ist das rechtlich eigentlich überhaupt erlaubt?

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12 Antworten

Ich finde das Verhalten des Chefs schon ziemlich daneben. Natürlich ist es erlaubt innerhalb der Probezeit zu kündigen, aber es bewusst darauf anzulegen ist moralisch nicht in Ordnung. Hier würde mich auch interessieren, ob das nicht auch gegen Gesetze verstößt. Immerhin unterschreibt er Verträge bei denen er von vorn herein weiß dass er sie nicht einhalten wird

Es ist zwar nicht die feine Art, auf diese Art und Weise "die Spreu vom Weizen" zu trennen, aber nach dem Berufsbildungsgesetz(BBiG) kann der Arbeitgeber so handeln. Denn dort heißt es:

"§ 22 Kündigung.(1) Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden."

Das gilt so für beide Vertragspartner, also sowohl für eine Kündigung durch den Arbeitgeber als auch durch den Arbeitnehmer. Außerdem ist die Angabe eines Kündigungsgrundes nicht erforderlich.

Wieviele Mitarbeiter hat der Betrieb?

Wenn das tatsächlich stimmen sollte, dann ist das eine perfide Art mit Auszubildenden umzugehen.

Hier wird jungen Leuten etwas vorgegaukelt und sie werden vorsätzlich geschädigt (in den meisten Fällen mind. 1 Jahr verlorene Zeit bis zur nächsten Ausbildungsmöglichkeit).

Mich wundert, daß die zuständige Kammer so etwas mitmacht.

Diese sollte sowieso UMGEHEND von der Absicht des Ausbildungsbetriebes informiert werden - hier liegt dringender Handlungsbedarf seitens der Kammer vor.

In diesem besonderen Fall sollten die 3 Azubis, die entlassen werden, innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung, Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen.

Hier könnten Ausichten bestehen, zumindest Schadenersatz einzufordern, bis eine neue Ausbildungsstelle gefunden wird.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist man auch in den ersten 6 Monaten oder auch bei einem Kleinbetrieb, denn da greift das Kündigungsschutzgesetz nicht, nicht ganz schutzlos.

In diesem Fall könnte eine Kündigung unwirksam sein, da sie sitten- oder treuwidrig sein könnte.

Diesem Ausbildungsbetrieb gehört die Ausbildungsberechtigung entzogen.

eine sehr gute Antwort ....

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Dein Chef darf sehr wohl Deinen Vertrag innerhalb der Probezeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Doch frage ich mich auf der anderen Seite - was ist das für ein Chef, der erst die Verträge unterzeichnen lässt und dann hinterher mit der Absicht raus kommt, dass er tatsäch-lich nur 3 Auszubildende benötigt, obwohl er 6 eingestellt hat? Dann sollte er lieber gleich mit offenen Karten spielen und mitteilen, dass er nur 3 Auszubildenden eine (reale) Chance gibt. (Denn die anderen 3 haben dann ja offensichtlich keine reale Chance)

Ist es erlaubt, eine Ausbildung zu beginnen um in der Probezeit festzustellen, dass der Beruf nicht passt?

Es ist zwar so ziemlich die mieseste Art, die er an den Tag legen kann, aber ja, das kann er so machen. Ich meine, du weisst, was die Probezeit ist und wenn er sagt, er will nur drei Azubis aber nicht das Risiko eingehen, dass ihm irgendwer nach paar Wochen oder gar Tagen sagt "sorry, der Job taugt mir nicht".

Klar, das ist ganz normal. Er muss nicht alle Lehrlinge übernehmen. Sieh es als Ansporn besser zu sein als die anderen, damit du übernommen wirst.

Warum nicht ? Ihr könnt den Vertrag doch auch kündigen. Der Chefin fällt das zwar ungleich schwerer aber ja , sie kann das

Les dir am besten mal deinen Ausbildungsvertrag genau durch.

Was hast Du denn an dem Begriff "Probe" im Wort "Probezeit" nicht verstanden?

Was verstehsz du bitte an meiner Frage nicht ? Kommentier nicht dumm wenn du nichts verstehst

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Ja das Recht hat er

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