Ist der Begriff "Gutmenschentum" die moderne Variante des Begriffs "Humanitätsduselei"?

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31 Antworten

Ja, so ist das mit den Wölfen im Schafspelz.

Sie geben vor die deutsche Kultur zu schützen, die sie gar nicht kennen. Statt dessen wollen sie genau diese deutsche Kultur zerstören und durch ein gescheitertes Kulturexperiment ersetzen, die nur ein Mückenschiß lang in der Geschichte Deutschlands (von 1933 bis 1945) existiere.

Denn wenn man von deutscher Kultur spricht, dann muss man die Geschichte Deutschlands vor Augen haben, die seit über 3.000 Jahren aus einer multikulturellen Gesellschaft besteht und die überwiegend noch nicht einmal aus dem gleichen Sprachraum stammte.

Auch unsere kulturellen Werte, wie Moral und Anstand, die sowohl durch das Christentum und Judentum geprägt wurden, aber auch z. B. durch Aufklärer wie Immanuel Kant.

Eine wichtige Bereicherung der westeuropäischen Kultur erfolgte unter
dem Einfluss der arabischen Tradition, indem die arabische Überlieferung
und Weiterentwicklung griechischer Mathematik, Medizin und Philosophie
sowie die arabische Adaption indischer Mathematik und Ziffernschreibung
auf dem Weg von Übersetzungen ins Lateinische im Westen bekannt wurden.

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Der dumpfe Versuch von Nazionalsozialisten und Rechtsextremen, einen guten Menschen als naiv darzustellen, der die Gefahren nicht sieht, zeugt nur davon, dass sie die deutsche Kultur nicht kennen und verstehen.

Erst recht haben sie mit den kulturellen Werten in Deutschland nichts am Hut, sondern benutzen solche Begriffe wie "Gutmensch" u. ä. nur, um den Boden für Hass und Gewalt zu bereiten und ihre diesbezüglichen Absichten besser verbergen zu können.

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Kommentar von Panazee
05.02.2017, 12:01

Da kann ich nur voll zustimmen. Sehr guter Beitrag.

Die meisten Rechtsextremen, die sich auf die deutsche Kultur berufen, haben von deutscher Kultur ungefähr soviel Ahnung wie ich von "frühgotischer Freskenmalerei".

Wenn man nicht weiß was hinter einem Begriff wie "deutsche Kultur" alles steckt, dann fällt es einem viel leichter den Begriff vollständig seiner Bedeutung zu entkleiden, ihn danach mit einem beliebigen neuen Outfit auszustaffieren und ihn dann für sich auf den Argumentationsstrich zu schicken.

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Kommentar von PeVau
05.02.2017, 13:48

Hier gibt es viele gute Antworten und die Wahl der hilfreichsten Antwort ist nicht leicht gewesen.

Der Stern ist hier gut aufgehoben.

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Kommentar von masterholzhirn
26.02.2017, 09:37

Ich finde Ihren Deutungsversuch bassiert auf einer zu einseitigen Sichtweise. Diese mag von Ihrer Positionierung in der Gesellschaft beeinflusst zu sein.

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Kommentar von Lazybear
06.03.2017, 13:13

sehr guter beitrag, hätte man nicht besser machen können!!!!!! es war mir eine ehre den 30ten like zu geben! lg

1

Der Begriff Gutmenschentum wurde und wird als Aufhänger rechte Menschen und deren Organisationen genutzt, um so alles Humane zu diskreditieren, es verächtlich und lächerlich zu machen.

Bevor der Hitler-Faschismus aufkam, gab es diesen Begriff allerdings schon zuvor von ganz anderer Seite, mit einem anderen Zungenschlag allerdings, so bezeichnete Marx Biedermänner als bonhommes. Er spottete so um deren Unfähigkeit und deren Unwillen revolutionär aufzutreten, jegliche Gewalt zu verteufeln, egal welchem Zweck und Ziel sie auch immer dient. Unter dem Deckmantel einer Gewaltfreiheit legten sie ihre Hände in den Schoß und kümmerten sich so einen Dreck um soziale Erhebungen. Mit hochgetönten Worten lehnten sie eine Teilnahme ab.

Wie alt nun der Begriff bonhomme ist, ist mir nicht bekannt, sollte mal recherchiert werden. Es könnte sein, dass er viel älter als Marxens Zeit ist.

