Ist das rassistisch oder moralisch verwerflich?

31 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Entgegen den ganzen Schlaumeiern und Oberlehrern hier:

Es ist weder rassistisch noch moralisch verwerflich. Es ist deine Meinung und deine freie Entscheidung. Niemand zwingt dich Menschen zu mögen wenn du nicht möchtest und niemand zwingt dich irgendwo Essen zu gehen wo du nicht magst. Was die Hintergründe dafür sind, ist ganz allein deine Sache.

Du stellst ja nicht pauschal jede andere Rasse unter deine und hast auch kein grundsätzliches Problem mit anderen Menschen mit anderer Herkunft. Sondern nur mit einer einzigen und dafür wirst du sicher deine ganz persönlichen Gründe haben, die sicherlich keinen rassistischen Hintergrund haben.

Diejenigen, die jede Kleinigkeit als Rassismus auffassen, sind die größten Rassisten, wie man kürzlich am Beispiel H&M eindrucksvoll gesehen. Nicht H&M war rassistisch, sondern diejenigen die am lautesten aufgeschrien haben.

"einfach ,weil ich ihren  ethnokulturellen Hintergrund nicht mag". Damit lehnt er pauschal andere Rassen ab. Also doch rassistisch.

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@koten

Nein, rassistisch ist, wenn man andere Rassen für minderwertig hält.

Das ist aber aus dem Kontext der Frage nicht ersichtlich.

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@HardwareGuru99

Richtig. Ethnie beschreibt beispielsweise eine Volkgruppe mit einer bestimmten Kultur, Lebensweise oder Weltanschauung. Das ist vollkommen unabhängig von der Rasse. Das kann genauso auch weiße, deutschstämmige Amerikaner betreffen. Und wenn ihm deren Lebensweise und Benehmen gefällt, dann ist das in Ordnung.

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Nicht H&M war rassistisch, sondern diejenigen die am lautesten aufgeschrien haben.

Öhm... in dem Fall gab es einige dunkelhäutige (!) Menschen, die darüber sehr verärgert waren. Und die sollen auch Rassisten sein, also quasi gleichzeitig Opfer und Täter?

Davon mal abgesehen hast auch du nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, auch deine Antwort ist nur eine Meinung.

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@AlternativeDe

"Öhm... in dem Fall gab es einige dunkelhäutige (!) Menschen, die darüber sehr verärgert waren"

Ja, es gibt Menschen die müssen ihren Misserfolg im Leben durch so etwas kompensieren und erklären.

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@HardwareGuru99

Öhm... weil die besagten dunkelhäutigen Menschen es wagen, sich darüber eine eigene Meinung zu bilden und die dir nicht passt, dann sind das natürlich nur irgendwelche minderwertigen Versager? Häh?

Einige Rapper (eine Musikrichtung, in er es viele farbige Leute gibt, ne), fanden die H&M-Aktion nicht so witzig. P.Diddy, The Weeknd, Jay-Z, Megaloh. Unabhängig davon, wie man zu der Musikrichtung steht - ich denke, die Leute waren im Leben doch bisher recht erfolgreich.

Ich bin der Meinung, dass mir als weißer Mann nicht das Recht zusteht, einer anderen Bevölkerungsgruppe zu sagen, wovon sie sich angegriffen zu fühlen haben und wovon nicht. Das soll die andere Bevölkerungsgruppe (die im Gegensatz zu mir davon betroffen ist) dann bitte doch entscheiden - und mir ist klar, dass es innerhalb der Gruppe auch unterschiedliche Meinungen gibt. Falls cokedose, HardwareGuru99 und Korrelationsfkt ebenfalls weiße Menschen sind, dann gilt für sie das Gleiche.

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@AlternativeDe

Rassismus hat auch nichts mit der Hautfarbe zu tun, das gibt es auch umgekehrt. Wenn ein schwarzer Autofahrer von einem weißen Polizisten angehalten wird, weil nicht geblinkt hat oder was auch immer, dann kommt sehr oft dieses typische "Nur weil ich Schwarz bin", obwohl die Hautfarbe oder was auch immer damit überhaupt nichts zu tun hat. Aber sie sehen dann keinen Polizisten der ordnungsgemäß versucht einen Verkehrsverstoß zu ahnden, sondern nur einen Weißen, der einen Schwarzen schinkanieren will. Und schon sind Konflikte vorprogrammiert. Und auch das ist eine Form von Rassismus. Auch wenn man seine Hautfarbe vorschiebt um damit zu versuchen Kosequenzen durch das eigene Fehlverhalten zu entgehen.

