Ist das normal (Berührungsangst, Dissoziation, Angst vor Männern)?

7 Antworten

Das klingt schon etwas Therapie bedürftig. Einerseits willst du Nähe und Liebe erfahren, allerdings hast du Angst vor Verletzung und stoßt alle Personen weg, die dir zu nahe kommen. So etwas hatte/habe ich auch und nennt sich Nähe-Distanz-Konflikt.

Bei mir und auch bei dir ist die Ursache sicherlich der Vater. Ich bin kein Psychologe, aber das klingt logisch. Durch ihn wurdest du oft verletzt und du konntest als Kind damit nicht umgehen. Du wolltest die Liebe von deinem Vater, wie man es als Tochter nun mal erfahren will und wurdest eventuell weggestoßen. Nun kannst du ebenfalls nicht mit dem Thema Liebe umgehen und hast Angst vor erneuten Verletzungen.

Das du in deinem noch jungen Alter noch nicht geküsst worden bist, ist nicht schlimm. Allerdings scheinst du noch viel mit deinem Vater aufarbeiten zu müssen und ich würde mir professionelle Hilfe suchen. Es ist vielleicht ein kleineres Thema, aber es ist okay Hilfe anzunehmen :) Denke mal darüber nach ^^

Liebe Grüße :)

Frag dich nicht was normal ist. Das ist eh egal. Jeder ist anders, du auch. :)

Ich kann in gewisser Weise nachvollziehen was du meinst, auch wenn ich es nicht so extrem habe. Kenn das aber sehr gut - dieses Unwohlfühlen, die Angst, dass irgendjemand die Schutzlosigkeit bemerken könnte und das evtl. ausnutzen würde, die Unerfahrenheit usw.

Manchmal muss ich sagen hat sich das Unwohlsein bei mir oft als eine gute Intuition herausgestellt wenn klar wurde, was derjenige überhaupt wollte. Ich glaube tatsächlich dass das nicht immer ganz grundlos ist - denn ich vermute mal dass du trotz diesem generellen Unwohlsein doch nochmal Unterschiede zwischen Leuten spürst?

Wie auch immer. Was Berührungen angeht ist das einfach Gewöhnungssache. Mach dir da mal keinen Stress. :)

Was das Vertrauen angeht bleibt dir im Endeffekt eh nichts anderes übrig, als es, wenn du mal jemanden getroffen hast wo es passen könnte, genau das zu probieren. Da hat man leider nie eine Garantie, auch wenn ich mich selbst manchmal noch schwer tue das zu akzeptieren. ;) Das Wichtigste ist dass du den Kopf oben hältst und die Hoffnung und den Glauben hast, das alles hinzukriegen. Damit stemmt man jede Herausforderung. :)

Hast du viel und intensiven Kontakt mit der bipolar affektiven Störung und der Alkoholsucht deines Vaters gehabt, bzw. Hatte es irgendwelche Auswirkungen auf dich? Zb. Körperliche Gewalt etc?
Denn deine Psyche scheint irgendetwas aus der Vergangenheit nicht verarbeiten zu können. Darauf deuten zwei von dir beschriebene Verhaltensweisen:

a) Du bist ängstlich gegenüber körperlicher Nähe und meidest daher "innigen" Kontakt
b) Du denkst nicht gerne an die Vergangenheit bzw. Deine Psyche blendet sie aus, oder versucht es zumindest.

Schau, der Punkt ist, dass es für uns Laien von hier aus unfassbar schwer ist, deine Situation richtig einzuschätzen.
Aber sollte dich etwas vergangenes, vielleicht aber auch Zukunftsängste, plagen, dann such bitte einen Psychologen auf. Dem kannst du dich beruhigt öffnen - er steht unter Schweigepflicht und wird für nichts über dich urteilen.

Was deine Angst bzgl. des Partners angeht, kann ich dir sagen, dass es genug Männer dadraußn gibt, die dich verstehen und dir alle Zeit der Welt geben werden. Und mit der Zeit kommt das Vertrauen und du wirst sehen, du wirst dich wohl fühlen.

Ich wollte dich jetzt auch nicht dazu auffordern, zum Arzt zu gehen. Ich meinte nur, falls du wissentlich etwas verdrängst, tu etwas dagegen!

Ich wünsche dir von Herzen Alles Gute

LG
G. Schröder

Danke für deinen unaufdringlichen Text :)

zu der Frage: Ja, ich hatte Kontakt zu ihm. Nach der Scheidung eigentlich eher weniger, aber anscheinend genug, um bleibende Schäden bei mir (und meinen Geschwistern) zu hinterlassen..

Ich weiß von meinen älteren Geschwistern, dass er schon öfters ausgetickt ist und sie und seine Exfrauen auch geschlagen hat. Ob das bei mir auch so war, kann ich aber wirklich nicht sagen. Keine Ahnung.

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Das du dich daran unter Umständen nicht erinnern kannst, ist unter Umständen normal. Ich möchte hier aber auch niemandem irgendetwas unterstellen. Er scheint aber trotzdem, wie du bereits sagtest, Schäden hinterlassen zu haben. Ich sehe zwei Möglichkeiten: Entweder du arbeitest die Beziehung zu deinem Vater auf - das wird schwer und könnte dich eventuell auch weiter frustrieren. Oder du versuchst es doch mal mit psychologischer Behandlung. Diese Leute sind auf genau so etwas spezialisiert. Es wird dir gut tun und dir helfen. Es wird dir auf keinen Fall schaden, einen Versuch ist es also allemal wert!

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