Ist das schon Nazi?

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11 Antworten

Kommt drauf an. Wenn er zB sagt, dass er gegen Flüchtlinge ist, weil sie teilweise schwer zu integrieren sind und andere kulturelle Ansichten haben und einen finanziell hohen Aufwand bedeuten eher weniger.

Wenn er aber sagt, dass er Juden und Muslime hasst und diese mit Gewalt bekämpfen will und sie beleidigt, dann schon eher.

Naja, das finde ich ein bisschen übertrieben, es kommt auch darauf an, in welcher Situation er diese Gewalt einsetzen möchte. Wenn man die Islamisierung als konkrete Bedrohung des eigenen Lebens begreift, und das tun sicherlich viele, nachdem sie persönlichen Kontakt mit diesen kulturell unterschiedlichen Menschen gemacht haben (z.B. in Form eines Terroranschlags, oder irgend einer anderen Tat, von denen man täglich in den Zeitungen lesen kann), hat das auch noch nichts mit Nazi zu tun. Angeblich war Herr Hitler auch sehr angetan von der Religion des Friedens, daher müsste man als echter Nazi vermutlich auch eher Pro-Islam eingestellt sein?

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@Apfelkind89

@Apfelkind89: Wenn man die Islamisierung als Bedrohung des eigenen Lebens betrachtet, hat man was gegen Islamisierung, nicht gegen Flüchtlinge.

Warum wird Islamisierung immer mit Flüchtlingen gleichgesetzt? Erstens sind nicht alle Flüchtlinge Moslems. Zweitens sind auch unter denen, die es sind, viele vor dem gelebten Islam auf der Flucht. 

Islamisierung braucht keine Flüchtlinge. Virtuelles Gift kennt dank Internet keine Grenzen.

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Pauschal gegen Flüchtlinge - also gegen die Menschen - zu sein, ist schon ziemlich Nazi. Deren Handeln ist nämlich weitgehend verständlich und nachvollziehbar. Etwas anderes ist es hingegen, unkontrollierte Masseneinwanderung bildungsferner Migranten aus völlig anderen Kulturen abzulehnen.

Es gibt viele Menschen, die inzwischen die Zusammenhänge nicht mehr verstehen. Ich versuche es also einfach.

Wenn dein Freund sich Sorgen macht über die hohe Zahl an Einwanderer, Flüchtlinge und Asylanten (denn es gibt da Unterschiede), dann solltest du das erst mal so akzeptieren. Er ist nicht alleine, denn es gibt viele Deutschen die diese Zuwanderung nicht gerne sehen. 

Das ist nicht das gleiche wie "Nazi". Es ist auch wirklich eine Unsitte, alle Menschen die sich Gedanken machen, gleich als "Nazi" zu beschimpfen.

Frage dich doch mal, was dein Freund vielleicht denkt. Ich weiss nicht, wo er arbeitet und welchen Beruf er hat, aber hier zum Beispiel:

1)  "Wenn noch mehr solche Typen kommen, die keine Ausbildung haben werden sie uns noch die Jobs wegnehmen".

2) "Hartz IV wäre schön längst hochgesetzt, wenn nicht noch ein paar Millionen mit-durchgefüttert werden müssten. Und es kommen mehr und mehr..."

3) "Meine Kinder kommen in der Schule kaum noch voran, die Lehrerin ist total fertig, weil sie ständig mit den Ausländerkinder beschäftigt ist".

4) "Meine Mutter ist alt und gehbehindert, und kann keine bezahlbare Haushaltshilfe finden. Im Flüchtlingsheim sitzen die alle nur herum und drehen Däumchen. Die könnten doch mal arbeiten, wo überall soviele Stellen nicht besetzt sind".

5) "Seitdem es keine Grenzen mehr gibt, kommen die ganze Ost-Europäer zum schwarzarbeiten, und überall wird eingebrochen. Warum kontrolliert keiner die Baustellen, wo ist die Polizei? 

Usw.

