Ist der Anet A8 auch für 3D-Druck Anfänger geignet, die jedoch technische Grundwissen und handwerkliches Geschick haben, geignet?

4 Antworten

Ich besitze ihn selber und sage mal grundsätzlich ja. Allerdings würde ich noch Verbesserungen machen und ihn nicht im Grundzustand nutzen. Ich habe das Netzteil gewechselt da es anscheinend auch Probleme gab (u.a. feuertechnisch ;) ). Ausserdem sind meiner Meinung nach die kabelquerschnitte etwas klein gewählt weswegen ich andere verwendet habe. Was schon vorgeschlagen wurde ist der mosfet was auch ratsam ist. Mein grösster Vorteil mit dem Mosfet ist, dass ich dann von dem PC Netzteil was ich etwas umgebaut habe und anstelle des originalen verwende auch einen anderen Kanal mit 12v nehmen kann um zu heizen, da das Netzteil sonst etwas zu schwach wäre. Druck und druckgeschwindigkeit sind sehr verschieden je nach verbesserungslevel aber ich würde es grundsätzlich als gut brauchbar einstufen. Für den Preis sogar sehr gut. Was sich meiner Meinung auch sehr lohnt ist das Sensor Upgrade für autoleveling (einstellen der Höhe des heizbettes) was bei mir auch gut funktioniert.
Alles in allem ein schöner Drucker der sehr viel bietet aber auch gewissen aufwand erfordert.
PS. Wenn du nicht alles zum Drucken selber zeichnen willst gibt es auf thingiverse diverse Sachen schon komplett fertig zum ausdrucken, auch die Verbesserungen.
Filament bekommst du auf dasfilament.de zu nem guten Preis Leistungsverhältnis.

Danke für die Sicherheittipps(ich will ja keinen Chinaböller)

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Kein Ding, bei fragen einfach melden. als Software empfehle ich Cura als slicer und für CAD, zum zeichnen freecad.

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Stimmt die Kabel hab ich schon ganz vergessen:

Bei mir wurden die für das HotBed mal ziemlich heiß (war ein langer Druck) und durch die Hitze schmolz die Isolierung von beiden. Da sie aufeinander lagen, haben sie sich irgendwann berührt und Zack Kurzschluss. Das Netzteil hat sofort abgeschaltet, weshalb ich auch nicht finde, das es gewechselt werden MUSS aber naja jedem selbst überlassen.

Ende der Geschichte war ein kaputter MOSFET und da ich noch keinen externen benutzt hatte, war es der auf dem Mainboard. Das kann man zwar reparieren, wenn man Ahnung von hat, was ich auch gemacht hatte aber es ist nicht das leichteste, weil der mittlere Pin hinten über das MOSFET auf die Platine gelötet ist und diese Stelle nach einem Kurzschluss schwarz und verschmort ist. Man muss also ein Loch durch bohren und ein Kabel vom MOSFET hinten zu der nächsten Lötstelle legen.
Für alle die sich nicht damit auskennen:

  1. Feuerfeste Kabel mit größerem Querschnitt verwenden
  2. Externen MOSFET kaufen
  3. Falls doch was passiert, das Mainboard kostet jetzt auch nicht die Welt aber es ist eher das MOSFET durch und das naja ist günstig also reparieren immer versuchen (mehr als kaput geht nicht) und sonst neu kaufen
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Hi, ich habe selber den A8 und bin total zufrieden, die Druckergebnisse sind mega gut und das beste, man kann einfach mit gedruckten Teilen upgraden.

Ich kann dir nur empfehlen, den Drucker zu kaufen, der zusammenbau hat sicherlich einige Tücken und Schwierigkeiten aber es ist alles schaffbar und macht mega Spaß, du lernst einfach wie dein Drucker funktioniert und bei Fehlern oder Ausfällen, weiß man meist sofort, woran es liegt, weil man den Drucker fast besser kennt als der Hersteller :)

Selbst wenn du Probleme hast, meistens bist du nicht allein damit und findest sofort eine Lösung im Internet ohne lange zu suchen.

Aber bitte pass auf, bevor du mit dem Drucker aufbau beginnst, verkabel einmal die Elektronik und teste, ob die Motoren sich bewegen alles heizen kann, die Endstops funktionieren und so weiter. Es ist und bleibt keine Mega krasse Qualität, wobei es jetzt auch nicht die schlechteste ist. Ich hatte persönlich zwar keine Probleme aber es ist eben ärgerlich, wenn du fertig bist und nichts geht, dann kannst du die Kabel schön wieder rausfummeln

Und kauf dir am besten für das HotBed ein MOSFET, die Bahnen auf dem Mainboard sind ziemlich dünn, für das, was da durch soll und das kann eben zu Brand führen.

Extruder brauch das nicht, hab ich auch nicht, gab auch nie Probleme

Sry für den langen Text, aber ich glaube so sparst du dir vielleicht bisschen Ärger

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Okey, vielen Dank für deine aussagekräftige Antwort!

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@0Cheker0

Schau dir trotzdem vielleicht mal den Anet A6 an, der ist auch ganz gut, hab ich zwar keine Erfahrung mit aber er soll angeblich besser sein als der A8

Und ich glaube, ich würde auch ehr den A6 kaufen als den A8, wenn ich damals davon gewusst hätte aber naja vielleicht kauf ich ihn mir als zweiten Drucker irgendwann

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Kollege hat den A6 gekauft, das Problem ist, dass die Verbesserungen meist für den A8 sind. (sein a6 läuft bis heute nicht richtig)

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@Ale28

Hab ich auch schon gesehen, dass die ganze Community und upgrade Möglichkeiten (z.B. 3D-DRucker übern Raspberry Pi) beim Anet A8 größer sind.

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@0Cheker0

Ja das stimmt, die A8 Community ist um einiges größer aber die A6 ist jetzt auch nicht klein und das mit dem Octoprint oder AstroPrint ist doch für jeden Drucker gleich oder nicht?

Sofern er natürlich ne Anschlussmöglichkeit hat und man direkt vom Pc drucken kann

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Im Prinzip ist jeder 3D-Drucker für Anfänger geeignet, wenn der Anfänger ambitioniert ist und sich auf das Thema einlässt. Die günstigen 3D-Drucker sind keien fertigen Maschinen, sondern eine Plattform, die durch eigene Verbesserungen und Addons den eigenen Ansprüchen angepasst werden können. Dabei ist es von Vorteil, wenn man etwas technischen background mitbringt, löten kann, gerne improvisiert.

Ich habe so einen Bausatz-Drucker von CTC und bin so begeistert, dass ich ihn über ein Jahr fast täglich habe drucken lassen. Jetzt ist Pause, weil neue Rechner angeschafft wurden, der neue Hund ist da, aber in kürze werde ich den Drucker auf meinem Computertisch fest installieren und wieder mit der 3D-Druckerei beginnen.

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