Ist der Atheismus eine Weltanschauung / Philosophie?

... komplette Frage anzeigen

29 Antworten

Also ich als Atheist würde mich nicht dagegen verwehren, wenn jemand behauptet mein Atheismus sei ein Teil meiner Weltanschauung. Wenn man im Duden nachschaut findet man für Weltanschauung folgende Definition:

Gesamtheit von Anschauungen, die die Welt und die Stellung des Menschen in der Welt betreffen

Natürlich ist auch meine "Gottlosigkeit" ein Teil meiner Art und Weise die Welt und die Stellung des Menschen darin zu sehen. Allerdings nur ein Teil davon. Wenn jemand sagen würde, dass Atheismus alleine eine Weltanschauung ausmacht, dann würde ich das verneinen, aber er ist ein Teil meiner Weltanschauung. Die Gesamtheit meiner Weltanschauung ist viel, viel komplexer und lässt sich nicht auf eine Anschauung reduzieren.

Außerdem lässt sich Atheismus in meinen Augen sogar übersteigern und kann auch extremistische Züge annehmen:

So gut wie alles lässt sich übersteigern und extremistisch sehen. Das schaffen auch Gläubige immer wieder. Das ist aber glücklicherweise nicht die Einstellung der meisten Atheisten.

Das was du da im dritten Abschnitt schreibst trifft sicher auf viele Atheisten zu, aber nicht auf alle. Man kann an Magie glauben, auch ohne an Gott zu glauben. Wie Arthur C. Clarke sagte „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“. Wir wissen nicht in vollem Umfang wie unsere Welt funktioniert. Die Quantenverschränkung z.B. wurde schon von Einstein als "spukhafte Fernwirkung" abgetan. Heute ist sie bewiesen und aus dem Spuk wurde Wissenschaft. Trotzdem wird das auch heute noch von manchen Wissenschaftlern als "magisch" bezeichnet, weil wir einfach noch nicht wissen warum das so funktioniert.

Man kann auch an eine diffuse "natürliche" Lebensenergie glauben, die nach dem Tod erhalten bleibt und sich in Gespenstererscheinungen manifestieren kann. Ein Glaube an Gott ist nicht nötig um an Geister zu glauben. Es gibt auch Menschen, die nicht einmal die Grundlagen der Physik kennen, aber trotzdem nicht an einen Gott glauben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MarkusPK
15.11.2016, 17:32

Danke für deine Antwort. Das war sehr aufschlussreich.

0

Atheismus ist per se nur der Nicht-Glauben an Götter. Alles darüber hinaus hat nichts direkt mit dem Atheismus zu tun. Warum sollte es keine Atheisten geben, die an Magie glauben. Oder die glauben, dass Gebete was nützen, auf welche Art auch immer. Solange sie dabei nicht beahupten, das hätte mit Gott zu tun sind sie immer noch Atheisten.

Und man kann es natürlich als eine Weltanschauung sehen, wenn man es nicht so genau nimmt. Wenn man es aber wirklich ernst nimmt, dann enthält eine Weltanschauung ja nur Dinge, an die die Leute glauben. All das, woraus sich ihre Weltsicht zusammensetzt. Atheisten benötigen für ihre weltanschauung keinen Gott, also warum sollte das explizit erwähnt werden? Es ist nur eine Abgrenzung.

Man könnte es auch als Rechnug sehen:

Allgemeine Weltanschauung (am weiteseten Verbreitet und auch traditionell überliefert natürlich mit Gott) minus Gott = Atheistische Weltanschauung

Im Grunde haben die Menschen, die Atheisten genannt werden, eine Weltanschauung, bestehend aus positiven Elementen (positiv im sinne von existent, als Abgrenzung zur obigen Minusrechnung), die der eines Theisten ähnelt, nur dass Theisten da noch das positive Element Gott einbringen (und daraus dann natürlich andere Schlüsse ziehen).

Es ist also umständlich zuerst eine Weltanschauung mit Gott zu kreieren und ihn dann anschließend wieder herauszurechnen. In der Tat ist aber diese Unterschied meist der entschiedende zwischen Theisten und Atheisten und wird darum oft hervorgehoben, dabei ist der Atheismus an sich ja nur die unnötige Rechenoperation, die wir oben gesehen haben: minus Gott

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

DEN Atheisten gibt es nicht.

Ich würde auch nicht von zwei Atheisten auf die restlichen schließen, zu denen ich gehören.

Ja - ich glaube an keinen Gott und mit Religionen kann ich nichts anfangen.
Dennoch finde ich übernatürliche Dinge interessant.
Auch wenn ich rein pragmatisch weiß, dass es so etwas nicht gibt. Dafür seinen (für mich vielleicht nicht) erklärbaren Grund hat.

Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, ob Atheismus eine Weltanschauung ist oder eine Philosophie.
Für mich (!) ist es die logische Antwort auf Religionen und Gott (womit ich nichts anfangen kann).

Übrigens habe ich bis dato so einige Gläubige respektloser erlebt, als Atheisten.
Kann möglicherweise daran liegen, dass eher "wieso glaubst du nicht an Gott" bzw. "wie kann ich andere von meinem Glauben überzeugen" kommt als "keiner will sich meinem Atheismus anschließen".

Der Grund fürs Atheist sein lag bei mir weniger in der Wissenschaft als vielmehr in der Verlogenheit so mancher Gläubiger.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MarkusPK
16.11.2016, 13:46

Den Grund kann ich absolut nachvollziehen. Kenne da genug eigene Beispiele. Danke für die Antwort!

0

Den Unmut Deiner Gesprächspartner kann ich auch als Nicht-Atheist gut nachvollziehen. Ich empfinde es selbst als antikommunikativ und übergriffig, wenn mir jemand erklären will, was ich denke.

Wer sich so verhält, der verletzt damit eine Grenze, nämlich die, an der er selber aufhört und der Andere anfängt. Bei manchen Leuten beobachte ich, daß sie die Grenzen Anderer wenig respektieren, und vielleicht nicht einmal wahrnehmen, aber selbst ziemlich dünnhäutig reagieren, wenn man ihnen zu nahe tritt.

Arrogantes, abwertendes und gehässiges Verhalten beobachte ich auch, aber nicht speziell bei Atheisten, sondern bei Angehörigen jeglicher Meinungsfraktion. Auch auch an mir selbst. Und das scheint mir der Punkt zu sein, an dem jeder am wirksamsten ansetzen kann, wenn ihn das stört.

Zu der Frage, was Atheismus genau "ist", habe ich keine Meinung außer der, daß ich ihn für eine Meinung halte, die ich zwar nicht teile, die ich aber nicht zuletzt deshalb respektiere, weil es für den Reputationsverlust gerade des Christentums allzu reale historische Gründe gibt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MarkusPK
15.11.2016, 20:11

Gute Antwort. Ich versuche, deinen Rat zu beherzigen.

0

Die beiden User mit denen du dich unterhalten hast haben Recht. Atheismus bedeutet tatsächlich nichts weiter als "Gottlosigkeit" um es in deinen Worten zu sagen.

Alles andere, Aberglauben an Übernatürliches zum Beispiel ist völlig individuell. Es gibt Menschen welche die Existenz von Göttern ablehnen oder nicht daran glauben, aber dafür anderem esoterischen Unsinn nachgehen wie Magie, Kristallen, Fabelwesen, etc.etc.

Das ist jedoch nicht mehr Teil des Atheismus. Wie das Wort beschreibt, geht es beim Atheismus nur um die Ablehnung von Göttern, bzw. dem mangelnden Glauben daran.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MarkusPK
15.11.2016, 17:34

Okay, danke dir. Jetzt verstehe ich es besser.

Also kann Atheismus aber durchaus ein Teil der individuellen Weltanschauung sein, aber Atheisten bilden keine Weltanschauungsgemeinschaft, egal, wie ähnlich ihre Auffassungen auch sind. Verstehe ich das richtig?

1

Atheisten lehnen meistens auch Übernatürliches wie Magie und Geister ab, aber nicht zwingend. Der Grund ist, dass die meisten Götter als Geisterwesen gedacht werden mit magischen Kräften und diese Wesen und Kräfte ähnlich schwer nachweisbar sind wie Götter.

Geister und Magie sind Themen, die sehr viel Ähnlichkeit mit dem Thema Götter haben. Deswegen unterstellt man Atheisten gerne (und meistens auch zurecht), dass sie Geister und Magie ebenso ablehnen und verbinden diese (streng genommen fälschlicher Weise) mit dem Atheismus.

Das Fundament ihres Überzeugseins ist also die Wissenschaft.

Kann man so nicht sagen. Ein Atheist kann z. B. auch Bauernweisheiten glauben schenken oder abergläubisch sein. Er kann auch zum Beispiel an Horoskope glauben.

Ich sehe das genau wie deine Kritiker, dass Atheismus keine Weltanschauung ist. Das liegt an der Art und Weise, wie Atheismus definiert wurde, nämlich sich abgrenzend. Es gibt zahlreiche, verschiedene, mögliche Weltanschauungen für Atheisten, nur ein Typus wird ausgeklammert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von danhof
15.11.2016, 13:55

Echt? Es soll abergläubische Atheisten geben?

Das würde mich jetzt aber doch wundern, zumal viele Atheisten die Begriffe Glaube und Aberglaube synonym verwenden oder verstehen.

1
Kommentar von MarkusPK
15.11.2016, 14:17

Danke, Antworten wie deine helfen mir sehr, die Argumente der beiden zu verstehen. Ich werde das in Zukunft berücksichtigen!

