Ist der Besuch in einem Bordell moralisch vertretbar?

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12 Antworten

Lass Dich von den Moralaposteln hier nicht verunsichern, denn viele verteufeln - ohne es je selbst probiert zu haben - diese Dienstleistung komplett. Um es mit Nietzsche zu sagen: "Moralische Entrüstung besteht in der Regel aus 2% Moral, 48% Hemmung und 50% Neid".

In einem schönen FKK- oder Saunaclub stimmen nicht nur Hygiene und Ambiente, Dienstleisterinnen und Gäste können sich hier auf Augenhöhe begegnen - fern der Klischees von Schmuddel und Zwang. Eine Session ist meist erotischer, wilder, zärtlicher, verschmuster, alberner und schöner, als es sich die Theoretiker und Moralapostel überhaupt vorstellen können. Auch von der viel beschworenen Distanz zwischen Dienstleisterin und Gast ist hier wenig zu spüren, denn die meisten Frauen praktizieren den beliebten "Girlfriend-Sex" wo neben dem eigentlichen Akt auch Streicheleinheiten, Schmusen, Kuscheln, Zungenküsse, Lecken und Blasen ganz selbstverständlich dazugehört. Da man im Club stets NACH der Session bezahlt, hält sich auch das Betrugsrisiko in Grenzen, über das aus anderen Geschäftsmodellen die abenteuerlichsten Horrorgeschichten verbreitet werden und auch der angeblich obligatorisch auszugebende Champagner spiel im Clubleben keine Rolle.

Wirklich verwerflich finde ich persönlich lediglich die Inanspruchnahme der Dienste Minderjähriger (verboten!) und Zwangsprostituierter (auch verboten!). Dabei ist es allerdings so, dass die ständig wiedergekäute Parole "Die meisten Prostituierten sind Zwangsprostituierte" schlicht Käse ist. In den letzten 10+ Jahren hatte ich (mit Wissen und Einverständnis meiner Frau) Sex gegen Geld mit rund 1.000 Frauen - dabei ist mir keine Einzige begegnet, die erkennbar unter Zwang mit mir zusammen war.

Da allerdings einige Feministinnen selbst die Notwendigkeit Geld zu verdienen als Zwang auslegen, kann man hier endlos diskutieren (so gesehen bin ich auch Zwangsarbeiter, denn ich gehe nicht ins Büro weil mir langweilig ist!).

Letztendlich profitieren beim Paysex in einem seriösen Club beide Seiten, denn der Mann erhält Aufmerksamkeit, sexuelle Entspannung und kann für kleines Geld einen ganzen Tag mit teils über 100 nackten Frauen, Sauna, Pool, Whirlpool, Sportübertragungen usw. verbringen, während die Sexworkerin Geld für etwas bekommt, was die meisten Menschen mit Begeisterung unentgeltlich machen. Das Verdienstgefälle innerhalb Europas ermöglicht eine Frau in einer halben Stunde soviel zu verdienen (Zitat), wie als Krankenschwester in Rumänien in der ganzen Woche. Da die allermeisten Gäste die Frauen zärtlich und mit Respekt behandeln und die Entscheidung darüber in welcher Form und mit wem sie intim wird, stets der Frau obliegt, ist die Tätigkeit einer Sexworkerin auch lange nicht so "schrecklich", wie diese von den Theoretikern gerne dargestellt wird.

Wer im Bordell "Liebe" sucht ist allerdings fehl am Platz - denn die Gefühle gehen selten über gegenseitigen Respekt und der Sympathie für einen guten Geschäftspartner hinaus. Wer sich bemüht kann allerdings auch im Bordell eine Menge über guten Sex hinzulernen und nicht alle Orgasmen der Dienstleisterinnen sind gespielt... .

