Ist das Sozialphobie oder eine Persönlichkeitsstörung?

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9 Antworten

Ich denke es ist weder das Eine, noch das Andere. Eine soziale Phobie ist eine Angststörung, bei der man panische Angst hat, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Man errötet, kriegt Schweissausbrüche und Angstzustände bis hin zu Panikattacken. Mit Panikattacken meine ich richtige Panikattacken und nicht das, was man im Alltag unter Panikattacken versteht.

Die betroffene Person erlebt eine Panikattacke als lebensbedrohlich. Panikattacken sind wie Wellen, welche manchmal ohne ersichtlichen Grund oder auch durch spezifische Auslöser wie z.B. im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen (Soziophobie) auftreten. Der betroffene erstarrt, fängt schwer an zu atmen, sein Puls steigt rapide an, meistens bildet sich Schweiss auf der Haut etc.

Klassisch dabei sind folgende Symptome:

  • Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle
  • Hyperventilation
  • Herzrasen
  • Schwindel und/oder Erbrechen
  • Angstgedanken („das ist ein Herzinfarkt“, „jetzt sterbe ich gleich“, „ich werde verrückt“)
  • Depersonalisationsgefühle/Derealisationsgefühle
  • Innere Spannungszustände
  • etc.

Es gibt zwar Persönlichkeitsstörungen, welche einen sozialen Rückzug zur Folge haben, doch die Schwelle von einer Persönlichkeitsstörung zu sprechen ist relativ hoch. Von Persönlichkeitsstörung spricht man dann, wenn das Verhalten krankhafte Auswüchse annimmt und ein starker leidensdruck entsteht.

Folgende Persönlichkeitsstörungen sind von sozialem Rückzug geprägt:

  • Schizoide Persönlichkeitsstörung: Eine Persönlichkeitsstörung, die durch einen Rückzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten mit übermäßiger Vorliebe für Phantasie, einzelgängerisches Verhalten und in sich gekehrte Zurückhaltung  gekennzeichnet ist. Es besteht nur ein begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben.
  • Schizotypische Persönlichkeitsstörung: Die schizotypische Persönlichkeitsstörung zeichnet sich aus durch ein tiefgreifendes Verhaltensdefizit im zwischenmenschlichen oder psychosozialen Bereich. Dies äußert sich in teils als unpassend empfundenen Verhaltenseigentümlichkeiten, der mangelnden Fähigkeit enge Beziehungen einzugehen und Verzerrungen in Denken und Wahrnehmung.

Was du beschreibst klingt also eher nach einem Chrakterzug denn nach einer psychischen Erkrankung.

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Ja. Mich machen fremde Leute nervös, laute Musik, smallTalk, oder in allgemeinen Situationen die mir nicht bekannt sind. Ich bin gerne mit meinen Freunden zusammen, Leute die ich Jahre lang kenne, die wissen wie ich ticke und die ich sehr gut kenne und einordnen kann, alles andere ist der reinste Horror für mich.

Aber das was man Party nennt, damit kann ich nichts anfangen, es ist so wie von einer Welle am Strand getroffen zu werden, einfach zu viel auf einmal 

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Das ist weder eine Persönlichkeitsstörung, noch eine sozial Phobie.

Das ist eher eine charakterliche Ausprägung.

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Ich denke nicht dass das unbedingt eine Persoenlichkeitsstoerung ist. Manche Menschen wollen einfach nicht raus gehen weil sie nichts interessantes daran finden. Sie sind gluecklich damit die Menschen zu Hause um sich zu haben oder eben einfach alleine zu sein.

Wenn es aber zu einer Art Angst wird vor den Menschen selbst oder Krankhaft dann ist das schon eher eine Stoerung.

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Lieber alleine zu chillen statt mit Freunden was zu unternehmen hat jetzt aber nichts mit einer sozialen Phobie zu tun. 

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Also eine Soziale Phobie ist was anderes. Die hab ich nämlich. Und ich WILL aber kann nur schwer Leute kennenlernen, da ich mehr oder weniger Angst davor habe. Zu versagen usw. Wenn mans aber gar nicht WILL, ist das was anderes.

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Manche Menschen brauchen mehr ruhe und müssen viel in sich kehren. Zu viel Trubel stresst diese Art von Menschen aber dass heißt noch lange nicht das sie an einer Sozialphobie leiden.

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ich kenne es, lärm, reizüberflutung, hektik und dem sinnlosen geplapper einiger menschen aus dem weg gehen zu wollen. weil man sich selbst vor destruktiven einflüssen schützt ist man noch lang nicht gestört ;) jeden tag braucht man einfach nicht das gewusel

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Für einen introvertierten Charakter ist das ganz normal und überhaupt nicht besorgniserregend.

Mein Lieblings-Link: http://www.introvertiert.org/

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