Ist das Universum von Anfang an als Grab geschaffen worden, um alles in ihm Entstandene auch wieder entgültig auszulöschen?

Das Ergebnis basiert auf 19 Abstimmungen

Ja 57%
Nein 42%

16 Antworten

Bereits deine Annahme, dass das Universum erschaffen wurde, ist Spekulation und nicht prüfbar.

Man kann nur bis kurz nach dem Urknall "zurückrechnen"; Über die Entstehung des Universums kann man damit leider nichts wissen. Wenn man diese nicht kennt, so kann man über Gründe bzw ob diese überhaupt notwendig sind, kann man damit erst recht nichts sagen.

Wenn man sich die Vorgänge im Universum anschaut, so wird man natürlich gewisse Vorgänge erkennen, z.b. Prozesse in Sonnen.

Wiederum andere DInge, z.b. pure Gesteine, tun für sich selbst betrachtet recht wenig.

Auf der Erde haben wir mit den Lebewesen natürlich hochkomplexe Komponenten.

Grundsätzlich würde ich das Universum mit Vorgängen und Wandel beschreiben. Ein Auslöschen im Sinne von das zuvor etwas da war und jetzt nicht mehr gibt es, vor allen Dingen in unserer Welt, nicht. Wenn wir z.b. sterben verschwindet unser Körper nicht einfach, sondern wird abgebaut und umgewandelt.

Wenn eine Sonne das Ende ihres Lebenzyskluses erreicht hat löst sie sich auch nicht einfach in nichts auf usw

Auslöschen wäre daher meiner Meinung nach nicht unbedingt das passende Wort

Ja

Nichts im Universum ist entstanden mit dem Ziel, ewig zu existieren.

Ewig existent scheint einzig und allein der Kosmos selbst: das Weltall, d.h. die Summe aller Welten (= Gott?). Sie stellt sich uns dar als ein grenzenloses Meer von Energie, die sich ständig neue Form gibt, also ständig in Bewegung ist vergleichbar mit der wogenden Wasseroberfläche in einem unbegrenzt großen Ozean. Das physikalische Vakuum entspricht diesem Ozean wie er sich bei absoluter Windstille darstellt.

Wie über einem wirklichen Ozean gibt es über diesem Meer von Energie aber lokal verschiedenes “Wetter”, welches mit mehr oder weniger “Luftbewegung” verbunden ist: Je stärker der Wind, desto mehr Schaumkronen zeigen sich auf dem Wasser. Was im wirklichen Ozean die Schaumkronen sind, entspricht im Weltall – der Summe alle dessen, was Physiker ein Universum nennen – den dort tatsächlich aus dem Vakuum gekommenen Dingen: Elementarteilchen, Atome, Gaswolken, Sterne, Galaxien oder was auch immer sonst im Zuge der Evolution so entstanden sein mag (bis hin zu denkenden Lebewesen oder gar – nun nicht mehr physikalisch erfassbar – ihren Gedanken und Ideen).

All diesen Objekten ist gemeinsam, dass sich jeder Art von ihnen ein für dieses Art typisches Alter zuordnen lässt, welches sie – im Durchschnitt gesehen – erreichen. Der Physiker nennt dieses Alter ihre mittlere Zerfallszeit. Bei der Art “Mensch” sind das etwa 75 Jahre, bei gewissen Elementarteilchen sind es nur winzige Bruchteile von Sekunden, bei Sternen mittler Größe sind es einige Milliarden von Jahren.

Bildlich gesprochen ist wirklich alles im Weltall Existierende Teil einer Art “Schaumkrone”, die sich – je nach “Windstärke” – langsam oder auch recht schnell bilden kann, immer aber nur endlich lange existiert: Sie beginnt zu zerfallen, stirbt also oft auch langsam, sobald sie ihre höchste Position über der Meeresoberfläche erreicht hat (im Meer der Energie wäre das ihr Zustand maximaler Lageenergie). Die Materie bzw. die Energie, aus der sie besteht, vereinigt sich nach ihrem Zerfallen wieder mit dem Meer: im Ozean mit seinem Wasser, im Weltall mit seiner Vakuumenergie.

Der Urknall als das Ereignis, welches der Welt um uns herum seine erste uns bekannte Form gab, kann gut verglichen werden, mit einem urplötzlich aufkommendem "Orkan“ im Vakuum: mit einem Ereignis, das – lokal, aber sehr weiträumig – eine gewaltige "Schaumkrone“ schuf, die selbst heute erst wenig in sich zusammengefallen ist.

So wie im Meer bei abflauendem Wind die Wellenberge an Höhe verlieren, immer flacher und ausgedehnter werden, passiert das gerade eben auch mit dem Weltraum um uns herum: Er expandiert, und in etwa 100 Mrd. Jahren werden aus der Milchstraße heraus nur noch etwa 50 Galaxien zu sehen sein (statt der vielen Milliarden von Galaxien, deren Licht uns heute noch erreicht).

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Nur das Vakuum und seine Lebendigkeit scheint immer schon (und auf ewig) existent. 

Physikalisch gesehen haben Schöpfungskraft nur das Vakuum und die Evolution.

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@grtgrt

Man sieht: Physikalisch gesehen entsprechen das Vakuum, die Evolution und die Naturgesetze dem, was die Bibel den dreifaltigen Gott nennt.

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Nein

Wenn du das so sagst, müsstest du auch sagen, der menschliche Körper ist ein Grab, weil er von Anfang an so geschaffen wurde, dass er sterben muss. Ist also nur eine Frage der Formulierung.

Aber Ja, auch das Universum trägt im Keim schon sein eigenes Ende in sich. Nur liegt das in so unglaublich entfernter Zeit, dass alles was bisher passiert ist, nur ein kurzes Aufblitzen war.

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