1

Natürlich ist Atheismus eine Weltanschauung.
'Weltanschauung' in dem Sinne, dass ich eine Vorstellung darüber habe, wie die 'Dinge des Lebens' miteinander zusammenhängen. Dazu gehört auch die Annahme, dass es keine 'Schöpfer' im Sinne einer personähnlichen Gottheit gibt.

Aber man kann endlos streiten, wenn man sich nicht auf gemeinsame Definitionen einigt.
In diesem Fall:
Was verstehe ich unter dem Begriff 'Weltanschauung'?
Wann spreche ich von einer Person als 'Atheist' bzw. was meine ich damit, wenn ich mich als 'Atheisten' bezeichne.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Giustolisi
15.11.2016, 22:54

'Weltanschauung' in dem Sinne, dass ich eine Vorstellung darüber habe, wie die 'Dinge des Lebens' miteinander zusammenhängen.

Atheismus bedeutet nicht eine Vorstellung zu haben wie etwas zusammen hängt. Es bedeutet nur, nicht an göttliche Zauberwesen zu glauben.
Zu einer kompletten Weltanschauung gehört weit mehr. Nicht an Götter zu glauben ist nur ein Teil davon.

1

Ich darf in zweiter Linie sicher auch als Christ antworten, oder? :-)

Deine Beobachtungen kann ich leider nur teilen.

Vier Anmerkungen möchte ich hier machen.

1. Atheismus kann sehr wohl religiöse Züge annehmen. Im Prinzip stimme ich zu, dass Atheismus erst einmal nur bedeutet, dass jemand glaubt, dass es keinen Gott gibt. Das steht jedem Menschen frei in unserem Land. Allerdings gibt es durchaus Organisationen (z.B. den Reason Circle), die über eine Art Guru (z.B. Richard Dawkins) verfügen, monatliche Beiträge erheben (Hallo Kirchensteuer) und missionarisch unterwegs sind ("Religion muss abgeschafft werden"). Hier zu behaupten, Atheismus kann Religion sein, ist keine Provokation, sondern einfache Beobachtung.

2. Ja, es ist eine Weltanschauung. Ich als Christ glaube, dass es einen Schöpfer gibt, der das Leben erschaffen hat. Ein Atheist glaubt, dass Abioginese im Spiel war und kein Gott erforderlich ist. Das eine ist nicht besser oder schlechter oder glaubwürdiger oder abweiger als das andere.

3. Einige Atheisten klammern sich an die Wissenschaft als alleinig sinngebende Einrichtung, als Grundlage ihres Weltbildes. Sie abonnieren Wissenschaft geradezu für sich und versuchen sie dem gläubigen Menschen zu entziehen. Wissenschaft wird als das genaue Gegenteil des Glaubens dargestellt, was natürlich nicht zutreffend ist. Ich persönlich finde das auch deshalb ein bisschen bedenklich, weil dann oft alle anderen Graustufen wie Philosophie und Kunst ebenfalls komplett abgelehnt werden. Der Mensch wird zu einer Maschine, und jede Regung, jedes Gefühl wird auf chemische oder neurologische Prozesse reduziert. Ich denke dann immer an Mr. Data.

4. Sicherlich spielt das Medium Internet dabei eine Rolle, aber man kann schon deutliche Unterschiede zwischen der realen Welt und den Internetforen erkennen. Im Internet fühlen sich viele Menschen eben doch sicherer und reagieren deutlich aggressiver und provokativer (gilt durchaus auch für Theisten, davon kann ich mich auch nicht immer freisprechen), als im wirklichen Leben, wo man sich gegenübersteht.

Soweit mein Senf dazu :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Susanne88
15.11.2016, 14:11

Mein Senf dazu :-)

1. ja, das sind dann Antitheisten, welche Religionen bekämpfen. Und sie können mit ihrer Art durchaus auf das Niveau von Gläubigen begeben.

2. "Ein Atheist glaubt, dass Abioginese im Spiel war und kein Gott erforderlich ist"  Nein, ein Atheist glaubt nicht an einen Gott.  Andere "Glauben" wie an Abiogenese oder Zufälle oder Wahrscheinlichkeiten oder an den Schweinsbraten sind nicht Gegenstand des Atheismus.

3. "weil dann oft alle anderen Graustufen wie Philosophie und Kunst ebenfalls komplett abgelehnt werden"  Atheisten lehnen Philosophie und Kunst oft ab? Da weißt du sicher einige Beispiele bekannter Atheisten. Sie lehnen ja oft ab.

4. Zustimmung.

7
Kommentar von Wurzelstock
15.11.2016, 19:40

Löwensenf. Gut gebrüllt ;-))

0

Ich würde den Begriff Weltanschauung jedenfalls nicht negativ empfinden.
Kommt von "schauen", und das ist m.E. besser als "wegschauen".