Du möchtest sicher mit deinem Freund auch weiterhin befreundet sein, oder? Dann ist das letzte was du gebrauchen kannst, einen großen Krach über die politische Lage im Land. Versuche ihm zu verstehen, denn seine Sorgen sind nachvollziehbar.  

Um dir jetzt die Gegenargumente zu liefern, müsste ich aber tatsächlich wieder in "Fremdwörter" umschalten, und dann hast du keine Lust mehr weiter zu lesen, nehme ich an.

Also hier die einfache Form: 

1) "Die Typen" werden einem kaum die Jobs wegnehmen, denn die meisten haben keine in Deutschland verwertbare Schulbildung, und müssen zudem erst einmal die Sprache erlernen. Das dauert Jahre, und inzwischen könnte dein Freund sich in einem Beruf verbessern, oder spezialisieren. Dann hat er immer einen Vorsprung gegenüber den Einwanderern.

2) Stimmt. Es geht aber so ohnehin nicht weiter. Fast die Hälfte des Geldes was dem Land zur Verfügung steht, wird in der ein oder anderen Weise für Sozialausgaben ausgegeben. Das kann so nicht weitergehen, und sicher wird es irgendwann eine Änderung geben, die dann aber alle betrifft. Die Zahl der Flüchtlinge macht da zwar einen Unterschied, aber der ist nicht so hoch wie man denken könnte.

3) Ja, leider nimmt das Schulniveau ab. Daran muss dringend etwas geändert werden. Es nützt aber wenig, darüber zu klagen, denn das sind politische Entscheidungen, und dafür ist die Bundestagswahl da.  Und die ist ja schon in September. Schaue dir genau an, welche Partei in Sachen Bildung die beste Vorschläge hat. "Beste" im Sinne von: mehr lernen, nicht im Sinne von "Schule als Freizeitgestaltung".

4) Die meiste Flüchtlinge, auch jene die so gut wie nichts können, und keine Ausbildung haben, wollen arbeiten. Sie langweilen sich zu Tode in den Heimen, und freuen sich über jeder Art der Beschäftigung. Sie dürfen aber nicht, was eben auch eine politische Entscheidung ist. Sie dürfen erst arbeiten, wenn ihren Status geprüft ist, und sie die Sprach- und Integrationskurse durchlaufen haben.

5) Stimmt. Die offene Grenzen sind ein Problem, die Einbruchsziffern sind in die Höhe geschossen. Subunternehmer kommen mit "Polenkolonnen", oder Arbeiter aus Rumänien, Bulgarien etc. und bieten Leistungen die einheimische Betriebsangehörige bisher vollbrachten, preiswerter an. Ausserdem sind die Auftraggeber weniger an Kündigungsfristen gehalten. Das sind die negative Folgen der EU, der offenen Märkten. Aber auch das wird nicht ewig so weitergehen, denn in den Herkunftsländer dieser Menschen steigen die Einkommen stetig weiter. Es wird nicht mehr lange dauern, dann verdienen die Polen, Rumänen etc. in ihre Heimat genau so viel, wie als "Billigarbeiter" in Deutschland. Und sie werden dann nicht mehr kommen. Nur die Einbrecher werden immer Opfer finden, aber dagegen muss man sich selber wehren. Die Polizei ist unterbesetzt und überfordert, die können nicht auch noch Einbrecher fangen gehen.

Sprich mit deinem Freund, und höre dir seine Argumenten an. Wie gesagt: wer sagt, was stimmt, ist kein Nazi. 

"Schule als Freizeitgestaltung" oder noch besser zur Selbsverwirklichung

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Wenn dein Kumpel das bei GF postet, dann wird er mit Sicherheit von vielen als Nazi bezeichnet.

Das ist hier so üblich.

Möglicherweise ja, möglicherweise nein. Die Einstellung zu Flüchtlingen kann ein Indiz sein, ist aber sicher kein Beweis.

Es hängt davon ab, was er sonst so denkt.

 Heut zutage, wird jeder als Nazi bezeichnet, der sich kritisch über Äusländer speziell Flüchtlinge Äusert.

