Ist der Erlkönig zweideutig?

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4 Antworten

Das ist wohl eher ein Beispiel dafür, dass eine Interpretation maßgeblich vom Hintergrund des Interpretierenden abhängt :) halbwüchsige Pubertierende findet überall sexuelle Anspielungen. 

Der Zusammenhang ist doch mehr als deutlich - der Tod "greift" nach einem Kind, dieses wird von ihm "angegangen". Kein Grund, hier etwas Pädophiles vermuten zu wollen.  

Das kann man so nehmen, wie man will. Allerdings lässt darauf schließen, dass dieses Gedicht zweideutig ist.

"Dieses Stäbchen tauch’ ich ein,
   Sehn wir’s überglast erscheinen,
   Wird’s zum Gusse zeitig seyn."

Aus "Die Glocke" von Schiller. Nun interpretiert mal schön!

Ist doch mehr eindeutig, allerdings ist eine sinngemäße Interpredation erforderlich. So stehe ich dazu.

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