Denken und Schauen behindern sich gegenseitig.
Und deine Frage ist wohldurchdacht.

Ich habe nicht den Eindruck, dass du wirklich erkennen willst, wie Atheisten "ticken". Also die, die hier antworten.
Die sind nämlich Menschen, mit Stärken und Schwächen, und auch Emotionen.
Was für das Thema hältst, deckt sich nicht unbedingt mit dem, was ggf. Emotionen auslöst.

Und Atheisten sind genau wie Gläubige Individuen, die lassen sich nicht gern in eine Schublade stecken.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MarkusPK
15.11.2016, 19:09

Doch, ich habe schon eine Menge erkannt. Die einen haben mit dem Begriff überhaupt kein Problem, allerdings schon damit, als eine Gemeinschaft und nicht als Individuen gesehen zu werden. Das halten sie für fernab der Wirklichkeit, weil jeder Atheist doch seine ganz spezifische eigene Weltanschauung (hier ist die Sicht auf die Dinge gemeint) hat. Aus diesem Grund lehnen andere den Begriff "Weltanschauung" ab, worauf ich in Zukunft Rücksicht nehmen möchte, deshalb habe ich diese Frage gestellt. Die ablehnede Haltung gegenüber diesem Begriff kann ich zwar noch nicht ganz nachvollziehen, aber ich verstehe jetzt, warum er auch nicht ganz richtig gewählt ist.

0

Theismus ist keine Weltanschauung, weil Atheismus keine positive Aussage über die Welt macht.

Die beiden versuchten mir zu erklären, dass das Wort "Atheismus" nur
"ohne Gott" bedeuten würde. Dies wäre die einzige Bedeutung des Wortes
"Atheismus" und da gäbe es auch nichts zu ergänzen. Atheismus sei
Gottlosigkeit, nicht mehr und nicht weniger.

Aus irgendeinem Grund reagieren manche Leute sehr empfindlich, wenn über die Definition von Atheismus diskutiert wird. Gottlosigkeit wäre der Zustand, ohne einen Gott zu sein, aber das ist in praktisch allen Fällen nicht, was Leute unter Atheismus meinen. Atheismus bedeutet entweder, die Annahme, dass es keinen Gott gibt, oder nicht anzunehmen, dass es einen gibt. Wobe ich ersteres vorziehe.

In deinem nächsten Absatz verwechseltst du laufend Annahmen, die unter Atheisten verbreitet sind mit Annahmen, die notwendig zu Atheismus gehören. Das ist falsch. Viele Atheisten nehmen an, dass morgen die Sonne aufgehen wird. Aber das bedeutet nicht, dass jemand, der das nicht glaubt, kein Atheist ist!

Aus deinen Behauptungen würde übrigens resultieren, dass die Widerlegung des Atheismus nicht beweisen würde, dass es einen Gott gibt. Wenn dir das irgendwie seltsam vorkommt, dann deswegen, weil deine Definition mit dem Gebrauch des Wortes Atheismus nichts mehr zu tun hat!

Dieser These widersprach ich, denn es gehört zum Atheismus doch viel
mehr, als nur die Existenz eines Gottes abzulehnen. Jeder Atheist lehnt
doch auch alles andere Übernatürliche wie Magie, Geisterglauben,
Zukunftsvorhersagen etc. ab. 

Das ist eher Naturalismus! Und auch wenn Naturalismus unter Atheisten weit verbreitet sein mag, nicht jeder Atheist muss Naturalist sein!

Außerdem empfiindet er Kulthandlungen und Gebete als unnütz, ja manche
werden sogar ganz dastisch und bezeichnen sie als reine
Zeitverschwendung.

Das ist nicht einmal mehr Naturalismus.

Und er ist überzeugt davon, dass alles wissenschaftlich erklärbar ist -
auch wenn wir es nicht erklären können, bedeutet das nicht, dass es
nicht irgendwann erklärbar sein wird.

Das wiederum ist eine erkenntnistheoretische Position, weder Atheismus noch Naturalismus.

Meine Frage richtet sich in erster Linie an Atheisten.

Nach deiner Definition?

Aber warum seid ihr davon überzeugt, dass Atheismus auch keine Weltanschauung oder keine Philosophie ist?

Weil ich deine Definition nicht anerkenne! Das, was du beschreibst, wäre in der Tat eine Weltanschauung, aber es wäre abwegig, sie als Atheismus zu bezeichnen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MarkusPK
15.11.2016, 20:15

Von meiner Definition bin ich schon etwas zurückgetreten. Danke für deine Antwort, du erklärst sehr nachvollziehbar!

0

Nein, ich persönlich denke ebenfalls das Atheismus keine Weltanschauung ist, sondern nur ein Teil einer solchen.