Und zu H&M:

Was war passiert? Da war ein schwazer Junge mit einen Schweatshirt (oder sowas in der Art), mit der Aufschrift "Collest Monkey in the Jungle".

JA UND? Findest du das rassistisch? Ich nicht. Ich sehe nur einen hübsch gekleideten kleinen Jungen. Rassismus ist nicht das was H&M gemacht hat, ganz im Gegenteil. Die größten Rassisten sind diejenigen, die ein Verbindung zwischen dem Jungen und dem Aufdruck hergestellt haben. Denn damit haben genau diejenigen die am lautesten geschrien haben, den Jungen erst als Affen bezeichnet. Hätte das ein weißes Kind getragen, hätte es höchstwahrscheinlich niemand von denen zur Kenntnis genommen, obwohl sie genauso laut hätten scheien müssen, weil für einen nicht rassistischen Menschen keinen Unterschied macht wer dieses Teil trägt.

Doch mit welchem Recht sagen die Leute, dass ein schwarzes Kind diese Kleidung nicht tragen darf? Genau DAS ist Rassismus - oder aber auch nur grenzenlose Dummheit.

Denkt mal drüber nach...

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@Cokedose
JA UND? Findest du das rassistisch? Ich nicht. 

Bist du ein schwarzer Mensch? Das ist 'ne einfache geschlossene Frage, die kannst du mit "Ja" oder "Nein" beantworten. Falls du sie mit "Nein" beantwortest, gilt der letzte Absatz aus meiner vorherigen Antwort.

Die größten Rassisten sind diejenigen, die ein Verbindung zwischen dem Jungen und dem Aufdruck hergestellt haben.

Die rassistische Assoziation "Afroamerikaner <==> Affe" gibt es schon länger, das ist nichts, was jetzt mit H&M und dem "coolest Monkey" ganz neu erfunden worden ist. Das Thema hat in den USA eine lange Historie.

https://www.huffingtonpost.com/the-conversation-africa/comparing-black-people-to_b_9345322.html

Es kommt so z.B. auch öfters vor, dass dunkelhäutige Fußballspieler im Stadion mit Bananen beworfen werden.

http://www.rp-online.de/sport/fussball/international/italien/empoerung-in-italien-nach-bananen-wurf-auf-milan-profi-kevin-constant-aid-1.4236397

Sind die Spieler, die sich darüber beschweren, ebenfalls rassistisch oder grenzenlos dumm?

Von daher kommt auch der Unterschied Unterschied, ob ein schwarzes oder ein weißes Kind den Pulli getragen hat.

Es kann sein, dass du das nicht wusstest, dann solltest du aber vielleicht selber mal darüber nachdenken und dich an der Stelle mit Vorwürfen wie "Rassismus" und "grenzenlose Dummheit" zurückhalten.

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@AlternativeDe

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, welche Hautfarbe oder Abstammung ich oder die anderen Kommentatoren habe. Und wer sagt denn, dass sich überhaupt jemand angegriffen fühlen MUSS? Das entscheidet jeder für sich selbst, ob er so durchs Leben gehen möchte, dass er jede Kleinigkeit als Angriff auf sich sieht oder sich Dinge so lange zurecht dreht und hin und her interpretiert bis er einen Grund findet sich aufzuregen.

Sind die Spieler, die sich darüber beschweren, ebenfalls rassistisch oder grenzenlos dumm?

Das ist ein gezielter persönlicher Angriff, das kannst du damit überhaupt nicht vergleichen.

Und wie gesagt, jemand der keine rassistischen Gedanken in sich trägt, kommt gar nicht auf die Idee solche Verbindungen herzustellen. Ich bin eher der Ansicht, dass je mehr sich über solche Sachen öffentlich aufgeregt wird, desto mehr wird diese Problematik noch gefördert, weil einfach jede Rassendikussion an sich schon dazu beträgt, dass die Rassen differenziert betrachtet werden. Denn sonst gäbe es gar keine Diskussionen darum.

Deshalb noch mal zum Abschluss: Für mich ist es ein Junge mit einem Sweatshirt. Nicht mehr und nicht weniger. Und deshalb hat dieser Junge (und jedes Mädchen) das gleiche Recht es zu tragen wie jedes anderen Kind auch.

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Ich "boykottiere" auch Döner, aber weil ich den minderwertigen Fleischmix ablehne, und nicht aus rassistischen Gründen.

Allerdings zeugt es schon von einer ziemlichen faktenfreien und tumben Meinungsbildung einem Gammelfleischfladen, dessen wesentlicher Bestandteil Schweinefleisch ist, eine "ethnokulturelle" Identität zuzuordnen.

