Ist der Brexit schlimm?

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7 Antworten

Hallo,

leider ist das Ausscheiden Großbrittaniens aus der europäischen Union tatsächlich schon sehr nachteilig für den europäischen Grundgedanken und vorallem auch für die verbleibenden Mitgliedstaaten (MS) der EU. Du hast einerseits Recht, dass GB mit einer gewissen EU-Skepsis (Opting-out bei der Währungspolitik, Ablehnende Haltung zur Freizügigkeit der Bürger anderer MS der EU) den Einigungsprozess nicht gerade proaktiv vorangetrieben hat, dennoch muss auf der anderen Seite gesehen werden, welche Wirtschaftskraft hinter GB steht und welch wichtiger Handelspartner sie für die übrigen MS waren.

Zwar ist zu erwarten, dass die Handelsbeziehungen nach dem Ausscheiden aus der EU neu verhandelt werden, dies wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen und selbst im günstigsten Fall in einem deutlich geringeren Umfang stattfinden, als bislang (selbst wenn man eine Art "TTIP" für Großbrittanien aushandelte).

Somit ist der sogenannte "Brexit" meiner Meinung nach schlimm, allerdings für beide Seiten!

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Sicherlich, denn schließlich ist Großbritannien die zweitstärkste Wirtschaftsmacht innerhalb der EU. Es gehört nun nicvht vierl Phantasie dazu sich vorzustellen, dass dies zu Umsatzeinbußen für alle Beteiligten führen wird, allen voran Deutschland, das drittwichtigste Exportland ist nun mal das Verewinigte Königreich. Vom Handel mal abgesehen, sder moralische Schaden ist für die EU immens. Die Allianz verliert so erheblich an Ansehen und Vertrauen. Dann kommt noch hinzu, dass der Austritt des Inselstaates eine Signalwirkung für andere EU-Länder entfaltet. Staaten wie die Niederlande, Dänemark, Schweden und Frankreich, ggf. auch Italien, Zypern und Griechenland. sind echte Wackelkandidaten. Jeder Zeit isses möglich, dass auch dort eine entsprechendes Referendum abgehalten werden kann, mit recht ungewissem Ausgang. Mit dem Austritt GBs sind derlei Gelüste gewachsen bzw. werden noch wachsen, diese Gefahr für die EU ist nun da.

Für die Briten selbst wird es für etliche Menschen noch ein bitteres Erwachen geben. Der Nationalstolz hilft da keinen cm weiter.


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Ob der BREXIT für die EU "schlimm" ist, wird sich im Laufe der Jahre zeigen. Zunächst verabschiedet sich England aus der EU. Es sind nun 2 Jahre Zeit, alle Gesetze die in den Verträgen verankert sind  ( ca. 2300 ) erneut auf den Prüfstand zu stellen. Die Frage ist, ob die das schaffen in dieser Zeit. Am Ende wird es so sein, dass man Sondervereinbarungen treffen wird, was z. B. den Warenaustausch angeht. Vielleicht weiterhin zollfrei einen Warenaustausch betreibt. Würden die Waren mit Zoll belegt, hiesse das eine Verteuerung der Produkte, was den Umsatz negativ beeinflusst. Die Briten bekommen noch für die nächsten 2 Jahre Geld aus der Brüsseler Kasse..

Den Briten wurden immer Sondervergünstigungen zugestanden, was anderen EU Ländern nicht gewährt wird. Deshalb sind manche froh darüber, dass sich die Briten aus der EU verabschieden, denn die machten permanent Probleme.Die Briten sind nun unabhängig von der Brüsseler Gängelei, können ihr Land wieder eigenständig verwalten. Das hat sicher auch Vorteile. Können ihre Grenzen schliessen und nur den ins Land lassen, den sie wollen, was auch in puncto Sicherheit Sinn macht. Das britische Pfund wird wahrscheinlich darunter leiden. Wie es mit den Beschäftigten in England aussehen wird, bleibt abzuwarten. Ob die Ausländer dann eine Aufenthaltsgenehmigung brauchen oder nicht. Wir ein Visum benötigen wenn wir nach England reisen wollen. Das alles muss geklärt werden.

 

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Für GB ist es eindeutig schlimmer. Aber jeder, der dorthin exportiert wird EInbußen haben. Insofern belastet des auch die kontinentaleuropäische Wohlfahrt.

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Für alle Menschen, die Handelsbeziehungen mit Großbritannien pflegen, ist der Brexit natürlich von Nachteil. Man kann das sehr gut mit der Schweiz vergleichen: Wenn Du Waren in die Schweiz liefern willst, ist das wesentlich komplizierter und teurer, als wenn Du ins EU-Ausland lieferst.

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"die sich weigert unsere Währung anzunehmen,in Parlament immer Extrawürste will und sämtliche Europäische Politik verabscheut".

So ähnlich sehe ich das auch und sicher noch viele mehr. Seit Jahrzehnten nerven diese Inselaffen mit Sonderwünsche und heulen ständig rum und sehen in der EU nichts anders als ein Wirtschaftsraum, in dem sie zügellos handeln können.

GB war schon ein Gewicht in der EU und das wird natürlich fehlen. Genauso können andere Staaten austreten wollen. Aber ich sehe das ganz nüchtern: Sie wollen raus aus der EU, dann fliegen sich raus. Wenn da dann aus Berlin Töne wie ein Assoziierungsabkommen mit England ändert sich doch nichts, es geht weiter wie bisher. Die Inselaffen wollen raus, also kommen sie raus und spüren mit voller Wucht die Auswirkungen und es gibt nicht ein Stück entgegenkommen. Wenn sie weiter Handel mit der EU betreiben wollen, dann hätten sie auch in der EU bleiben müssen.

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Kommentar von Jewi14
25.06.2016, 09:32

In den 1990er Jahren war in zum Englisch Lernen in England. Mein dortige Englischlehrer war schon sehr alte Mann. Er hatte noch im 2. WK gegen uns Deutsche verloren und durch einen Bombenangriff der Deutschen Teile seiner Familie verloren.

Ich als Deutsche hätte also der Inbegriff des Bösen sein müssen, aber nein, er heckte kein Groll. Im Gegenteil, er sagte etwas was mich sehr berührte und noch bis heute in Erinnerung bleibt: Er ist nicht als erstes Brite, sondern Europäer und dann erst Brite.

Dieser alte Mann, der die Schrecken des 2. WK miterlebte, wusste dass in ein Zusammenwachsen der Völker Europas der Schlüssel zum Frieden liegt. Daher sah er sich auch zuerst als Europäer. 

Der alte Mann dürfte inzwischen gestorben sein. Die Brexit-Schreier hätte mal seine Geschichte hören sollen.

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Meine persönliche Meinung!!!  Davon geht die Welt nicht unter, man sollte sich mehr um andere Dinge kümmern, die die Welt bedrohen.

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