Ist der Feminismus noch zeitgemäß?

15 Antworten

Es kommt darauf an, was die Anhängerschaft darunter versteht. Man muss jeweils wissen, welche Wünsche und Ziele die Feministen und Feministinnen haben. Wenn sie sich beispielsweise dafür einsetzen, die Beschneidung von Mädchen und Frauen zu verbieten und zu verhindern oder für gleiche Löhne, bei gleichen Voraussetzungen, für Frauen und Männer kämpfen, kann ich das verstehen. Ob etwa Frauen in Saudi-Arabien selber Auto fahren dürfen oder ob der Anteil an weiblichen und männlichen Führungskräften in einem Unternehmen, einer Behörde gleichmäßig verteilt ist, halte ich persönlich für nicht besonders wichtig, die Menschheit sollte sich mit ernsthaften Problemen auseinandersetzen.

Nicht erfreulich finde ich, wenn weibliche und männliche Feministen es erstrebenswert finden, dass Frauen, die eine Familie mit Mann und Kind haben, ihr junges Kind aus Gründen der Gier, des Egoismus, des eigenen Vorteils, der Karriere in eine Kindertagesstätte, vielleicht sogar in eine Krippe geben; Frauen, die um des eigenen Vorteils wegen andere opfern.

Wenn manche Frauen aufgrund des Feminismus zu Ablehnung und Hass gegenüber dem männlichen Teil ihrer Mitmenschen aufgestachelt werden, ist das besorgniserregend.

Unseren Müttern, Großmüttern und Urgroßmüttern ging es nicht so schlecht wie manche heutzutage einem möglicherweise weismachen möchten. Das waren vielfach ehrbare und hochgeehrte Damen, die auch ihre Rechte und Interessen vertraten, aber sich als solidarische Glieder einer Gemeinschaft verstanden, denen das Wohl ihrer Familie, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad, wichtiger als ihr eigenes war.

„Die Vision des Feminismus ist nicht eine ‚weibliche Zukunft‘. Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.“

Dem Zitat nach durchaus etwas was wir Menschen durchaus anzustreben versuchen und auch sollten oder nicht?

Woher ich das weiß: Recherche

In der westlichen Welt nicht, denn die Ziele des ursprünglichen Feminismus sind längst erreicht. Inzwischen sind wir an einem Punkt an dem Fakten von Feministen verfälscht werden um auf Teufel komm raus relevant zu bleiben. Für Länder in denen Frauen weiterhin wie Dreck behandelt werden ist er natürlich wichtig. Aber dort trauen sich die wenigsten Feministen hin, weil sie sich heutzutage nur mit denen anlegen wollen die ihnen nicht widersprechen.

"denn die Ziele des ursprünglichen Feminismus sind längst erreicht."

:DDD

Der war gut!

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@Dummie42

Frauen dürfen wählen, Frauen dürfen arbeiten, Frauen bekommen die gleiche Bezahlung, Frauen dürfen entscheiden wen sie heiraten, Frauen dürfen entscheiden ob sie Kinder kriegen, Frauen werden bei einer Scheidung berücksichtigt und kriegen Unterhalt vom Mann, Frauen haben eine höhere Chance als Männer beim Sorgerechtsstreit das Sorgerecht zugesprochen zu bekommen, Frauen haben Einrichtungen die sich um häusliche Gewalt kümmern, wenn eine Frau wegen häuslicher Gewalt/sexueller Belästigung/Vergewaltigung vor Gericht zieht und die Sache öffentlich wird ist der Mann in jedermans Augen ein Stück Dreck, Frauen werden vom Gesetz geschützt, eure Probleme werden VON MÄNNERN ernst genommen... Was zum Geier wollt ihr denn noch?

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@Dummie42

Nun, wenn wir den "ursprünglichen Feminismus" auf die 1791 verfaßte "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" von Olympe de Gouges zurückführen, dann war dessen Ziel u.a. die Anerkennung der Weisheit:

Von Paris bis Peru und von Rom bis nach Japan – ist das allerdümmste Tier, meiner Meinung nach, der Mann.

Und da der veröffentlichten Meinung zufolge dem Mann heutzutage ja widersprichslos so ziemlich jede Schlechtigkeit zugeschrieben werden darf ("allerdümmstes Tier" ist da noch harmlos), ist dieses Ziel offensichtlich erreicht.

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@Oflinitrium2

"eure Probleme werden VON MÄNNER ERNST GENOMMEN!" Von einigen Männern sicher, von Männern wie dir offensichtlich nicht.

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@Dummie42

Nenn mir Probleme. Probleme die sich auf Fakten stützen. Und sei in der Lage ein paar Probleme von Männern zu akzeptieren. Dann haben wir eine Basis auf der wir arbeiten können.

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Ein Blick auf die Gewalterfahrungen und Erfahrungen mit sexueller Nötigung widerlegt dich stehenden Fußes.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gewalt_gegen_Frauen

https://www.sueddeutsche.de/panorama/vergewaltigung-die-wichtigsten-fakten-zu-sexueller-gewalt-1.2937498

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@atzef

Die Frage ist doch, warum "Gewalt gegen Frauen" ein stehender Begriff ist (und was das überhaupt sein soll), obwohl Männer zwei Drittel der Gewaltopfer ausmachen. (Übrigens auch die Hälfte der Opfer häuslicher Gewalt.)

