Ist der Fliegenpilz wirklich giftig?

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10 Antworten

Der Pilz enthält im Wesentlichen Ibotensäure, die beim Trocknen des Fruchtkörpers bei ca. 60°C zu Muscimol umgewandelt werden. Beide Substanzen sind psychoaktiv, wobei Muscimol wesentlich potenter ist. Eine relativ ungefährliche Dosierung ist möglich, aber ich kann von jeglichen Experimenten nur abraten. Wenn jemand Fliegenpilze konsumiert, hat er es entweder auf die spezielle psychedelische Wirkung abgesehen, oder überhaupt keine Ahnung und wird von einer möglicherweise verstörenden Wirkung überrumpelt und hat ein paar Stündchen alles andere als Spaß.

Für den Körper sind alle Drogen mehr oder weniger toxisch und werden von Leber und Nieren abgebaut. Ob bleibende Schäden auftreten ist nur eine Frage der Dosis.

KClO3 29.01.2013, 22:52

Im Mittelalter wurde der Pilz von vielen Hexen genutzt, und damit natürlich von der Kirche verboten und verdammt. Das erklärt wohl auch die Abscheu, mit der viele Leute diesem Pilz gegenübertretten und die stark übertriebenen Angaben über seine Giftigkeit.

Klingt für mich plausibel.

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Die meisten Menschen im deutschen und englischen Sprachraum glauben - ungeachtet ihres Bildungsstandes -, daß Fliegenpilze tödlich giftig sind und daß man sie unbedingt meiden muß. Die paracelsische Binsenweisheit, daß allein die Dosis macht, ob ein Ding ein Gift oder Heilmittel wird, ist anscheinend noch nicht durchgesickert. Würde man die Fliegenpilze danach bemessen, müßte man Abschied vom liebgewonnenen Schwarz-Weiß-Denken nehmen - für viele sicherlich zu schmerzhaft oder einfach zu schwierig. Die Fruchtkörper können frisch oder getrocknet verbraucht werden. Wenn die frischen Pilze für Speisezwecke vorgesehen sind, müssen sie mindestens eine Stunde in kaltem Wasser eingelegt werden (dadurch lösen sich die aktiven Wirkstoffe). Dieses Wasser kann man für psychoaktive Wirkungen trinken. Frische Pilze eignen sich gut zum Einlegen in Schnaps. Dazu werden ein bis drei Exemplare mit einer Flasche Wodka (oder einem anderen Alkohol) angesetzt und an einen warmen Ort oder am besten auf der Fensterbank an die Sonne gestellt. Der Fliegenpilzschnaps ist nach einigen Wochen zum Genuß bereit. Oft reicht ein Schnapsglas für eine psychoaktive Wirkung aus. Frische Pilze können auch in Butter gedünstet und verspeist werden (schmecken unheimlich gut). Zum Trocknen werden die Pilze an die Sonne gelegt oder bei schwacher Hitze (30 bis 40° C) im Ofen auf einem Rost getrocknet. Die Trockenmasse kann entweder pur oder in Rauchmischungen geraucht, in Getränke (z.B. Bier oder Wein) gebröselt oder einfach gegessen werden. Bei Rauchmischungen z.B. mit Hanf (Cannabis indica) tritt eine synergistische Wirkung ein, die meist als aphrodisisch empfunden wird. Außerdem verhindert der Fliegenpilz die Austrocknung der Schleimhäute, die vom Hanf bewirkt werden.

Der Fliegenpilz ist giftig. Es gibt aber auch historische Kochrezepte die ihn essbar machen. Das ist ähnlich wie beim Kugelfisch, niemand weiss es genau wie er das Gift herausbekommt. Beim Fliegenpilz ist dieses wissen als endgültig verschollen zu betrachten.

ja es ist giftig vom rauschmittel habe ich noch nie was gehört aber warscheinlich ist das nur in gaaanz kleinen dosen (ich würds nich ausprobieren)

Der Fliegenpilz ist giftig, aber du kannst nicht daran sterbe. Ich würde es allerdings nicht ausprobieren, da es viele beschwerderden hervoruft.

Nein. Der Pilz ist wirklich giftig. Und ab einer Gewissen Menge könnte ein Mensch auch daran sterben.

Persteasy 29.01.2013, 21:13

Aber nur in einer sehr hohen Menge. ALso nur wenn man es wirklich will..

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Es ist giftig. Auch deshalb das er als Rauschmittel benutzt wird -> Giftig würde ich ma sagen

Definitiv giftig! Probier' auf gar keinen Fall einen!

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