Ist der 33 KuG nicht etwas lachhaft?

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Es gilt das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen, wie ebenso das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Jede Urheberrechtsverletzung ist eine Stratat.

Schlußendlich entscheiden die Rechteinhaber in welchem Kontext sie gesehen werden.
Das gilt nicht nur für Fotos, sondern auch für Graphiken, Texte, Musik at all.
Für den Fall einer Verwendung braucht der Nutzer die Nutzungsrechte.

Du liest wohl den § 33 ohne §§ 22 und 23?

§ 22 Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie
Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.
§ 23 Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie
(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
(2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.

Was du willst ist also das jeder ein Bild von dir a) machen kann und b) damit machen kann was er will - beispielsweise Geld verdienen? ;)

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Früher Beruf, heute »nur« noch Hobby.

ja aber von Privatpersonen darf man demnach nicht einfach Fotos benutzen.

man muss es ja auch gar nicht gemacht haben, der 33 kug greift ja sogar schon, wenn man z.B. ein Profilfoto verwendet, dass derjenige schon veröffentlicht hat, selbst irgendwo veröffentlicht.

doch die 22 und 23 kug sind mir bekannt

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@SebastianSchwei
ja aber von Privatpersonen darf man demnach nicht einfach Fotos benutzen.

Korrekt.

man muss es ja auch gar nicht gemacht haben, der 33 kug greift ja sogar schon, wenn man z.B. ein Profilfoto verwendet, dass derjenige schon veröffentlicht hat, selbst irgendwo veröffentlicht.

Ebenfalls korrekt.

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Im wahren Leben sieht jeder mein Gesicht, wenn ich mich nicht verschleiere, das stimmt. Aber im wahren Leben darf ich auch entscheiden, wo mein Gesicht überall zu sehen ist. Im Internet wäre selbiges ohne entsprechenden Artikel schwer.

Außerdem besteht immer die Möglichkeit, die Erlaubnis einer Person einzuholen. Wenn man ihr Bild so unbedingt irgendwo veröffentlichen will, dürfte das kein Problem sein.

Desweiteren würde man meines Wissens nach heutzutage bei unerlaubter Veröffentlichung nicht nur Probleme aufgrund von entsprechenden Artikeln, sondern auch wegen der dsgvo bekommen.

Notwehrrecht bei einem Diebstahl?

Hallo zusammen.

Ich habe mich heute ein wenig mit den Notwehrrecht auseinandergesetzt.

Konkret beziehe ich mich dabei auf StGB Paragraph 32.

(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

Nun würde es mich interessieren, wie genau man diesen Paragraph auslegen kann (das Ganze ist ja relativ komplex)

Dazu Folgendes Beispiel:

Person A befindet sich auf ihrem privaten Grundstück. Die Person besitzt rechtmäßig Schusswaffen. Nun wird Person A überfallen und Person B klaut einen wertvollen Gegenstand.

Zu diesem Zeitpunkt macht sich Person B bereits strafbar und eine Notwehr wäre angebracht. (Korrigiert mich gerne, wenn ich falsch liege)

Nun flieht Person B. Die Straftat ist damit aber ja eigentlich noch immer gegenwärtig?

Das mildeste Mittel zur Verteidigung der Rechte von Person A wäre in diesem Fall eine Schusswaffe, da dies in dem Fall das einzige Mittel ist, das zur Verfügung steht und sich auf diese Distanz, die durch die Flucht von Person B entstanden ist, anwenden lässt.

Eine Schuss führt zwangsweise zu körperlichen Schäden und kann auch tödlich sein, da der Waffenbesitz beispielsweise durch das sammeln historischer Waffen mot geringer Präzision gerechtfertigt wird.

Nun handelt es sich meiner Meinung nach hierbei um Notwehr.

Dagegen sprechen Argumente wie: (1) Es ist Selbstjustiz, da die Tat bereitsabgeschlossen ist und (2) das Mittel ist unangemessen und steht nicht in Relation.

Wie seht ihr das?

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