott als Person zu projizieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

eine Kirche ist ein Kaltes Gebäude, das oft etwas dunkler durch die Innenraumhöhe wirkt und den Lichteinfall oft etwas dimmt - nebenbei hat die christliche Religion eine düstere Vergangenheit (Kreuzzüge, Mittelalter, Inquisiton etc.) und ist damit mit menschlichen Ängsten und viel Neagtivem verbunden - aber schlimm ist das nicht, überwinde deine Angst - aber nicht gläubig zu sein ist keinesfalls schlimm - in unserem freien modernen Staat hat man seine eigene Entscheidung die man niemandem aufzwingen sollte

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du willst ein schlechtes Gefühl des fehlenden Glaubens wegen haben, obwohl du nicht einmal weißt, was Gott ist?

Gott ist die Wahrheit, welche darin besteht, sie zu suchen. Darin enthalten sind das wahre Glück als Teil der Wahrheit als Gesamtheit und die wahre Liebe als das vollkommene emotionale Streben nach der Verwirklichung des Guten, welche auch Gottes Wille ist, welcher Schöpfer und Vater heißt aller Schöpfung, des göttlichen Ausdrucks wie des göttlichen Bewusstseins.

Letztlich kommt es darauf an, seinem eigenen Verstand zu vertrauen. Das tun nämlich auch Gläubige, das muss so gut wie jeder Mensch sowieso, warum dann nicht in guter und vollkommener Weise? Auch Gott will nicht etwa unseren Verstand ausgeschaltet sehen, sondern ihn erleuchten durch seinen Geist, dass wir am wahren Glück und der wahren Liebe teilhaben mögen.

Wir sollten die Wahrheit suchen, nach ihr leben und in ihr lieben, was auch Dankbarkeit heißt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich kann deine Furcht gut verstehen. Du denkst, das Gott dich nicht haben möchte. Aber gerade Glaube ist wichtig, damit man was hat, woran man sich festhallten kann. Gerade in dieser Zeit, solltes du mal versuchen mit Gott in Kontakt zu treten. Ich weis es wird nicht leicht, aber beten hilft ungemein. Beim Glauben, spielt es eh keine Rolle, ob man jeden Sonntag in die Kirche latscht. Glauben kommt aus dem Herzen und der Segen von Gott.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Warum sollte es schlimm sein? Vertrau einfach auf dein Gefühl, wenn du dich nicht wohl in der Kirche fühlst, dann geh auch nicht hin.

Ich persönlich hab keine Problem mich in einer Kirche aufzuhalten, das einzige womit ich immer ein Problem hatte war, wenn man gezwungen wurde in die Kirche zu gehen, dann hat man mich mit keinen 10 Pferden da reinbekommen. Vielleicht ist das auch das auch der Grund für das Gefühl warum du nicht gerne rein gehst?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo - das einzige, das schlimm ist, ist - dass die Kirche und ihre Gläubigen dir einreden, dass du Angst haben musst! Vor einem Gott! einem Gott, der angeblich die Liebe in Person ist! Das ist so eine Heuchelei ...

Trete aus und vergiss diese Ammenmärchen. Sei froh und stolz, dass dieser Glaube in deinem Leben keinen Platz hat. Auch wenn manche meinen, sie brauchen einen Glauben, weil sie sich sonst einsam oder unsicher fühlen - es sind seelische Krücken. Sonst nichts.

Gläubige die erkennen, dass es diesen Gott nicht gibt, haben noch lange Angst vor ihm. Das ist ein psychisches Trauma und löst sich nicht so schnell. Aber man kann es schaffen :) Ich bin das beste Beispiel: ich haben Jahrzehnte an diesen Gott geglaubt und Gemeinden und Kirchen besucht. Irgendwann wurde mir klar, dass dieser Glaube - wie alle anderen auch - eine Lüge ist. Ich habe noch lange Angst gehabt, nicht zu glauben - so verrückt das klingt. Aber seit ein paar Jahren bin ich gottlos glücklich und sehr sehr froh, den Glauben endlich abgelegt zu haben. Angst habe ich auch keine mehr :))

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Szintilator
08.03.2014, 20:06
vergiss diese Ammenmärchen

Was meinst Du damit ?

Gläubige die erkennen, dass es diesen Gott nicht gibt,

Das widerspricht sich doch, wenn die es erkannt haben, sind es ja keine Gläubigen mehr!

2

Ein schlechtes Gefühl wenn du in die Kirche gehst? Du bist bestimmt der Antichrist. Scherzchen ;D Es ist natürlich nicht schlimm wenn du nicht an Gott glaubst und dich in einer Kirche nicht wohl fühlst. Als ich im Konfirmandenunterricht war hat uns unser Pastor immer gesagt er kann uns alles über die Kirche beibringen, aber den Glauben nicht. Und so ist es auch. Einige können halt mit solchen Glaubenssachen und manche nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Angst kommt meist durch Unwissenheit. Für mich ist der Glaube sehr wichtig. Ich hatte vorher auch Angst aber das lag daran dass ich nur sehr wenig Ahnung hatte. Mittlerweile weis ich das der Glaube etwas wunderschönes ist :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Fragen des Glaubens sind ja immer recht persönlich. Also mal aus meiner persönlichen Sicht: Ja, Glaube ist wichtig! Ich glaube an Gott, den Schöpfer, und daran, dass er uns den besten Weg gezeigt hat, auf dieser Wellt sinnvoll zu leben.

