Ist das Ziehen eines Wohnwagens an der Grenze der Anhängelast eine übermäßige Belastung eines Autos?

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10 Antworten

Es ist nicht gut für ein Auto, ständig am Limit zu ziehen. Ich hatte mal einen Toyota Avensis Diesel, der 1350kg gebremst ziehen durfte, aber schon mit dem Holz/Plane Pferdehänger samt meinen zwei Ponys (660kg Hänger+450kg Pferde=1100kg) Probleme hatte, sobald eine kleine Steigung kam. Die Kupplung nimmt das meistens übel.

klar ist es eine höhere belastung wie wenn du solo fährst.normal hält es das auto auch aus bei richtigem umgang mit bremse und kupplung sonst wäre die anhängelast nicht freigeben und kommt ja nur im urlaub vor.bei ganzjährigem einsatz würde ich ein größeres nehmen

Ja, ist es, zumindest bei einem Benziner. Ich hatte mal einen Pwk, mit 1500kg Anhängelast und 1700 kg bis 8% Steigung. Der hat meinen leeren 1500kg Wohnwagen nur in der Ebene auf Tempo 100 bringen können, an jedem Berg ist das Teil verreckt. War allerdings auch ein Benzine.

Wenn ihr einen Diesel nehmt, dann paßt das auch, wenn es grenzwertig ist.

unterschätze das Gewicht des Wohnwagens nicht, es ist davon auszugehen, dass die allermeisten hoffnungslos überladen sind! 270 Kilo Zuladung sind sehr schnell erreicht.

Beim Auto kommt es nicht nur auf das zulässige Gesamtgewicht sondern auch auf das zulässige Gesamtzuggewicht an. Wenn du also, um den Wohnwagen nicht zu überladen, Gepäck ins Auto packst (und dann ist es vermutlich auch sehr schnell überladen), hast du auch das Gesamtzuggewicht schnell überschritten.

Beispiel: Wohnwagenleergewicht 1230kg, zulässiges Gesamtgewicht 1500kg. Auto: Anhängelast 1500kg, Leergewicht 1600kg, zulässiges Gesamtgewicht 2000kg -> ergibt rechnerisch eine Zuladung von 270kg beim Wohnwagen und 400kg beim Auto. Das Gesamtzuggewicht ist aber z.B. nur 3200kg und du hättest 300kg Zuladungskapazität "verloren".

Also lieber etwas Reserve einplanen und ein Auto mit höherer Anhängelast und höherem zulässigen Gesamtzuggewicht kaufen.

Achte beim Autokauf unbedingt darauf, ob eine Zugbegrenzung (zulässiges Gesamtzuggewicht) gibt! Sofern es dein Führerschein zulässt, würde ich die Anhängerlast eher weiter oben ansetzen, denn das Zuladungsgewicht summiert sich, je mehr Komfort du an den Sellplätzen haben möchtest. LG 

Anhängerbetrieb ist immer eine Belastung fürs Zugfahrzeug. Neben der schon beschriebenen Mehrbelastung von Kupplung und Bremsen leiden auch die Heckstoßdämpfer mehr als im anhängerlosen Betrieb. Bei Bergfahrten, insbesondere bei warmer Witterung, wird der Motor wesentlich heißer als ohne Hänger.

Andererseits fahrt Ihr ja mit dem 1,5-Tonnen-Monstrum nicht tagtäglich herum. Bei entsprechender angepaßter vorsichtiger Fahrweise fliegt Euch das Auto schon nicht gleich um die Ohren.

Natürlich könnt Ihr Euch auch einen Wagen mit höherer Anhängelast aussuchen. Wer regelmäßig einen Hänger ziehen muß, ob beruflich oder privat (z.B. einen Pferdetransportanhänger), wird dann eher zu einem starken Wagen greifen wie einem Geländewagen. Allerdings kostet so ein Allradauto mehr und hat auch einen hohen Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu einem Pkw.

Der Wagen wird das schon schaffen, auch wenn es an der Grenze ist.

Der einzige Punkt sind Kupplung und Bremsen, wobei man dem Kupplungsproblem entgeht, wenn man einen Automatikwagen nimmt.

Ja ist es. Plane beim Kauf deines Autos eine Reserve mit ein und kaufe ein Auto mit mehr Leistung. Ich habe mir mit einem "an der Grenze Wohnwagen" meinen VW-Bus fast demoliert. Außerdem ist es für ein Fahrzeug immer besser wenn es nicht bis an seine Grenzen ausgelastet wird.

Klar ist es eine Mehrbelastung!

Kupplung wird extrem beansprucht und erst Recht die Bremsen!

Solltest dabei bedenken, dass du ggf. einen entsprechenden Führerschein benötigst, sofern das zGg ded Gespanns über 3,5t liegt. 

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