Südländisch .. also Spanier, Italiener und Türken vermutest du wahrscheinlich. Tätsächlich sind es Türken die in Deuschland grosse Geschäfte damit machen, wenn Muslime, dann wohl nichtbesoders strenggläubige (Schweinefleisch). Pizza ist dir auch wahrscheinlich auch zu "südlänisch" ... aber warum Gyros besser ist, ist dann schon schwer zu verstehen.

Von ethnokulturell reden, hört sich aber besser an als "ich mag keine Kümmeltürken" ... ändert aber an der rassistischen Einstellung nichts ..

Kaufst du denn eine Currywurst von einem "Südländer" ?

Hallo Bruks!

Natürlich ist es rassistisch, wenn Du Menschen meidest und sie boykottierst, weil Du - wie Du sagst - ihren "ethnokulturellen Hintergrund" nicht magst.

Und warum bist Du so besorgt um Deine "moralische Integrität". Wer so ungeniert "südländische Menschen" über einen Kamm schert, der muss sich doch auch nicht um seine Moralität scheren!

Man muss mit 19 Jahren natürlich noch nicht die Welt kennen, das kann man auch gar nicht. Aber große Teile davon einfach auszuscheiden und zu beschließen: "Das mag ich nicht!", das ist einfach nur borniert und dumm.

Im übrigen wäre ich gespannt, wo Du "deutsches" Essen bekommst

- an der Pommes-Bude? - die ist zumindest um nichts gesünder, als der Döner, der immerhin noch eine ganze Menge Salat enthält

- oder bei MacDonalds, der Inbegriff deutschen Essens! - und sicher auch nicht gerade gesund

- oder in einem deutschen Restaurant, in dem Bami Goreng, Borschtsch, Bouillabaisse, Calamares, Cevapcici, Chili con Carne, Entrecote, Filet Stroganoff, Frühlingsrolle, Hähnchencurry, Hammelpilaw, Irish Stew, Kartoffelgratin, Lasagne al forno, Minestrone, Omelette, Paella, Pizza margherita, Potaufeu, Ratatouille, Ravioli, Rinderragout, Spaghetti bolognese, Steak, Tagliatelle alla marinara, Tandoori-Huhn und Zürcher Rösti - alles natürlich echt "deutsche" Küche - angeboten wird?

Gruß Friedemann

Diskriminierung beim Zoll: Rechtliche Möglichkeiten?

Hallo,

mir ist in den vergangenen Monaten etwas sehr negatives am Zoll aufgefallen. Diese Sache begleitet mich schon seit meinen letzten Reisen und hat mehrere Freunde und mich stark verärgert.

Seit Anfang des Jahres bin ich mit mehreren Freunden mehrmals verreist, es ging u.a. nach Russland, Thailand, Brasilien, USA und Marokko. In allen Fällen sind wir von München aus geflogen.

Ein enger Freund von mir, 24 Jahre alt, er ist dunkelhäutig, verfügt allerdings seit seiner Geburt über die deutsche Nationalität, ebenso wie seine Eltern (Vater stammt aus Äthiopien), hatte mich auf allen Reisen begleitet. Er besitzt Abitur, studiert an der Universität und spricht einwandfrei unsere Sprache - ein ganz normaler Deutscher. Wir waren eigentlich immer in einer Gruppe unterwegs (4-7 Mann) und während jeder einzelnen Rückreise wurde nur ausschließlich er vom Zollamt am Flughafen München kontrolliert. Uns ist das richtig negativ aufgefallen und wir sind stark davon überzeugt, dass die Beamten hier bewusst diskriminierend vorgehen. Immerhin waren es in den meisten Fällen stets die gleichen Zöllner, die ihn zu sich winkten.

Als wir sie vorhin nach der Rückkehr aus den USA darauf aufmerksam machten, wurden wir aus dem Wartebereich verwiesen und mein Freund erneut geröntgt. Die Beamten erinnerten sich natürlich auch nichtmetrisch an ihn, obwohl sie ihn in den vergangenen acht Monaten insgesamt sechsmal festhielten.

Wir wollten nun rechtliche Schritte in Erwägung ziehen, da es für ihn wirklich sehr empörend ist und die Zollbeamten ausgesprochen frech waren. Sie haben ihn sogar in drei Fällen röntgen lassen (ohne jeden Grund), auf Verdacht von Drogenschmuggel. Dabei war er immer absolut im Reinen, hatte weder Drogen noch zollpflichtige Dinge bei sich.

Meine Frage: Ist es möglich hier rechtliche Schritte einzuleiten? Oder muss er sich auch weiterhin diese Form der Diskriminierung bieten lassen? Was gibt es für Möglichkeiten?

Vielen Dank und Grüße.

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