Viele Kirchen haben eine unangenehme dunkle angsteinflößende Atmosphäre. Da ich selbst allerdings Muslima bin, nehme ich Kirche vielleicht auch anders wahr als du.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Manchen ist ihr Glaube sehr wichtig. So wichtig sogar, daß sie darüber die Welt, in der sie leben, aus dem Blick verlieren.

Für den, der nicht glaubt, ist der Glaube völlig unwichtig. Ich und Millionen anderer Menschen, die nicht glauben, führen ein erfülltes, gerechtes Leben.

Laß Dir von niemandem erzählen, daß das nicht ginge.

Dein Gefühl beim Betreten von Kirchen kommt daher, daß die Gebäude so groß und eindrucksvoll sind. Das ist ganz bewußt so gemacht, damit der Mensch sich klein und unbedeutend fühlt. Wenn man aber weiß, daß das nur ein mieser Trick ist, kommt man damit ganz gut klar.

Solltest Du schon 14 Jahre alt sein und in Deutschland leben, kannst Du auch aus der Kirche austreten. Infos dazu findest Du hier:

http://www.kirchenaustritt.de/

Unverschämter Weise kostet das meist etwas, aber Du kannst das ab 14 selbstständig machen und mußt nicht Deine Eltern um Erlaubnis fragen. Sinnvoll wäre natürlich, wenn Du es ihnen erzählst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sonnenwaage
09.03.2014, 11:43
Ich und Millionen anderer Menschen, die nicht glauben, führen ein erfülltes, gerechtes Leben.

"Gerecht leben" bedeutet, nach dem Recht leben. Wahrhaft gerecht zu sein, erfordert den freiwilligen Gehorsam gegen das wahre Recht, damit auch gegen alle wahrhaft richtigen Urteile.

Kann aber jemand in falscher Weise gerecht sein und sich dabei gerecht nennen? Nein, denn er vermittelt mit der Aussage, dass er gerecht sei, die Aussage, dass er das richtige Urteil befolge. Wenn jemand aber jemand in falscher Weise gerecht ist, befolgt er das in falschem Sinne richtige Urteil. So jemand aber lebt nach dem falschen Urteil.

Kennst du das Recht, dass du danach leben könntest? Ich sage dir, es kennt keiner als der, der die Wahrheit liebt oder die Wahrheit ist.

Liebst du die Wahrheit? Bist du die Wahrheit? Leider halten sich fast alle Menschen für die Wahrheit und sperren sich so gegen sie aus.

Wer bist du, dass du sagst, Millionen Menschen und du würden gerecht leben? Welcher angeblich wahren Doktrin folgst du da? Du bist Atheist und willst uns Atheisten nennen, missionierst uns mit einer Rhetorik a la Dauerwerbesendung und hast ein Ziel. Bist du glaubwürdig?

1
Kommentar von VortexDani
12.03.2014, 23:52

ich bin immernoch in der Kirche ^^ ich hatte einfach keinen Bock mir deswegen Mühe zu machen - apropos Kosten, wenn man dabei bleibt zahlt man doch Kirchensteuer was auf Dauer mehr ist oder? Muss man nicht in einem christlichen Glauben registriert sein um in einer der großen Kirchen heiraten zu dürfen? Ich weiß zwar nicht ob ich das will, aber man weiß ja nie XD

0

Was soll daran schlimm sein? Die Religion (vor allem Christentum und Islam) haben Millionen von Menschenleben auf dem Gewissen- Das Christentum hat für sage und schreibe 1000 Jahre den Fortschritt der Menschheit gestoppt und mit sinnlosen Hirngespinnsten "angesteckt". Schürte und schürt immer noch Hass, Ungleichheit von Menschen und zettelt Kriege und Konflikte an. Dazu zahlt man noch Geld, damit sich irgendwelche Bonzenbischöffe Paläste hinpflanzen. Die gesamte katholische Kirche ist aufgebaut auf Lügen, Betrug und Heuchelei. Dazu wollen sie uns irgendein Weltbild eintrichtern, das sich nach einem dummen Märchenbuch richtet. Also solltest du eher stolz sein nicht Mitglied dieser Weltsekte zu sein. Was die Sache mit dem Gott angeht: Warum sollte man auch an einen Gott glauben? Es gibt keinerlei Beweise auf dessen Existenz und wenn etwas nicht präsent ist, ist es logisch es zu verneinen, und nicht wie die Kirche/Religionen es ums verrecken zu bejahen. Der Mensch ist ein Lebewesen, das meist rational handelt- Es liegt nun an dir herauszufinden wie plausibel, oder eben nicht, das erscheint. LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von KaeteK
08.03.2014, 21:57

Was soll daran schlimm sein? Die Religion (vor allem Christentum und Islam) haben Millionen von Menschenleben auf dem Gewissen-

Du sagst es, aber ob das alles wirklich Christen waren, bezweifle ich. Das ist der Mensch - schau dich doch mal um, dann siehst du die Schlechtigkeit der Menschen und aus solche Menschen besteht das Christentum und der Islam und was es sonst noch so selbsternannte Religionen gibt.. Christen selber, wirst du kaum kennen.

Christen müssen nicht beweisen, dass es Gott gibt, Christen wissen das.

*Das Christentum hat für sage und schreibe 1000 Jahre den Fortschritt der Menschheit gestoppt und mit sinnlosen Hirngespinnsten "angesteckt"

Es wird immer interessanter...Wo hast du den Unsinn her?

2

Was möchtest Du wissen?