Den ein Atheist ist nun mal jeder der nicht an Gott glaubt, dies ist für mich persönlich aber noch keine Weltanschauung.

 Jeder Atheist lehnt doch auch alles andere Übernatürliche wie Magie, Geisterglauben, Zukunftsvorhersagen etc. ab. Außerdem empfiindet er Kulthandlungen und Gebete als unnütz, ja manche werden sogar ganz dastisch und bezeichnen sie als reine Zeitverschwendung

Nun, ich würde behaupten nicht jeder Atheist sondern nur die meisten, den die meisten Atheisten lehnen die Vorstellung eines Gottes ja aufgrund der fehlenden Indizien ab, wer da konsequent bleibt und den Gedanken logischer weiter denkt wird natürlich Magie und andere Übernatürliche Praktiken ebenfalls aus dem selben Grund ablehnen.

Nur ist eben nicht jeder Atheist konsequent, oder ein logischer Denker.

Was das Beten betrifft, wenn jemand betet weil er irgend ein Wunder von einem Gott einfordert, ja dann sehe ich das logischerweise aufgrund meines nicht-Glaubens an Gott als Zeitverschwendung an.

Wenn jemand aber Betet um Trost zu suchen und sich mitzuteilen, dann sehe ich durchaus positive Aspekte

Das Fundament ihres Überzeugseins ist also die Wissenschaft. Diese Überzeugungen vertritt jeder Atheist

Nein, man braucht keinerlei Kenntnis von irgendwelchen Wissenschaften um Atheist zu sein, es gibt auch Menschen die schlicht aus dem Grund Atheist sind weil sie sich für keinen Gott interessieren, und sich Fragen die z.B. die Entstehung des Lebens oder dessen Entwicklung betreffen gar nicht erst stellen.

 Außerdem lässt sich Atheismus in meinen Augen sogar übersteigern und kann auch extremistische Züge annehmen:

Das stimmt, Trifft aber auf fast jede Eigenschaft zu die ein Mensch haben kann, man kann auch extrem gewalttätige oder extrem ordentlich sein.

  es gibt Atheisten, die alles Religiöse regelrecht hassen, Gläubige als Spinner und ihre heiligen Schriften provokant als Märchenbücher bezeichnen

Ja die gibt es, öfters sind das auch Leute die in Ihrer Vergangenheit schlimme Erfahrungen mit bestimmten Religionen gemacht haben. Anderseits gibt es auch einfach Menschen die gerne provozieren wollen, ich halte eine solche Rhetorik auch eher für Konterproduktiv.

 Als zum Abschluss beleibt zu sagen, Atheismus kann durchaus Teil eines Weltbild und einer Philosophie sein, und ja viele Atheisten haben ähnliche Weltbilder, Atheismus allein ist aber grundsätzlich nur eine Eigenschaft und mehr nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MarkusPK
15.11.2016, 10:40

Gute und sachliche Antwort, die zum Nachdenken anregt.

0
Kommentar von DreiGegengifts
15.11.2016, 10:51

Den ein Atheist ist nun mal jeder der nicht an Gott glaubt

Nein, ich bin eben auch kein Ainstallateur nur weil ich was anderes beruflich mache. Der Atheismus ist viel mehr als nur das "Nicht-Sein" von etwas.

0

Salü zusammen

Wenn der Atheismus eine Weltanschauung wäre, so müsste er logischerweise die Welt anschauen, denn würde er die Welt nicht anschauen, so wäre es keine Weltanschauung. Ein einzelner Atheist könnte zwar behaubten, er schaue die Welt nicht an, da alles nur Schein sei, und alles was andere als Welt beschreiben, nur für diese wirklichkeit sei, für ihn aber nicht. Er sagt vielleicht: Je mehr Menschen im Unfeld etwasglauben, um so mehr nehme es den Charakter von Wirklichkeit an, ohne es aber tatsächlich zu sein: Ein Tabu, leben nach dem Tod, Gesetzte, liebe, Gott, treue, lügen, vertrauen usw. Ein Atheist stellt vielleicht die Behauptung auf, er glaube nur an die existentz dessen, was er mit seinen Sinnen wahr nehmen kann. Natürlich geht das nur dann, wenn alle Gefühle, empfindungen, usw. Chemische oder ähnliche vorgänge sind. Für Atheisten muss alles die folgen von etwas sein, damit es eine Art Sinn bekommten. Für Atheisten sind Wunder unmöglich. - ich habe schon oft erlebt, dass atheisten bei diskusionen über Gott sehr gehässig werden können; philosophieren hingegen konnte ich meist problemlos mit ihnen. Ich folgere daraus, dass sie also 1. Eine Weltanschaung haben und 2. Eine Phylosophie haben und 3. an Gott glauben weil man über etwas das es nach Meinung der Atheisten ja gar nicht gibt auch nicht dermassen ausrasten kann. Aber das ist dann eine nächste interessante frage...!? 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von grtgrt
15.11.2016, 17:24

Ich denke schon, dass man auch den Atheismus als Weltanschauung (und als die Welt "anschauend") bezeichnen muss.