Die Verächtlichmachung des Humanismus ist ja eigentlich nicht die vorherrschende Staatsdoktrin, eher eine Domäne rechtslastiger Menschen.


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Kommentar von Immofachwirt
04.02.2017, 13:13

Wie alt nun der Begriff bonhomme ist, ist mir nicht bekannt, sollte mal recherchiert werden. Es könnte sein, dass er viel älter als Marxens Zeit ist.

Bitte schön:

„Gutmenschen“ (Bonhommes, boni homines) war eine Bezeichnung für die Angehörigen der mittelalterlichen häretischen Bewegungen, die auch als Katharer und Albigenser bezeichnet wurden und sich selbst veri christiani, „wahre Christen“, nannten.

Im Französischen gibt es den Ausdruck bonhomme (wörtlich: guter Mensch oder guter Mann), der den so bezeichneten Personen moralische Qualitäten zuspricht, aber im Allgemeinen – ähnlich
wie eng. gentleman – ein höfliches Wort für „Person“ ist und mit „guter Kerl“ übersetzt werden kann, mit dem kein Spott oder Kritik verbunden ist, wiewohl der Ausdruck gleichfalls als Äquivalent des deutschen Trottels genutzt wird.

In spöttischer Absicht hingegen wurde der französische Begriff etwa von Karl Marx verwendet, der sich gelegentlich polemisch mit dem Ausdruck „Jacques le bonhomme“ auf Max Stirner bezog. Als „Gutmann und Gutweib“ überschrieb bereits Goethe eine seiner Balladen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch#Bis\_zum\_20.\_Jahrhundert

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Kommentar von dandy100
04.02.2017, 13:25

Die Verächtlichmachung des Humanismus ist ja eigentlich nicht die
vorherrschende Staatsdoktrin, eher eine Domäne rechtslastiger Menschen

Ach ja?

Da ist die DDR und die Stalin Aera in Russland ja ein gutes Beispiel, die ja so human mit den Menschen umgegangen sind - waren die nicht eher links....?

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Die Begriffe sind meiner Meinung nach schon größtenteils deckungsgleich. Ich finde beide Begriffe als "Kampfbegriffe" ziemlich daneben.

Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass einer sagt "Wäre es nicht nett, wenn wir alle nett wären" und ein anderer bezeichnet ihn daraufhin als Idiot, weil halt nicht alle nett sind.

Was kann man einem "Gutmenschen" denn schon wirklich vorwerfen? Dass er denkt, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn alle nett zueinander wären? Dass er ein Idealist ist? Was sind das denn für dämliche Vorwürfe?

Es wäre doch eine bessere Welt, wenn jeder für jeden einstehen würde, als wenn jeder nur an sich selbst bzw. "seine" Gruppe denkt.

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Über den Begriff Humanitätsduselei bin ich noch nie gestolpert, aber es passt in die Rhetorik der Rechtspopulisten. Hier ein interessanter Artikel zu dieser Rhetorik:

http://www.bento.de/politik/woerterbuch-des-besorgten-buergers-wie-sich-woerter-von-rechtspopulisten-in-unsere-sprache-einschleichen-1047047/

Der Gebrauch des Wortes Gutmensch hat für mich ein bisschen das Gefühl, dass dem Gegenüber die Argumente ausgegangen sind und nun den moralischen Stand des Anderen attackieren.

Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass diejenigen, die sich als Beschützer des christlichen Abendlandes sich gegen die Werte desselbigen richten.

Die Werte, die mir dazu einfallen, sind: Prinzip der christlichen Nächstenliebe; Religionsfreiheit, Würde des Menschen (Artikel 1 Grundgesetz),...

Das sind eben humanitäre Werte.

Ich weiß nicht, ob diese Widersprüchlichkeit ihnen selbst auffällt. Unsere Kultur ist vielfältiger als humanitäre Werte (die aber ein sehr wichtiger Bestandteil sind). Kultur geht weiter zum Essen, zur Kleidung, Traditionen, usw.... Kultur ist aber auch stets im Wandel begriffen. Was für 100 Jahre noch traditionell deutsch war, muss es nicht mehr heute sein. Was heute traditionell deutsch ist, muss es nicht mehr in 100 Jahren.

