Ist das schon alles im Leben?

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9 Antworten

Hallo davidhatbock,

ja, wir leben nicht um zu arbeiten sondern wir arbeiten um zu leben.

Leben definiert dabei jedoch jeder für sich selbst. 

Derjenige, der einen Job hat, den er liebt ist der glücklichste Mensch auf Erden, denn er kann den ganzen Tag machen was ihm gefällt und wird auch noch bezahlt dafür. 

Die Kombination gibt es leider nicht allzu oft, wobei meines Erachtens nach das größte Problem dabei jeder Einzelne für sich ist. 

Es ist "modern" zu jammern und zu klagen. 

Ich spreche aus eigener Erfahrung - ich bin eine der Glücklichen, denen ihr Job wirklich richtig Spaß macht. Viele meiner Kollegen und Kolleginnen (ich schreib das jetzt einfach "neutral") glauben mehr zu verdienen als sie von ihren Chefs bekommen. 

Anstatt sich mit dem zufrieden zu geben was sie haben, daraus das Beste zu machen und das Leben zu genießen, sind sie nur ständig am suchen, was irgendwer wieder irgendwo "besser" oder eben weniger gut gemacht hat. 

Genauso gut könnten sie aber hergehen und diese Zeit für produktiveres Arbeiten verwenden, mehr Befriedigung darin zu finden und dann auch entsprechendes Lob zu kassieren. 

Und wenn ein besonders ungeschickter Vorgesetzter (und davon gibt es leider mehr als genug) das trotz aller Anstrengung nicht sieht, dann einfach mal Fünfe grade sein lassen und sich denken: Meinen Lohn bekomme ich im Himmel, hier werde ich nur bezahlt.

Das schlimmste ist, wenn sich ein Mensch ausschließlich über die Arbeit definiert. Man braucht auch andere Ding im Leben, die einem Bestätigung und Befriedigung geben. 

Als ich mit 24 im eigenen Betrieb, im eigenen Haus, mit der eigenen Familie saß hab ich mir überlegt, ob das schon alles ist im Leben. Hab mich auf die Suche gemacht und bin dann als Entwicklungshelferin für ein paar Jahre nach Afrika gegangen. 

Heute genieße ich die Erfahrung, die Freundschaften auf aller Welt, die Weltoffenheit, meine Freiheit, trotz Arbeit. 

Eine gesunde Portion Egoismus (ohne jemanden zu schaden) gepaart mit ein wenig Bescheidenheit, getoppt mit einer Prise Demut und schon hast du ein tolles Leben. 

Lerne zu Leben, aber überlege gut, was Leben für dich bedeutet. 

Tu das was du tust mit Lust, Liebe und Überzeugung und wenn es mal schief geht, dann seh' es als Lehrstück. 

Viel Glück dir auf deinem Weg, 

LG Mata

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Kann dich da mehr als gut verstehen, aber wie die Anderen bereits sagten, evtl. ist ein Wechsel zu einer Tätigkeit, die dir wirklich Spaß macht ganz gut, oder einfach ein Teilzeitmodell.

Oder du versuchst, im Netz ein Business aufzubauen und von zu Hause aus dein Geld zu verdienen und wenn es erstmal als Nebenverdienst ist.. .

Dann hast du zwar zuerst noch weniger Zeit für dich, aber irgendwie könnte das auch ein, sich später lohnendes, Abenteuer sein.

Sollten deine Interessen `geschäftsfähig´ sein, warum nicht auch versuchen damit evtl. Geld zu verdienen?

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Könntest Du in der Firma in Teilzeit arbeiten? Wäre der Chef damit einverstanden und würde Dir das Geld eine Zeit lang - sagen wir ein halbes Jahr - ausreichen, um Deine Kosten zu bezahlen? Wäre eine Möglichkeit. Veilleicht kannst Du dann ja wieder eine Zeit lang Vollzeit arbeiten. Wenn nicht, würdest Du Dich bei einer anderen Firma Teilzeit bewerben? Allerdings: Was Du hast, hast Du - einen Job zu kündigen ist nicht wirklich ratsam in der heutigen Zeit.

Genieß Deine freie Zeit, so gut Du kannst. Genieße sie bewusst. Leider müssen wir 8 Stunden pro Tag arbeiten - mindestens.

Noch eine Idee: Wäre es möglich, nur ein dreiviertel Jahr zu arbeiten, um alle Kosten zu decken und 3 Monate frei zu haben? Ich hab mal im Fernsehen von einer Frau eine Doku gesehen - die arbeitete nur 3 Monate im Jahr und lebte extrem spartanisch. Hatte aber viel Zeit!

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Kommentar von davidhatbock
17.10.2016, 19:37

Dann kommt der gesellschaftliche Druck.... Hä, warum Teilzeit? Du bist doch noch keine 50.

Selbstständigkeit wäre eine Option, dann müsste man wenigstens nur noch für sich arbeiten, aber man muss dafür ein sehr hohes Risiko eingehen und kann Böse auf den Bauch fallen...

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Ich seh das so dass ich nicht den Großteil meiner Zeit darauf verwenden will, etwas zu tun und über etwas nachzudenken wofür ich keine Leidenschaft habe. Vielleicht ist es tatsächlich Zeit für einen Tapetenwechsel, auch wenn der vielleicht ein bisschen Luxus kostet.

