Ist das Schulsystem schlecht?

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8 Antworten

Na klar ist es schlecht. Gerade ist der neue Newsletter von freilerner.de erschienen. Da kannst Du Dir das Ganze unter verschiedenen Gesichtspunkten ansehen.

http://us11.campaign-archive2.com/?u=c448e03a66a75e76d62eba794&id=88e506feb0&e=a44ff58f54

Das, was du ansprichst, ist nur ein ganz kleiner Aspekt dessen, was die Schule schlecht macht. Um das Problem an einem ganz einfachen Beispiel zu erklären: In der Schule "lernen" alle Schüler das Rezept eines Apfelkuchens auswendig, auch wenn niemand von ihnen die Absicht hat, einen zu backen. Und weil das niemand tut, vergessen die meisten das Rezept wieder. In Wahrheit haben sie also gar nicht gelernt.

In der Schule geht es in erster Linie um die Anerziehung von Gehorsam. Du sollst lernen, das zu tun, was andere Dir sagen. Das ist der Grund, warum der Schulbesuch bei uns mindestens ein Jahrzehnt andauert. Das Schulwissen könntest Du Dir in einem Bruchteil der Zeit aneignen.

Gruß Matti

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Das schulsysem mus vereinheitlicht werden. Es gibt kein Deutsches schulsystem. Da schulangelegenheiten ländersache ist.

Die abschlüsse sind zwar genormt. Aber ne großartige aussage über die qualität etc. lässt sich daraus nicht schließen. Insbesondere wenn z.b. irgendwo der gleich abschluss in 12 statt 13 jahren gemacht wird.

Nach der allgemeinbildung finde ich es sinnvoll das es definitiv noch was intensiv berufsvorbereitendes gibt. mit 15-16 haben viele noch nicht wirklich ahnung.

Allgemeinbildung hat immer eine großen anteil den man vergisst. Dennoch ist es wichtig um jeden gleiche chancen zu ermöglichen und die absolventen auf ein ähnliches niveau zu bringen was man an wissen erwarten kann.

Das ist insbesondere wichtig für die höheren schulen. Richtig spezialisierung geschieht eh erst im beruf selbst.

Ausserdem ist wissen was man schonmal gehört hat wesentlich leichter abzurufen.

Eine alternative wären mehr wahlfächer und die möglichkeit sich selber im gewissen sinne zu spezialisieren in der 9. und 10. Problem hierbei ist das man sich aufgrung mangelnder erfahrung oder falscher druck von eltern die zukunft verbauen kann. Der einfachste weg ist nunmal die schulbildung.

Alles andere wird auf jedenfall zeitintensiver und ggf. kostenintensiver.

Ich persönlich habe sachen wie kurvendiskussionen und Quadratische gleichungen gebraucht um meine abschluss zu erreichen. Daher ist es gut das mit das schon in der realschule gelehrt hat. Denn die höheren schulen setzen gewisses grundwissen nunmal vorraus.

Dafür kann ich kein einziges gedicht mehr was ich mal gelernt habe.

Auch sehe ich das ziel der schule keine alltagsvorbereitung sondern die berufsvorbereitung. Alltags und allgemeine lebens und moral vorbereitung ist job der eltern meiner meinung nach.

Einen weiteren kritikpunkt habe ich aber auch noch am schulsystem. Die neigung dazu den stoff in immer kleineren abständen zu lehren. Wissen braucht zeit und ich denke nicht das verkürzungen der schulzeit da förderlich sind.

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Ich nehme mal an, Du besuchst eine allgemeinbildende Schule, also keine Berufsschule bzw. Fachgymnasium oder ähnliches. Wie es der Name schon sagt, sind diese Schule allgemeinbildend, d.h. das Allgemeinwissen soll damit geschult werden.

Es ist richtig, dass man unheimlich viel Schwachsinn in der Schule lernt mit dem man an sich nicht viel anfangen kann. Dieser Schwachsinn wird allerdings davon definiert, was Du nach der Schule machst.

Wenn du beispielsweise in einem technischen Beruf tätig bist, wirst Du wohl kaum Kunst, Musik, Bio, Sport, Geschichte, Sozialkunde und ähnliche Konsorten gebrauchen (Wobei Sozialkunde bzw. Geschichte meistens im Fach Wirtschaft und Politik in der Berufsschule zurück kommt).

Wenn Du allerdings beispielsweise Tontechniker machen willst, ja solche Menschen gibt es auch, ist es hilfreich, wenn man von dem Themengebiet schonmal etwas gehört hat, denn nach der Schulpflicht ist es sehr teuer an Bildung zu kommen.

Zudem soll die Vielfalt an Fächern auch helfen deine Wahl für Deinen Beruf zu finden.

