ist das rechtlich überhaupt möglich was die Arbeitsagentur da macht?

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5 Antworten

Zunächst muss ich dir vorab mal sagen, dass nicht das System sondern in erster Linie du selbst an dieser Situation schuld bist. Du hast Termine nicht wahrgenommen und die Sache einfach schleifen lassen. Hättest du dich an die Regeln gehalten, hättest du auch nahtlos im Anschluss an deine Arbeit ALG I erhalten.

Auch das Arbeitsverhältnis wurde nicht von heute auf morgen beendet. Dir war die Befristung bekannt und du wusstest, dass es nach 2 Jahren hätte in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen müssen. Das ist in keinem Fall ein Selbstläufer sondern muss vereinbart werden.

Da auch dein letzter Lohn wohl schon aufgebraucht ist, gehe ich mal davon aus, dass das Arbeitsverhältnis schon Ende Dezember auslief. Wir haben heute den 2. Februar. Wann warst du denn beim Jobcenter?

Du kannst jetzt nur versuchen, die Zeit irgendwie zu überbrücken. Rede zunächst mal mit dem Vermieter. Erkläre ihm die Situation. Wegen einer verspäteten Mietzahlung kann er dich nicht auf die Straße setzen. Dazu wären dann schon 2 Monatsmieten Rückstand nötig. Und auch dann kann eine eventuelle Kündigung immer noch durch Zahlung geheilt werden. Da passiert so schnell nichts. Beim Jobcenter kannst du einen Vorschuss beantragen. Dieser dürfte dir als Alleinerziehende auch gewährt werden. Weiter könntest du versuchen, den Termin beim JC auf diese Woche vorzuverlegen. Am weitesten kommst du, wenn du in einem netten und freundlichen Ton fragst und auch deine Verzweiflung zum Ausdruck bringst. Mit Vorwürfen und Drohungen wirst du nichts erreichen.

Ich wünsche dir viel Glück und Kraft für die nächsten Wochen. Klemm dich dahinter, dann wird das schon!

Danke für eure antworten.
Ich habe die Termine ja nur nicht wahrgenommen weil mir eine Verlängerung zugesichert wurde. Aber eben mündlich und das zählt ja bekanntlich nichts. Ist aber egal. Jetzt ändere ich nichts mehr daran. aber ganz ehrlich . Es ist als würde man wie ein Mensch 3er klasse behandelt und ich sehe es als nicht richtig an so Sanktionen so zu verteilen. Würde ich jetzt Termine verpassen, okay, dann würde ich das verstehen. Aber noch während meiner Beschäftigung.Naja und es wird mir schwer fallen nicht meine Meinung beim nächsten Termin auch zu äußern. Was soll man sagen letztendlich sitzen sie am längeren Hebel.

Tja...Vorschuss oder so da War nichts zu machen bei dem Jobcenter die sagte es geht erst am 10ten. Vorher könnte ich gar nichts machen.

Ich hab nur deshalb keine Rücklagen mehr weil mein Arbeitgeber das Geld von Dezember im Januar gezahlt hat und auch viel weniger als normal.da musste ich meine kl. Notgroschen aufbrauchen. Also man bekommt alg1 ja rückwirkend im Februar für Januar.

ich weiß eben noch nicht ob es jemandem in meinem Umfeld möglich ist mir da zu helfen und ich möchte natürlich ungern mit den Vermieter in Kontakt treten wegen soetwas. Aber im Notfall ist das eine letzte Option.

Ich musste einfach nur mal aufschreiben, weil mich das etwas aus der Fassung bringt diese Situation.

Liebe grüße

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Wie hier schon mehrfach geschrieben, hast Du wirklich einiges verbaselt ... Du hättest den damaligen Termin zumindest begründet (und schriftlich) absagen und auf die Reaktion warten müssen ... Naja, nun ist das Kind in den Brunnen gefallen ...

Du wurdest sanktioniert - Dein Kind darf aber nicht mit-sanktioniert werden. Lies dies dazu:

LSG NRW urteilt: Hartz IV Sanktionen dürfen das Existenzminimum nicht bedrohen

http://www.hartziv.org/news/20091117-lsg-nrw-urteilt-hartz-iv-sanktionen-duerfen-das-existenzminimum-nicht-bedrohen.html

Ich rate Dir dringend, geh zu einer Sozialberatung. Google dazu mit sozialberatung und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). - Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gezeigt. Vereinbare dort einen Beratungstermin.

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Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird. - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache sogar zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtliche Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen

Behördenlotsen

Behördenbegleiter

Hartz IV Mitläufer

Hartz IV Gegenwind e.V.

Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

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Und google mit

legitimation eines beistands pdf

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

Auch erfährst Du so, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

Zum Amt mit einer erfahrenen Begleitpersonen zu gehen ist in diesem Fall sehr empfehlenswert.

LSG NRW urteilt: Hartz IV Sanktionen dürfen das Existenzminimum nicht bedrohen

Das ist schon richtig, was du schreibst. Allerdings müsste dazu erst mal ALG II beantragt sein. Dies ist jedoch noch nicht geschehen. Die Fragestellerin hat bisher nur ALG I beantragt und dort wegen versäumter Termine eine Sperre bekommen.

Leider hat die Fragestellerin den kompletten Januar verstreichen lassen und steht nun mit dem Rücken zur Wand.

Sie braucht keine langfristigen Rechtsberatungen. Sie weiss nicht, wovon sie diesen Monat leben soll. Sie braucht akut JETZT Geld.

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@Interesierter

Wenn die Frau sanktioniert wurde, darf das Kind nicht mit-sanktioniert werden. Für das Kind braucht sie auf jeden Fall Geld.

Deshalb habe ich ja dringend empfohlen, zur Sozialberatung zu gehen. - Dabei handelt es sich nicht um eine "langfristige Rechtsberatung", sondern um eine Beratung in ihrer akuten Notsituation. Wie Du schon schreibst, sie braucht JETZT Geld.

Bei der Sozialberatung wird man wissen, wie die Frau jetzt vorgehen muss. - Und wenn sie zum Amt geht (welches auch immer dann zuständig ist), lässt sie sich am besten von einem erfahrenen Beistand begleiten.

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Ich vermute in solchen Lagen, wenn auch gar nichts gespartes da ist fuer die Zwischenzeit, muss die Familie einspringen - wende dich an deine Eltern, den Papa deines Kindes, deine Geschwister...

Mach da Druck und bei Gemeinde kannst du ein Vorschuss holen wen du Antrag schon mal ausfüllst hast das immerhin etwas

Du kommst nicht zufällig aus RE oder Umgebung? Mach dich schlau ob in deiner Stadt DIE LINKE im Stadtrat ist und wann sie Bürgrsprechstunde haben. Ein Anruf von uns kann zumindest in Optionskomunen schon was bewirken.

Werbung für DIE LINKE? Das gehört nicht hierher

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