Atheisten schauen halt nur durch die Brille "was ist bewiesen" bzw. lehnen ab, was nur Überzeugung ist.

Vielen von ihnen aber ist nicht bewusst, dass echte Wissenschaft (in dem Fall ein Mathematiker) erkannt hat - und beweisen konnte -, dass es Aussagen gibt, die mit streng wissenschaftlicher Logik weder als wahr noch als falsch erkennbar sind (Stichwort: Gödels Unvollständigkeitssatz).

Wir sehen also: Atheisten betrachten die Welt sehr wohl - aber halt nur einen besonders kleinen Teil davon: eben alles, was beweisbar ist, von allem anderen wollen sie nichts wissen und erachten jene als dumm, die dennoch darüber nachdenken.

Man könnte das als ihre Religion bezeichnen.

2

Ein Atheist hat sich unter Umständen keinen monotheistischen Glaubenswerk unterworfen und möchte sich den Hassdarstellungen aus der Vergangenheit heute nicht weiter aussetzen.

Leider enthält beispielsweise die Bibel unter anderem Aufforderungen folgende Menschengruppen mit aller Macht zu bekämpfen, mindestens aber zu benachteiligen:

1. Juden
2. Heiden
3. Menschen, die an einen anderen Gott glauben

Im Islam gibt es aus früheren Zeiten ebenfalls Schriften, in denen gegen heutiges Menschenrecht Glaubenstexte enthalten sind.

Eins haben diese Weltreligionen gemeinsam, sie verbieten den Gläubigen die Anerkennung anderer Kulturen.

Was in aller Welt ist bitte schlimm, wenn sich jemand dafür entscheidet, nicht monotheistisch sein zu wollen? Ich würde den Atheismus daher schon alleine wegen des Deutschen Grundgesetzes als äußerst wertvoll erachten. Der Atheismus enthält den Freiraum, sich friedvoll und konform zum Deutschen Recht zu verhalten.

Artikel 1 

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Artikel 2 

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ob er eine Weltanschauung ist, darüber kann man wohl streiten. Da müsstest du deinen Begriff von Weltanschauung näher definieren. Es gibt auch verschieden starke ausgeprägte Formen des Atheismus.

Deiner Definition von Atheismus würde ich für mich etwa nicht gelten lassen: "...gehört zum Atheismus doch viel mehr, als nur die Existenz eines Gottes abzulehnen." Ich lehne die Existenz eines Gottes nicht ab (ablehnen: zurückweisen, leugnen), ich sage nur:

  •  Es gibt für mich (zumindest bisher) keinen plausiblen oder logischen Grund, die Existenz von Göttern abzunehmen. 

"Jeder Atheist lehnt doch auch alles andere Übernatürliche .....ab." Ich ja, die meisten wohl auch, aber JEDER? Und ablehnen sehe ich auch hier nicht als richtigen Begriff. Aber wenn konsequent durchdacht, dann meiner Meinung nach ja, es müssten JEDER sein.

"Außerdem empfiindet er Kulthandlungen und Gebete als unnütz" Nicht generell, ich meine, dies hat keine Wirkung im Sinne der Absicht der Handlung. Aber es kann für die Betenden durchaus nützlich sein.

"Und er ist überzeugt davon, dass alles wissenschaftlich erklärbar ist - auch wenn wir es nicht erklären können, bedeutet das nicht, dass es nicht irgendwann erklärbar sein wird." Im Prinzip ja, aber nicht alles. SIehe etwa Gödelscher Unvollständigkeitssatz, Heisenbergsche Unschärferelation.

"es gibt Atheisten, die alles Religiöse regelrecht hassen..." Das würde ich eher als eine starke Form von Antitheismus sehen.

Ich sehe Atheismus für mich nicht als Weltanschauung. Es läßt sich mit einem Satz sagen: Ich nehme nur Natürliches, Nachweisbares als existent an. Ist das bereits eine Weltanchauung? Das musst dann du für dich entscheiden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MarkusPK
15.11.2016, 17:38

Danke für deine Antwort. Der letzte Satz beschriebe dann wahrscheinlich deine ganz individuelle Weltanschauung. =)

0

Ich bin Atheist, und für mich ist der Atheismus die Weltanschauung, in welcher es keinen Gott gibt. Zudem hat jeder Mensch irgendeine Weltanschauung, sei sie religiös, ideologisch, nicht religiös oder nicht ideologisch. Unser Weltbild, oder unsere Weltanschauung ist einfach nur die Perspektive, wie wir die Welt betrachten, sie wahrnehmen oder sie beurteilen. Ein Atheist beurteilt das hiesige Leben oder das Universum als etwas, was nicht geschöpft wurde. Damit ist der Atheismus eine Weltanschauung (Siehe Definition).