Soweit ich das erlebt habe, haben diese Menschen auch Angst vor den kulturellen Wandel. Ein Wandel, der sich eben nicht nur in Flüchtlingen zeigt, sondern auch in anderen Dingen. In unserem Essen, in unserer Arbeitswelt und Familienwelt...

Nur sind die Flüchtlinge die besseren Sündenböcke. Sie sind anders, sie sind fremd. Vor allem lenken sie von unseren eigenen, gesellschaftlichen Problemen, wie zum Beispiel die Kluft zwischen arm und reich.

Und was gesellschaftliche Probleme per se betrifft, hier noch ein passender Spruch dazu:

http://hobia.com/img/article/gesellschaft1.jpg

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Kommentar von Verflixtomato
04.02.2017, 21:55

Erinnern wir uns ... in nicht so ferner Vergangenheit ... da hießen diese verleumdeten "Flüchtlinge" noch "Griechen", oder "Türken", gern auch mal "Genderwahn", "Schwul-Lesbische" oder schlicht "Musels".

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Ich würde diese, wie du sie nennst, "Humanitätsduselei" und das sogenannte "Gutmenschentum" nicht direkt gleichsetzen.

Dieser Kampf der Kulturen, der Rassen, von denen die Nazis doch immer so geplappert haben, basiert auf der Übertragung darwinistischer Prinzipien auf unsere Gesellschaft und die menschliche Rasse (Sozialdarwinismus) Die Gutmenschenbeleidigung kommt aber eher davon, wenn AfD, PEGIDA, oder NPD, vorsicht ausgedrückt, Personen meinen, Leute anzugreifen, die Menschen helfen wollen und sich für deren menschenwürdiges Unterkommen einsetzen. Das sind doch zwei Paar Schuhe, das eine Paar ist die Einteilung in Rassen und dem damit verbundenen Krieg, die andere das Ablehnen humanitäre Hilfe für Menschen anderer Herkunft.

Man könnte höchstens sagen, dass der Gutmenschenquatsch auf dem Mist mehr oder weniger wächst, auf dem auch der Sozialdarwinismus gewachsen ist. Irgendjemand sollte echt mal ausmisten...

*die Schaufel nehmend und die Nase zuhaltend*

LG


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Du betreibst etwas Schwarz-Weiß-Malerei - Humanismus und Humanität sind nicht das Gleiche

Nicht jeder Humanist wird als "Gutmensch" betituliert, sondern eher jene, die unkritisch und teils agressiv das Humane postulieren

So haben wir z.B. in einigen Bereichen Aktivisten, die sich mit viel Energie und Aufwand um Straftäter kümmern bis hin zur Einflußnahme auf Gesetze oder Regelungen zum Strafvollzug und Anwälte, die auf die fürchterlichen Wirkungen einer unglücklichen Kindheit zur Strafminderung spezialisiert sind - aber nur 1-2 Vereine und Verordnungen zum Opferschutz

Humanität hat in diesem Beispiel Täter und Opfer im Blick. Gutmenschen nur den Täter und seine Rechte 

 

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Ja also.. Humanität in allen Ehren und auch Gutes zu wollen ist eine super Sache für die Welt.

Aber ähm.. die größten Kriege unserer Zeit wurden durch Lügen über "Humanitäre" - Katastrophen gerechtfertigt. Das begann im Kosovo und zog sich bis zum jetzigen Syrienkrieg fort. 

Also wenn die Leute nicht in der Lage sind, bei überhaupt einer  der vorgeschobenen "Humanitären Katastrophe" die Fassung zu wahren und nicht gleich in einen reaktionären Fanatismus zu verfallen (Brutkastenlüge zum Beispiel, die Reaktion hat nur Terror und Krieg gebracht). 

Dann ist es vielleicht gar nicht so schlecht für den Frieden, wenn man bei der nächsten "Humanitären Katastrophe" erst einmal prüft, bevor man einen Krieg vom Zaun bricht, der eine noch viel schlimmere Humanitäre Situation hinterlässt als vorher da war.

