Ist der 2. Weltkrieg ewig lange her und man sollte das Thema endlich ruhen lassen, oder ist es jüngste Vergangenheit und sollte zur Mahnung dienen?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Ich bin Jahrgang 1924 und habe die Zeit erlebt. Ich habe keinen Juden umgebracht und nicht freiwillig auf Soldaten geschossen. Ein Soldat kann nur überleben, wenn er auf seinen Gegner schießt, gleichgültig, auf welcher Seite er steht.

Es gibt ein Sprichwort das sagt, Geschichte kann man nicht rückwärts schreiben.

Die Zeit ist eine Epoche in der Geschichte und sollte auch so behandelt werden. Nur sollte sie ehrlich behandelt werden. Nicht das gesamte deutsche Volk hat Schuld, einen Völkermord begangen zu haben und vor allem nicht die nachfolgenden Generationen.

Wenn man die Geschichte ehrlich wiedergibt, dann muss auch die Antwort auf die Frage gestellt werden, war der Bombenkrieg und besonders der Angriff auf Dresden, als der Krieg schon lange entschieden war, nach dem Völkerrecht gerechtfertigt? War die millionenfache Vergewaltigung deutscher Frauen mit dem Kriegsrecht vereinbar?

Ich würde mir eine ehrliche und gerechte Darstellung der Zeit wünschen und sie in die Reihe geschichtlicher Ereignisse einordnen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Konzulweyer
27.08.2016, 16:38

Danke für deine Antwort. Schön, daß es noch Zeitzeugen gibt. Mein Vater ist Jahrgang 1925 und ist 1978 mit 52 Jahren nicht zuletzt an seinen Kriegsverletzungen gestorben. Er hat nie bzw. selten über seine Kriegserlebnisse erzählt. An Sylvester, wenn die Kracher losgelassen wurden, wurde er vom Pulvergeruch ganz wütend. Ich mußte damals zur Bundeswehr. Er hat mir abgeraten zum Militär zu gehen, und Antrag auf Verweigerung zu stellen. Er hatte ne Abneigung gegen alles was mit Militär zu tun hat.

1

"Ruhen lassen" ist der falsche Ausdruck. Es kann immer hilfreich sein, sich mit historischen Ereignissen zu befassen und daraus Lehren zu ziehen, egal wie lange diese zurück liegen.

Notwendig ist allerdings, nicht zuzulassen, daß mit Ereignissen, die so lange zurück liegen, heute noch Politik betrieben wird, daß mit Verweis auf geschichtliche Ereignisse heute noch politischer Druck ausgeübt wird. Wenn solche Interessen ins Spiel kommen, bleibt eine nüchtern sachliche Betrachtung dieser Epoche, die längst dringend nötig wäre, auf der Strecke.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Aus den Fehlern der Vergangenheit sollt man eigentlich lernen, wenn man das Thema ausblendet möchte man auch wohl nichts daraus lernen. 

Es ist nicht selbstverständlich in Frieden und Freiheit zu leben, das Thema ist heute hoch aktuell und wir und unsere Politiker sollten diesbezüglich noch viel wachsamer sein als es jetzt zur Zeit den Eindruck macht.

Man sieht doch ganz deutlich wie weit es mit der Solidarität bezüglich der Flüchtlingskrise in der EU aussieht, in der NATO dürfte es im Ernstfall mit der Solidarität ähnlich brüchig sein. Die ganzen Vereinbarungen stehen auf wackeligen Füßen.  

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der zweite Weltkrieg ist nicht lange her und man sollte es nicht ruhen lassen. Unsere Gegenwart wird vom Krieg damals geprägt und wie wir wissen, sollten wir von Geschichte lernen.
Das Problem dabei ist, dass wir nicht daraus gelernt haben, und uns immer noch bekriegen, obschon so viele gefallen sind. Nach dem 3. Weltkrieg, welcher bald geschehen könnte, wird aus Geschichte gelernt. Mal sehen was die Zukunft bringt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist immer noch in der nahen Vergangenheit und wir lassen uns dadurch immer noch beeinflussen und das ist manchmal auch gut.

Das Thema Nationalsozialismus ist immer noch aktuell und sollte uns zur Mahnung dienen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dieses Thema darf man nie Vergessen ! Falls man das WW2 Thema vergessen hat, kann es sich auch mal wiederholen, was wir alle selbstverständlich nicht wollen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hey,

im Thema Krieg bekommt die Zeit Bemessung keinen Wert, aus meiner Sicht!

Kriege dienen als abschreckendes Mahnmal für Aktivitäten, ausgelöst durch Machthabern, die mit Worten an ihre Grenzen kamen.

Fazit: Man sollte abschließen aber niemals vergessen worum es, bei egal welchen Krieg, wirklich ging!

Krieg ist etwas abscheuliches, was man eben genauso so gut auch durch Schach hätte lösen können.

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hi,

gerade die Flüchtlings"krise" hat gezeigt, dass der 2. Weltkrieg immer noch als Thema sehr aktuell ist.

Der zweite Weltkrieg führte auch zu viel Vertreibung und zu Umsiedlungen, die wir Deutsche anscheinend kollektiv vegessen haben. Eigentlich sollten wir aufgrund dieser Erfahrungen denjenigen, die vor Krieg flüchten, besonders viel Verständnis und Hilfe entgegenbringen können.

October

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von hocket1900
27.08.2016, 13:30

Ganz genau meine Ansicht. Vielen Dank an dieser Stelle. Es sollten wahrlich mehr Leute wie du denken.

Chapeau!!!

0
Kommentar von wolfgang11
27.08.2016, 19:34

Die Flüchtlingskriese hat 2 Seiten.

Die deutschen Flüchtling hatten kaum eine Chance, in die von Deutschland abgetrennten Ostgebiete zurückzukehren.

 Die haben aber die heutigen Flüchtlingsströme, wenn in ihren Ländern die Kriege beendet werden. Die Frage ist aber, ob sie das überhaupt wollen?  

0

Geschichte verjährt nicht. Massenmord auch nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man sollte das Thema ruhen lassen. Wir sind nicht für diese Taten verantwortlich. Und eine abschreckende Wirkung hat es auch nicht wirklich. Siehe AfD etc.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?