Und eine große Regierungsstudie in den USA hat schon vor Jahren ergeben, daß Männer genauso häufig vergewaltigt werden wie Frauen. Interessiert nur keinen, es sei denn natürlich, man kann Witze darüber machen...

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@gwf79

Deine Links geben weder das eine noch das andere her. Alberne Behauptungen ohne Beleg.

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@atzef

"Gar nicht wahr!" Hast Du beim Abschicken auch kräftig auf den Boden gestampft?

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@gwf79

Nein, nur über deine fakende Dreistigkeit geschmunzelt.

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@atzef

"Statistiken zufolge wurden in Deutschland im Jahr 2015 mehr als 100.000 Frauen Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. In 331"

Mhhh... ich rechne jetzt mit 200.000 Frauen um auch die Dunkelziffer mit einzubeziehen. Laut statista (https://de.statista.com/themen/1775/frauen-in-deutschland/) Leben ca. 42.000.000 Frauen in Deutschland. d.H. von allen in Deutschland lebenden Frauen haben 0,476% Häusliche oder sexuelle Gewalt erlebt! Das ist eine Quote die man kaum noch weiter runterschrauben kann.

Alles was du damit sagst ist:" Schlimme Dinge geschehen" Wow stell dir vor. Mord existiert. Auch gegen Männer. Was viel schlimmer ist: Ich habe in google mal nach Einrichtungen gesucht an die sich Männer und Frauen wenden können bei häuslicher Gewalt. das beste was ich gefunden habe war das hier: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Gegen_Gewalt_an_Frauen/Uebersicht_BW-Hilfeangebote-gewaltbetroffene-Frauen_Jan-2019.pdf

Wenn ich eingebe "Einrichtungen für Männer häusliche Gewalt" bekomme ich nicht einmal Treffer! Ihr habe 16 Seiten Einrichtungen die euch unterstützen und wenn ich als Mann nach Hilfe suche komme ich auf Seiten wie diese: https://fragdenstaat.de/anfrage/hilfeeinrichtungen-fur-von-hauslicher-gewalt-betroffene-manner/

(in denen es keine Hilfe gibt.)

Oder diese https://www.volkssolidaritaet.de/berliner-volkssolidaritaet/beratung-hilfe/beratung-fuer-maenner-gegen-gewalt/

(Hier wird davon ausgegangen, dass der Mann der Aggressor ist)

Oder "Frauen helfen Frauen" Obwohl ich für Männer suche. Das beweist nur, was ich bereits sagte. Eure Probleme werden ernst genommen!

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@atzef

Fakt ist. Wenn eine Frau Probleme mit häuslicher Gewalt hat, reicht eine 5 sekündige Suche und ihr stoßt auf Einrichtungen die euch helfen und sogar vor eurem gewalttätigen Eheman schützen. Wenn ein Mann von häuslicher Gewalt betroffen ist muss er sich erstmal einen Nachmittag frei nehmen um auch nur eine Einrichtung zu finden, die eventuell unter Umständen für ihn einsteht.

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@Oflinitrium2

Jetzt wirst Du aber ungerecht. Es gibt in Sachsen doch sogar ganze zwei staatlich finanzierte Gewaltschutzwohnungen für Männer...

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@gwf79

Bitte markiere diesen Kommentar als Sarkasmus... nicht jeder ist in der Lage das zu verstehen xD

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@Oflinitrium2

@gwf79 "Es handelt sich um Schutzwohnungen für jeweils maximal drei von Gewalt in Partnerschaftskonflikten betroffene Männer, bei Bedarf auch deren Kinder."

Wow... d.H. in ganz Sachsen können ganzen 6 Männern geholfen werden! Halleluja o.O

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@atzef

"Deine Links geben weder das eine noch das andere her. Alberne Behauptungen ohne Beleg."

Womit du nur meine Behauptung untermauerst: Die Probleme von Frauen werden ernst genommen, während die Probleme von Männern verleugnet werden!

Danke für das Gespräch. Feministen wie dich braucht niemand irgendwo auf der Welt! Ihr könnt euch nicht einfach nur hinstellen, Jammern und alle Männer als Feinde abstempeln! Es geht nur mit einem Miteinander! Hilfst du uns nicht, helfe ich dir auch nicht!

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@Oflinitrium2

Ach, so sarkastisch war das gar nicht. Immerhin haben die Betreiber der Zufluchtsstätten in Oldenburg und Ketzin sich bisher wenigstens noch nicht umbringen müssen...

Gut, im Vergleich zu den 360 Frauenhäusern in Deutschland ist natürlich ein klitzekleines Bißchen wenig, aber wer das Glück hat, in Oldenburg, Leipzig oder Dresden zu wohnen oder es sich leisten kann, mal eben in die Pampa zu ziehen, der ist doch voll versorgt... wenn nicht gerade alle Plätze belegt sind und es eine Warteliste gibt. (Das war jetzt Sarkasmus.)

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