Das gleiche gilt auch für das "Gutmenschentum" da steckt auch einfach viel Reaktionismus dahinter und wenig tatsächlicher Input, sonst könnten wir die Menschen die hier Schutz suchen auch schützen und würden, das nicht nur am Bahnhof mit Schildern behaupten ;) 

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Die Frage hatten wir doch schon mal ;-)

Gutmenschentum und Humanismus  sind unterschiedliche Sachverhalte und Theorien - auch Humanität hat nichts mit Gutmenschentum zu tun

Als "Gutmenschentum" bezeichnet man nur ein Verhalten, das von anderen Humanität fordert, ohne selbst einen Beitrag dazu zu leisten - also von anderen etwas zu fordern, was selbst nicht geleistet wird.

Beispiel: gegen die Abschiebung von Menschen zu demonstrieren, aber nicht durch Aufnahme dieser Menschen in den eigenen Haushalt diese obsolet zu machen

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Also so wie ich die Begriffe verstehe sind das zwei ganz verschiedene Sachen.

"Humanitätsduselei" - Vulgo vielleicht Memme, Weichei. Ihm fehlen die Tugenden des Soldaten. Der Verwender dieses Begriffs hat also im Sinn, gehorsame Befehlsausführer zu erziehen.

"Gutmensch" - Vulgo vielleicht Heuchler. Kritik an der Person, entweder die eigenen Wohltaten zur Schau zu stellen, oder einen moralischen Maßstab für allgemeingültig zu erklären, der nicht wirklich ein natürlicher moralischer Maßstab ist, sondern eher aus einer Art "political correctness" stammt. Der Benutzer dieses Begriffs erkennt, daß da etwas nicht stimmt, also nicht so ist wir es ihm verkauft/dargestellt wird.

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Ich sehe da einen gravierenden Unterschied. Der Begriff "Humanitätsduselei" war in erster Linie gegen religiös motivierte Barmherzigkeit gerichtet und damit vor allem Ausdruck von Religionskritik in der Tradition etwa von Nietzsche, der die christliche Nächstenliebe als hinderlich bei der Durchsetzung des starken und leistungsfähigen Menschen gesehen hat.

"Gutmenschentum" verspottet dagegen vor allem eine geistige Haltung, nämlich die Ansicht, allein wegen der "richtigen" Einstellung zu den "besseren" Menschen zu gehören, selbst wenn dieser Haltung keinerlei Taten folgen.

Der Gutmensch ist daher eher in der Tradition des Moralisten zu sehen, der über seine "unmoralischen" Zeitgenossen laut vernehmlich die Nase rümpft, dessen selbstgefällige und selbstgerechte Haltung aber Spott und den Verdacht der Doppelmoral hervorruft.

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Kommentar von Verflixtomato
04.02.2017, 16:34

Und du nun möchtest diesen Begriff also gerne nicht nur benutzen, woflx, sondern auch noch zynisch vertiefen, oder wie wäre das zu verstehen?

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Ich habe mal ins Internet geschaut -->

http://universal_lexikon.deacademic.com/170957/Humanit%C3%A4tsduselei

und

http://universal_lexikon.deacademic.com/52946/Gutmensch

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Das hört sich für mich, von Spitzfindigkeiten mal abgesehen, zu gefühlten 90 % nach ein und demselben an.

Ich denke, man kann gut und gerne behaupten, dass das Synonyme sind.

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Ja, darauf kann man sich einigen.

Na ja, wenn ich die "Kulturhoheit" habe kann ich ja bestimmen was zur Kultur gehört und alles andere ist dann einfach entartet.

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Kommentar von Verflixtomato
04.02.2017, 12:24

Diese Hohheit zu erputschen, bemühen sich rechte Ideologen auch mit den Begriffen "deutsch", "Volk", "deutsches Volk". Man muss ihnen ohne Berührungsängste auf die braunen Finger hauen.

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Kommentar von dandy100
04.02.2017, 13:17

Kulturhoheit im eigenen Land bedeutet, dass alle Gäste die jeweiligen kulturellen Sitten, Gebräuche, Religion und Gesetze zu respektieren haben - nicht mehr aber auch keinesfalls weniger

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Ich denke es gibt einen Unterschied in der Begrifflichkeit. Ein Gutmenschentum beschreibt ein gewisses heucheln von Menschlichkeit keine reale Menschlichkeit.

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Solche Begriffe sind komplett Lächerlich meiner Meinung nach.

Genau so wie der Begriff "Faschist" oder "Nazi" ist "Gutmensch" ein sog. Kampfbegriff, also ein Begriff der das Ziel hat seinen gegebüber zu diskreditieren ohn tatsächlich Argumente gebracht zu haben.