Ich selbst bin momentan im zweiten Lehrjahr als Elektroniker und merke in Geschichte hätte man vielleicht mal ein wenig mehr aufpassen sollen. Die meisten, wie ja auch einschließlich mir, merken meist erst zu spät wobei man in der Schule aufpassen hätten sollen. :P

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Kommentar von BRLD6
31.10.2016, 23:38

Ja, wenn man dort mit so vielen Sachen  zugemüllt wird schaltet man automatisch ab und vergisst den größten Teil.. Da sollte man lieber die wichtigsten Sachen lernen und später, wenn man sich für einen Beruf entschieden hat, dann nochmal etwas lernen. Ich mein wenn man früher so viel lernt und die hälfte vergisst bringt es einem ja auch nichts, dann lieber nochmal lernen wenn man sich für einen Beruf entschieden hat.

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Ich Bin ganz genau deiner Meinung. Eine Studie hat ergeben, dass wenn wir Schüler nach der achten Klasse dem Alltag überlassen, benehmen sie sich genau so, wie Abiturienten. Von Daher sind die Klassen 10-12 für Den Alltag praktisch komplett unnötig.

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Kommentar von tarik203
31.10.2016, 23:25

allerdings für das Studium nicht! !!

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Kommentar von tarik203
31.10.2016, 23:26

allerdings für das Studium nicht! !!

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Kommentar von wudy08
31.10.2016, 23:35

Wie tarik203 bereits gesagt hat, ist 11. - 12. bzw. 13. Klasse Vorbereitung fürs Studium bzw. ausschließlich für das Absolvieren des Abiturs notwendig. Wenn man Probleme ab der 11. hat sollte man sich überlegen ob man nicht mit einer mittleren Reife zufrieden ist oder nicht. ;)

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Alles berechtigte Argumente und bei den meisten bin ich ganz deiner Meinung. Ich hatte 7Jahre lang deutsches Schulsystem und hab mich immer darüber aufgeregt. Jetzt bin ich Schweden und wünsche mir das deutsche sehnlichst zurück! Ich hab echt mal angefangen zu heulen, weil ich Angst hatte, hier dumm zu werden .. . Also euer System ist bestimmt nicht perfekt, aber wenn man dann was anderes hat, klingt es plötzlich wieder  sehr verlockend. Zumindest kannst du dir sicher sein, was zu können, wenn du Abi machst. Man kann danach sowieso vergessen, was man will. Aber ehrlich: ich würde gerne tauschen! Ich glaube, wenn du fertig mit Schule bist, wirst du einen Großteil von dem Unsinn zu schätzen wissen

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Kommentar von wudy08
31.10.2016, 23:54

Also deiner Aussage, dass man mit einem Abi aus Deutschland was drauf haben muss, stimme ich absolut nicht zu. Wenn ich mir überlege wer heutzutage alles ein Abi bekommt...
Ein gutes Beispiel hierfür:

Person XY hat in sämtlichen Fächern eine zwei hat von den Themen der Prüfung aber keine Ahnung. Durch Sympathie des bzw. der Lehrerer schafft er nun ohne Probleme und ohne etwas dafür getan zu haben sein Abi, obwohl der wissensstand ein Realschulniveau ist.

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Kommentar von Kuhlmann26
01.11.2016, 08:44

Sehr interessant, was Du in Bezug auf Schweden sagst. Sind doch Schweden und Deutschland die einzigen Länder in Europa, in denen es einen Schulanwesenheitszwang gibt.

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Die Dinge, die man in der Schule lernt, sind das Werkzeug, um konkrete Probleme bearbeiten zu können. Je mehr man versteht, rechnen kann, Zusammenhänge herstellen, Interesse hat, usw, desto leichter wird auch eine Steuererklärung fallen. Die ganz Gewieften holen dann auch am meisten raus ;) Ich verstehe aber, dass es Schülern oft langweilig und sinnlos vorkommt. Da empfehle ich zum Ausgleich eine sinnstiftende Freizeitbeschäftigung, z.B. freiwillige Feuerwehr oder DLRG o.ä. Dann finde ich es nach mindestens 8 Jahren an Mühe und Geduld, die man in der Schule erfahren hat, angemessen, sich fantasievollere Ausdrücke als sch*- Wörter zu bedienen. Irgendwie schuldet man dieser großartigen Gesellschaft auch Dank.

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Tja, mein Freund, es ist halt wichtig für den Staat, dass du z.b. später noch weißt, wer der Alte Fritz war oder wie viele Nebenflüsse die Donau hat anstatt dich darüber aufzuklären, wie du deine Steuererklärung schreibst. Besser du weißt es nicht, meinen auch die Steuerberater.

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  • Doch brauchst du im Studium.
  • Das sollst du dir selber oder deine Eltern beibringen. 

Die Aufgabe der Schule ist es dir ein Minimum an Wissen und Bildung der Menschheit zu vermitteln. 

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Kommentar von BRLD6
31.10.2016, 23:25

50% vergisst man eh, zumindest ist es bei mir so. Studieren muss man nicht man kann auch ohne Studium gutes Geld verdienen.

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