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Willkommen im "Club der Aufgewachten"!

Dir wird bewußt, daß Du dienender und komsumierender Sklave des Systems bist. Eingebunden in einen Wust von Vorschriften, Gesetzen und Zwängen. Freiheit scheint es nur gegen Bares zu geben. Nur wer die nötige Knete hat, kann sich ein Aussteigerleben an einem schönen Ort dieser Welt leisten, an dem er das tun möchte, was er nun einmal gern tun würde.

Das hat absolut nichts mit "nicht-mehr-Arbeiten-wollen" zu tun, sondern damit, für sich und seine Familie etwas mit eigenen Händen zu schaffen und darauf stolz und damit zufrieden zu sein. Es geht hauptsächlich um die innere Zufriedenheit und Glückseligkeit.

(Das Dumme dabei ist nur, daß fast schon alle Länder zum "kapitalistischen System der Hochfinanz-Elite" gehören und man eigentlich nur von einem Freiluftknast in den nächsten wandert...)

Wie abgestumpft muß man sein und welchen tumben Geist muß man haben, um sich in der Konsumwelt wohl zu fühlen? DAS hat mit Leben und Freiheit nicht das Geringste zu tun! Uns werden nur Surrogate angeboten, die über die Leere im Herzen, im Geist und der Seele hinwegtäuschen sollen.

"Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave." (Aristoteles)

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Kommentar von EmperorWilhelm
17.10.2016, 19:46

Ist Kapitalismus nicht ein System des Risikos?

Was ist denn deine Vorstellung des Perfekten Systems

Ich bin übrigens kein großer Kapitalismus Fan, aber in deiner Antwort bietest du kein echtes Alternativ-System...

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Kommentar von gartenschlauchh
25.08.2017, 15:25

Ich sehe es genauso deshalb arbeite ich nicht sondern gönne mir

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Ich seh das so: Man lebt nicht um zu arbeiten, sondern man arbeitet um zu leben. Weil ohne Arbeit kein Lohn und ohne Lohn kein gutes Leben. Klar, du könntest irgendwo unter der Brücke existieren, tun was dir gefällt soweit das ohne Geld möglich ist, aber ist es wirklich das was du dir wünschst?

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Ja, ich finde auch man sollte heutzutage mal im Arbeitsleben was ändern, 8+ Arbeitszeit sollten abgeschafft werden und auf 4h gekürzt werden für das gleiche Geld, damit man auch mal mehr Freizeit hat.

oder zumindest dem Arbeiter mehr Urlaub geben, das hätte auch den positiven Effekt das man motivierter arbeitet. Aber anstatt das man weniger arbeitet arbeitet man eher mehr und das kann wirklich nicht sein.

Ich bin auch unglücklich, ich arbeite jeden Tag 10h und habe nur 1100€ netto mit 2100€ brutto, das nervt.

Aber hier kommen wieder die Leute die labern man sollte ja froh sein

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Kommentar von sojosa
17.10.2016, 19:36

Genau, man sollte froh sein, weil man für seinen Lebensunterhalt selber sorgen kann.

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Kommentar von Rubin92
17.10.2016, 20:15

Solche Menschen wie du regen mich auf.. Du würdest sicher auch froh sein jeden Tag 16 Stunden zu arbeiten, Hauptsache du kommst heim, hast ein Bett und hast dein Teller Suppe und Flasche Bier auf dem Tisch stehn. Man sollte auch mal ein bisschen anders denken, für Menschen mit einem geringen Gehalt lohnt es sich schon fast gar nicht mehr zu arbeiten, mit ein bisschen weniger Geld hat man jeden Tag Freizeit (hartz4)

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Ich sehe das so: Wer in seinem Job keine Freude verspürt hat einen schwerwiegenden Fehler begangen.

Der größte Luxus den wir heutzutage haben ist nämlich Selbstbestimmung.

Wir können uns aussuchen wofür wir die hunderdtausenden Stunden an Arbeitskraft die wir geistig oder Körperlich zu leisten vermögen einsetzen. Für etwas das uns wichtig ist nämlich. Wer das nicht tut...hat Pech gehabt, der kann versuchen das mit Hobbys wieder auszugleichen. Aber der großteil seines Lebens ist...verschwendet um es mal hart auszudrücken.

Früher musste man hart Arbeiten um zu überleben. Da wurde einem nie Langweilig...aber man konnte auch nichts verändern, denn jede Sekunde war dem eigenen Überleben gewidmet...selbst während der Industriellen Revolution war das noch für die Arbeiterklasse so.

Aber jetzt können wir machen was wir wollen...und das ist der größte Luxus...

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Kommentar von davidhatbock
17.10.2016, 19:35

Ich habe mein damalige Leidenschaft zum Beruf gemacht. Aber wenn man dem dann wirklich jeden Tag 9-10 Stunden nach geht, kippt es sehr schnell und macht unzufrieden. Deshalb behaupte ich auch einfach mal, dass der Spruch "mache dein hobby zum beruf, und du wirst niemals arbeiten" Schwachsinn ist.

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freu dich, daß du ein abgesichertes leben hast und gesund bist. 

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