Das Faktum, dass der Atheismus eine Weltanschauung ist, können diese beiden "Hardcore-Atheisten" so lange abstreiten wie sie wollen. Der Atheismus ist und bleibt eine Weltanschauung. Ich weiß auch gar nicht, was daran so verkehrt ist, die eigene Weltanschauung als Weltanschauung zu betrachten?

LG. Belruh

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Atheismus ist die Abwesenheit von Gottglauben undGötterglauben und hat so wenig einen Inhalt wie das Nichtrauchen oder dasNichtschwimmen. Nichtrauchen ist kein Laster und Nichtschwimmen ist keineSportart. Atheisten mögen im Einzelfall an Konfuzius, ab Buddha, an Mao TseDong, an den Humanismus, den Sozialismus, die Weltrevolution, an Geister, anMagie oder auch an gar nichts glauben. Das hat alles nichts „mit Göttern“ zutun oder „ohne Götter“. Der kann auch regelmäßig an Kulthandlungen teilnehmenwie z.B. die Buddhisten, das sind auch Atheisten. Nun sagst Du:

Jeder Atheist lehnt doch auch alles andere Übernatürliche
wie Magie, Geisterglauben, Zukunftsvorhersagen etc. ab. Außerdem empfindet er Kulthandlungen und Gebete als unnütz ....

Das ist doch so ein barer Unsinn, als würde ich allenNichtrauchern Alkoholismus unterstellen oder allen Nichtschwimmern exzessive Bergsteigerei.

Missionare vielfältiger Art mögen sich gelegentlich auchunter Atheisten finden. Mir ist allerdings noch keiner begegnet. Mich hat nochkein Missionar an der Wohnungstür im Namen des Atheismus belästigt. Und Kriegewurden auch noch nicht im Namen irgendwelcher Ungläubigkeiten geführt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MarkusPK
19.11.2016, 08:43

Gute und einfach erklärte Antwort, danke. Der letzte Punkt stimmt aber nicht. Denk mal an Korea, Afghanistan und Vietnam. Außerdem Maos Kulturrevolution, die Stalinistischen Säuberungen und heute, was in Nordkorea abgeht. Auch wenn die letzten Beispiele keine Kriege mit zwei konträren Nationen waren, sind kriegerische Handlungen und unbeschreibliche Grausamkeiten auch bereits von Atheisten durchgeführt worden. 

0

Ich als Atheist sehe Atheismus nicht als Weltanschauung. Atheismus bedeutet nur, nicht an Götter zu glauben, mehr nicht. Das kann Bestandteil einer Weltanschauung sein, sogar ein wichtiger Bestandteil, oder sogar deren Basis, aber zu einer kompletten Weltanschauung gehört meiner Meinung nach noch viel mehr als nur die Frage, ob man an Götter glaubt.

Also nein, Atheismus ist keine Weltanschauung, aber ein Bestandteil davon.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Atheismus kann sogar eine Religion sein. In Österreich gibt es die Atheistische Religionsgesellschaft (kurz ARG). Sie geben an, dass sie eine religiöse Form des Atheismus vertreten.

Ihre Homepage ist http://atheistisch.at

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
  • Jeder Atheist lehnt doch auch alles andere Übernatürliche [...] ab.
  • er ist überzeugt davon, dass alles wissenschaftlich erklärbar ist
  • Diese Überzeugungen vertritt jeder Atheist
  • Atheismus ist damit nichts Individuelles mehr

Du steckst alle Atheisten in einen Sack und schlägst dann munter drauf ein. Und dann schiebst Du dreist nach:

Bei der Diskussion würde ich mich sehr freuen, wenn die Netiquette beachtet wird.

Diese "nette Diskussion" wird für Dich wohl erst dann zu Ende sein, wenn alle Deiner Meinung sind. Erwarte da bloß nicht zu viel!

Falls Du konstruktiv diskutieren magst, solltest Du Deine Vorurteile im Zaum halten und Dich im Vorfeld zum Thema aufschlauen. Die Wiki-Artikel zu "Weltanschauung" und "Atheismus" wären dafür ein guter Anfang.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also vorweg, ich bin kein Atheist.

Atheismus is aber sehr wohl eine Weltanschauung. Den als Atheist vertritt man ja eine bestimmte Sichtweise über die Welt und das Universum. Da aber der Atheismus zunehmend Mainstream wird, wundert es mich nicht, dass viele selbsterklärte Atheisten so etwas behaupten. Eine Religion ist der Atheismus aber nicht! Den der Glaube an eine Religion beinhaltet den Glauben an das Göttliche. 

