Ist der Film "Social Network" über Mark Zuckerberg wahr, was er alles dort gemacht hat?

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6 Antworten

Zitat aus dem "spiegel" :

Das Drehbuch zu "The Social Network" beruht auf dem unautorisierten Buch
"The Accidental Billionaires" des Journalisten Ben Mezrich, der zwar
meint, darin eine wahre Geschichte über Facebooks bewegte Gründerzeit
erzählt zu haben, andererseits aber offen zugibt, Szenen und Dialoge
erfunden oder dramatisiert zu haben, um die Handlung spannender zu
machen. Produzent Scott Rudin und Autor Sorkin versuchten nach eigenen
Angaben mehrfach, Zuckerberg oder zumindest Facebook als Firma in die
Entstehung des Films einzubinden, ein Kontakt kam jedoch nie zustande.
"The Social Network" ist also eine Fiktion, eine Version der Wahrheit,
auch wenn die Personen im Film reale Namen tragen.

knallpilz 19.01.2017, 19:48

Also in dem Interview, was ich gesehen hab, hat Sorkin gesagt, er habe ganz bewusst auf Recherche verzichtet und nur das Buch gelesen...

...was aber zum selben Standpunkt führt: The Social Network hat nicht sonderlich viel damit zu tun, was tatsächlich passiert ist, und hat auch keine entsprechenden Ansprüche an sich selbst.

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Der Fim ist eben so darestellt worden, soweit man es es "öffentlich" recherchieren konnte. Viele Dinge lassen sich ja auch eindeutig wiederlegen (Zeitlicher Ablauf bzw. Erfolg von Facebook).

Dennoch muss man ja einen Film stets filmtauglich machen und dem Publikum gerecht. Damit kannst du davon ausgehen, dass mindesten 1/3 übertrieben dargestellt wurde oder eben etwas offensiver interpretiert, damit auch genug Leute kommen. Denn einen normale Doku hätte sich keiner im Kino gegeben.

Dennoch ist schon viel Wahres an dem Film dran. Wenn man selbst Webseiten macht und sich mit der Thematik damals befasst hat, kann man sagen, dass Zuckerberg eigentlich nix anderes gemacht hat, als:

  1. Hot or Not, bzw. MySpace besser kopiert und zusammengefügt hat
  2. ICQ - Kopierer WhatsApp gekauft hat
  3. Instagram - Verbesserungskopie von Google+ Bilder gekauft hat
  4. Seinen größten Profit aus dem Verkauf der Daten macht (weniger durch Facebook AdWords)
  5. Und jetzt eben sein Geld in einer Stiftung verschwinden lassen will

Er hat einfach zur richtigen Zeit, die richtige Plattform ins Leben gerufen, da MySpace, Yahoo, ICQ und sogar Google eben mächtig gepennt hatten.

Zu 85% beruht der Film auf der tatsächlichen Geschichte Zuckerbergs. Die Winkelvoss Brüder gibt es wirklich und der Gerichtsstreit zwischen beiden Parteien ist auch real gewesen.

Eduardo Saverin war auch wirklich der erste finanzier von The Facebook/Facebook und zog auch im realen Leben in einen Gerichtsstreit mit Zuckerberg (seit dem wird er als Mitgründer im Impressum mit aufgeführt).

Diverse andere Kleinigkeiten wie Partys die gezeigt werden, Frauenbekanntschaften und Co. sind frei nach Hollywood dazu gedichtet worden.

Aber wie gesagt, im Endeffekt basiert er stark auf der wahren Geschichte.

Der Kern des Filmes ist wahr, kleinere Dinge um ihn spannend zu gestalten sind frei erfunden

Fromme Lämmer würden es nicht so weit bringen.Vor allem nicht in der Geschäftswelt.

Man sollte bei Hollywood-Produktionen nicht allzu viel Authentizität erwarten.

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