Ein Nazi ist man, wenn man glaubt, dass Nur die Deutschen die "Herrenrasse" sind , und alle anderen Untermenschen, deren Leben weniger wert ist.

Man ist kein Nazi, wenn man der Meinung ist, dass Deutschland mit zu vielen Ausländern überfordert ist

Man ist kein Nazi, wenn man die Mentalität von Menschen aus gewissen anderen Ländern kritisiert.

Man ist kein Nazi, wenn man sich sorgen macht, dass die Mentalität, Von Ausländern , einheimische in Gefahr bringen könnten.

Das ist das, um was es meistens geht. Wie war das genau mit deinem Kumpel? ging es da um sowas?

Wenn man gg. eine Gruppe v. Menschen einfach auf Grund einer gruppenzughörigkeit beurteilt, ist dies eher rassistisch. Nazis sind (auch) rassistisch. Ober er deswg. ein Nazi ist, darüber kann man wohl streiten. Es hängt auch davon ab, wie man das Wort selbstt interpretiert. https://de.wiktionary.org/wiki/Nazi

Ob etwas rassistisch ist kann man z. B. rausfinden, wenn man die eine Gruppe mit einer anderen ersetzt.

Beispiel:

Ein Kumpel meinte, er ist gegen Flüchtlinge.

Ein Kumpel meinte, er ist gegen Arme.

Ein Kumpel meine, er ist gegen Juden.

Wenn dann ist er ein Rassist und kein Nazi weil er wahrscheinlich nicht zwischen 1933-45 geboren wurde. Ich würde aber auch unterscheiden ob er es so meint, dass er Angst vor einer Überbevölkerung hat dann ist seine Aussage "verständlicher" anzusehen als wenn er es so sieht, dass er generell gegen alle Art von Ausländern ist.

Sieh es doch mal mit den Augen der Vernunft. Welchen Grund gibt es, gegen "Flüchtlinge" zu sein? Dein Kumpel hat pauschal ein Vorurteil gegen Menschen, mit denen er noch keinen einzigen Satz gewechselt hat. Ich halte das für ziemlich fragwürdig.

Und das entnimmst du den beiden Sätzen?

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@skminga

Eine sachliche Diskussion hierüvber zu führem ist heutzutage auch durch die allgemeine Berichterstattung, in der alles in den "Flüchtlings-Topf" geschmissen wird, erschwert worden.
Egal ob politisch Verfolgte oder reine Wirtschaftsmigranten - es wird alles als Flüchtling deklariert.

Politisch Verfolgte genießen nach dem GG Asyl, wer aus Staaten mit schweren Menschenrechtsverletzungen oder einem Kriegsgebiet flieht de facto auch....wer sich ganz vorwiegend nur aus wirtschaftlichen Gründen auf den Weg macht, oder aus Angst vor gerechtfertigter Strafverfolgung eben nicht.

Äußert sich der Freund gegen ungeregelre Wirtschaftsmigration ist dies grundsätzlich legitim.
Äußert er sich pauschal gegen alle Flüchtlinge, ist dies nicht schön, aber wohl auch nicht justiziabel, solange er sich nicht eines herablassenden oder rassistischen Wortschatzes bedient.

Hier gilt es mehrere Grundrechte wie das Recht der freien Meinungsäußerung gegen das Recht auf Menschenwürde (Persönlichkeitsrecht, Schutz vor Beleidigung und Verleumdung) gegeneinander abzuwiegen.


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@KinderTassilos

Man kann auch jemanden in seinen vom GG geschützten Grundrechten verletzen, wenn man ihn pauschal herablassend in aller Öffentlichkeit als Nazi, Kommunist etc. betitelt, nur weil man anderer (politischer) Meinung ist.

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Die Gehirnwäsche trägt schon Früchte.

Nein. Das hat mit "Nazi" nichts zu tun.

Um ein "Nazi" zu sein gehört einiges mehr dazu.

Gsd nimmt der Staat das noch sehr genau. Nicht so der "pöbel"

Du solltest dann folgende Begriffe googeln: Nazi und Verfassung.

Sowas ist nicht in ein, zwei Sätzen erklärt.

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