Ist das wahr? Islam?

18 Antworten

Ich kann da wieder mal eine Antwort einfügen, die ich auf ähnliche Fragen schon häufiger gegeben habe:

Die Meinung darüber, was mit Nicht-Muslimen nach dem Tod geschieht, ist bei den verschiedenen islamischen Gruppierungen nicht immer identisch.

Wenn Du fundamentalistische Sunniten fragst, wirst Du der Hölle nicht entgehen können.

Koraniten sehen das schon wieder anders und etwa Ahmadiyya-Muslime betrachten die Hölle lediglich metaphorisch.

In einem Buch des Islamwissenschaftlers Khorchide findet man übrigens einen Verweis auf Sure 78 Vers 23, dass der Aufenthalt in der Hölle von begrenzter Dauer ist. Auch Muhammad Asad übersetzt diesen Vers wie folgt: 

"In ihr werden sie bleiben für lange Zeit"

und erläutert es mit den Worten:

D. h. nicht für immer, da der Begriff huqb oder hiqba (von dem ahqab der Plural ist) nicht mehr bedeutet als "ein Zeitabschnitt" oder "eine lange Zeit" (Dschawhari) - nach manchen Autoritäten "achtzig Jahre", nach anderen "ein Jahr" oder einfach "Jahre" (Asas, Quamus, Lisan al Arab usw). Aber wie immer man diesen Begriff definiert, so ist es offensichtlich, dass er einen begrenzten Zeitabschnitt bedeutet und nicht Ewigkeit; und dies ist im Einklang mit vielen anderen Hinweisen im Koran dahingehend, dass das als "Hölle" beschriebene Leiden nicht ewig ist.

Auch Sure 6, Vers 128 oder etwa Sure 11 Vers 107 lassen da einen sehr willkürlich handelnden Gott "Allah" erkennen, der macht, was er will und da bliebe natürlich auch eine Chance für Nicht-Muslime.

Um auf Khorchide zurückzukommen, er weist darauf hin, das im Koran an keiner Stelle steht, dass die Hölle nie versiegen wird (im Gegensatz zu den Gaben des Paradieses). Und dass die Hölle eben nur so lange dauert, wie Allah es will.

Also hast Du vielleicht eine Chance auf das Paradies.

Ich selber glaube zwar nicht an Allah, und auch nicht an Paradies und Hölle, aber mir gefallen da die Ansichten von Asad, von Khorchide oder anderen fortschrittlichen Muslimen besser, als die Ansichten religiöser Fundamentalisten.

Die Meinung im Islam ist da nicht eindeutig. Es geht vor allem um die Trinität. Glauben die Christen nun an einen Gott oder an drei (Gott Vater, Jesus Christus sein Sohn und Heiliger Geist). Wenn Christen glauben, dass Jesus ein Teil Gottes ist, dann können das Muslime nicht akzeptieren. Wie das Allah sieht?

Die Frage, ob auch Nichtmuslime in das Paradies gelangen können, ist unter muslimischen Theologen umstritten. Einige Gelehrte legen die Koranstelle 2:62 – welche Dschanna als Lohn für die Gläubigen unter den Leuten des Buches ankündigt – so aus, dass sich diese nur auf jene in vorislamischer Zeit beziehe, sodass sie, falls sie danach keine Muslime werden sollten, vom Zugang zum Paradies ausgeschlossen seien.[5] Die sunnitischen Gelehrten Muhammad Abduh und Raschīd Ridā lehnen diese Sichtweise allerdings ab und verweisen diesbezüglich auf die Koranstelle 4:123-124, welche besage, dass die Anerkennung der Prophetie Mohammeds nicht zur Bedingung für das Seelenheil gemacht werden könne.[5] Im schiitischen Iran gelten Leute des Buches, die im Ersten Golfkrieg für die iranische Seite gefallen sind, sogar als Märtyrer,[6] weshalb der „Oberste Führer“ Ali Chamenei zu Weihnachten regelmäßig die Familien christlicher Gefallener besucht.[7]

(Quelle Wikipedia)

Eine typische Unterteilung der Dschahannam - Hölle - lautet wie folgt:

  • 1) Ein Feuer für die Sünder unter den Muslimen
  • 2) Ein Inferno für die Sünder unter den Christen
  • 3) Vorläufiger Bestimmungsort für Sünder unter den Juden
  • 4) Ein brennendes Feuer für Abtrünnige
  • 5) Ein Ort für Hexen und Wahrsager
  • 6) Ein Ofen für die Ungläubigen
  • 7) Ein bodenloser Abgrund für die Hochmütigen und Heuchler, die nach außen hin Muslime scheinen, aber im Inneren ungläubig wären.[5]