Das Argument mit der Wissenschaft halte ich persönlich für Unfug. Ich selbst glaube an keine gängigen Religionen. Ich bin aber ein sehr spiritueller Mensch, der glaubt, dass das göttliche im Universum existiert. Also eine Art Macht die allwissend ist und die Geschicke im Kosmos beeinflussen kann. Trotz allem glaube ich aber, dass die Wissenschaft ein wesentlicher Teil zum Fortschritt einer Zivilisation ist. 

Jedoch ist das was die Menschheit bisher über das Universum weis, so wenig das es wohl nicht mal 0,1 % des Wissens ist, dass es zu entdecken gibt. 

Nach Universellen Maßstab betrachtet sind wir deshalb nicht mehr als unwissende Primaten. Deshalb verstehe ich auch nicht, wenn Atheisten mit der Wissenschaft argumentieren. Und diese Argumentation als Grundlage für die Nicht Existenz des Göttlichen verwenden. Bei dem bescheidenen Wissen, das unsere Junge Spezies bisher gesammelt hat, verwundert es micht wenig, dass wir die Existenz des göttlichen (noch) nicht nachweisen konnten. (Sofern es überhaupt möglich ist, es je nachzuweisen)

Was ich sagen will. Atheisten haben eine sehr beschränkte Auffassung vom Universum und allem was darin existiert. Atheisten sehen nur schwarz und weiß. Aber die vielen bunten Farben die es gibt und die unendlich Vielen Möglichkeiten die das Universum bereit hält werden von ihnen einfach ignoriert...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Halbkornbrot13
15.11.2016, 11:06

Atheisten sehen nur schwarz und weiß. Aber die vielen bunten Farben die es gibt und die unendlich Vielen Möglichkeiten die das Universum bereit hält werden von ihnen einfach ignoriert...

Das ist schlicht falsch, bzw. trifft bei weitem nicht auf all Atheisten zu.

Es ist vielmehr so das einige Menschen eben deshalb Atheisten sinn, den wie du sagst es gibt beinahe Unendlich viele Möglichkeiten und dies trifft auch auf den Ursprung des Kosmos ober beispielweise den Ursprung des Urknalls zu.

Ich persönlich bin Atheist, weil ich es unlogisch und irrational erachte angesichts der unendlichen Möglichkeiten an irgendeine göttliche Wesenheit zu glauben, die Existenz einer solche lehne ich deshalb vorerst ab den es gibt unzählige alternativen.

9
Kommentar von Giustolisi
16.11.2016, 01:28

Atheisten haben eine sehr beschränkte Auffassung vom Universum und allem was darin existiert.

Menschen generell haben eine sehr beschränkte Auffassung vom Universum, nur glauben Atheisten eben nicht an Götter.
Götter dienten und dienen nur dazu, die Neugier der Menschen zu befriedigen, Antworten auf Fragen zu liefern, auf die sonst niemand eine Antwort hatte und so das trügerische Gefühl zu geben, man hätte die Antworten.
Lässt man die ganzen Pseudoantworten der Religionen hinter sich und begibt sich auf die Suche nach echten Antworten, begreift man erst wie wenig man weiß. Es geht darum sich der Tatsache bewusst zu sein dass man fast nichts über das Universum weiß und sich nicht den religiösen Märchen hinzugeben, die nur dem Wunschdenken entspringen.

0
Kommentar von Mark1616
16.11.2016, 06:33

Den als Atheist vertritt man ja eine bestimmte Sichtweise über die Welt und das Universum.

Nein, tut man nicht. "Den" Atheisten gibt es nicht. Außer der Meinung, dass es kein göttliches Wesen gibt müssen Atheisten rein gar nichts gemeinsam haben.

Deshalb verstehe ich auch nicht, wenn Atheisten mit der Wissenschaft argumentieren.

Weil die Wissenschaft mit Beweisen arbeitet. An was du glaubst ist komplett irrelevant, weil du außer irgendwelchen Gefühlen nichts hast was das bestätigt. Außerdem gibt es ein paar Milliarden Menschen die an etwas anderes glauben als du: Es gab Menschen die Hitler, Mao oder Stalin als gottgleich angesehen haben. An was wir alles vor 2000 Jahren geglaubt haben mal ganz zu schweigen...

Atheisten haben eine sehr beschränkte Auffassung vom Universum und allem was darin existiert.

Wann wurde in unserer Menschheitsgeschichte jemals Magie bewiesen?

Aber die vielen bunten Farben die es gibt und die unendlich

Welche der "vielen bunten Farben" soll ich denn sehen? Das was du für bunt hältst? Das was einer der 80 Mio anderen Menschen in Dtld für bunt hält? Oder soll ich mich lieber die Wunder der Wissenschaft erkennen, die es bisher noch geschafft hat alles zu erklären?

0

Was möchtest Du wissen?