Kampfbegriffe sind eine Form des "Argumentum ad hominem"

Der Begriff Gutmensch ist allerdings eher ironisch gedacht, da die Gegenarguemnteure der Rechten ihre Argumentation auch oft auf eine moralische überlegenheit Stützen.

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Gut erkannt, ja es ist etwa das selbe

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Die Begriffe Gutmenschentum und Humanitätsduselei wurden geschaffen, um die Bezugnahme auf die humanistischen Grundwerte unserer Kultur lächerlich zu machen, deren Verfechter als naiv und dumm hinzustellen und so einen Generalangriff auf unser Wertesystem zu begleiten.

Sie sind Ausdruck eines menschenverachtenden Sozialdarwinismus, der technokratische Nützlichkeitserwägungen auf Menschen anwendet und in der Konsequenz in lebenswert und lebensunwert einteilt.

Dabei spielt die aktuelle Scheindebatte um Flüchtlinge einzig und allein die Rolle, den Humanismus als Grundwert unserer Kultur grundsätzlich infrage zu stellen. Ja, du hast recht, wenn Du meinst, dass es ein Widerspruch ist, einerseits vorzugeben, unsere abendländische Kultur verteidigen zu wollen und andererseits unseren kulturstiftenden Humanismus abzuwerten und zu negieren.

Es gibt keinen selektiven Humanismus, der für die einen gilt und den anderen verwehrt wird.

Das sind also Sprachschöpfungen ganz im Geiste faschistischer Ideologien und sie transportieren diese. Daran ändert sich auch nichts, wenn dem einen oder anderen dies nicht bewusst ist.

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Kommentar von Berliner008
22.02.2017, 13:01

Das ist mal sehr ausführlich kompliment

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Ihr Sprachschatz scheint hinsichtlich der Thematisierung von solchen Begriffen doch recht eingeschränkt!

Bildungsfern; Rückführung; sichere Herkunftszone; eingeschränke Alltagskompetenz; Andersbegabt; kapitalgedeckte Altersvorsorge, Eigenverantwortung; humanitärer Einsatz; Kollateralschden; Prekariat; soziale Gerechtigkeit; Mobilitätsbeschränkt; Suboptimal  usw. usw. -

nur um ein paar inzwischen zur Abartigkeit verkommen Begriffe des Euphemismus zu erwähnen, deren Reihe sich nicht nur  beliebig, sondern auch zutiefst menschenverachtend  fortsetzen ließe!

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Kann man so sehen 

Ja,  auch wenn natürlich das Bsp der nsdap Zeit um vieles härter ist als heute 

Wie einige schon angemerkt haben ist es bzw könnte es fast schon witzig sein,  das Grade diese Leute scheinbar nicht wissen das Grade nach der Zeit sich die,, deutsche Kultur " aus teils eben diesen teilen besteht

- U.a eine multikulturelle Gesellschaft seit über 1000 Jahren 

- Offenheit und moral fremden gegenüber 

- Und dessen das den Fortschritt der deutschen Kultur ( wie von anderen schon genannt)  u.a durch arabische überlieferung von Medizin,  Mathematik und vieles mehr von den Griechen 

Also sollten sich ein Herr sturzenberger u.a mal überlegen wem er den Begriff Volksverräter oder deutschlandfeindlich oder Zerstörung der deutschen Kultur oder Werte an den Kopf wirft

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Kommentar von LadyBump20
04.02.2017, 19:13

"- U.a eine multikulturelle Gesellschaft seit über 1000 Jahren"

Mach dich nicht lächerlich. Sachsen, Franken usw. in der Geschichte, kann man mit dem heutigen Begriff Multikulti (wo Afrikaner und Araber eine Rolle spielen)  nicht vergleichen.

4

Kurz und klar: So ist es.

Die Denunziationsformeln ändern sich, passen sich an - die denunziatorische Absicht bleibt.

Der von Dir benannte Widerspruch war und ist der Grundwiderspruch der politischen Rechten.

Der Wolf kommt im Schafspelz.

Gruß, earnest

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Ich sage dazu Barmherzigkeit.... es gibt zum Glück  mehr Gute als schlechte Menschen....

Wo beginnt für dich denn Humanismus...? VG

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