Wer Prostitution verurteilt bedient sich oft einer Doppelmoral, denn bei der gerne empfohlenen Alternative "Such Dir doch einen One-Night-Stand" wird oft gelogen bis sich die Balken biegen ("Natürlich bin ich Single", "Ich suche etwas Festes..." usw.) um das Opfer ins Bett zu bekommen. Warum der angeblich so verwerfliche "Sex ohne Liebe" in einem solchen Fall moralisch wertvoller ist, als bei einem fairen Geschäft, ist mir nicht klar. Auch eine Versorgungsehe, bei der der Braut die finanzielle Ausstattung des Gatten wichtiger war, als die Liebe zu einem "armen Schlucker" wird selten wirklich beanstandet.

Frauen sind Prostituierte natürlich meist suspekt, da die Möglichkeit jederzeit unkompliziert Sex kaufen zu können, die Damen eines beliebten Belohnungs- und Steuerungsinstruments beraubt... .

Frage also besser nicht die Menschen, die Ihr Wissen über Prostitution von RTL oder dem Stammtisch haben, sondern eigene Erfahrungen sammeln konnten. Viele Details über die verschiedenen Geschäftsmodelle findest Du in dem unterhaltsamen und informativen Buch "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon).

Lass Dir jedenfalls nicht die Moral eines anderen aufzwingen...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von josef788
18.06.2017, 11:30

Ich gehe hin und wieder in ein "anständiges Bordell" wo auch viele Frauen aus Deutschland arbeiten. Ich zahle immer im Voraus nach Absprache der Dauer und Dienstleistung. Diskretion und Hygiene sowie Safer Sex sind dort oberste Priorität 

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Ist die Frage wirklich erst 16 Stunden alt? Die Frage und Antworten kommen mir sehr bekannt vor. Wie dem auch sei, man schadet damit niemanden. Viele der Frauen sagen sich gerne mal, "Ich habe Sex und werde dafür auch noch bezahlt". Die meisten Freier, H.ren und Bordellbesitzer sind im übrigen auch deutlich kultivierter und normaler als es den Anschein hat. Was das Argument Menschenhandel betrifft. Wenn man als Dachdecker in 40 Grad Arbeitet ruiniert man sich seinen Körper mehr und macht es dennoch nicht unter Zwang. Selbst wenn eine Arbeiterin ihren Job nicht so sehr mag, viele anderen tuen es, da es prinzipiell nur ein Job ist. 

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Was soll nicht "moralisch vertretbar" sein ? weiß nicht, was du meinst. sex ist Privatsache, und in die sexuelle selbstbestimmung einer person hat von außen überhaupt keiner was reinzusagen. von was für einer "Moral" redst du ? -"Moral" ist hier nicht gesetz ! daß heißt , du kannst als moral bezeichnen, was immer du willst, aber das ist belanglos. zählt nicht. Vor wem willst du moralisch gut dastehen ? -"Moral" ist undefinierte worthülse und interessiert auch nicht, daher brauch auch nichts "moralisch vertretbar" zu sein.

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Es kommt darauf an, welche Moralvorstellungen jemand hat.

Man kann über so etwas auch trefflich streiten.

Wie ist es, wenn ein Geistlicher ein Bordell besucht? Wäre das moralisch vertretbar, weil es möglicherweis aus "Nächstenliebe" geschieht?

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Das hängt von den jeweiligen moralischen Standards ab.

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Diese Frage kann jeder nur für sich selbst beantworten.

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Aber sicher doch! Frag Dich doch einfach, wem Du dadurch einen Schaden zufügst. Ist doch ok, wenn Du bekommst, was Du gerne willst, oder?

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Für mich schon .

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So lange man keine Ehefrau/feste Freundin hat ist es moralisch vertretbar.

Das ist das älteste Gewerbe der Welt.

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Auf jeden fall.

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Du schadest keinen, es gefällt dir – wo ist das Problem?

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Das muss man(n) selbst wissen.

Wenn Du verheiratet/vergeben bist und dann in den Puff hockst, dann ist es Deiner Partnerin gegenüber schlicht und einfach Betrug!

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