(Quelle Wikipedia)

Für mich, als Christ, stellt sich die Frage gar nicht. Denn Allah entspricht für mich nicht meinem Gott. Die Unterschiede sind zu gross (Bibel / Koran).

https://www.vg-sh.de/wp-content/vg-gl/Herbsttagung_2016/islam_und_christentum_vergleich.pdf

Jeder muss deshalb selber entscheiden, Bekehrung und Nachfolge von Jesus oder zum Islam konvertieren.

Nein, das sagen Muslime nicht, weil das dem Koran widerspricht. Im Koran steht, dass die Religion bei Gott der Islam ist und er keine andere Religion akzeptiert. Das gilt seit der Koran offenbart wurde und das betrifft die Menschen seit über 1400 Jahren.

Davor allerdings ist es so, dass natürlich auch Menschen in das Paradies kommen werden, die also vor der Offenbarung des Korans gelebt haben. Da gibt es natürlich Juden und Christen, die in das Paradies eingehen werden. Menschen, die Moses wahrhaftig gefolgt sind und seinen Lehren. Genauso wie Menschen, die Jesus und seinen Lehren wahrhaftig gefolgt sind. Das sind Menschen, die die Eigenschaften hatten wie Muslime. Und arabisch heißen sich ja auch Muslime. Muslim ist ein Gottergebener. Gottergebene gab es schon seit Adam. Also Muslim ist nicht an den Islam gebunden.

Aber auf heutige Juden und Christen trifft das nicht mehr zu. Generell. Es mag vielleicht ganz wenige Ausnahmen geben, die die Kriterien erfüllen. Aber auch sie müssten dann dem Koran folgen. Weil die wahren Juden und Christen zur Zeit von Muhammad schon den Islam angenommen haben.

Sie wissen, dass das die Folgerung daraus sein musste, dass sie ihren Schriften folgten. Sie haben ihre Religion nicht verkauft oder verraten. Im Gegenteil, sie haben ihre Religion vervollkommnen. Upgrade!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Autodidakt Islam seit 2010 und Fernstudium

Darf ich als nicht muslimin dua machen?

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Mal wieder das Übliche: bloße Behauptungen werden als Tatsachen präsentiert.

Und auch mal wieder die Mär, dass schon Adam Muslim war.

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Im Koran steht, dass die Religion bei Gott der Islam ist und er keine andere Religion akzeptiert.

*däääät*

Laut Koran kommen Juden, Christen und Sabäer in Paradies - mit der Begründung, daß der Koran ausschließlich herabgesandt wurde, um die vorherigen Schriften zu bestätigen die Mohammed in Händen hielt (arabischer Original-Wortlaut im arabischen Koran)

Der Koran widerlegt hier also die islamische Lehre "daß der Koran kam, weil die vorherigen Schriften jahrhunderte zuvor verfälscht wurden" - und nebenbei widerlegt das obendrein auch noch deine Aussagen hier.

Um deinen Widerspruch aufzulösen, braucht man aber nur in den Kontext deiner Verse zu schauen.

Denn der Koran wurde laut eigener Aussage ausschließlich an die Araber gesandt, mit "Eure Religion ist der Islam und ihr sollt keine andere Religion begehren" sind also nur die Araber angesprochen.

So löst sich der Widerspruch in Luft auf. Ist ganz einfach.

Weil die wahren Juden und Christen zur Zeit von Muhammad schon den Islam angenommen haben.

Ich würde sagen: die wahren Muslime haben sich gegen Uthman und den späteren Koran widersetzt.

Tja, das "kein wahrer Schotte"-Argument funktioniert in beide Richtungen.

Der IS z.B. behauptet, die "wahren Muslime" schließen sich dem IS an.

Dieses "Argument" kann jeder für sich beanspruchen.

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wäre mir neu, dass die Muslime es sagen. Was ich nämlich von ihnen höre: nur ihr Weg ist der Richtige. Alle anderen führen in die Hölle.

Sagen wir mal so:
Jeder Mensch wird in das "Reich Gottes" (Paradies) kommen (Offb.20,5).

Die "Einen" etwas früher (Offb.20,4).

Woher ich das weiß:Recherche

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