Ist das Psychologiestudium das Richtige für mich?

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4 Antworten

Ich studiere Psychologie und muss zugeben ich hab mich vorher nicht wirklich gut informiert was das Studium eigentlich beinhaltet. Erwartungen hatte ich aber auch nicht wirklich, ich ließ mich einfach überraschen :)

Die ersten Semester sind wirklich sehr Grundlagen-orientiert, also man lernt wie Wahrnehmung funktioniert, wie das Gehirn aufgebaut ist, also viel Biologie und vor allem die Methoden, sprich Statistik, Testtheorie, Diagnostik usw. Die wirklich spannenden Sachen, also die Anwendungsfächer wie klinische oder Arbeits- und Organisationspsychologie fangen etwa ab dem dritten Semester an. Der Ablauf ist natürlich je nach Uni anders, am besten schaust du dir mal die Studienverlaufspläne der Unis an, die dich interessieren.

Dass man Mathe nicht total hassen sollte ist wahr, Statistik ist wirklich ein wichtiger Teil des Studiums, aber das ist absolut machbar und wie ich finde auch nicht mit Mathe in der Schule vergleichbar. Die Aufgaben sind bei uns jedenfalls sehr anwendungsbezogen und mir ist klar für was ich das ganze eigentlich brauche. Es geht eben zum Beispiel darum, Zusammenhänge zwischen Merkmalen zu berechnen, aus Stichproben auf Gesamtpopulationen zu schließen,... Vor allem ist das Wahrscheinlichkeitsrechnung (aber nicht das was man in der Schule macht, bzw. nur zu einem kleinen Teil) und natürlich z.B. Hypothesentests. Wenn man aber dranbleibt und immer schön die Übungsaufgaben macht ist das auch überhaupt kein Problem, ich kenne wirklich niemand der durch Statistik gefallen ist ;) Natürlich gibt es schöneres, aber die paar Semester übersteht man schon und es ist schon sinnvoll, dass man das lernen muss.

Wegen den englischen Artikeln: klar, die Forschungssprache ist Englisch, aber da kommt man schon rein. Davon würde ich mich nicht abschrecken lassen. Die Vorlesungen und Lehrbücher sind ja trotzdem auf Deutsch ;)

Was man auch nicht vergessen darf: Psychologie zählt an den meisten Unis in Deutschland als Naturwissenschaft! Alles ist sehr forschungsbasiert und mit Studien belegt usw. Wenn du erwartest irgendwelche Gedankenmanipulationen zu lernen dann wirst du enttäuscht ;)

Wie schon gesagt wusste ich vorher nicht wirklich was mich erwartet, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden mit dem Studium und würde es durchaus weiterempfehlen. Auch wenn einen nicht alles interessiert, für manches kann man sich auch anfangen zu interessieren und wenn nicht, irgendwann kann man ja auch Schwerpunkte setzen. Es ist auf jeden Fall ein sehr anspruchsvolles Studium, aber druchaus machbar und auf jeden Fall spannend. Man hat natürlich auch unglaublich viele Möglichkeiten was man dann letztendlich mit dem Studium anfängt. Ich persönlich weiß auch nocht nicht wirklich wo ich hinwill, bin mir aber inzwischen gar nicht mehr so sicher ob ich Therapeutin werden will, da ich z.B. Neuropsychologie auch unglaublich spannend finde.

Letztendlich musst natürlich du entscheiden ob es was für dich ist, aber selbst wenn nicht wechselst du halt nochmal, das hat auch noch keinen umgebracht ;)

Hallo prinzessinDJ. Wenn du so gerne Psychologie studieren möchtest und du hast mit deinen Noten ja ganz gute Chancen, dann solltest du das ruhig probieren, wenn du die Gelegenheit bekommst!

Zumindest solltest du dich nicht nur von den englischen Texten abschrecken lassen. Man hat als Schüler vor vielen Dingen im Studium erstmal Angst, aber wenn man dann drin ist, wächst man da irgendwie rein. Ich finde englische Texte im Studium auch nicht toll, aber man kommt schon damit klar. Ich studiere jedoch nicht Psychologie ;-)

Das gleiche gilt für Mathematik. In Psychologie ist vor allem viel Statistik. Aber auch da hast du deinen Vorlesungen und mit ein bisschen Engagement funktioniert sowas.

Und auch wenn du irgendwann feststellst, dass es nichts für dich ist... dann wechselst du eben oder quälst dich zumindest durch den Bachelor. Mit 18 bist du ja noch jung :-)

Als eine Kombination von Psychologie und Lehramt würde mir übrigens das Studium der Beruflichen Bildung bzw. Lehramt an Berufsbildende Schulen für die Fachrichtung Sozialpädagogik einfallen. Ich glaube dies kann man an ca. 5 Orten in Deutschland studieren. Ziel des Studiums ist das Lehramt an beruflichen Schularten, primär Erzieherschulen, Fachakademien und FOS/ BOS. Besonders an Fachoberschulen kannst du da im Sozialwesen-Bereich das Fach Pädagogik und Psychologie unterrichten. Natürlich wäre hierfür auch Interesse an Pädagogik nützlich ;-) Nur so als Anregung, wenn man sich ein wenig informiert findet man oft tolle Alternativen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall gutes Gelingen, für was du dich auch entscheidest! LG Herbstelfe

Mathe ist vor allem Statistik. Mit einem guten Dozenten eigentlich leicht zu verstehen
Psychologie beinhaltet sehr viel Selbststudium. Sprich viele Texte lesen (sowohl englisch als auch deutsch) und viel lernen. Wenn man aber Spaß an der Sache hat, dann ist das eigentlich kein Problem. Man sollte sich nur bewusst sein, dass Psychologie auch sehr viele verschiedene Themen beinhaltet und definitiv nicht nur um Krankheiten oder Störungen geht
Vielleicht gehst du mal als Gasthörer in eine Vorlesung und informierst dich einfach gut, was das Studium alles beinhaltet. Wenn du dir dann immer noch nicht sicher bist, geh am besten zu einer Berufsberatung

Lass es mich mal so formulieren: Nein.

Mit der Einstellung (Englisch magst du nicht und Mathematik auch nicht so richtig), bist du grad für gar kein Studium geeignet.

In der heutigen Zeit kommst du um Englisch im Studium nicht mehr herum. Wenn du einen englischsprachigen Gastdozenten bekommst, wirst du ganze Veranstaltungen in dieser Sprache haben.

Psychologie ist ein wissenschaftlich ausgerichtetes Studium, das übersehen viele bei ihrer Wahl.Es gibt zig Seiten im Internet, die genau über die Inhalte, den Aufbau und die Schwerpunkte dieses Studiengangs informieren. Als studierender Mensch, egal ob Lehramt oder etwas anderes, sollte man schon eine gewisse Grundneugierde mitbringen, insofern wird dir das Googeln dazu sicher Spaß machen. Wenn nicht, s.o. 

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